SUPER illu

Lichtgeschwindigkeit 10001

am Sonntag, 16. Februar 2020

.

.

Während die deutsche LÜGENPRESSE täglich die AfD hyped und zum bürgerlichen Ausgleich die „Werte-Union“ der CDU-Rechten breittritt, möchte ich hier mal wieder eine Zeitungsnische vorstellen, die eine beachtliche Basisnähe zum Zeitgeist, Geschmack und Lebenskunst in Mitteldeutschland rausbringt – kostet 2 EURO pro Heft, farbig mit 92 Seiten.

.

Die BURDA-Zeitung SUPER illu ist in Mitteldeutschland erfolgreich. In Westdeutschland wird sie von den Zeitungstrafiken gar nicht geführt.

.

SUPER illu Nr.8 – 13. 2. 2020 bringt aktuelle Gesprächsthemen ihrer Käufer und Leser:

.

„Thüringens Wahl – Chaos und die Folgen

.

Polit-Beben im Freistaat!

.

Warum es nur Verlierer gibt

.

die SUPER illu-Analyse

.

15. SEMPEROPERNBALL Dresden feiert und die Stars bleiben fern

.

HERBERT KÖFER Mit 99 Jahren so verliebt!

.

Für uns ist Osten mehr als eine Himmelsrichtung

.

66 Jahre Pfeffi

.

Historikerin sucht private Fotoalben aus DDR-Zeiten

.

Ein „Späti“ auf dem Lande

.

Die schönsten Winterziele im Osten

.

Geburtstagskind der Woche – Stefan Kretzschmar Handball-Legende feiert 47. Geburtstag“

.

Wir haben eine deutschsprachige PROPAGANDAMASCHINE. Dieses ist ein täglich neu freifusionierender deutscher Führungsapparat. Was dieser kulturindustrielle Dauerdrang sekündlich vorhämmert, dringt durch wie auch all die überaus interessanten Geschehnisse, Neuigkeiten und Fragen, die einfach als Medieninhalte weggelassen werden, doppelt fehlen.

.

EINS Die Synergie geistiger Kräfte ist immer ein komplexes buntes Gesamt, ohne dass alle Einzelfarben durchwirken. Aber niemand möchte bevormundet werden.

.

ZWEI Alles was redaktionell nicht gebracht wird, indem das Gebot der Pluralität und das Recht auf Minderheits-Devianz in der fortlaufenden thematischen Themenwahl ignoriert werden, wird als Unfreiheit, als Zwang, als Unterdrückung und als Basisdistanz empfunden und von den Kommunikanden in Staatsferne verwandelt.

.

Dabei ist die Funktion von Unterdrückung nicht verlässlich. Vielmehr kann der bürgerrechtliche Anspruch auf volle, unzensierte Programmzusammensetzung allenfalls durch Repressionsandrohung unterdrückt werden. Doch die geistige Wirkung lässt sich nicht töten.

.

Heute wird also geunkt, dass bestmmte Absatzquoten und Konsumentenberührungen eines einzelnen Massenmediums, anzeigen würden, dass weniger gelesen würden, weniger gedruckte Bücher, weniger Tageszeitungen. Hingegen elektronische, digitale Medien werden immer beliebter, das Internetz und alle Blasen, die ausgewählte Themen über individuell zugemessene Algorithmen vorauswählen, den Überschwall von vielfältigen Themen aber absieben, damit der Konsument nur das gezeigt bekommt, wofür seine Vorliebe maschinell ermittelt worden war. So sind die Apps, so ist Innovation prinzipiell ausgeschlossen.

.

Ich möchte deshalb kurz mal ein Beipsiel vorstellen, wie die Kommerzverlage Publikumserfolg, Quote und Absatz täglich erfassen und auswerten, um ihre Geschäftslage optimieren zu können. Stellt man SUPEr illu, SPIEGEL, STERN und FOCUS einander gegenüber, kann man nur staunen.

.

Die SUPER illu ist in Mitteldeutschland ein neuer Titel und ist der erfolgreichste. In Köln bieten den Zeitungshändler die SUPER illu gar nicht an.

.

.

Neue Zürcher Zeitung, Seite 32 am 21. Januar 2020, von Hansjörg Müller, Berlin:

.

„Die Journalisten spotten – die Leser lieben sie

.

Die „SUPER illu“ hat in Ostdeutschland mehr Käufer als „SPIEGEL“, „Stern“ und Focus zusammen. Nun schärft die Zeitschrift ihr Profil

.

Über den Potsdamer Platz in Berlin verlief einmal die Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland, zwischen real existierendem Sozialismus und freier Welt. Dreissig Jahre nach dem Fall der Mauer haben sich alle Gegensätze im ästhetischen Niemandsland steriler Investorenarchitektur aufgelöst: Wo sich der Todesstreifen genau befand, lässt sich kaum noch erahnen.

Dass die mentalen Unterschiede zwischen Ost und West damit eingeebnet wären, wird in Deutschland niemand behaupten wollen. Die Redaktion, die am westlichen Ende des Areals residiert, wird nachgesagt, von der Bewirtschaftung dieser Gegensätze zu leben. Stefan Kobus sieht das naturgemäss anders. „Ich widerspreche schon einmal, wenn Sie uns eine reine Ost-Zeitschrift nennen“, sagt er in seinem Büro.

Kobus, ein leicht untersetzter, fröhlicher Mann von 56 Jahren, ist der Chefredaktor der „Super illu“, einer Illustrierten aus dem Burda-Verlag, die im Sommer 1990 gegründet wurde, um den ostdeutschen Markt anzusprechen. Schlagerstars und leicht bekleidete Mädchen prägten das Blatt in seinen Anfangsjahren – Krawalljournalismus für Zurückgebliebene, urteilte die westdeutsche Qualitätspresse.

Kobus versteht die „Super illu“ als gesamtdeutsches Blatt. Der Ratgeber mache den größten Teil des Heftes aus, „und ob Sie jetzt eine Autoversicherung in Wanne-Eikel oder in Wernigerode brauchen, ist völlig egal“. Nach der Wende gab die „Super illu“ ihren Lesern ein Stück von deren Lebenswelt zurück. „Wenn du mit jemandem gross wirst, den du ständig im Fernsehen siehst, schaust du in der Zeitung automatisch hin, erklärt Kobus. „Die anderen Zeitschriften sind bei den Peter Kraus dieser Welt geblieben, aber der Ossi wollte halt wissen, was sein Frank Schöbel macht, der früher einmal der grösste Hero im Variététheater Friedrichstadtpalast war.“

Erhebt sich der Chefredakteur von seinem Bürostuhl, kann er entweder nach Westen oder nach Norden blicken, auf die nahe Philharmonie oder auf das weiter entfernte Kanzleramt. Wenn Angela Merkel im Helikopter abhebt, kann Kobus sie dabei beobachten. Auf eine gewisse Nähe zur Macht scheint er durchaus stolz zu sein: 2017 sei Merkel an einem Donnerstag aus den Ferien in Südtirol zurückgekommen, und am Freitag habe sie eine Zeitschrift zum Interview ins Kanzleramt gelassen. „Diese Zeitschrift war „Super illu“, sagt Kobus und lässt den Satz einen Augenblick in der Luft hängen. Dabei sei es keineswegs nur um Ost-Themen gegangen, sondern um die Dieselkrise, und zitiert worden sei das Interview unter anderem „in der „Washington Post“ und der „New York Times“, in Russland und in China“.

…Während deutsche Journalisten noch immer gern einen ironischen Ton anschlagen, wenn von der „Super illu“ die Rede ist, wissen Politiker, was sie an der Zeitschrift haben: Mit einer Auflage von gut 300 000 Exemplaren verkauft sie in Ostdeutschland mehr Hefte als „Spiegel“, „Stern“ und „Focus“ zusammen.

Das Gespräch mit Merkel war für Kobus natürlich ein Scoop. doch so ganz scheint er die Freude darüber nicht genießen zu können: Natürlich habe es hämische Kommentare gegeben, berichtet er. „Für den einen oder anderen sind wir noch immer das Ossi-Blättchen mit ein bisschen Volksmusik und Tralala.“ Was Journalisten über Journalisten redeten, sei ihm egal, und der einzige Preis, der ihn interessiere, seien die zwei Euro; die der Käufer am Kiosk bezahlen. Dass gelegentlich auch er Anerkennung aus Branchenkreisen erhält, mag Stefan Kobus dann aber doch nicht unerwähnt lassen: Kürzlich habe er einen „Lead Award“ als Blattmacher des Jahres erhalten, so etwas wie den „Oscar der Medienbranche“, erzählt er. …

„Unsere Illustrierte“, mit dem der Hamburger Bauer-Verlag ein ostdeutsches Publikum zu erreichen versuchte. .. Man meinte, das von der Redaktionsstube in Hamburg aus erledigen zu können, mit einem Quoten-Ossi aus Leipzig.“ Diesen Fehler machte die „Super illu “ nie. Die Redaktion besteht je zur Hälfte aus Ost- und Westdeutschen; von den bisherigen drei Chefredaktoren stammte immerhin einer aus dem Osten…

… Diese Zeitschrift weiss erstens, was sie ist, und will zweitens auch gar nichts anderes sein. So hat die „Super illu“ beinahe im Vorübergehen geschafft, wovon in der Branche viele reden: sich eine Community von Stammlesern aufzubauen.

Die meisten Leser sind zwischen 50 und 65 Jahre alt. Kobus stört das nicht: Das Publikum verjüngen zu wollen, sei doch nur „ein Luftschloss“, sagt er. Besser sei es, dafür zu sorgen, dass diejenigen, die jetzt jung seien, später zu Lesern würden. Daran, dass dies auch künftig gelingen wird, scheint er nicht zu zweifeln. Auch jüngere Leute, die sich nicht oder kaum noch an die DDR erinnerten, seien schließlich stolz darauf, Sachsen oder Thüringer zu sein. „Der Ostdeutsche nutzt Medien noch immer anders als der Westdeutsche“, sagt Kobus: „Er mag keinen Klatsch und Tratsch oder Voyeurismus.“ Vielleicht sei das so, weil sich gerade die ältere Generation immer beobachtet gefühlt habe und das nun keinem anderen zumuten wolle.

…Der missionarische Ansatz, durch den sich so viele Journalisten auszeichnen, geht Stefan Kobus und seiner Redaktion vollkommen ab. „Wir sagen nicht, die Linkspartei ist böse oder die AfD sind die ganz Bösen“, erklärt er. „Als wir die AfD-Geschichte machten, berichteten wir über die Strafverfahren, die gegen AfD-Politiker liefen, und über den rechten Flügel der Partei. So kann sich der mündige Leser selbst ein Bild machen.“ Das sei besser, als einfach zu behaupten, Björn Höcke habe einen rechtsradikalen Hintergrund und sei unwählbar. „Wenn ich es belege, leuchtet es den Leuten ein.“

Hubert Burda, dem Verleger der „Super illu“, wird gern eine gewisse CDU-Nähe nachgesagt. Dennoch hat die Redaktion ein pragmatisches Verhältnis zur Linkspartei, die bis zum Aufkommen der AfD das bevorzugte Vehikel unzufriedener Ostdeutscher war, um die etablierte Politik zu ärgern. Gregor Gysi, der langjährige Chef der Linken, ist seit vielen Jahren Kolumnist und seit einiger Zeit auch regelmäßiger Gast bei den „Stadtgesprächen“, einer Veranstaltungsreihe der Zeitschrift.

Das alles findet ja nicht „auf einer rein politischen Ebene“ statt, erklärte Kobus. „Für uns ist er ein Entertainer und ein Zeitzeuge, der zur Wendezeit eine tragende Rolle gespielt hat. „Konservative Kolumnisten dürfen im Blatt für einen Ausgleich sorgen: Derzeit ist dafür der frühere Bürgerrechtler Arnold Vaatz zuständig; zuvor war es Hugo Müller-Vogg, ein ehemaliger Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. …

…. Die Überparteilichkeit betont man gern bei der „Super illu“: Journalist zu sein, bedeutet für mich, ein Moderator zwischen den Menschen zu sein“, sagt Gerald Praschl. Der 51-Jährige ist Chefreporter und gewissermaßen der Intellektuelle der Redaktion …

Die Ostdeutschen, so meint er, sehen die Verhältnisse „nicht so festgemauert in der Erden“ wie ihre westdeutschen Landsleute. „Wenn man den Turm schon mal hat fallen sehen, dann denkt man, vielleicht fällt er ja noch einmal um.“ Wahrscheinlich deswegen erschienen die postkommunistischen Gesellschaften Zentral- und Osteuropas heute konservativer als der linke oder der liberale Westen. Das treffe auch auf Ostdeutschland zu. … Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte und besonders die Debatte über die Stasi seien für das Magazin von Anfang an wichtige Themen gewesen. Kein Publikumsmedium, so meint er, habe sich mehr „mit DDR-Vergangenheit in all ihren Facetten“ beschäftigt als die „Super illu“.

Wichtig sei ihm dabei gewesen, auch die Geschichten der Opfer zu erzählen, die verfolgt, schikaniert, inhaftiert, vertrieben oder an der Mauer erschossen worden seien. „Auch wenn das nicht jeder hören und lesen will“, sagt er.

.

.

Dietmar Moews meint: Immerhin eine ganze Seite widmete die Neue Zürcher Zeitung für die Vorstellung der erfolgreichen BURDA-Zeitung „Super illu“.

.

Ich möchte da nicht mehr anfügen als das Zitat, das zeigt, wie unkritisch auch hier die Blattmacher herumfuchteln, wenn gesagt wird:

.

„…So kann sich der mündige Leser selbst ein Bild machen.…“

.

Und was macht der unmündige Leser?

.

Dietmar Moews Sportfahnen auf der Dresdner Augustusbrücke

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: