Rassismus

Lichtgeschwindigkeit 9978

am Mittwoch, 5. Februar 2020

.

Europäischer Komponist und Kölner Jude, Jacques Offenbach

.

Privates Verhalten in der Öffentlichkeit unterscheidet sich von familiarer Fürsorgepflicht, Freundschaftlichkeit, Empathie, Solidarität, Toleranz oder Intoleranz und Aggression.

.

Alltagsrassismus? – was ist das?

.

Als soziale Kraft spielt Alltagsrassismus in zwei Ambitionen:

.

Einerseits als innere mentale Feindlichkeit eines Individuums,

.

andererseits als äusserlich sozial gerichtetes Verhalten.

.

Es sind also einerseits unausgedrückte sowie andererseits in konkret durch Rhetorik gezeigten Symbolhandlungen der Ablehnung eines alltagsrassistischen Menschen gegen einzelne als „rassisch“ andersseiende Menschen bzw. auf konkrete Kollektive gerichtet. Alltagsrassismus wird aber auch im wertenden Denken wie in sozio-geistigen Aktionen und Reaktionen geäußert.

.

Der Alltagsrassismus wird konkret und direkt gegen andere Menschen gewendet. Er ist aber außerdem ständiges Stimulus und Farbe, die in aktionsrelevanten alltäglichen Manifestierungen von Wertvorstellungen von WIR vs. ANDERE geprägt werden.

.

Es muss aus soziologischer Sicht sehr fein unterschieden werden, was am Alltagsrassismus den Verhalten und Eigenschaften des rassistischen Menschen zuzurechnen sind. Sowie, inwiefern eine Rassismus-Zielperson missliebige, störende und spezifische verschiedene Eigenschaften oder Diversität verkörpert und damit als Erscheinung eines NICHT-WIR auftritt.

.

Alltagsrassismus wird integriert durch Gewalt, Aggression, Abwehr oder Beseitigung wie auch durch Kommunikation, Toleranz, Austausch und Fairness. Die Integration trägt ein sozial-kulturelles Wesen und wird im Wesentlichen vom „Stärkeren“ bzw. der sozialen „Majorität“ bestimmt.

.

.

Kölner Stadt-Anzeiger, Seite 23, am 4. Februar 2020 von Uli (Ulrich) Kreikebaum:

.

„“Die Leute setzen sich weg“

.

Supermarktbesitzer Yen Souw Tain über seine Erfahrungen mit der Virus-Angst

.

„Na, du Schlitzauge?“, „Ching-Chang-Chong!“, „Esst ihr zuhause auch Hunde?“ Rassistischen Ressentiments ist Yen Souw Tain schon als Kind begegnet. „Irgendwann findet man sich damit ab, es war ja auch keine reale Gefahr, zumal Asiaten nicht so stark von Rassismus betroffen sind wie andere Minderheiten“, sagte der 32-jährige Kölner.

Tain machte kein Aufhebens mehr um seine alltagsrassistischen Erfahrungen – bis vor einigen Tagen eine Mutter ihr Kind in seinem Supermarkt dazu aufforderte, sich den Schal vor den Mund zu halten, um sich bei den Verkäufern beim Kauf von Sojabohnen nicht mit dem Coronavirus anzustecken. Tain, Besitzer des bekannten Asia-Markts „Heng Long“ an der Aachener Straße, hörte, wie die Tochter fragte, ob denn alle Chinesen krank seien, und wollte die Mutter zur Rede stellen – doch die beiden waren so schnell weg, dass ich ihnen nur noch hinterherschauen konnte“.

Spontan entschloss er sich, seine Erfahrung öffentlich zu machen. Auf Facebook schrieb er: „Leider konnten wir die Dame nicht mehr zu einem Gespräch bitten, um sie und ihre Tochter aufzuklären, dass nicht alle Asiaten Chinesen sind und automatisch den Virus haben. Wir sind schockiert und finden es traurig, dass es so was überhaupt noch gibt, besonders in Köln, wo wir das am wenigsten erwarten. Alle werden über einen Kamm geschoren und hinzu kommt noch Ausgrenzung und Rassismus.“ Bis Montagnachmittag hatten mehr als 360 Nutzer den Beitrag kommentiert. „Ich werfe der Mutter keine Absicht vor. Veröffentlicht habe ich die Erfahrung, um Menschen, deren Angst vor dem Coronavirus ich nicht kleinreden will, zu sensibilisieren“, sagt Tain. „Es ist wichtig, dass man sich gut informiert und Gefahren hinterfragt, sich nicht von Ängsten und Vorurteilen leiten lässt.“ Kommentatoren, die schrieben, die Frau habe lediglich Angst gehabt, von Rassismus könne keine Rede sei, entgegnet Tain: „Das sind wohl Menschen, die selbst nie Rassismus erfahren haben. Neun von zehn Menschen haben auch kein Problem mit Mobbing und erkennen es nicht – weil sie es nie selbst erlebt haben.“

Mit seiner Erfahrung ist der Supermarktbesitzer Tain nicht allein. „Meine asiatische Frau sitzt seit neuestem auf einem Vierersitz im Bus allein. Die Leute setzen sich weg oder wenden ihr den Rücken zu. Nur eine Vietnamesin hat sich vor einigen Tagen neben sie gesetzt“, sagte der Kölner Andreas M. Ein Freund von ihm sei Vietnamese, ein Uber-Fahrer habe ihn kürzlich nicht mitfahren lassen aus Angst vor dem Virus, schreibt ein Facebook-Nutzer. Eine asiatische Freundlin von ihm sei auf das Straße als „Corona“ beschimpft worden, Ein anderer hörte in der Linie 9 Schüler daherreden: „Du kannst dich bei denen anstecken, die essen sogar Fledermäuse!“

Rassistische Erfahrungen im Zusammenhang mit der Angst vor einem Virus sind nichts Neues. In Frankreich schreiben unter Hashtag #jenesuispasunvirus („Ich bin kein Virus“) Hunderte über ihre Erfahrungen mit Ressentiments seit dem Ausbruch des Coronavirus. Als „Chinesenkrankheit“ gebrandmarkt, stellte das Sars-Virus im Jahr 2003 die viel gerühmte Toleranz der kanadischen Einwandererstadt Toronto in Frage: „:Menschen vermieden es, in die Nähe von Asiaten zu kommen, asiatische Restaurants blieben wochenlang leer. Der Kölner Yen Souw Tain hat bemerkt, „dass wir im Supermarkt vergangene Woche weniger Kunden hatten. Es könnte mit dem schlechten Wetter zusammenhängen, aber das glaube ich eher nicht“.

.

Xi Jinping, Chinesischer Staatschef

.

Dietmar Moews meint: Wir lesen im Kölner Stadt-Anzeiger eine ganz schlechte, in der Volksverhetzungswirkung sogar ganz üble, irreführende journalistische Arbeit von Uli Kreikebaum.

.

Wer kann ernsthaft glauben, dass ein Mensch, der Rassismus und Mobbing selbst erlitten hat, aus diesen Erlebnissen die Konsequenz ziehen könnte, nicht bei Gelegenheit selbst eben diese ekligen Haltungen anzuwenden? Es ist wohl eher entgegengesetzt! Wer das Böse kennt, setzt diese Kenntnisse gelegentlich selbst gegen andere ein. Wer Hitlerismus erlitt, ist selbst dazu imstande.

.

Es gehört professionelles soziologisches Wissen dazu, wenn man mit Vorurteilen, mit Stereotyp, mit Rassismus, mit Segregation, alltagssoziologische Handlungsszenerien wie Alltagsrassismus empirisch feststellen, aufschließen und interpretieren will.

.

Völlig absurd ist, was hier im Kölner Stadt-Anzeiger geschieht – es verbreiten Alltagsmenschen ihre Alltagserlebnisse, kommentieren diese mit eigenen Wertvorstellungen, Moralwünschen, Anstandsbegriffen, Solidaritätsforderungen, Fairnessappellen usw. ohne zu wissen, was die Verhaltensweisen von Alltagsrassisten auslöst und bestimmt – wohl noch zu unterscheiden zwischen urteilsfähigen „bösen Individuen“ und unterschieden von Mob-Verhalten von dummen, geringgebildeten „Sozialdarwinisten“ („auf mich nimmt auch keiner Rücksicht“; „sollen die Anderen doch bleiben, wo man sie haben will – ich habe niemand eingeladen“).

.

Da ist die Opferperspektive: Die Wertäußerungen der von erlebtem „Alltagsrassismus“ betroffenen Alltagsmenschen, sind ernst zu nehmen. Doch es sind dann allerdings die jeweiligen sozialen Tatsachverhalte zu untersuchen, Interaktionen, Interdependenzen, Hintergründe, Situatives – all das, was weit über die empfundenen sozialen Friktionen hinausgeht.

.

Da ist die Täterperspektive: Die Wertäußerungen der „Alltagsrassisten“ sind ebenfalls genau empirisch zu erfassen. Das ist nicht damit getan, hier einfach zu sagen, „es wird überall gemobbt“. Wer in einer schwachen Lage ist, muss gut aufpassen und aggressive Mitmenschen nicht zu stoppen versuchen oder gegenangreifen. (Das praktiziert das organisierte Judentum in Deutschland prinzipiell anders und unterstützt konkrete Gegenaggression gegen Antisemiten. Die Judenorganisateure gehen davon aus, dass sich Nachgiebigkeit und Unterwerfung unter antisemitische Übergriffe gegen Juden keine Integration, sondern Verschlimmerung der Aggression und der Vorurteile gegen Juden erbringe).

.

Aber Soziologie ist nicht die Arroganz, selbst einfache soziale Interaktionen besser beurteilen zu können, als es Beteiligte erlebt haben.

.

Indes es geht nicht um die Bewertungen von subjektiven sozialen Erlebnissen. Wer Leid erlitt, hat immer recht, seine Gefühle zu formulieren.

.

Jedoch es geht um Feststellung von komplexen interaktiven und sozio-geistigen unmittelbaren Situationen und Szenerien von Beteiligten, sowie eben um soziale Wirkungshintergründe, um zu verstehen, wie Alltagsrassismus geschieht und wie man sich angemessen verhalten kann. (Also Zeugen nehmen, Polizei rufen, vors Gericht ziehen – das ist hier nicht gemeint, wenn Mutter mit Tochter im Chinesischen Supermarkt abirren.)

.

Z. B. Wenn ein Mensch in seinem Erleben außer sich ist, weil er völlig ausgesetzt wurde, ohne zu verstehen, was und wie ihm das geschah:

.

Kann sein, kurz nachdem er eine schreckliche Diagnose vom Arzt erfahren musste, dadurch vollkommen die Fassung verloren hat und ohne Beherrschung zu haben, auf der Straße mit einem anderen Menschen versehentlich körperlich zusammenprallt, und dieser andere Mensch ist ein Asiate in Bauarbeiterkleidung, dann kann es sein, dass der unbeherrschte Mensch aggressive Worte ausruft, die eindeutig als ALLTAGSRASSISMUS empfunden werden. Das Beispiel zeigt das Konflikterlebnis, ohne dass eindeutig wäre, dass der fremdrassige Mensch rücksichtslos oder unziemlich oder einfach falsch sich verhalten hatte, indem er ging, wo der andere ebenfalls gehen wollte. Aber auch der rassistisch Entsetzte, der normalerweise höflich und freundlich ist, erlaubt dem Opfer einen solchen Fall des Alltagsrassismus‘ auf sich persönlich zu beziehen. Der Beschimpfte ist daran nicht Schuld. Jeder kann mal wahllos zusammenrempeln, ohne deshalb rassistisch auszufallen.

.

Das Beispiel kann zeigen, dass die Möglichkeit besteht, dass ein Mobber als Alltagsrassist einen Fremden unhöflich anredet, anbrüllt – kann sein dass er „von blinden Schlitzaugen“ oder „gelbe Pest“ Flüche ausbringt. Doch das hat allein mit seiner eigenen nervlichen Überspanntheit zu tun. Und dann fallen Menschen, durchaus auch wohlerzogene und gebildete, in stereotyper Weise aus, was „normal“ aus Anstand und Höflichkeit überhaupt nicht passieren würde. Es ist mit diesem Beispiel dem „Opfer“ solchen „Alltagsrassismus'“ zu verstehen zu geben und zu raten, nicht sich selbst als asiatischer Typ (Schlitzaugen, gelbe Hautfarbe) als Ursache für die Attacke aufzufassen, sondern eine Stresslage des Mobbers anzunehmen.

.

Denn unter gebildeten und gut erzogenen, höflichen Menschen in Deutschland ist anerkannte Verhaltensregel – „Sitte und Gebrauch“ -, eine Gastfreundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Solidarität und Toleranz für das Andere der Anderen – das Recht auf Anderssein im Aussehen wie im möglicherweise abweichenden Verhalten (Devianz). Nicht zuletzt ist das geltenden Grundgesetz, das für alle Menschen in Deutschland gilt – beispielsweise das Würde-Postulat – nicht in allen alltäglichen sozialen „Dummheiten“ zu verhindern: Resilienz ist verlangt.

.

.

Der Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger vom 4. Februar 2020 klärt überhaupt nicht über die sehr verschiedenen Verständnisvoraussetzungen auf:

.

EINS Es unterscheiden sich also Ausnahmefälle eines unnormalen Fehlverhaltens – wenn ein Einheimischer einen ihm unbekannten Fremden aggressiv behandelt, dazu, dass

.

ZWEI man es mit ungebildeten, geringintelligenten Mobtypen zu tun hat, die ganz anders mit den alltäglichen Begegnungen umgehen, wozu ein geradezu typischer Alltagsrassismus gehört. Diskriminierung und Mobbing sind ungebildeten Leuten erlernte Alltagsverhalten.

.

Hierzu gibt es grundsätzlich zwei soziale Situationen – nämlich

.

EINS der Mobber befindet sich in seiner MAJORITÄT und mobbt andere Menschen, die eindeutig in der Minderheit sind, z. B. eine sich selbst als indigener Deutscher empfindende Dumpfbacke begegnet in Deutschland einem Asiaten und behandelt den als VIRUS-KRANKEN Chinesen.

.

(Das ist, wie es einem hochgestellten us-amerikanischen Botschaftsmitarbeiter in Johannesburg/Südafrika passierte, der im Zoll als Schwarzafrikaner von der Polizei misshandelt wurde, wobei er keine Chance hatte, sich davor zu bewahren (auch ein Schwarzamerikaner, der in der U-Bahn von Washington DC von „schwarzen Sheriffs“ ohne Fahrschein angetroffen wird, kann zunächst eine Tracht Prügel wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt beziehen, bevor er seine Strafanzeige bekommt).

.

Also das eindeutige offenkundige Verhältnis sozialer Majorität über einen anderen Menschen in Minorität, kann alltagsrassistische Aggressionen und Ausgrenzungen ergeben, nur weil ein dummer Mensch die Möglichkeit der Majoritätsmacht ausnutzen kann.

.

ZWEI Oder es richtet sich der „Alltagsrassist“, der müde seinen Heimweg per U-Bahn nimmt, dabei ein Wagenabteil betritt und den ersten besten Sitzplatz nimmt – und der ist – ohne darüber bewusst zu reflektieren – nicht der freie Platz neben einem Asiaten (mit dem Coronavirusverdacht), sondern zwei Sitzreihen weiter, neben einem optisch „Einheimischen“. Darin liegt eine Praxis der Risiko- und Angstreflexe, die der hiervon getroffene Asiate besser nicht auf sich bezieht und überbewertet. Sondern allein die Tatsache des Fremdseins kommt zum sozialen Affekt.

.

Hierzu muss jeder Mensch wissen: in der Fremde ist der Fremde fremd. (Ringelnatz)

.

.

Kurz zum zusammenfassenden Schluss:

.

Dass im Kölner Stadt-Anzeiger ein Herr Tai von seinen alltagsrassistischen Erlebnissen berichten kann, ist zunächst nett für ihn.

.

Dass Uli Kreikebaum für den K St-A aber so tut, als seien die da verbreiteten

.

Vorurteile von Recht im öffentlichen Raum,

.

von seiner Erwartung eines „kategorischen Imperativs,

.

vernünftige, zu erwartende Erwägungen über Fairness und „Kölner Toleranz“ usw.

.

Das ist so nur dazu geeignet, die allgegenwärtigen dümmlichen Plattheiten zuaffirmativ zu publizieren und damit zu „setten“, die völlig wirklichkeitsfern sind.

.

Die Menschen in der privaten Öffentlichkeit verhalten sich keineswegs immer höflich, keineswegs immer fair gegenüber Fremden, nicht immer tolerant gegenüber Anderen. Auch Kölner neigen zu sehr oberflächlichen alltagsrassistischen Aggressionen gegenüber Anderen usw. Doch es kommt dabei gar nicht auf die Frage an, ob ein Mobber einen Chinesen von einem Koreaner, Japaner oder Vietnamese überhaupt unterscheiden kann.

.

Es kommt auch gar nicht darauf an, ob ein Chinese oder ein Mundschutzträger oder ob alle Chinesen viruskrank sind oder nicht. Sondern der vulgäre Mobber erwägt nicht seine Sozialität. Er greift stets zu individuell und situativ einfachsten und billigsten Erleichterungshandlungen. Also befindet er sich selbst auf der sicheren Seite einer Majorität (deutscher Typ gegenüber Asiate) sowie ein nicht fassbares Thema, „Coronoavirus, als asiatische Gefahr“. Geistig begrenzte Typen bleiben lieber zu hause, als Fernreisen und fremde Menschen attraktiv zu finden.

.

Genau hier müsste sich der oben zitierte Herr „Ching-Chang-Chong situativ einfinden – dass er unfreundliche und objektiv irrationale Alltagsrassismus in Köln jederzeit erwarten muss, weil Alltagsrassismus als typisches Mobverhalten entsteht.

.

Die Erwartung, dass sich Menschen einfühlsamer sozial einlassen möchten, ist von der großen folkloristischen Mehrheit der überwiegenden Zahl der geistig ärmeren Majoritätsmitgliedern nicht zu erwarten.

.

Wer objektiv in der Minorität ist und deshalb allein häufig Mobbing, Alltagsrassismus und Ausgrenzung erleidet, für den besteht keine Chance, durch Appelle oder Opportunismus oder durch Strafandrohung solche aggressiven Anfälle auszutreiben. Auch Hexen hatten keine Chance, weil die Hexenmörder ihr eigenes soziales Kollektivspiel trieben – denn sie konnten es.

.

Situativ kann der von Diskriminierung bedrohte Fremde bzw. Fremderscheinende immer nur sehr wach in den sozialen Beziehungen zu verkehren versuchen. Das wird auch nicht dadurch besser, dass man etwa anderswo ebenfalls die selben stereotypen Verhaltensweisen zwischen Majorität und Minorität erlebt.

.

Kommst du nach Rom, tu was die Römer tun. D. h. es hilft Anpassung, zur Not Unterwerfung und Distanz bewahren.

.

DREI Eine von EINS und ZWEI abweichende dritte empirische Erscheinung des ALLTAGSRASSISMUS‘ wird vom „Opfer“ ausgelöst. Es entsteht daraus, dass eine Minderheit in der Fremde eigene Ansprüche stellt, nicht Anpassung und Integration sucht, sondern mit dem Anspruch für gelebten Pluralismus nach vorne geht. Das ist ein Alltagsrassismus, der von den Opfern hervorgerufen wird und ist sehr vielfältig im sogenannten ANTISEMITISMUS der Fall. Hier treten Juden in der „Diaspora“ gesellschaftlich in Aktion, die von sich aus das Recht auf Anderssein verlangen, ausformen und politisch strukturieren. Es gibt in diesem Zusammenhang außerdem eine davon abgelöste Tradition des Antisemitismus, die als Stereotyp im Sozialverhalten sowie sprachlich gebräuchlich ist. (Stereoptyp bedeutet, wenn ein Antisemit antisemitische Vorurteile fortsetzt, auch wenn er konkret erlebt und erkennen kann, dass Semiten mit ihm selbst eine gemeinsame Menschlichkeit eignen – antisemitische Ausgrenzung sachlich widersinnig ist.)

.

(Z. B. wird in der deutschen Sprache, im Handwerk, gerne vom „Juden“ gesprochen: „Der Jude“ ist etwas, das weg muss, beispielsweise der Tischler hat sich einen Holzspan in der Hand gerissen – „ein Jude“ – oder beim Lackieren einer Türleibung läuft eine Nase Lack herunter – „ein Jude“ – ein Jude ist schlecht, ein Jude muss weg. Wenn ein junger Handwerker Sowas von anderen Arbeitskollegen bei der Arbeit das erste Mal hört, staunt nicht schlecht, verwendet es unter Umständen bei seiner Arbeit, ohne damit je an einen jüdischen Menschen gedacht zu haben – ein eingerissener Holzspan in der Hand kann sehr stark schmerzen, „der Jude“).

.

Es sind also bei einem solchen Antisemitismus nicht Rassismus oder Intoleranz oder Dummheit allein ausschlaggebend, sondern einerseits Juden formieren sich, definieren einen Kampfbegriff – „den Antisemitismus“ (Semitismus rührt vom arabischen Sprachraum und nicht etwa von einer jüdischen Menschen-Rasse her). Und strapazieren nunmehr Antisemitismus-Vorwürfe unbegrenzt propagandistisch gegen Alles und Jedes täglich lang und breit, auf die Spitze getrieben (z. B. Frankfurter Allgemeine Zeitung am 4. Februar 2020 – die FAZ hat drei ganze redaktionelle Text/Bild-Druckseiten die Israel, Juden, Antisemitismus, Yad Vashem, Trumps absurder „Nahostplan“, Diskussion in Deutschland über Juden sowie eine ganze „Briefe an die Herausgeber“ allein zu desen Themen inkl. Hannah Arendt „Eichmann in Jerusalem“).

.

So propagiert die FAZ ein Judentum, während es sich bei dem stereotypen Antisemitismus um einen stereotypen Alltagsrassismus von Mobtypen handelt. Bishin, dass die rassistischen Sprachhülsen weithin ohne soziale Bezugnahme als „Jude – muss weg“ – gedankenlos eingesetzt wird. Dieser Antisemitismus aus Gedankenlosigkeit muss kritisiert und als asozial und böse geächtet werden

.

Dem gegenüber sagen dann deutsche, in Köln lebende Juden, sie verstünden überhaupt nicht, warum Judentum und Israel abgelehnt werden. Und dann kommt das klassische Argument: „Die meisten Antisemiten kennen persönlich so gut wie keine Juden.“

.

Schluss: Wer als Deutscher in der Fremde freundlich oder mit Fremdenhass gelebt hat, oder wer als Dortmund-Fan von einem Bayernmünchen-Stammtisch im Biergarten angemacht wird, weiß, wie es den Münchnern auf dem Borsigplatz in Dortmund erginge. Warum aber Israel im Europäischen Fußballverband UEFA Mitglied ist und in der Champions-League teilnimmt, anstatt in der Asien-Liga, wird von Juden in Deutschland als so normal hingenommen, wie die völkerrechtswidrigen israelischen ATOMWAFFEN – Judenhasser finden das unangenehm und nehmen antijüdische Stereotypien an oder bilden solche selbst aus.

.

Nun können damit JUDEN nicht Antisemitismus und nicht ISRAEL-Hass plausibilisieren. Denn wenn sich schon die orthodoxen Juden in Israel nicht an Hillel, einen der jüdischen Hauptlehrer (kurz vor Beginnn unserer Zeitrechnung) halten – Hillel fordert Lebensdienlichkeit sowie einen kategorischen Imperativ. Nehmen Nichtjuden Juden so einfach nicht an – Hitler hin, Hitler her. Wenn also Juden von sich als „das Judentum“, „die Jüdischkeit“, „zionistische Setzungen in Palästina“, sprechen und so exklusiv handeln, sich letztlich die Rolle des „auserwählten Volkes“ setzen (während gar nicht von jüdischer Rasse geredet werden kann, weil Juden weltweit eingerasst sind (s. Arthur Koestler)), wird man sie nicht als Philosophen und freundliche Nachbarn annehmen, sondern als Feinde, weil sie die Feindschaft auslösen.

.

Wir müssen also für den empirischen Alltagsrassismus verstehen, dass weite Teile der Menschen nicht fähig und nicht willig sind, eine Fairness und Freundlichkeit zu leben, wenn sie sich dazu nicht eingeladen fühlen.

.

.

Immer wieder passiert, dass die von Hitler nicht vollends gelungene Ausrottung der europäischen Juden, dadurch vollendet wird, dass sich heutige deutsche Juden als „Juden in Deutschland“ signieren und eben nicht als Deutsche. Nun gibt es offiziell-definitorisch also keine deutsche Juden mehr. So hatte es Hitler, der gegen eine „jüdische Rasse“ mobbte, die sich sprachlich selbst ausbürgert, nicht gewollt. Und der deutsche Staat bezahlt heute viel Geld für diese Juden-Sprachausbürgerung, als materielle Sühne für diese absurde Vollendung der Hitlerschen Massenmörder-Organisation bis 1945. Egal ob die diskriminierten Juden deutsche Staatsbürger sind oder nicht, bezeichnen sie sich selbst als „Juden in Deutschland“ und wundern sich, wenn man sich erkundigt, wie es ihrem Regierungschef NETANJAHU geht – denn der Regierungschef von Deutschland ist derzeit Frau Dr. Angela Merkel.

.

Mir kommt es in dieser LICHTGESCHWINDIGKEIT darauf an, darzulegen, dass ideale metaphysische Normen – auch die Einlösung der Werte des Grundgesetzes – praktisch, mangels Einsichtigkeit, nicht von dem Alltagsverhalten der führungsbedürftigen Mehrheitsmenschen erwartet werden darf.

.

Selbst wenn also der Bildungskanon auf Sozialität, Toleranz, Neugierde und soziale Dynamik gerichtet würde, stecken dahinter immer wieder mehrheitliche Mobtalente, Raubtiere und Killer, die lieber lügen, als sich fürs Allgemeine zuständig zu fühlen: Kurz – MOB.

.

Wir haben es bei dem deutschen Bundespräsident Steinmeier gehört, wie er Menschlichkeit fordert, aber den Bremer Türken Murat KURNAZ in Guantanamo hat sitzen lassen:

.

Am falschen Ort zur falschen Zeit – hatte er gesagt. Ja, Guantanamo ist nicht Yad Vashem.

.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: