Martin Matschinsky 1921 – 2020 Kurznachruf

Lichtgeschwindigkeit 9971

am Sonnabend, 1. Februar 2020

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Martin Matschinsky wurde am 4. Juli 1921 in Grötzingen, Baden, geboren und ist jetzt 98-jährig, am 24. Januar 2020, in Berlin gestorben. Er war ursprünglich Fotograf und Theatermann und nach Weltkriegssoldat und Kriegsgefangenschaft und der Partnerschaft mit Brigitte Meier-Denninghoff Bildhauer, später Informell-Maler.

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Martin Matschinsky war seit 1955 mit der Bühnenbildnerin Brigitte Meier-Denninghoff verheirat. Sie bildeten ein erfolgreiches Paar für großformatige Objekte zur Straßenkunst.

 

In Berlin absolvierte eine Fotografenlehre. Nach seiner Teilnahme am Zweiten Weltkrieg und Kriegsgefangenschaft wurde er Schauspieler und Mitbegründer der Otto-Falckenberg-Schule in München. Während eines Schauspielengagements am Staatstheater Darmstadt lernte er 1952 die damalige Bühnenbildnerin Brigitte Meier-Denninghoff kennen. Durch sie wandte sich Martin Matschinsky der Bildhauerkunst zu. In seinen letzten Jahren erweiterte Matschinsky seine schöpferische Tätigkeit auf die Malerei, die der Tradition des französischen Tachismus und des deutschen Informel zugeordnet wird. Martin Matschinskys Ehefrau und Kunstpartnerin Brigitte Matschinsky-Denninghoff (geborene Meier-Denninghoff 1923.2011) besuchte die Münchner und Berliner Kunsthochschule. Sie gründete mit sechs anderen Künstlern 1949 in München die Künstlergruppe ZEN 49 und wurde eine Assistentin der Bildhauer Henry Moore und Antoine Pevsner. Sie war Teilnehmerin der documenta II (1959) und der documenta III (1964) in Kassel sowie der Biennale in venedig. Brigitte Matschinsky-Denninghoff war Mitglied im Deutschen Künstlerbund.

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Das Künstlerpaar lernte sich 1952 am Darmstädter Experimentiertheater von

Gustav Rudolf Sellner kennen. 1955 heirateten sie und begannen gemeinsam in München zu arbeiten. Ihren künstlerischen Durchbruch erlangten sie 1959 mit dem Prix Bourdelle und der ersten Teilnahme an der documenta II in Kassel. 1961 bezogen sie in Paris ein Atelierhaus. In den 1960er Jahren entwickelten sie ihre Technik, Stahlrohre zu elegant gewellten Bündeln zusammenzuschweißen. Sie verwendeten dazu ein formgebendes Lehrgerüst, über das sie dünne Stahlrohre legten und diese zusammenschweißten. Ab 1969 arbeiteten sie in Berlin, wo sie später auch hinzogen. Von 1970 an signierten sie ihre gemeinsamen Kunstwerke nur noch mit Matschinsky-Denninghoff. Ab 1994 lebten und arbeiteten sie in den Sommermonaten in Schönfeld nahe der Elbe. Dort bauten sie zwei Vierseithöfe zu einem Sommersitz und -atelier aus, in dem sich heute eine Metallwerkstatt und ein Malatelier befinden. Einen großen Garten wandelten sie allmählich zu einem Skulpturenpark um.

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Zu ihren bekanntesten Werken zählt die vierteilige und acht Meter hohe Plastik Berlin auf dem Mittelstreifen der Berliner Tauentzienstraße zwischen den Berliner Landmarken Europa-Center und Kaufhaus des Westens. Diese Skulptur schufen sie anlässlich der vom Neuen Berliner Kunstverein veranstalteten Ausstellung Skulpturenboulevard, die im Jahr 1987 zur 750-Jar-Feier Berlins realisiert wurde; sie galt bald als ein Symbol für die geteilte Stadt. Nach der Wende wandelte sich die Wahrnehmung und die Metallskulptur wurde als Symbol der Wiedervereinigung gedeutet. Nach Ende des Skulpturenboulevard-Projekts erwarb die Sammlung Deutsche Bank die Skulptur; wegen Sanierungsarbeiten an dem unter der Tauentzienstraße verlaufenden U-Bahn-Tunnel musste sie 2011 abgebaut und zwischengelagert werden.

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In den letzten Jahren wurden ihre Metallskulpturen filigraner und auch kleinteiliger. Der Nachlass des Künstlerpaares lagert in der Berlinischen Galerie.

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