La République française Streikbetrachtung

Lichtgeschwindigkeit 9880

am Freitag, 3. Januar 2020

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Sehr erfreut – jedesmal, wenn meine Redaktionsentscheidungen in LICHTGESCHWINDIGKEIT zuvorkommend waren – eines der unzähligen Tages-Themen zugespitzt angesprochen zu haben, während dann Zeitungen und Sender genau diesen Aspekt in späteren Tagen ebenfalls bringen.

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Gestern brachte die LICHTGESCHWINDIGKEIT die Jahresansprache MACRONS, die vor Weihnachten 2019 bereits publiziert worden war. MACRONS sprach alle seine Kriterien für die von ihm betriebenen REFORMEN an und warb für Verständnis.

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Ich hatte in LICHTGESCHWINDIGKEIT den komplexen tradierten französischen ZENTRAL-ETATISMUS ansgesprochen, der bei der streikenden französischen Masse als PIVILEGIEN-OBRIGKEIT abgestoßen wird: PARIS sei Schuld an allem – MACRONS Klasse sei Schuld.

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Es ist allgemein in Frankreich bekannt und geachtet oder behasst:

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„…die sogenannten Grandes Ecoles – teure Elite-Schulen mit großem Prestige. Sie gelten als Kaderschmieden der zukünftigen Führungselite, sind praxisbezogener als die Universitäten und bieten den Studierenden ein exklusives Netzwerk….“

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Ein „normaler Mensch“ wird allenfalls in Alarm- und Notfällen auch nur einen Blick in den Eingangsraum der SORBONNE in Paris werfen können – man darf da nicht rein! Überall stehen Uniformierte, die die Zutrittslegitimation kontrollieren. Komisches Gefühl für einen deutschen DOKTOR, den Pariser Olymp – ohne weitere Formalanstalten – nicht mal anschauen zu dürfen (in Begleitung einer internationalen SORBONNE-KORYPHÄE wird man asl Fremder ohne Ausweiskontrolle durchgewunken – Mir san mir).

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Heute bringt der Deutschlandfunk einen informativen Rundfunk-Beitrag zu dieser Tatsache, eine privilegierte Obrigkeits-Verschwörung macht in Paris Karrieren und verstellt Eingänge für Familienfremde:

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DLF.de am 3. Januar 2020 von Susanne Hoffmann:

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Benachteiligte Uni-Absolventen in FrankreichEin Diplom alleine reicht nicht

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Uni-Absolventen aus armen Milieus finden in Frankreich trotz guter Ausbildung oft keinen Arbeitsplatz. Häufig fehlt ihnen das Wissen über die Arbeitswelt und sie haben auch keine fördernden Netzwerke. Die Organisation NQT will daran etwas ändern, bietet Schulungen und Mentorenprogramme an.

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Redha Bouras bespricht seinen Lebenslauf mit zwei Mitarbeitern einer französischen Bank. Überall im Raum sitzen weitere Grüppchen, gebeugt über Bewerbungsunterlagen. Doch finden hier keine Vorstellungsgespräche statt – die Mitarbeiter der Bank sollen den jungen Uni-Absolventen Tipps für die Jobsuche geben.

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Es ist sehr interessant, mit Leuten aus dem Arbeitsfeld zu sprechen, die erklären können, wo die Bedürfnisse der Branche liegen. Auf der anderen Seite ist es gut, Feedback zu bekommen, wie wir uns präsentieren können, wie wir uns verkaufen können, wie wir unsere Erfahrungen nutzen können“, sagt Bouras.
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Rheda Bouras ist einer der Uni-Absolventen, die die Organisation NQT bei der Jobsuche unterstützt und die die Schulung organisiert hat. NQT – Das steht für „Nos quartiers ont des talents“, was so viel heißt wie „Unsere Brennpunktviertel haben Talente“. Gefördert werden nämlich vor allem junge Erwachsene aus Problemvierteln, die in Frankreich „Quartiers prioritaire de la ville“ heißen. In Deutschland kennen wir sie unter dem Begriff Banlieue. Ein Beispiel: der Pariser Vorort Saint-Denis. Hier sitzt auch NQT. Das Programm ist offen für Uni- Absolventen, deren Eltern zum Beispiel auf Sozialhilfe angewiesen sind oder die schon besonders lange einen Job suchen. Aurélie Robin leitet die Bewerbungsschulung:

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Ein Diplom zu haben ist gut. Es ist notwendig. Aber es reicht nicht. In Frankreich werden Studenten an der Uni sehr theoretisch ausgebildet. Dadurch fehlt den Studierenden das Wissen über die Arbeitswelt und die nötigen Softskills, um in die Arbeitswelt einzusteigen. Und Organisationen wie NQT gehen auf diese Bedürfnisse der Jugendlichen ein“, sagt Robin.

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Die Hochschullandschaft in Frankreich ist zweigeteilt.

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Neben den normalen Universitäten existieren die sogenannten Grandes Ecoles – teure Elite-Schulen mit großem Prestige. Sie gelten als Kaderschmieden der zukünftigen Führungselite, sind praxisbezogener als die Universitäten und bieten den Studierenden ein exklusives Netzwerk.

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Sozial benachteiligte Jugendliche sind an den Grandes Ecoles kaum vertreten. Und anders als bei Absolventen aus privilegierten Elternhäusern bietet auch ihr familiärer Hintergrund meist kein Netzwerk, das bei der Jobsuche nützlich sein könnte. Sam Blakaj, Pressesprecher von NQT, beschreibt den Hauptgrund für die Schwierigkeiten der Absolventen:

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Menschen, die arm sind, haben kein solides professionelles Netzwerk. Warum sollte es mir wichtig sein, dass diese Person in meinem sozialen Netzwerk ist? Sie oder er wird mir wahrscheinlich nie etwas geben. Ich brauche Leute, die mir im Austausch etwas zurückgeben können.“
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So werde gedacht. NQT setzt deshalb neben Bewerbungstrainings vor allem auf ein Mentorenprogramm. Die Absolventen bekommen einen Paten oder eine Patin aus einem Unternehmen an die Seite gestellt, der sie bei der Jobsuche unterstützt. Wie genau das Mentoring abläuft, dürfen die Teilnehmer selbst entscheiden. Der 21-jährige Hady Halaoui war zwei Jahr lang auf Jobsuche, schrieb hunderte Bewerbungen. Mit Hilfe seiner Patin fand er innerhalb von nur drei Monaten eine Stelle.
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„Wir haben daran gearbeitet, dass ich mich im Vorstellungsgespräch gut präsentiere – damit ich, wenn ich denn eingeladen werde, auch eine Zusage bekomme. Also haben wir mehrere Übungs-Gespräche gemacht, um diesen Aspekt wirklich zu verbessern, und wir haben meinen Lebenslauf und das Anschreiben überarbeitet. Beim Vorstellungsgespräch kam ich dann mit mehr oder weniger vorgefertigten Sätzen, die wir gemeinsam vorbereitet hatten. Ich hatte außerdem eine andere Einstellung als vorher und jetzt zum Beispiel auch mehr Ahnung davon, wie man sich für so ein Gespräch in einer Bank anzieht“, sagte Halaoui.“

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Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 hat die NQT mehr als 48.000 Absolventen bei der Jobsuche begleitet. Den Organisatoren ist dabei auch wichtig, dass sich durch das Mentorenprogramm die sozialen Schichten in Frankreich vermischen, sagt Pressesprecher Sam Blakaj:

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Wir stellen eine Beziehung zwischen Menschen her, die sich normalerweise nie begegnen würden. Die Idee von NQT ist, wenn wir diese Beziehungen aufbauen, beeinflussen wir so die Art, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter auswählen.

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Aktuell könnten schon die Postleitzahl aus einem Problemviertel oder ein arabisch klingender Name wie der von Hady Halaoui bei der Bewerbung zum Ausschlusskriterium werden. Das will NQT ändern und damit die Arbeitswelt ein Stück fairer machen.

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Obiger DLF-Beitrag wurde ungekürzt zitiert, damit die folgende Meinung zu dieser „französischen Sozial-Tradition der eigenen ELITE“ verständlich sein möge. Denn ELITE heißt ja zweckbedingte AUSWAHL.

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Dietmar Moews nach Georges de La Tour, öl auf Leinwand, 162cm/192cm

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Dietmar Moews meint: Ich frage jetzt nicht danach, wie die DLF-Autorin Susanne Hoffmann zu diesem Auftrag beim DLF gekommen ist.

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Auch in Deutschland macht man im täglichen Getriebe bevorzugt einfache Sachen, mit Leuten, die man verbindlich kennt, als permanent offene Experimente durch völlig vorurteilsfreie Personalpolitik auf sich zu nehmen.

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Klüngel, als kriminelle Variante von mafia-artigen Kampforganisationen müssen dabei gar nicht betrachtet werden – es genügt, die einfache Frage von immer wieder notwendiger „Teamarbeit“ mit bekannten Mitarbeitern oder mit organisatorischem Führungsaufwand das tägliche Gelingen zu steuern und sicherzustellen.

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Was soll man da mit einem karrierefokussierten Araber, der völlig unbekannte Kommunikationskreise in die verlangten Diskretionsszene bringen kann, sodass Anwärmen und Kennenlernen nötig würde, wo bei Familienmitgliedern (von der Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU oder von der Friedrich-Ebert-Stiftung der SPD) einfache „Ordnung“ erwartet werden darf. Wer da ausscheren würde, hätte das vorzeitige Ende seiner Laufbahn ausgelöst, während der Araber am Besten mit dem deutschen Namen seiner deutsche Ehefrau in die Bewerbung ginge.

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So ist das im deutschen Verbändestaat, wo Alles mit Allem miteinander rechtlich und folglich sozial verschränkt ist.

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Im Pariser Etatismus spart man sich diese Risiken mit der Personalauswahl, so gut es geht. Wer da hinein darf, akzeptiert dann auch ohne große Widerstände, wenn er nicht weiter nach Oben kommen kann. Wer es mal in Paris geschafft hat, lebt im Warmen – so lange er unproblematisch mitmacht (er darf nicht mit Gelbwesten in der Barrikade stehen). Wer da rausfliegt, kann auswandern.

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Wer mal bei einem deutschen ARD-Sender einem Entscheider quer gekommen ist, wird schwerlich für Programmübernahme der ARD-Konferenz durchkommen, weil „Querulanten“ keiner will, auch, wenn sich da ein konkreter Entscheider-Redakteur mit allem Gewicht einsetzt und mit der exzellenten Qualität argumentiert. Qualität der Personen ist da sogar sehr oft das Störproblem – wer ein genialer Maverick ist, tritt gewissermaßen als natürlicher Feind der „Dienstklassen-Qualität“ im Sender vergeblich auf den Markt der Senderentscheidungen („…Ich brauche Leute, die mir im Austausch etwas zurückgeben können.“)

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Weder Nietzsche noch Oscar Wilde hätten je eine Chance, mehr als diese 150-Jahr-Elogen abzukriegen beim Deutschlandfunk, es sei denn als dpa-Skandal-Meldung in Nachrichten, etwa:

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„LONDON. Der staatenlose Professor Nietzsche erschlug Oscar Wilde, bei seinem ungeschickten Versuch eine Dose Bier zu öffnen, während er seine automatische Armbanduhr aufźiehen wollte.“

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https://www.youtube.com/watch?v=o1erolvM1ng

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Elite der Musik aus London tritt eigenmächtig hervor – wie Peter Hammill – wenn auch kaum im Deutschlandfunk. Familienpech.

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Ballhof ohne Hitlerjungen

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FINE E COMPATTO

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