Schoki-Test mit AMEDEI TUSCANY TOSCANO BLACK CIOCCOLATO FONDENTE EXTRA 63%

Lichtgeschwindigkeit 9819

am Samstag, 14. Dezember 2019

.

Dietmar Moews meint:

.

“ Länger fallen schon die Schatten,

durch die kühle Abendluft,

waldwärts über stille Matten

schreitet Joseph von der Kluft,

führt den Esel treu am Zügel,

linde Lüfte fächeln kaum,

’s sind der Engel leise Flügel,

die das Kindlein sieht im Traum.

Und Maria schauet nieder

auf das Kind voll Lust und Leid,

singt im Herzen Wiegenlieder

in der stillen Einsamkeit.

Die Johanniswürmchen kreisen

emsig leuchtend über’n Weg,

wollen der Mutter Gottes weisen

durch die Wildnis jeden Steg.

Und durchs Gras geht stilles Schaudern,

streift es ihres Mantels Saum;

Bächlein auch läßt jetzt sein Plaudern,

und die Wälder flüstern kaum,

daß sie nicht die Flucht verraten.

Und das Kindlein hab die Hand.

da sie ihm so Liebes taten,

segnete das stille Land,

daß die Erd‘ mit Blumen, Bäumen

fernerhin in Ewigkeit

nächtlich muß vom Himmel träumen –

o gebenedeite Zeit!“

.

(Joseph Freiherr von Eichendorff 1788-1857; „Die Flucht der Heiligen Familie“, Gedichte vor 1841)

.

Ich probierte eine italienische AMEDEI TUSCANY TOSCANO BLACK CIOCCOLATO FONDENTE EXTRA 63% Kakaogehalt. Sie ist hergestellt, kreiert und verpackt von der Meisterchocolatiera Cecilia Tessieri im Namen von AMEDEI srl, Via San Gervasio 19 – 56025 La Rotta Pontedera (Pisa), Italy

.

Zur Herkunft des Kakaos schreiben AMEDEI auf der dekorativen Packung in lupenreiner Kleinschrift, aber in Schreibschrift, auf Italienisch und Englisch, teils zusätzlich in Deutsch und Schwedisch: BLEND.

.

Blend bedeutet „Kakaomischung“, wobei die Anbauregion weder angegeben wird, noch aus einer gemeinsamen Zone kommen muss – Blend kann also aus Afrika, Peru und Jamaika gemixt sein und die Kakaobutter kommt möglicheweise aus der Cuverture-Industrie. Der Marketing-Trick von AMEDEI ist also ausdrücklich einen BLEND-KAKAO anzugeben, dessen Qualität stets verbürgt wird, indem die Chocolatiera die Qualitätsentscheidung persönlich bestimmt und damit verlässlich konstante Qualität „garantieren“ könnte. Nur eins wird nach der Methode niemals passieren – nämlich dass eine wirkliche Spitzenschokolade herauskommt. Anbetracht der Produktion solcher Chocolatier-Schokolade werden verschieden Kakaobohnen säckeweise eingekauft, dann geröstet und conchiert (gemahlen), dann die verschiedenen Zutaten aus dem Rezept zusammengemischt und auf eine kontrollierte Temperatur verflüssigt. Beim Ausgießen muss gerüttelt bzw. Luftblasen beseitigt werden. Dann sollte die frischgegossene Schokolade mindestens zwei Wochen abkühlen und Geschmack entfalten.

.

Ich nenne die AMEDEI TUSCANY TOSCANO BLACK CIOCCOLATO FONDENTE EXTRA 63% einen ganz konkreten Etikettenschwindel. Denn es wird eine Bean-to-Bar-Herstellung vorgetäuscht, während es insgesamt ein vielfältiges BLEND-Produkt ist.

.

.

Die getexteten Angaben auf der Packung weisen für diese AMEDEI TUSCANY TOSCANO BLACK CIOCCOLATO FONDENTE EXTRA 63%, eine aromatisierte, angenehme „Zartbitterschokolade“, die aus Blend-Kakaomasse, Rohrzucker, Kakaobutter, Vanille, kein Salz, enthält. Es handelt sich nicht um Bean-to-Bar-Qualität und, auch die Angabe der Anbauregion oder des Herkunftlands des Kakaos lässt sich nicht eindeutig auf die Kakaobutter beziehen. Es sich folglich nicht um das handelt, was den Unterschied zu Bean-to-Bar ausmacht, nämlich es ist BLEND-KAKAO – also eine Mischung ohne Lokalisierung von Kakaobohnen und Kakaobutter.

.

Bei Georg Bernardini heißt es zu AMEDEI auf Seite 165:

.

„… Amedei ist ein Unternehmen der mittleren generation, dessen Gründer als Visionäre und Wegbereiter der neuen Schokoladenkultur betrachtet werden können. Bereits Anfang der 1990er Jahre widmete sich das Geschwisterpaar Cecilia und Alessio Tessieri der Welt des Kakaos .. Alessio war hauptverantwortlich für den Einkauf der Kakaobohnen, zumeist direkt in den Ursprungländern, und für den Vertrieb. Cecilia, Maitre Chocolatier, war verantwortlich für die Prouktion und wohl auch für den kreativen Part … schied Alessio Tessieri bereits Ende 2009 aus dem Unternehmen aus … Jahrelang hatte Amedei das Monopol auf den einkauf von Chuao-Bohnen aus Venezuela…“

.

Bei dieser AMEDEI TUSCANY TOSCANO BLACK CIOCCOLATO FONDENTE EXTRA 63-prozentiger Kakaoanteil sowie auch Kakaobutter sowie 44/100 Gramm Zuckeranteil angegeben. Welche Tatsache sich unter Angabe Vanille verbirgt, wird nicht klar, ob künstlicher Aromastoff oder gentechnologisch erzeugte Vanille oder biologischer Anbau. Sie ist mit 40/100 nicht gerade unfett.

.

Kurz vorab: Diese Schokolade AMEDEI TUSCANY TOSCANO BLACK CIOCCOLATO FONDENTE EXTRA 63% ist vermutlich im Geiste des Erfinders gelungen, besonders die Süße, die dem Tester zu stark scheint.

.

Wer die Testprobe inspiziert kann daran gefallen finden. Das Knacken beim Abbrechen ist gut, klar und blitzsauber, ein Erlebnis im Mund kennzeichnet dann den schmackhaften, aber etwas schlaffen Kakao-Charakter dieses Rezepts. Wir haben als Hauptbestandteil also Fett aus dem Kakao (dessen Herkunft nicht angegeben wird), zusätzliche Kakaobutter, wir haben Eiweiß. Mit nur 50 Gramm Schokolade in der dekorativen Briefverpackung und dem Kaufpreis von 6 EURO 50 Cent kostbar bzw. zu teuer. Die „Best before“-Angabe 30. 12.2019 könnte qualitativ aufgehen.

.

Von der Herstellung der Kakaobutter wird nichts mitgeteilt.

.

Sie bringt mit einer kleinen 50 Gramm Packung zu wenig kostspielige Schokolade. Die Packung ist ausreichend bruchsicher. Die Schokoladentafel ist in einem metallpapierenen Vakuum-Tütchen verpackt. Der Duft beim Öffnen ist angenehm, und durchaus schokoladig bedeutend. Vanille riecht man kaum. Die 50 Gramm Tafelpackung enthält die kleine Menge Tafel mit vielteiligen kleinquadratischem Bruchkanten-Relief und diagonaler Riffelverzierungsschrift AMEDEI oben. Die Unterseite ist ungemustert.

.

Klappt man den Pappumschlag auf, bietet sich eine dekorative Sortimentsdarstellung von AMEDEI in Bild und Text:

.

Da werden auch Bean-to-Bar Schokoladen „TAVOLETTE“ aus Ecuador, Venezuela, Trinidad, Madagascar, Jamaica und Grenada gezeigt, sowie Milchschokoladen, Nussschokoladen und Weisse Schokolade.

.

Georg Bernardini, Fachautor zum Thema „Schokoladentest“ wie mit dem „Schokoladenbuch“ SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK, der SCHOKOLADENTESTER 2015 konzipiert, stellt auch AMEDEI vor, die von ihm mit FÜNF von SECHS Qualitätspunkten belohnt wird, ennt AMEDEI „BEAN-to-BAR – man fragt sich warum, wenn es später dazu heiß:

.

Seite 167 … Fazit: Amedei verwendet weiterhin in allen Ursprungsschokoladen Vanille. Gerade Amedei sollte sollte aber bewusst sein, dass Kakaosorten wie Porcelana oder Chuao ausreichend eigene Aromen besitzen und keine zusätzliche Vanille benötigen. Die Qualität der Chuao hat einmal mehr weiter abgebaut und kann nicht überzeugen. Der Verlust des Monopols scheint auch den Verlust an Leidenschaft für diesen Kakao zur Folge zu haben. Sehr schade.

Laut Aussagen eines Mitarbeiters von Amedei ist das Bestreben von Amedei, eine harmonische dunkle Schokolade zu produzieren. Dabei sei der Gedanke an Ursprungsschokolade zweitrangig. Dann frage ich mich allerdings, warum überhaupt Ursprungsschokoladen angeboten werden und die Herkunft der Kakaobohne so in den Mittelpunkt gerückt wird.

Die Qualitäten der Firma Amedei sind insgesamt sehr schwankend und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nicht immer in Ordnung. Dennoch muss man Amedei drei-vier sehr gelungene Schokoladen zugestehen.“

.

www.amedei.com und amedei.it

.

Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Auf diese von GR trifft das zwar nicht zu, doch sie ist sehr gut. Der Inhalt der 50 GRAMM Packung war am 30. November 2019 ganz frisch, als verschlossene Packung mindesthaltbar zum 30.12.2019 datiert.

 

Die Umschlagpappe bringt die schlichte, freundliche dunkelrote Farbgestaltung mit einem schwarzen AMEDEI-Quadtart in der Mitte sowie goldene Aufdrucke; für den wertvollen Inhalt eine reizende Anmutung durch den Auftritt der Packung.

.

Jedenfalls hat AMEDEI auf dem Weg der Aufmachung keine Anleihen bei der traditionell-industriellen Aufmachung von Tafelschokolade gesucht.

.

Dieses Design überzeugt.

.

.

Auf dem äußeren Umschlag hat der Hersteller die nötigen Angaben dem Konsumenten übersichtlich, aber etwas zu knapp, in zu kleinem Schriftgrad, in schwarzen Buchstaben auf weißem Grund lesbar – den Inhalt etwas verschleiernd – in Italienisch, Englisch, Deutsch und Schwedisch mitgeteilt:

.

HINTEN: Eine Nährwerttabelle – für die vielen kalorienzählende Konsumenten – auch um diese mit den Zusammensetzungsverhältnissen bei anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können:

.

ZUTATEN immer der Größe des Anteils nach: KAKAOMASSE, ROHRZUCKER, KAKAOMASSE, VANILLE.

.

Die Werbetexte in kleinen Punkt 7 Schriftgrößen sind lesbar, die Gewichtsbestandteile fehlen, aber hier findet sich jetzt auch eine Nährwerttabelle per 100 Gramm:

.

Energie 565 kcal/ 2352 kj

Fett 40 Gramm

davon gesättigte Fettsäuren 26 Gramm

Kohlenhydrate 44 Gramm

davon Zucker 34 Gramm

Eiweiß 7,2 Gramm

Salz 0 Gramm

.

Der Kaufpreis ist mit 6 EURO 50 kostspielig.

.

EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese AMEDEI TUSCANY TOSCANO BLACK CIOCCOLATO FONDENTE EXTRA 63%, die dem Tester als BLEND-Qualität ankam. Sie ist zu teuer und zu süß. Man muss selbst entdecken, ob diese als Zartbitterschokolade gefällt.

.

Sie erhielt trotz des hohen Preises von 6 Euro 50 für 50 Gramm, besonders aber wegen Blend-Etikettierung ZWEI von SECHS Punkten.

.

Hiermit lernt der Schokoladenfreund, was qualitativ möglich ist und, wo es Grenzen gibt. Natürliche Aromatisierung ohne Zusatzaromen, nichts KÜNSTLICHES, sondern zugespitzte Verfeinerung der Kernbestandteile als Experiment.

.

.

.FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: