Deutsche Bundeskanzlerin Merkel besucht Gedenkstätte des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau

Lichtgeschwindigkeit 9793

am Samstag, 7. Dezember 2019

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Die deutsche Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel hat einen Besuch der polnischen Erinnerungsstätte, dem nazideutschen Vernichtungslager bis 1945, Auschwitz und Auschwitz-Birkenau, angekündigt. Merkel ist heute als Repräsentantin einer demokratisch-kapitalistischen föderalen Bundesrepublik Deutschland am denkwürdigen Ort und wird dabei von polnischen Repräsentanten empfangen.

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Bild nennt Auschwitz „Konzentrationslager“. Damit wird die Begriffsbildung von früheren britischen Konzentrationslagern her geübt, anzurufen, was eine hetzerische linkische BILD-Sprache ist. Man tut so als hätte Britannien das Vorbild für die Schoa vorgemacht; während man dann aus Schoa ein Gottesurteil á là Hollywood namens Holocaust macht.

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Wir haben es aber mit einer Original-Schoa zu tun – einem industriellen Massenmördertum mit zahlreichen individuellen Entlastungs- und Verantwortungsschatten.

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Das sind keine Tricks oder Fallen, sondern Bildungspflichten für die Deutschen, unterscheiden zu können, wofür ist man kollektiv zuständig und was braucht nicht erinnert zu werden. Spätestens, wer selbst anständige Behandlung wünscht, sollte auch mit dem eigenen Betragen voran gehen.

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Das versucht die deutsche Bundeskanzlerin. Das ist gut. In unseren Tagen, wo deutsche Kinder unter 15 Jahren TikTok benutzen, aber zur Frage Auschwitz: Nie davon gehört! sagen müssen, sollten wir besser auf unseren historischen Blindflug achten.

 

Das Leben muss täglich mit Gedanken, Gedankenaustausch, Arbeit, Sorgen und Pflichten gestaltet werden, so dass auch ausreichend Spielräume für Sonstwas bestehen – Tradition, Abhängigkeiten und Veränderlichkeiten heißen unsere seinsbeschränkenden Bedingungen (Heidegger).

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Kurz – wer dumm ist hat es teils leichter, wer sich mit ERINNERN und VERGESSEN nicht räsonnierend einlässt, sondern so mitdümpelt, tritt der Mördergemeinschaft der Schweiger bei, die meinungsschwach und unmoralisch das BÖSE bewirken, dabei unschuldige Blicke werfen.

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>Alphons Silbermann, der eminente empirische Soziologe, war einer der durchleuchtenden Autoren zum Thema ERINNERN und VERGESSEN. Silbermann hielt noch als beinahe 90-jähriger auf Einladung des saarländischen Landtages in Saarbrücken seinen berühmten Vortrag zum „Steinernen Gedenken“ auf unser deutsches NAZI-GEDENKEN:

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„Ohne Erinnerung keine Geschichte

ohne Ort kein Gedächtnis,

ohne Gedächtnis keine Identität,

ohne Öffentlichkeit keine Wirkung.“

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So stellte es Silbermann seiner empirischen Studie, zusammen mit Manfred Stoffers, im Jahr 2000 erschienen, voran:

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„Auschwitz: Nie davon gehört? Erinnern und Vergessen in Deutschland“ (Rowohlt Berlin 2000)

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Dietmar Moews meint: Mahnen und ständiges Gemahnen und Wachrütteln und Ermahnen gehört zum kollektiven sozialen Projekt, das wir Menschen mehr oder wenig beleben oder verkümmern lassen. Wer Geist hat, sollte mitteilen. Wir haben heute das Wort „teilen“.

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Während aber „Teilen“ nur ein digitales Bereitstellen ist, „Mitteilen“ intelligenter strukturiert ist. – Dafür muss man sich allerdings Mühe geben und es macht Mühe.

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Silbermann hat mit der empirischen Erfassung der konkreten Wertvorstellungen unter deutschen Schülern zu „Auschwitz“ festgestellt und kommt zu denkwürdigen Aussagen, ohne dabei Beschuldigungen oder Verurteilungen zu führen, er schrieb:

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„Je länger ein geschichtliches Ereignis zurückliegt, desto stärker verflüchtigen sich seine Einzelheiten, gleich welcher Stempel dem Ereignis aufgedrückt worden ist, der des Wandels, der Erneuerung, der Vergeltung, der Herrschaft, des Sieges, des Untergangs oder der kulturellen und künstlerischen Evolution. Bei der Versetzung des Ereignisses in die Geschichtlichkeit bleibt es unumgänglich, den Blick zurückzuwerfen und es zu kennzeichnen, es als einschneidend, grausam, ernüchternd, erschütternd, beglückend, notwendig, blutrünstig, wohlgefällig oder einzigartig einzureihen. Diese Einreihungen sind durchaus hilfreich, vor allem wenn es darum geht, zu gewichten, sich den durch ihre verästelten Folgen auszeichnenden Ereignissen in ihrer Globalität zuzuwenden, alldieweil die Bewertung des Guten oder Bösen, des zu Lobenden oder des zu Verwerfungen durch den aufgedrückten Stempel bereits vollzogen ist. Andererseits sind dergleichen Kennzeichnungen aber auch bedenklich. Verführen sie doch dazu, das einschneidenden“ Ereignis in seiner Herkunft und seiner Gestaltung so stark zu verwischen, daß das Gedankenspiel über die Begrifflichkeit hinweggeht.

Vielen Schriften, die sich mit dem einzigartigen Ereignis „Auschwitz“ und seinen Folgen aus dem einen oder anderen Blickwinkel auseinandersetzen, kann dieser Vorwurf nicht erspart bleiben. Sie nehmen es einfach als gegeben hin, daß jeder Leser weiß (und sich erinnert), daß Auschwitz nicht nur etwas mit Nationalsozialismus zu tun hat, sondern auch etwas Schreckliches gewesen sein muß. Sie verzichten daher auf Informationen über Fakten, will sagen, über Entstehung und bestand eines unter dem Namen „Auschwitz“ bekannt gewordenen Konzentrations- beziehungsweise Vernichtungslagers – ein ausgesprochener Verlust.

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Hier sind, so kurz wie möglich, einige unerläßliche Fakten der Geschichte der „Konzentrationslagers Auschwitz“ dargelegt:

– Die Stadt Auschwitz (Oswiecim) liegt zwischen Krakau und Kattowitz am Ortsrand der mährischen Pforte in einer Niederung und hatte im Jahr 1939 etwa 12 000 Einwohner. Dieses Gebiet wurde nach der Besetzung Polens durch die Deutschen zu Oberschlesien geschlagen.

– Anfang 1940 ist der Plan entstanden, bei Auschwitz ein Lager zu errichten. Hierbei war neben der günstigen Verkehrslage vor allem von Bedeutung, daß sich bei Auschwitz ehemalige Kasernen befanden, die ohne größere Umbauarbeiten sofort von Häftlingen bezogen werden konnten. Nicht nur die in der Umgebung der Kasernen wohnenden polnischen Bevölkerung wurde ausgesiedelt, sondern auch die Bauern aus mehreren benachbarten Dörfern, insbesondere aus Birkenau (Brzezinka).

– Damit stand ein entvölkerter vierzig Quadtratkilometer großer Landstreifen zur Verfügung, der die bezeichnung „Interessengebiet des Lagers“ erhielt und dessen betreten streng verboten war. Es wurde als gesondertes Verwaltungsgebiet unter dem Namen „Amtsbezirk“ organisiert.

– Als das Lager mit der Hilfe von zweihundert zwangsweise rekrutierten Juden aus der Stadt Auschwitz eingerichtet wurde, war es noch relativ klein. Es wurde jedoch bald immer weiter ausgebaut, und zwar für ein Fassungsvermögen von zweihunderttausend Menschen. Die Planungs- und Ausbauarbeiten wurden von der hierfür eingerichteten „Zentralbauleitung der Waffen-SS und Polizei in Auschwitz / OS“ durchgeführt.

– Auschwitz war Konzentrationslager, bevor es als Vernichtungsstätte hergerichtet wurde. Insofern unterschied es sich von Treblinka, Belzèc, Sobibor und Chelmo, die von vornherein als Vernichtungsanstalten galten. Nur Majdanek war ebenso wie Auschwitz gleichzeitig Konzentrationslager und Vernichtungslager. Es bestand jedoch kürzer und war wesentlich kleiner als Auschwitz.

Die Tatsache, daß Auschwitz zur größten Vernichtungsstätte und zugleich zum Konzentrationslager mit der höchsten Zahl von Deportierten anwuchs, hat es im nachhinein zum Synonym für die nationalsozialistischen Vernichtungslager insgesamt werden lassen.

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Die mit dem Kürzel „KZ“ für die Konzentrationslager versehenen Vernichtungslager versehenen Vernichtungslager werden bei der Besinnung auf das „deutsche Verbrechen“ in erster linie mit der Vernichtung der in Deutschland und in anderen von den Nazis okkupierten Ländern lebenden Juden in Zusammenhang gebracht. Daher ist es notwendig, stichwortartig einige der wichtigsten Geschehnisse anzuführen, die zu dem Grauen geführt haben:

– Am Anfang stehen die 1933 erlassenen antisemitischen „Nürnberger Gesetze“ als Grundlage für die Diskriminierung der damals im Deutschen reich lebenden ungefähr 600 000 Juden.

– Ab 1938 haben jüdische Ärzte, Anwälte, Apotherker Berufsverbot. Männern wurde in ihre Papier zusätzlich der Vorname „Israel“ gestempelt, Frauen die Namen „Sara“, ferner wurde das Tragen des „gelben Davidstern“ angeordnet.

– Mit der „Pogromnacht“ am 9. November 1938 beginnt der Holocaust. erst zerklirren die Scheiben jüdischer Geschäfte, dann brennen Synagogen. Schließlich werden Menschen abgeholt, gequält, ermordert. Die Anstifter sitzen in der Zentrale der Nazi-Partei, die Täter sind meist Mitläufer.

– Am 31. Juli 1941 befiehlt Reichsmarschall Hermann Göring Vorbereitungen für die „Endlösung“ der Judenfrage. Die Ausrottung der Juden wird also nich von Subalternen, sondern von höchster Stelle in der Nazi-Hierarchie betrieben. …“

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Ich kann nur jedem Menschen empfehlen in die Erlebnisse der Eltern und Vorfahren zurückzublicken, um zu verstehen, was blühen kann, um es mit bestem Wollen zu verhindern, falls erneut Konflikte auf Vernichtung hingerichtet werden können:

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Hinter dem KZ-Tor ist alle Hoffnung dahin.

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Mitleid und Verantwortung – das sind Ambitionen, die auch wach gehalten werden müssen, wenn man nicht in den alltäglichen Grausamkeiten so abgebrüht werden möchte, dass die Migranten aus Budapest, die Merkel ohne lange zu diskutieren, informell nach Deutschland eingelassen hatte heute als politischer Fehler gestempelt werden kann, wo es doch Nothilfe war. („Erbarme dich“ – Arie in der JS Bach Johannespassion anhören!!).

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Joseph Goebbels – Hermann Göring

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