Donald Trump hat keine Nordpol-Politik und leugnet die Polschmelze

Lichtgeschwindigkeit 9715

am Sonntag, 10. November 2019

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US-Präsident Trump leugnet den Klimawandel in irreführender Weise. Die USA haben keine Arktis-Geo-Politik. Trump berücksichtigt den Klimawandel, die Eisschmelze am Nordpol und die daraus jetzt bereits veränderten Polarmeerbedingungen, schlichtweg nicht.

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In „DIE MACHT DER GEOGRAPHIE“ von Tim MARSHALL, neu 2018, heißt es zur ARKTIS:

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„…Doch wer hat diese Stärke? Die Russen. Niemand sonst ist in der Region so stark vertreten oder so gut vorbereitet, die schwierigen Bedingungen anzugehen. Alle anderen Staaten hinken ihnen hinterher und versuchen nicht einmal – jedenfalls was die USA angeht -, zu ihnen aufzuschließen: Die USA sind ein arktischer Staat ohne Arktisstrategie in einer Region, die wärmer wird.

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Die Auswirkungen der globalen Erwärmung zeigen sich deutlicher denn je in der Arktis: das Eis schmilzt, was den Zugang zu der Region erleichtert und die Entdeckung von Energievorkommen sowie die Entwicklung von Techniken sie auszubeuten, ermöglicht. All dies veranlasst die Arktisländer, ihre Aufmerksamkeit auf die potenziellen Gewinne und Verluste zu richten, die im klimatisch schwierigsten Gebiet der Welt zu machen sind. Viele Länder der Region haben Ansprüche angemeldet, die sich oft überlappen. Bislang hatten sie sich nicht darum gekümmert, sie durchzusetzen. Doch nun gibt es viel zu beanspruchen und zu streiten.

… Das Nordpolarmeer ist mit 14 Millionen Quadratkilometern zwar der kleinste Ozean, aber immer noch fast so groß wie Russland oder anderthalbmal so groß wie die USA. Seine Festlandsockel nehmen im Verhältnis mehr Raum ein als bei jedem anderen Ozean, was einer der Gründe ist, warum es schwer ist, sich auf Hoheitsgewässer zu einigen.

Die Region Arktis umfasst Landgebiete von Kanada, Finnland, Grönland, Island, Norwegen, Russland, Schweden und den USA (Alaska). Es ist ein Land der Extreme: Im Sommer kann die Temperatur an manchen Orten für kurze Perioden 26 Gard Celsius erreichen, im Winter kann sie für lange Perioden unter minus 45 Grad Celsius sinken. Es gibt weite Eisflächen, über die der eiskalte Wind feht, spektakuläre Fjorde, Kältewüsten und sogar Flüsse, Stellen die äußerst unwirtlich sind, und solche von großer Schönheit, die die Menschen seit Jahrtausenden in Bann schlagen.

… Die Beanspruchung von Hoheitsrechten leitet sich nicht von den Flaggen der ersten Forscher, sondern vom Seerechtsübereinkommen (SRÜ) der Vereinten Nationen her. Das besagt, dass ein Unterzeichnerstaat exklusive wirtschaftliche Rechte im Bereich bis 200 Seemeilen vor seiner Küste beanspruchen und diesen zur ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) erklären kann, solange das nicht mit den Grenzen anderer Länder kollidiert. Das Öl und Gas in einer solchen Zone gilt damit als Eigentum dieses Staates. Unter bestimmten Umständen kann das Land beantragen, seine AWZ auf 350 Seemeilen auszuweiten.

Das Schmelzen des Eises in der Arktis führt zu einer Verhärtung der Haltung der acht Mitgliedsstaaten des Arktischen Rats, dem Forum, in dem die Geopolitik zur Geopolartaktik wird. Seine Mitgliedsstaaten sind die „arktischen Fünf“ – die Länder, die am Nordpolarmeer liegen, also Kanada, Russland, die USA, Norwegen und Dänemark (wegen seiner Zuständigkeit für Grönland) – sowei Island, Finnland und Schweden. Sie alle sind Vollmitglieder … Russland baut derweil eine Arktisarmee auf. Sechs neue Militärbasen sind im Aufbau und mehrere eingemottete Einrichtungen des Kalten Kriegs, etwa die auf Neusibirischen Inseln, werden wieder eröffnet, Startnahnen werden renoviert. Eine Truppe von mindestens 6000 Kampfsoldaten macht sich für die Region Murmansk bereit. Dazu gehören auch zwei mechanisierte Infanteriebrigaden, die mit Schneemobilen und Luftkissenfahrzeugen ausgerüstet sind.

Es ist kein Zufall, dass Murmansk jetzt als „Russlands nördliches Energietor“ bezeichnet wird und Präsident Putin im Hinblick auf den Energienachschub gesagt hat: „Offshore-Felder, besonders in der Arktis, sind, und das ist keine Übertreibung, unsere strategische Reserve für das 21. Jahrhundert.

…Seit über einer Dekade ist jedoch klar, dass die Arktis für die Russen eine Form von Priorität hat, die sie bei den Amerikanern nicht hat. Dies spiegelt sich darin wider, welchen Grad an Aufmerksamkeit die beiden Länder der Region widmen, oder besser, an relativer Nichtaufmerksamkeit, wie im Falle der USA seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

Einen Eisbrecher zu bauen, kostet bis zu einer Milliarde Dollar und dauert zehn Jahre. Mit der weltweit größten Flotte an Eisbrechern – laut Bericht der US-Küstenwache 2013 insgesamt 32 Atück – ist Russland eindeutig die führende Macht in der Arktis. Sechs der Eisbrecher haben Atomantrieb – die einzigen dieses Typs überhaupt … Im Gegensatz dazu besteht die Flotte der USA aus nur einem einsatzfähigen schweren Eisbrecher … es gibt auch keinen anderen Staat, der eine Herausforderung für Russland wäre: Kanada besitzt sechs Eisbrecher .. Finnland hat acht, Schweden sieben, Dänemark vier und je einen haben China, Deutschland und Norwegen.

Barack Obama war im herbst 2015 der erste amtierende US-Präsident, der Alaska besuchte. Er forderte den Bau von weiteren Eisbrechern – doch das war eher eine Randbemerkung während einer Reise, deren Thema die Probleme des Klimawandels waren. Fragen wie Sicherheit und Energievorkommen in der Arktis wurden kaum erwähnt. Washington bleibt hier hinter dem Mond, was sich die Wahl von Donald Trump nicht geändert hat.

Die USA haben noch ein anderes Problem. Sie haben das Seerechtsabkommen der Vereinten Nationen nicht anerkannt und treten de facto 500 000 Quadratkilometer unterseeisches Gebiet in der Arktis ab, weil sie keinen Anspruch auf eine AWZ angemeldet haben … Es besteht ein internationales Recht, nach dem Territorialstreitigkeiten, Fragen der umweltverschmutzung, Gewässerhoheiten und die behandlung von Minderheiten geregelt werden … Die Arktisländer wissen, dass ihre Heimat eine gefährliche Gegend ist, weniger wegen irgendwelcher Fraktionen, die sich bekriegen, sondern eher wegen der Herausforderungen, die die Geographie darstellt …“

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Dietmar Moews meint: Nach den historischen Erfahrungen hat die Arktispolitik der USA zwei verschiedene Hauptaspekte:

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EINS Die USA greifen in Fällen der machtpolitischen Begehrlichkeit mit maximalem Militäreinsatz zu und ist stets zu grenzenlosem Bluteinsatz bereit – so verzichten sie auf „umständliche“ Vorbereitung und Verrechtlichung der offenen Zukunft.

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ZWEI USA-Politik wird gedankenlos und arm betrieben. Oft fehlt es an Wissen und Interesse, geschichtliche Vorläufe zu kennen. Dass US-Präsident TRUMP seine fehlende Arktispolitik einfach damit abfängt, dass er den Klimawandel und die menschliche Zuständigkeit für anthropologische Aspekte bei der Klimaentwicklung abstreitet, ändert dennoch nichts daran, dass diese Ärmlichkeit inzwischen aus allen Knopflöchern erkennbar wird.

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DREI Unter US-Präsident No 45 ist es inzwischen Gewohnheit, dass missliebige internationale Vertragsverpflichtungen der USA rücksichtslos gebrochen werden oder einseitig gekündigt. So what?

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Auch Establishment-Clinton ohne Arktis-Politik

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