Rudi Gutendorf 1926 – 2019 Kurznachruf

Lichtgeschwindigkeit 9546

am Sonntag, 15. September 2019

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Rudolf „Rudi“ Gutendorf wurde am 30. August 1926 in Koblenz geboren und ist jetzt 93-jährig, am 13. September 2019, in Koblenz gestorben. Gutendorf war ein sehr prominenter und origineller deutscher Fußballspieler und -trainer. Er gilt als der Trainer mit den meisten internationalen Engagements. Gutendorf sprach eigenen Angaben zufolge neben Deutsch auch Englisch, Französisch und Spanisch. Er lebte zuletzt in Neustadt (Wied) im Westerwald. Er starb an Altersschwäche. Der Fußball-Weltenbummler schlief am Freitag im Beisein seiner Familie friedlich ein. Dies gab seine Familie am späten Samstagabend in einer Mitteilung bekannt.

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Gutendorf war zweimal verheirat und hinterlässt die 36 Jahre jüngere Ehefrau und den 1989 geborenen Sohn Fabian.

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Viele Medien berichten übereinstimmend von 55 Trainerstationen Gutendorfs zwischen 1946 und 2003. Diese Zahl beruht mutmaßlich auf den eigenen Darstellungen Gutendorfs; die Tabelle auf der Website gutendorf-rudi.de verzeichnet alle Stationen wie  in der Autobiografie Mit dem Fußball um die Welt angegeben.

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Während seiner aktiven Spielerzeit bestritt Rudi Gutendorf rund 90 Oberligaspiele, meist als Rechtsaußen für TuS Neuendorf, und trainierte schon zu dieser Zeit unterklassige Vereine aus dem Koblenzer Einzugsgebiet. Der 1926 in Koblenz-Neuendorf geborene Gutendorf spielte von frühester Jugend an Fußball. Höhepunkt seiner Spielerkarriere war das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen den 1. FC Kaiserslautern 1948, das mit 1:5 verloren ging.

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Sein letztes Oberligaspiel mit Neuendorf bestritt der Rechtsaußen am 19. August 1951 – das Startspiel der Saison 1951/52 – bei einem 1:1-Auswärtsremis bei Eintracht Trier. Danach zwang ihn eine Lungenerkrankung zu einer einjährigen Unterbrechung und er macht nach der Genesung in Köln bei Sepp Herberger seine Ausbildung zum Fußball-Lehrer. Nach erfolgreichem Abschluss erhielt er die DFB-Trainerlizenz Nr. 330.

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Nach der aktiven Karriere heuerte er von 1955 bis 1960 als Trainer beim FC Luzern an. Die fünf Jahre in der Schweiz waren die längste Station seiner beispiellosen Trainer-Karriere.

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Aufgrund der Defensiv-Taktik, mit der er mit dem Meidericher SV (Duisburg) in der ersten Bundesliga-Saison der Geschichte 1963/64 die Vizemeisterschaft erreichte, erlangte er den Spitznamen „Riegel-Rudi“. Mit 36 Gegentoren stellte Meiderich die beste Defensive. Jungtrainer Gutendorf bekam zur Saison 1963/64 die Trainerstelle beim Meidericher SV; die „Zebras“ hatten unter Trainer Willi Multhaup überraschend den 3. Rang belegt und wurden damit für die neue Bundesliga ab 1963/64 nominiert. Bei der Nachfolgefindung für Multhaup traf sich der damals 35-Jährige Gutendorf direkt mit Josef Schwickert, dem 2. Vorsitzenden des MSV, in einer bekannten Kölner Kneipe zu Vertragsverhandlungen. Beide waren sich so schnell einig, dass die Vertragsmodalitäten auf der Speisekarte des Hauses „Maria im Bildchen“ notiert wurden. Gutendorf übernahm eine gewachsene Mannschaft, die mit dem Techniker und Spielmacher Werner „Eia“ Krämer einen der neuen Helden der Bundesliga in ihren Reihen hatte. In der leistungsstarken Oberliga West den 3. Rang erreicht zu haben, war eine Auszeichnung, die sich in den nächsten Jahren in der Bundesliga durch Aufsteiger wie Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf, Rot-Weiss Essen, Alemannia Aachen, Rot-Weiß Oberhausen, Arminia Bielefeld, VfL Bochum, Wuppertaler SV, Fortuna Köln und Bayer Uerdingen bestätigen sollte. Dazu kam, dass die Neuzugänge mit dem Torhüterriesen Manfred Manglitz ein Volltreffer wurde, aber auch die acht Treffer des 54er-Weltmeisters Helmut Rahn zum guten Start in die Bundesligaära beigetragen haben.

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Der ehemalige Nazitrainer und deutsche DFB-Bundestrainer Herberger (Weltmeister 1954) beschrieb in einem Interview: „Rudis Rollsystem wird von einer Spielerwoge praktiziert, die mal geballt vorn, mal massiv hinten ist. Es ist durchdacht, mir gefällt es.“

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Gutendorf arbeitete für diverse deutsche Bundesligavereine als Trainer und war Nationaltrainer in vielen „jungen Fußballländern“, wie in USA und in China sowie als Trainerausbilder.

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In der Bundesliga war er für die Vereine Meidericher SV (heute MSV Duisburg), VFB Stuttgart, FC Schalke 04, Kickers Offenbach, Tennis Borussia Berlin, Hamburger SV und TSV 1860 München tätig.

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Die Liste seiner Trainertätigkeit weist 54 Stationen auf, die er häufig nur kurze Zeit innehatte. Darunter sind Tätigkeiten als Nationaltrainer in Australien, Bolivien, Trinidad und Tibago, Volksrepublik China, Fidschi, Tonga, Tansania, Nepal und Ruanda. Seinen größten Erfolg als Nationaltrainer erreichte er mit Chile, durch den Sieg in der Gruppe 3 der südamerikanischen Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1974.

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Aufgrund seiner Verdienste bekam er 1997 das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2006 den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz und 2011 das Bundesverdienstkreuz verliehen. „Rudi Gutendorf hat als Weltenbummler und Botschafter des Fußballsports in einem über 50 Jahre währenden Einsatz einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung geleistet“, begründete der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck die Ehrungen.

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