EUROPAWAHL Gelassenheit Wachheit und Urteilskraft in der Desinformationsherrschaft

Lichtgeschwindigkeit 9169

am Montag, den 29. April 2019

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Es gibt INDIVIDUUM und PERSÖNLICHKEIT.

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Was weiß ein Individuum ohne die Persönlichkeit mit Unterscheidungsvermögen, ob nun EUROPA-Wahlen sind? – ob nun EUROPÄISCHE UNION-PARLAMENTS-Wahlen sind? – ob das EU-Parlament ein Parlament ist oder nur eine Schein-Versammlung ohne parlamentarische Macht?

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Nicht Jede und nicht Jeder weiß, dass also nicht Europa, Nicht Norwegen, nicht Schweiz, nicht Russland oder Serbien wählen, sondern nur europäische Bürger in 28 EU-Staaten.

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Es gibt INDIVIDUUM und PERSÖNLICHKEIT.

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Mit Individuum bezeichnen wir Lebewesen, die Verhaltensvarianten bei der artgemäßen Lebensweise aufführen können – wenn davon ein einzelnes Exemplar eigene körperliche und verhaltensmäßige Färbungen oder Prägungen zeigen, die teils unwillkürlich, teils aktionsrelevant oder als Verhaltensdefensiven in Erscheinung treten. Kurz – jeder Mensch ist individuell artig und auch einzigartig bis abartig.

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Mit Persönlichkeit bezeichnen wir Lebewesen, die in den lebensdienlichen Orientierungen, besonders auch in den sozialen Interaktionsfähigkeiten, über eine ganz individuelle Wahrnehmungs- und Anpassungsfähigkeit verfügen, die sie als Werturteile, Selbsteinschätzung, Risikovoraussicht – überhaupt Urteilsfähigkeit über das Wissen, Erkennen, Wollen sollen und Hoffen Dürfen sowie überhaupt Möglichkeiten erkennen und Unmögliches nicht wünschen –

kurz – jeder Mensch hat eigenartig belastbare Urteilskraft und Selbsteinschätzung als Prägung seiner PERSÖNLICHKEIT.

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INDIVIDUUM und PERSÖNLICHKEIT sind die Eigenschaften, die der Mensch fortwährend anwendet, indem er in der Welt lebt und sich in das Geschehen der Natur, des Sozialen und der metaphysischen Gestelle eigenwillig und nach individueller Motivation anzupassen versucht.

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Das betrifft auch die heutzutage politisch etablierten und ununterbrochen über die soziale Welt gezogenen geistigen und sprachlichen Rahmen, die man kennen und deuten können muss, um sich vorstellungsorientierend lebensdienlich damit einlassen kann.

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Man muss also mitkriegen, was die PAROLEN des Tages sind. Was daraus folgt. Wer da das SAGEN hat. Welche Nachteile drohen.

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Die Produktion der Herrschaft durch Sprachmacht ist hochausdifferenziert und mit den aktuellen digitalen Hochleistungstechniken besonders schwerwiegend, wenn man nicht weiß, wie die neue Welt tickt.

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Was mit Thukides in der europäischen Literatur zu Platos Zeiten begann, hat inzwischen über Machiavelli, Montesquieu, Maurice Joly, Hitler, bis zum heutige Informations-, Propaganda-, Werbemarketing- und Desinformationspraktiken eine extreme instrumentelle Wirkkraft erreicht, die noch durch die digitalen Echtzeit-Kommunikation und technischen Simulations- und Manipulationsmöglichkeiten geschärft sind.

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Es gehört heute unbedingt zur Bildung eines mündigen Bürgers, erkennen zu können, was verlässige Information und wie Desorientierung, Fake, Bullshit, Werbung oder LÜGENPRESSE kann.

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Hierzu hatte bereits der Engländer JOHN STUART MILL im 19. Jahrhundert wichtige Reflexionen entfalten und publiziert: z. B. „ON LIBERTY“ (1859).

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Neue Zürcher Zeitung Seite 17, am 24. April 2019 von Manuel Müller:

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„Die Lüge darf gerne über ihre kurzen Beine stolpern – Fake-News gelten als Gefahr für die Demokratie. Doch Alarmismus hilft nicht weiter – Gelassenheit umso mehr

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Die sozialen Netzwerke werfen zurzeit einen langen Schatten auf Europa. Trolle, Hacker, Fake-News. – fallen diese Stichworte, gerät der Kontinent in Angst um die Glaubwürdigkeit seiner Wahlen. Bereits im Herbst setzte sich die EU deshalb mit dem Silicon Valley zusammen: Die Techgiganten sollen vor den Europawahlen mehr Falschmeldungen entlarven, maschinelle Propaganda unterbinden und verdeckte Werbung offenlegen.

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Es leuchtet ein, dass Europa auf die gefahr mit einem Kontrollversuch reagiert. Darob geht jedoch vergessen, dass über die Wirksamkeit und die Reichweite der Desinformation wenig Klarheit herrscht. Nach der Wahl von Donald Trump schien zwar ausgemacht: Falschmeldungen haben die Waagschale in Schieflage gebracht. Bei Lichte … dass die allermeisten Leute Falschmeldungen Falschinformationen als solche erkennen. Zudem ist nur ein verschwindend kleiner Teil der News überhaupt Fake gewesen – und die meisten Wähler informieren sich nach wie vor über das Fernsehen.

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Trotzdem bleibt die Lage unübersichtlich. Eine endgültige Antwort auf die Frage, ob und inwieweit Desinformation die Wahl von Donald Trump begünstigt hat, dürften dereinst die Historiker liefern. dennoch kann man sich bereits vorher Klarheit verschaffen über den allgemeinen und eigentlichen Stellenwert von Unwahrheiten. Ein Gedankenexperiment hilft weiter, wo der Streit über die Details in die Sackgasse führt.

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Nehmen wir einmal an, ein Grossteil der Informationen auf Facebook und weiteren Plattformen sei problematisch bis falsch. Sie stammten aus unsicheren Quellen, verbögen die Fakten und zählten zum Repertoire eines feindlich gesinnten Geheimdienstes. Ist tatsächlich ein Problem? Bricht die Wellle der Wahrheit an den Mauern der Lügen? Muss Zensur und Kontrolle eingreifen, wo sich Fake-News ausbreiten?

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Zuerst: Fake-News sind so alt wie die Menschheit selbst. Lug und Trug durchziehen sowohl altgriechische Tragödien als auch die antike Geschichtsschreibung, und ihre listigen Kinder verfolgen uns bis in die Gegenwart. Dabei wird gerne vergessen: Die Tücke hat damals wie heute ihren festen Platz in der Öffentlichkeit. Absichtliche Fehlinformation und offensichtlich falsche Meinungen sind sogar, so weit wird man gehen dürfen, unabdingbar.

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Und nein, wer in diese Richtung argumentiert, begibt sich keineswegs in schlechte Gesellschaft. Eine solche These kann sich auf eine solide Tradition berufen: noch bevor sie an Platons Verteidigung der Lüge erinnern muss, kann sie auf den englischen Philosophen John Stuart Mill verweisen. Entsprechend dürfte es höchste Zeit durch seine Brille zu betrachten.

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Vor 150 Jahren knöpfte sich Mill die Frage vor, wo die Grenzen der (Meinungs-)Freiheit aus liberaler Sicht zu liegen haben. Die Antwort, welche er in seiner Schrift „On Liberty“ vorlegt, hat nichts von ihrer Kraft verloren: „Der eigentliche Bereich der menschlichen Freiheit fordert Geweissensfreiheit im umfassendsten Sinn: Freiheit des Denkens und Fühlens, absolute Freiheit der Meinung und der gefühlsmäßigen Wertung in allen Dingen (…), seine Meinung auszusprechen und zu veröffentlichen (…) den Plan unseres Lebens zu entwerfen, zu tun, was wir wollen, und die Folgen unseres Handelns zu tragen.“

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Jede Gesellschaft, in der diese Rechte nicht in ihrer ganzen Breite und Fülle respektiert sind, hält Mill für unfrei. Wie weit aber treibt er seine These? Er gibt sich da kaum eine Blöße. Selbst konfuse, perverse, verdrehte und faktisch falsche Meinungen sind seiner Ansicht nach zu notieren. Der Staat hat in dieser Konzeption im Grundsatz kein Recht, ihre Verbreitung zu unterbinden. Doch auch Mill vertritt keine totale, uneingeschränkte (Meinungs-)Freiheit. Er gesteht zu, dass man ihrer Ausübung in einem einzigen Fall entgegentreten darf und muss: Wenn anderen daraus Schaden entsteht. Hier zieht Mill die Grenze. Das heißt: Wir können „tun, was wir wollen, ungehindert von unseren Mitmenschen, solange wir ihnen kein Leid zufügen“.

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Es gibt in westlichen Demokratien wenig Disput über diesen groben Grenzverlauf. Mehr Uneinigkeit herrscht allerdings bei der Frage, was als Leid und was als Schaden zählen muss. Schließlich kann man gut und gerne der Ansicht sein, dass falsche Meinungen und Lügen schädlich seien. Mill gibt sich auch hier äußerst zurückhaltend und schreckt vor allzu starken Eingriffen zurück. Eine Äußerung müsste direkt in eine Handlung überspringen und diese unmittelbar die Rechte eines bestimmten Einzelnen verletzen.

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Mill illustriert sein Schadensprinzip an einem Beispiel. Er zeichnet dazu das Bild einer aufgebrachten Menge, die sich vor dem Haus eines Kornhändlers versammelt hat. Nach Mill verstößt gegen die Grenzen der Meinungsfreiheit, wer die wütenden Menschen zu diesem Zeitpunkt zusätzlich aufwiegelt. Aussagen wie „Kornhändler sind Ausbeuter der Armen“ oder „Eigentum ist Diebstahl“ sind unter solchen Umständen nicht mehr zulässig. der Philosoph schreibt dazu: „Sogar Meinungen verlieren ihre Unantastbarkeit, wenn die Umstände, unter denen sie zum Ausdruck kommen, so sind, dass sie wie eine direkte Aufforderung zu einer Übeltat wirken.“

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Ein anderes ist es jedoch, in der Presse oder privat dieselben Aussagen zu verbreiten und das Ende von Eigentum und Kapital laut zu fordern – sprich, die Kornhändler scharf zu verurteilen, sie der Spekulation zu bezichtigen und auch: ihren Geschäften dadurch mittelbar Schaden zuzufügen. Dies muss unter allen Umständen erlaubt bleiben; entscheidend ist, dass solcher Diskussionsraum offen bleibt für alle Meinungen und jeden Unsinn, selbst wenn es sich um offensichtliche Unwahrheiten handelt.

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Noch heute besticht sein Argument in dieser Sache – und spätestens hier zeigt sich Mills Genie. Er verteildigt die Lüge, indem er ihre Nützlichkeit beweist. Die Wahrheit wächst an der Lüge. Sie gewinnt Kraft und Sicherheit aus der Verteidigung gegen inkorrekte, halbwahre oder grundfalsche Meinungen. Und noch mehr: Wenn sich die Wahrheit nicht länger an der Lüge bewähren muss, wenn sie stattdessen mit einem Tabu belegt wird, das nicht länger kritisiert oder angegriffen werden darf, dann wird sie träge, stolpert, fällt hin – und stirbt eines langsamen Todes. Niemand kann noch die Gründe und Erfahrungen nennen, die ihr zu allgemeiner Akzeptanz verhalfen.

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Was sagt Mill damit? Man erweist einer Behauptung, die wahr zu sein beansprucht und von der Mehrheit als wahr angesehen wird, einen Bärendienst, wenn man sie heilig spricht. Sie darf und soll jederzeit bezweifelt und bestritten werden. Nur so kann sie sich bewähren.

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Auf die Europawahlen und Facebook gemünzt:

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Was zählt die Demokratie, wenn sie niemand herausfordert?

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Die Antwort liegt auf der Hand: Sie zählt nicht weniger als zuvor. Aber zu selten ruft man sich ihren Wert in ruhigen Zeiten in Erinnerung. Wenn der Markt der freien Meinungsäußerung nicht mehr spielt, verlieren alle, selbst die glaubhaftesten, korrektesten und nützlichsten Ansichten geraten unter Druck.

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Man mag nun einwenden, die Meinungsfreiheit sei in der digitalen Sphäre nicht mit Mitteln aus dem 19. Jahrhundert und mit der Argumentation eines englischen Liberalen zu verteidigen.

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Heute würden Social Bots eigenständig Meinungen verbreiten, es wedre unklar, wo noch Menschen hinter Botschaften stünden, die Blasenerffekte der sozialen Netzwerke würden die Öffentlichkeit untergraben.

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Wirklich? Die Wirkung der Social Bots entspricht derjenigen der klassischen Parteiblätter – sie verbreiten die (Fake-)Ansichten eines Teils des Meinungsspektrums. Man könnte zweifellos verlangen, das sie als solche gekennzeichnet werden – etwa so, wie man eine Parteianzeige in einer Tageszeitung ausweist. Unfrei würde das Internet damit nicht, das Spielfeld bliebe allen zugänglich. Aber man braucht sie keinesfalls zu verbieten …“

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Dietmar Moews meint: Ich finde die Bezugnahmen auf John Stuart Mill wirklich erhellend, wenn jetzt propagiert wird, „EUROPA“ – jeder wissen kann, es geht nicht um EUROPA – es ist lediglich eine Anmaßung der unglaubwürdigen Schranzen, die glauben machen wollen, als seien sie Politiker ihrer Parteien, deren EU-Wahl bedeutend wäre.

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Und dann noch dies:

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Ich finde, dass die Neue Zürcher Zeitung wirklich unverblümt darlegt und ausführt, dass wir es offenbar und offenkundig mit LÜGENPRESSE zu tun haben. Dass FAKE-NEWS überhaupt nicht bestritten werden.

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Wir erfahren aber allerdings auch, dass es mehr oder weniger gültige oder ungültige Meinungen gibt (will man schon Begriffe, wie Wahrheit oder Erkenntnis, Wissen und Urteilskraft vermeiden). So wird hier stets von den echten, zutreffenden und falschen Meinungen geredet.

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Jetzt soll man noch mal beim Deutschlandfunk anfangen, die eigene Produktion von FAKE und Desorientierung abzustreiten und seine Kritiker als HASSER, HASSMAILS und SHITSTORM abzutun.

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Deutschlandfunk? – ja dann MILL lesen.

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FINE E COMPATTO,

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WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

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gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

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