SYNAGOGE am 27. Februar 2019 in Regensburg eingeweiht

Lichtgeschwindigkeit 8975

am Donnerstag, den 28. Februar 2019

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Heute, am 27. Februar 2019, wurde in Regensburg eine neugebaute Synagoge der Juden in Regensburg eingeweiht. Der Neubau wird auch als politische Korrektur der vielfachen Synagogenzerstörungen und der Judenverfolgungen in Deutschland gesehen.

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Damit hat ein kommendes jüdisches Leben in Regensburg ein repräsentatives Symbol im Stadtbild der erzkatholischen bayerischen Hauptstadt Regensburg erhalten.

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500 Jahre nach der Zerstörung der alten und 80 Jahre nach der Zerstörung der Jugendstil-Synagoge durch die Nationalsozialisten wird nächste Woche die neue Regensburger Synagoge eröffnet. Wenn Rabbi Josef Chaim Bloch die drei Thorarollen aus dem Schrein nimmt, sie unter Gesängen in den neuen Gebetsraum bringt, dann wird Gott Zeuge,…

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Die Geschichte der Juden in Regensburg reicht bis in das 10. Jahrhundert zurück. Heute (2013) zählt die jüdische Gemeinde zu Regensburg mehr als 1000 Mitglieder.

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Das neue Jüdische Gemeindezentrum mit Synagoge in Regensburg eröffnet 500 Jahre nach dem Neupfarrplatz-Pogrom „Alles hat seine Stunde. Jedes Geschehen unter dem Himmel hat seine Zeit. […] Eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz …“, sagt ein…

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Die jüdische Gemeinde ist wieder inmitten der Stadt angekommen. Juden haben diese Stadt mitgeprägt und ihren Teil dazu beigetragen, dass Regensburg heute Weltkulturerbe ist“, freut sich Ilse Danziger, die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde. Dieter Weber, erster Vorsitzender des Fördervereins Neue Synagoge Regensburg, sieht es als Aufgabe der Regensburger Bürgerschaft, nach…

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Um 1080 lebte in der Stadt der berühmte Rabbiner, Talmudgelehrte und Dichter Menachim ben Mekhir. Im Zusammenhang mit dem Ersten Kreuzzug wurde die Regensburger jüdische Gemeinde 1096 zwangsgetauft, durfte aber bereits im Jahr darauf aufgrund eines Privilegs Kaiser Heinrichs IV. zu ihrer ursprünglichen Religion zurückkehren. 1107 verpfändete der Bischof von Prag bei den Regensburger Juden kostbare Kirchenschätze. Etwa 1150 bis 1170 fand in der Stadt ein bedeutendes Rabinatskollegium statt.

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In Regensburg wirkten weiter die Talmud-Kommentatoren Rabbi Isak ben Mordechai (Ribam) und Rabbi Efraim ben Isaak („Efraim der Große“). Letzterer gilt als bedeutendster jüdischer Gelehrter seiner Zeit und leistete erhebliche Beiträge zur Weiterentwicklung der bis dahin von Frankreich dominierten Lehrtraditionen. Er versammelte Talmudschüler aus ganz Deutschland um sich und machte sich auch als Verfasser liturgischer Dichtungen einen Namen, von denen 32 erhalten geblieben sind.

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Anfang des 13. Jahrhunderts erwarb die Gemeinde von den Klöstern Emmeram und Obermünster mehrere Grundstücke. 1227 wurde die Synagoge fertiggestellt, nach Köln, Trier, Speyer und Worms erst die fünfte im Reich. Die Baumeister kamen von der Dombauhütte zu Reims und schrieben insofern Architekturgeschichte, als sie erstmals im gesamten Donauraum sowohl die Gotik als auch die zweischiffige Hallenkirche einführten. Die christliche Baukunst sollte sich in der Folgezeit in starkem Maße an der hier erstmals anzutreffenden neuen Formensprache orientieren.

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Bereits für 1050 ist Handel jüdischer Kaufleute aus Regensburg mit Russland und Ungarn nachzuweisen. Später zogen sich die Regensburger Juden aufgrund vielfacher berufsständischer Beschränkungen verstärkt auf Bankgeschäfte sowie – seit dem von Kaiser Friedrich Barbarossa erlassenen Regensburger Judenprivileg von 1182 – auf Edelmetallhandel zurück. Die Regensburger Juden betätigten sich in erheblichem Maße als Finanziers u. a. für Klöster, Adelige, Kaufleute, die Stadtkasse und sogar die Hanse. 1297 kaufte der Salzburger Bischof mit geliehenem Geld von Regensburger Juden die Grafschaft Gastein.

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Die Berechtigung im damaligen Reich bzw. der Stadt leben zu dürfen, war an vielfache Steuerleistungen gebunden. So musste u. a. eine „Reichsjudensteuer“ an den Kaiser, diverse Abgaben an den Bischof von Regensburg, den bayerischen Herzog und die Stadt gezahlt werden. Im Laufe des 15. Jahrhunderts verarmte die jüdische Gemeinde so sehr, dass sie ihre Steueraufkommen nicht mehr begleichen konnte. Nach dem sogenannten Ritualmordprozess von 1476 bis 1480 war die Gemeinde wirtschaftlich ruiniert.

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Nach zwei vergeblichen Anträgen beim Kaiser, die Ausweisung der Juden zu erlauben, nutzte der Rat der Stadt Regensburg das nach dem Tod von Kaiser Maximilians I. am 12. Januar 1519 entstandene Macht-Vakuum und ließ der jüdischen Gemeinde am 21. Februar den Beschluss zur Räumung der Synagoge und zur Ausweisung der Juden überbringen.

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Unter der Delegation der Ratsherren, die am selben Tag den Juden die Ausweisung anordneten, befand sich auch der Künstler Albrecht Altdorfer. Altdorfers oben gezeigte Radierungen entstanden kurz vor der Vertreibung, er produzierte darüber hinaus Gemälde, Wallfahrtsabzeichen und bot wahrscheinlich noch während des Abbruchs der Synagoge Andenken-Grafiken feil. Das jüdische Viertel wurde samt Synagoge und Schule zerstört, Pfänder beschlagnahmt, kostbare Pergamenthandschriften als Einbindematerial für Akten und Bücher missbraucht. Der Friedhof wurde geschändet, die über viertausend Grabsteine wurden meist zerstört, teilweise aber auch von Regensburger Bürgern mit Billigung des Rates entwendet und als sichtbare makabre Trophäe des „Sieges“ über die Juden in Hauswände eingemauert. Heute sind noch ca. 60 dieser „Judensteine“ erhalten.

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In geringem Umfang ist jüdisches Leben in Regensburg erst wieder ab 1669 nachzuweisen.

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1832 folgte die Errichtung einer jüdischen Volksschule, 1841 die Einweihung eines Betsaals in der Unteren Bachgasse. In den zehn Jahren vor der Reichsgründung verdreifachte sich die Mitgliederzahl der jüdischen Gemeinde Regensburgs von 150 auf 430; das Stadtrabbinat wurde zum Distriktsrabbinat erhoben. Diese Regensburger Synagoge (1841–1907), wurde 1938 abgebrochen.

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Der Regensburger Synagoge (1912–1938) nach Plänen von Joseph Koch folgte der 1907 erfolgten Schließung des Betsaals in der Unteren Bachgasse wegen Einsturzgefahr die Errichtung einer Synagoge im neoromanischen Stil an der Schäffnerstraße (heute: Brixener Hof).

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Im Zuge des Aufstiegs des Nationalsozialismus kam es bereits 1924 und 1927 zu ersten Schändungen des neuen Judenfriedhofs. Nach der Machtübernahme wurden 107 Regensburger Juden inhaftiert. Nationalsozialistische Schlägertrupps zerstörten jüdische Geschäfte und bedrohten deren Kunden – in besonders spektakulärer Weise am 29. März 1933, als sich SA-Leute mit einem Maschinengewehr vor dem Zugang zum in jüdischem Eigentum befindlichen Kaufhaus Merkur postierten.

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Im Zuge der Novemberpogrome 1938 wurde die Synagoge in der Schäffnerstraße in einer planmäßig durchgeführten Aktion niedergebrannt und zerstört – im Nazi-Deutschland kennt man diese Judenschändung als „Kristallnacht“.

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Ab August 1938 mussten deutsche Juden stigmatisierende Vornamen annehmen: Männer mussten „Israel“ als zweiten Namen führen, Frauen Sara. Ein Schritt auf dem Weg von der Entrechtung zum Massenmord. Ab 1940 wurde die jüdische Bevölkerung zum Tragen des Judensterns verpflichtet. Deutsche Juden erhielten die Zwangs-Zusatznamen Sara und Isaak. Sie durfte nur noch in zwei Geschäften einkaufen, und auch dies nur noch zwischen 13:00 und 14:00 Uhr. Weitere Schikanen bestanden im Verbot von Radios oder des Erwerbs von Haustieren.

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Am 2. April 1942 wurden 106 Regensburger Juden vom Platz der zerstörten Synagoge deportiert und schließlich allesamt in den Vernichtungslagern von Belzec und Sobibor ermordet. Am 15. Juli wurde eine weitere Familie nach Auschwitz deportiert. Nach Räumung des Altersheims an der Weißenburgerstraße am 23. September 1942 wurden weitere 39 jüdische Bürger in das Ghetto Theresienstadt verschleppt. Am 15. Februar 1945 wurden die letzten zehn Regensburger Juden, die in „Mischehe“ mit christlichen Partnern lebten, nach Theresienstadt deportiert. Sie allein blieben am Leben. Insgesamt wurden in der Zeit des Nationalsozialismus ca. 250 der aus Regensburg deportierten Juden ermordet.

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Am 30. Mai 1945 wurde Josef Glatzer als Rabbiner installiert; er bekleidete dieses Amt bis zu seiner Emigration in die Vereinigten Staaten Ende 1949. In der Nachkriegszeit lebten mehrere tausend Juden in Regensburg.

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Am 1. August 1950 wurde die Jüdische Gemeinde Regensburg errichtet, die Nachfolgeorganisation der Jewish Community. In diesem Jahr hatte die Gemeinde 288 Mitglieder (1. Juni 1950), 1951 noch gut 200 Personen

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Positiv entwickelt haben sich nach dem Krieg die Beziehungen zur nichtjüdischen Umwelt, wobei die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit eine zentrale Rolle spielte, aber auch die guten Kontakte der Jüdischen Gemeinde zur Stadt Regensburg, der Regierung der Oberpfalz sowie zum Bezirkstag.

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Trotz relativ geringer Mitgliederzahl, der obendrein ungünstigen demographischen Struktur und der dadurch bedingten problematischen Finanzsituation entfaltete sich in Regensburg bald wieder jüdisches Gemeindeleben. Großer Wert wurde dabei traditionell auf Bildung und Erziehung gelegt. Bereits 1951 bzw. 1953 entstand wieder ein eigener jüdischer Kindergarten bzw. eine hebräische Schule.

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Seit 2016 wurde an der Stelle der 1938 zerstörten Synagoge die Neue Synagoge Regensburg gebaut, die heute eingeweiht worden ist.

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Dietmar Moews meint: Es soll aus meiner Sicht dem Kampfjudentum freigestellt sein, den tradierten Judenhass als Bestätigung der göttlichen Ausrichtung zu sehen und deshalb die eigenen Vorurteile der richtigen jüdischen Lebensweise weiterzukämpfen. Dazu gehört aber durchaus das Recht auf Selbstveränderung, wenn Skepsis oder Selbstkritik solches geraten lassen.

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Insofern, dass Deutschland diesen Synagogenbau von Regensburg bezahlt und noch die Gemeindemitglieder herbeifinanziert, so lange man noch Interessenten in Russland finden kann, so soll doch auch den Ansprüchen der als Juden hervortretenden Entitäten zugegeben werden, jüdisches Leben in Regensburg, so gut es ihnen möglich ist, zu leben. Deutsches Judentum kann daher nicht wieder entstehen, wenn osteuropäische und russische Juden hier das jüdisch-deutsche Vermächtnis fortsetzen.

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Praktisch vollendet der Zentralrat der Juden in Deutschland mit deutschen Steuermitteln die Vernichtung des deutschen Judentums, die der Hitlerei und der europäischen Schoa nicht ganz gelungen war.

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