Manfred Eigen 1927 – 2019 Kurznachruf

Lichtgeschwindigkeit 8922

am Freitag, den 8. Februar 2019

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Manfred Eigen wurde am 9. Mai 1927 in Bochum geboren und ist jetzt 91-jährig, am 6. Februar 2019 in Göttingen gestorben. Manfred Eigen war ein deutscher Bio- bzw. Physikochemiker und Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. Eigen wurde 1967 in Anerkennung seiner Arbeiten zur Geschwindigkeitsmessung von schnellen chemischen Reaktionen der Nobelpreis für Chemie für experimentelle Untersuchungen äußerst schneller chemischer Reaktionen (gemeinsam mit Ronald Norrish und George Porter) verliehen.

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Manfred Eigen ist nicht nur einer der bekanntesten deutschen Naturwissenschaftler, sondern auch ein hervorragender Pianist. Zu seinen weiteren Interessen gehört das Sammeln von Mineralien, welches sich in einer beachtlichen eigenen Kollektion widerspiegelt.

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Eigen stammte aus einer Musikerfamilie. Nach seinem Abitur 1944 am Humanistischen Gymnasium in Bochum (bis 2010 Gymnasium am Ostring) studierte Eigen Physik und Chemie an der Universität Göttingen, wo er 1951 bei Arnold Eucken auch promovierte. 1953 holte ihn Karl Friedrich Bonhoeffer an das Max-Planck-Institut für physikalische Chemie in Göttingen, wo er 1958 wissenschaftliches Mitglied, 1962 Leiter der Abteilung für chemische Kinetik und 1964 zum Direktor des Instituts wurde, das 1971 von ihm erheblich erweitert werden konnte. Seit 1965 war er Honorarprofessor an der TU Braunschweig.

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Manfred Eigen entwickelte kinetische Methoden zur Untersuchung extrem schneller Reaktionen. Mittels der Relaxationsmethode konnte er die Kinetik von schnellen biochemischen Reaktionen untersuchen. Eigens Name ist mit der Theorie des Hyperzyklus verknüpft, der zyklischen Verknüpfung von Reaktionszyklen als Erklärung für die Selbstorganisation von präbiotischen Systemen, die er zusammen mit Peter Schuster im Jahre 1979 beschrieb. Der Eigen-Wikins-Mechanismus wurde nach ihm benannt. Über die Erforschung von Enzymreaktionen wandte er sich später der Erforschung der Evolution zu. Eigen studierte das Verhalten von Nukleinsäuren, die durch Polymerase vervielfältigt und durch Nukleasen abgebaut wurden. Durch die Wiederholung der Abbau- und Aufbauzyklen kam es zum Aufbau von Nukleinsäuren, die durch Mutation gegen den Abbau durch die Nukleasen resistent waren. Die Experimente dauerten dabei oft nur wenige Stunden.

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Diese Versuche führten zur Entwicklung sogenannter Evolutionsmaschinen. Dabei handelt es sich um Bioreaktoren, in denen sich zum Beispiel Viruskulturen züchten und deren Evolution unter Laborbedingungen beobachten lassen. Durch die Variation der Reaktor-Parameter lassen sich die Häufigkeit der Mutationen und die Geschwindigkeit der Evolution beeinflussen. Das Verfahren wird heute im technischen Maßstab genutzt.

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Eigen gründete zwei Biotechnologiefirmen, Evotec und Direvo, die auf dem Gebiet des Hochdurchsatz-Screenings und der gerichteten Evolution (directed evolution) tätig sind.

Von 1983 bis 1993 war Eigen als Präsident der Studienstiftung des deutschen Volkes tätig.

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Seit dem Frühjahr 2015 existiert die Manfred Eigen-Förderstiftung, die eine „unselbstständige Stiftung innerhalb des privaten Vermögens der Max-Planck-Gesellschaft“ ist. Sie fördert wissenschaftliche Projekte am MPI für biophysikalische Chemie und ist eine Verbrauchsstiftung.

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