Griechenland stimmt für Nordmazedonien

Lichtgeschwindigkeit 8881

am Samstag, den 25. Januar 2019

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DLF.de am 25. Januar 2019:

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„Namensstreit – Athen einigt sich mit Mazedonien

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Das griechische Parlament hat dem Abkommen mit Mazedonien zur Beilegung des jahrzehntelangen Namensstreits mit knapper Mehrheit zugestimmt. Der Vertrag sieht die Umbenennung des Nachbarlandes in „Nordmazedonien“ vor. Vor der Abstimmung war unklar, ob eine Mehrheit zustande kommt.

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Bei der Abstimmung votierten 153 Abgeordnete für die Umbenennung, 146 waren dagegen, es gab eine Enthaltung. Bis zuletzt gab es bei der Debatte erbitterten Widerstand und Tumulte im Parlament.

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An dem Abkommen war erst kürzlich die Koalition von Ministerpräsident Tsipras zerbrochen, der seither eine Minderheitsregierung führt und nach dem Votum von einem historischen Tag sprach. In Brüssel äußerten sich Spitzenvertreter der Europäische Union erfreut, ebenso die mazedonische Regierung in Skopje. Das dortige Parlament hatte das Abkommen bereits gebilligt. Wegen des Namensstreits blockierte Griechenland stets eine Annäherung Mazedoniens an Nato und EU.

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Das Thema ist in beiden Ländern Gegenstand erbitterter politischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Mazedonische Nationalisten wehren sich gegen eine Umbenennung ihres Landes, während auf griechischer Seite Gebietsansprüche auf die gleichnamige Provinz befürchtet werden.

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Dietmar Moews meint: Immer, wenn ein so definiertes Kollektiv aufgefordert ist „seine“ Werthaltung auf den Zeitpunkt hin zu beschließen und zu proklamieren, kommt das empirische Dilemma heraus:

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Ein Kollektiv ist nicht ein großer Mensch, sondern ein Kollektiv ist die wahllose Mischung von Obst und Gemüse, Beeren, Sträuchern, Kräutern, Algen und Pilzen, dem es an sich unmöglich ist, gemeinsame Ziele wirklich in den möglichen Synergiepotenzialen zu befördern und einzulösen.

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Die faule Ausrede von sogenannten wissenschaftlichen Historikern, die stets behaupten, man könne erst aus zeitlichem Abstand einer angemessenen Vergangenheit eine historische Situation beurteilen, findet Ausdruck in der geradezu folkloristischen Urteilschwäche über Zeitgeist, Vorstellungsorientierung und ernsthaften Wertvorstellungen von hi JA und hi NEIN.

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So war die teils aggressive Diskussion und Gewaltäußerungen der Griechen zur Frage, ob das Wort MAZEDONIEN nun in einer Variante für das ehedem jugoslawische Mazedonien, als NORDMAZEDONIEN, mit geistig-seelischen Nachteilen, Verlusten und Zukunftsrisikien verbunden wäre.

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Man dabei darf ruhig rekapitulieren, dass Nordmazedonien etwa 2 Millionen Einwohner hat, die Mazedonisch und Albanisch als Amtssprache sprechen. Während im nordgriechischen Mazedonien nur etwa 40.000 Mazedonier leben, deren Amstsprache Griechisch ist.

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Die Aggression der Griechen heute, wo es um das Staats-Namensrecht für das mazedonische Mazedonien als „Nordmazedonien“ geht, rührte mehr als Selbsthass von der eigenen Urteilsunsicherheit her der griechischen Alltagsmenschen, denn auf klar zu benennenden Materialen und politik-sozialen Kosten:

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Da sagten Hausfrauen aufgebracht:

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Was soll ich später meinem Kind erklären, wenn es die Aufgabe unseres Namens „Mazedonien“ nachfragt – ob ich denn nicht unsere Geschichte versucht hätte zu verteidigen?

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Ob es denn nicht zu verhindern gewesen wäre, dass dem nördlichen Mazedonien im Jahr 2018/2019 vom Regierungschef Tsipras und dem Parlament in Athen, die Benamung als „NORDMAZEDONIEN“ gestatteten?

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Es reicht die Hausfrauenblödheit nicht, zu glauben, interessant sei doch vielmehr die Frage, warum das nicht so gut gestellte EU-Griechenland es für vorteilhaft fand, dass auch NORDMAZEDONIEN durch diese Namensänderung (von bislang Mazedonien in Nordmazedonien, i, Unterschied zum griechischen Mazedonien) bald in die NATO und die EU aufgenommen werden könnte. Sodass Griechenland zukünftig mit dem nachbarlichen Nordmazedonien in EU-Inlandbeziehungen leben könnte. Und der Weg zum Handelshafen Tessaloniki für Nordmazedonien lebenswichtig ist.

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So sieht Friedens-Weltpolitik aus. Griechen können jetzt froh sein. Staatschef Alexis Tsipras hat nunmehr historischen Rang wie ebenso der Nordmazedonier Zoran Zaev, die beide den Nationalisten mit Vernunft erfolgreich entgegen getreten waren.

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