Danziger Polen in Bewegung durch Bürgermeister-Ermordung

Lichtgeschwindigkeit 8846

am Dienstag, den 15. Januar 2019

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Die NEWS verbinden uns im Reizfalle mit der näheren Welt besser als mit der lokalen Nachbarschaft:

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DLF.de am 15. Januar 2019 mit Florian Kellermann:

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„Nach AttentatDanziger trauern um ermordeten Bürgermeister

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Tausende Danziger Bürger und Politiker aller Parteien haben am Abend für ihren verstorbenen Bürgermeister gebetet und am Rathaus der Stadt Kerzen entzündet. war am Sonntag mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt worden. EU-Ratspräsident Donald Tusk würdigte ihn als mutigen Politiker.

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…Mit einer ökumenischen Trauerveranstaltung gedachten die Danziger am Abend an ihres verstorbenen Bürgermeisters. Auch ein Rabbiner und ein Imam sprachen ein Gebet – ein Symbol für die Toleranz, für die Pawel Adamowicz als Stadtoberhaupt stand. Seine langjährige politische Weggefährtin Aleksandra Dulkiewicz sagte:

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Wir verabschieden einen Menschen, der sein Leben Danzig gewidmet hat. Er hat die Stadt aus einer schwierigen Situation in den 1990er Jahren geführt, als die Arbeitslosigkeit hoch und die Kassen leer waren. Mit ihm haben wir die Möglichkeiten ausgeschöpft, die uns der EU-Beitritt Polens bot. Durch ihn gehört Danzig heute zu den lebenswertesten Städten in Polen und ist auf der Welt ein Begriff.“

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Dietmar Moews meint: Anbetracht der Weltlage – US-Präsident No. 45 bedroht die Türkei mit wirtschaftlicher Zerstörung – Saudi-Arabien macht den Jemen aus Luft militärisch fertig – die Briten richten EXIT-Chaos an, ohne auf die Funktionen ihrer demokratischen Konstitution zu achten – in Bayern herrscht Schnee-Lawinenzeit – ist die massenmediale Groß-Aufmachung des Attentats von Danzig bemerkenswert.

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Der ermordete Danziger Bürgermeister Pawel Adamowicz war erst 53 Jahre alt und angeblich ein verdienter anerkannter Mann, und die Tat geschah während einer öffentlichen Großveranstaltung auf einem Podest.

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Die Kölner Stadträtin Henriette Reker wurde öffentlich messergestochen; ihr Leben wurde zufällig gerettet. Der CDU-Spitzenpolitiker Dr. Wolfgang Schäuble wurde in einer öffentlichen Veranstaltung erschossen und dabei zufällig querschnittgelähmt zum Rollstuhlsitzer. Vergangene Woche wurde – wie fast alltäglich – ein Feind der USA durch eine US-Drohne zerstäubt, nebst zahlreichen Kolateral-Todesopfern. Der deutsche Spitzenpolitiker Oskar Lafontaine wurde auf einem öffentlichen Podium mit Messern erstochen und überlebte knapp.

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Die Reihe ist beachtlich lang – wo man hinschaut.

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Aus Sicht der empirischen Soziologie sind mehrere Betrachtungswinkel notwendig zu beachten, um einordnen zu können, was über öffentlich-moralische Ablehnung hinaus dem Verständnis dienen könnte. Ich nenne nur drei Hauptperspektiven dafür, dass dieser Mord von Danzig derart groß öffentlich aufbereitet wird:

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EINS: Die aktuelle Neuigkeiten-Massenmedien-Lage; Redaktionen bewerten den massenmedialen Reiz einer Mordnachricht erstrangig, nur, wenn sie nichts Reizenderes haben, zumal eine große Öffentlichkeit der Polen konkret und auf der Straße öffentlich Anteil nimmt.

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ZWEI Die erwünschte Aufregungs-Kultur in der deutschen Kulturindustrie, da, wo Betroffenheit angeknüpft werden soll, über Schreckliches aufzumachen und groß zu Kommentaren aufzufordern. Während von all den gleichzeitig in unserer Mitverantwortung stattfindenden Morden und Kriegstötungen nur weitreichendes Schweigen verbreitet wird. Ob Israel in Palästina oder Saudi-Arabien in Jemen – die massierte Praxis der Todesmeldungen übersteigt das Erträgliche. Wie „märchenhaft ist dagegen so ein Danziger „Volkstribun“ – sowas könnte dich und mich- wie ein Blitz –  treffen, während in Jemen bin ich nicht.

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DREI Eine herausragende Bedeutung des jeweiligen Opfers ist nicht die Prädisposition für die umfangreiche massenmediale Aufmachung. Es hat keine öffentlichen Großdemonstrationen gegeben, nachdem Reker, Schäuble oder Lafontaine den tödlichen Anschlägen zum Opfer gemacht wurden – ungeachtet, dass sie nicht dabei umkamen. Wir demonstrieren nicht, wenn ein Häftling am Niederrhein in der JVA-Einzelzelle verbrennt oder, wie vorletzte Woche in JVA-Köln-Ossendorf, dort ein junger Mann in der Zelle verreckt ist.

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Der Tod ist unsere Sache – täglich leben wir angesichts des Todes.

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Die Wahrnehmung wird durch kulturindustrielle Bewertungen erzeugt. Wer jemals einsam um einen Verstorbenen getrauert hat, weiß, welchen Rang die historische Peristaltik dem abgebrochenen Lebensbögen des Einzelnen und eines einzelnen Trauernden nimmt.

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Mir war der erstochene Danziger nicht bekannt. Ich kann auch infolge der angängigen Medienlage nicht verstehen, welche Wirkungen und Bedeutungen hiervon innerhalb der polnischen Gemütslage ausgegangen ist und noch gehen wird:

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Werden sie demütiger? Werden die Polen in der Mehrheit rücksichtsloser? Werden sich weitere Attentäter angeregt fühlen, statt politische Argumente ins große öffentliche Kuddelmuddel zu werfen, durch fanalischen Mord aufzufallen – aber was dann?

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Augenblicklich wird gesagt, der Messerstecher von Danzig, den man unmittelbar während der Tat festnehmen konnte, beklagt sich als Justizopfer, weil er zu Unrecht sein halbes Leben im Zuchthaus eingesperrt war (wer weiß, was er da aushalten musste?). Seine Messerstiche gegen Pawel Adamowicz beabsichtigen eine öffentliche Beachtung für sein eigenes Schicksal, weniger, gerade diese Person zu töten (ein Bürgermeister kann zwar persönliche Bittschreiben zum Anlass nehmen, einem Justizfall nachzugehen; jedoch ist ein Bürgermeister nicht ermächtigt Gerichtsurteile zu überstimmen).

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Wir sehen, wie verschieden der Tod zum Medienereignis gemacht werden kann. Wir sehen, wie sehr uns jede tägliche Massenmediennachricht berührt und uns geistig-seelisch besetzt, anstatt anderen Anliegen nachzusinnen und dazu zu kommuniźieren.

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Es ist Gewohnheit, wenn man ohne weitere Irritation in einen lebenden Körper ein 15 Zentimeter langes Messer zu stecken versucht, so, dass es auch funktioniert. Mir selbst war schon als meinem Vater assistierendes Kind immer das Kaninchenschlachten und Fell-über-die-Ohren-ziehen Grund zum Wegschauen, als ein Übergang dazu, mal selbst ein Kaninchen zu schlachten.

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Abschreckung und Nachahmung – beide Anmutungen werden von dem Danziger Attentat ausgehen. Dabei wird eine wichtige Rolle spielen, wie sehr Motive der Allgemeinheit und der politischen Betroffenheit angesprochen werden bzw. eine individuelle Katastrophe des Messerstechers, eines Kontrollverlustes, sogar auf „Tötung, ohne niedere Motive – also nicht Mord oder Raubmord“ strafrechtlich zugeordnet werden wird.

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Wie wird die massenmediale Nachbereitung werden?

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