Niels Högel 100 fach-Mörder im Oldenburgschen

Lichtgeschwindigkeit 8630

am Mittwoch, 31. Oktober 2018.

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HEUTE, 30. Oktober begann der Strafprozess gegen den ehemalige Pfleger Niels Högel (41) hinter einer blauen Mappe. Das Landgericht tagt der Öffentlichkeit halber in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg In wenigen Minuten wird der bereits verurteilte Mörder in diesem dritten Prozess gestehen, 100 Menschen getötet zu haben.

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Seine Opfer lagen auf Intensivstation in Kliniken in Delmenhorst und Oldenburg. Laut Anklage wollte er mit Injektionen Herz-Kreislauf-Stillstände auslösen, um die Patienten wiederzubeleben. Doch in vielen Fällen war die Dosis tödlich. Der 41-Jährige wurde in zwei früheren Prozessen bereits zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Nach umfangreichen Ermittlungen begann diesen Dienstag ein weiteres Strafverfahren wegen Mordes in 100 Fällen.

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BILD.de zitierte Högel heute, Dienstag, 30. Oktober 2018:

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Högel: „Ich habe mir den Beruf des Pflegers anders vorgestellt. Mein Vater war auch Pfleger, meine Oma war Krankenschwester. Sie waren meine Vorbilder. Krankenpfleger war immer mein Traumberuf. Ich dachte, es geht in dem Job mehr darum, die Patienten zu pflegen, waschen. Stattdessen sollte ich die bewusstlosen Patienten, die gerade frisch aus dem OP gekommen waren oder im Koma lagen, an Geräte und Schläuche anschließen. Die High-Tech-Medizin hat den Beruf entmenschlicht.“

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BILD kommentiert dazu:

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Schon nach Abschluss seiner Ausbildung 1997 zeichnet sich ab: Högel ist in seinem Beruf überfordert. Er nimmt Schmerzmittel, betäubt sich auch mit Alkohol. Eine Frau, die für einen gewissen Zeitraum seine Freundin war, versuchte ihn von den Medikamenten loszubekommen. Vergebens. Die Verbindung hielt nicht lange.

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Dann erzählt er von einer Situation, die ihn nach eigenen Angaben überforderte. „Einmal hatten wir einen Notfall, da wurde einem Patienten spontan der Brustkorb geöffnet. Ich zog mir sterile Handschuhe an, sollte das Herz in die Hand nehmen. Da war ich völlig fertig“.

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Sein Vater fragte ihn in dieser Zeit: Ist das wirklich der richtige Job für dich?

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211. Das war die Herzchirurgische Station in der Klinik in Oldenburg, in der Niels Högel als Pfleger angestellt war. „Es war ein Fehler, nach Oldenburg zu gehen“, sagt Högel vor Gericht. Hier begann das Morden – bis er nach eigener Aussage zur Kündigung gedrängt wurde.

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Der medizinische Leiter der Klinik rief mich 2002 in sein Büro und sagte, dass er mir das Vertrauen entziehe, begründete dies aber nicht weiter weiter. Entweder ich würde selbst kündigen, oder die Klinik würde mich nur noch als Hausmeister anstellen. Für eine Kündigung sollte ich dann noch ein 13. Gehalt und ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt bekommen“, erzählt Högel vor Gericht. Mit dem guten Zeugnis in der Tasche wechselte Högel dann in die Klinik nach Delmenhorst.

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Ein Pfleger in der Klinik in Oldenburg schöpfte kurz vor dem Weggang von Högel aus dem Klinikum scheinbar Verdacht. Er forderte Högel auf, sich nicht um seinen Patienten aus dem OP zu kümmern.

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Richter: Wie fühlten sie sich nach der Kündigung? „Einerseits war ich froh weg zu sein, andererseits fühlte ich mich ertappt.“

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Eine Nebenkläger-Anwältin: „Warum haben Sie sich dann auf der Intensiv-Station in Delmenhorst beworben“? Högel: „Ich konnte nicht anders, es war die letzte Chance, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen“.

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Und auf die Frage, welche Rolle die Langeweile gespielte habe, sagte Högel: „Langeweile war nur ein Teil meiner Probleme, neben Alkohol- und Medikamentenmissbrauch. Während der Dienstzeit habe ich aber nie etwas genommen.“

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In Högels Anfangszeit in Delmenhorst gab es einen Zwischenfall, von dem Högel vor Gericht berichtet: „Ein Patient musste intubiert werden, doch der leitende Arzt kriegte es nicht hin, den Schlauch in die Luftröhre zu stecken“. Da schritt Högel ein und intubierte erfolgreich. Anschließend wurde er von der Belegschaft gelobt. Das Lob gab ihm das Gefühl zurück, das er immer wieder haben wollte: Anerkennung und Erfolg. Immer wieder führte Högel danach durch Injektionen bei Patienten lebensbedrohliche Situationen herbei, wollte anschließend als Lebensretter glänzen.

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Dietmar Moews meint: Die Ermittlungen und gerichtsnotorische Lage in diesem Strafprozess in Oldenburg geht um mehr als 100 Todesopfer sowie weitere Patienten in Delmenhorst und Oldenburg, die Opfer schwerer Körperverletzung durch den Angeklagten Niels Högel worden sind bzw. je nach straftrechtlicher Würdigung durch das Gericht als versuchter Totschlag bzw. Mordversuch.

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100 Morde – ohne Ende und ohne schuldmindernde Aspekte, bei voller Zurechnungsfähigkeit. Der Mörder handelte in vollem Bewußtsein und voller Urteilsfähigkeit über seine Taten, die gegenüber arglosen und unschuldigen Krankenhauspatienten wie ein willkürlicher Scharfrichter handelte.

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100 Morde im Zusammenhang eines psychosozialen Ausnahmezustand einer überlasteten Erwerbstätigkeit, die den Rahmen der Üblichkeiten nicht derart brach, dass der Straftäter hiervon strafmildernde Umstände zugewiesen bekommen könnte, wollte man nicht jede Wahnsinnstat zum Zeitzeichen erklären.

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100 Morde als ein jahrelanger Massenmord – denn es bestand oft vom Täter Niels Högel zu den Todesopfern keine besondere persönliche Beziehung oder Bekannschaft – es war eine Mordkette über viele Monate, für die der Täter auch keine Zurechnungsschränkungen reklamieren kann.

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Man wird dem Massenmörder zwar aufgrund und infolge der ermittelten Mordtaten die Zurechnungsfähigkeit nachträglich von Gutachtern absprechen können. Doch hat er in vollem Bewusstsein die Selbstkontrolle- und steuerung vernachlässigt. Er hat durchaus wohl beurteilt was Unrecht und was seine Pflicht gewesen wäre. Das Gericht wird den Angeklagten wegen vielfachen Mordes und Mordversuchen sowohl zur Höchststrafe und zur späteren Sicherungsverwahrung verurteilen müssen.

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Damit wird allerdings weder beantwortet, wie durch Haft eine Bestrafung angemessen sein könnte, wenn eine solche Haft jeden Menschen entweder vollkommen zerstört oder durch sozialpädagogischen Vollzug keine Bestrafung wäre, sondern eine lebenslange Einzel-Sonderbetreuung. Welchen Sinn hat solch eine Haftstrafe, außer als ein starkes Sühnezeichen für die Gesellschaft auszustrahlen? Während der Delinquent so oder so kein mündiges späteres eigenes Leben mehr haben können wird.

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Eine Unterbringung in der geschlossenen Forensischen Psychiatrie indes bietet dem Täter anstatt der Strafgefangenschaft eine Patientenrolle, die ebenfalls überwiegend in Einzelhaft, Pharmazeutische Bemittelung und Degenerierung besteht.

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Das Hauptargument des Täters Niels Högel, er habe ganz andere Vorstellungen über den Beruf eines Pflegers gehabt, ist vermutlich ehrlich gemeint, doch maßlos kindisch, daher seine Zugänge zu wehr- und hilflosen Patienten unter keinen Umständen die Selbstermächtigung zum Töten erlaubte.

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