Schoki-Test mit Majari Colombi Hotel 64% aus Madagaskar

Lichtgeschwindigkeit 8612

am Donnerstag, 25. Oktober 2018

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Dietmar Moews meint:

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„Durch so viel Formen geschritten,
durch Ich und Wir und Du,
doch alles blieb erlitten
durch die ewige Frage: wozu?

Das ist eine Kinderfrage.
Dir wurde erst spät bewusst,
es gibt nur eines: ertrage
– ob Sinn, ob Sucht, ob Sage –
dein fernbestimmtes: Du musst.

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,
was alles erblühte, verblich,
es gibt nur zwei Dinge: die Leere
und das gezeichnete Ich.“

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(Gottfried Benn 1886-1956; „Nur zwei Dinge“ 1953)

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Ich probierte diesmal eine neue Testsorte aus dem reichen Schokoladenangebot, das im deutschen Wohlstand zu Markte getragen wird.

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Mit dem Markennamen MAJARI Dunkle Schokolade 64% Kakao, von Hotel Colombi in Freiburg im Breisgau, wird eine angeblich 3 Euro 50 teuere, handgegossene 100-Gramm-Tafel probiert. COLOMBI figuriert als Hotel mit 5 Sternen und gehört zu den ersten Häusern am Platze.

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Diese MAJARI genannte, mit Kakao aus Madagaskar, ist eine Rarität, zweifellos höherer Qualität, doch nicht der Spitzenkategorie und nicht als Bean to Bar-Herstellung.

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Ich probierte die dunkle Schokolade einer angeblich deutschen Marke, MAJARI, deren Hersteller und Herstellungsort nicht mitgeteilt wird. Es handelt sich angeblich um in der eigenen (Hotel-)Küche gegossene Kuvertüre, die unbekannt eingekauft wird.

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Sie ist nun eine Nowhere Dunkle-Schokolade mit angeblich 64% Kakaogehalt. Das industrielle Produkt wird als „handgegossen“ ausgezeichnet. Da wüsste man aber doch gerne, wer diesen Produktonszweig aktuell steuert – von Chocolatiers möchte ich nicht sprechen.

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Der Madagaskar-Kakao, die Kakaobutter, die Zutaten kommen angeblich aus Afrika, aber eine Blend-Schokolade kann auch aus Südamerika und Zentralamerika stammen. Die 100 Grammtafel ging hier als Geschenk, ohne Preisbeleg ein. Sie wird von einem nicht benannten Hersteller angemischt.

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Kurz vorab: Das Gebinde der MAJARI dunkle Schokolade mit 64% Cocoa aus Madagaskar, mit 100 Gramm Einwaage hat eigentlich die klassisch längliche Form, aber die Tafel ist etwas dicker, dafür schmaler, hat die üblichen Bruchrillen in rechteckiger Teilung. Die äußere Aufmachung ist nicht „biodynamisch“, sondern edel und schick. Dunkelblaue Pappschachtel mit Dreieckigem Fenster und der herausschauenden dunkelbraunglänzenden Schokotafel in transparentem Zellufan abgepackt. Sehr sinnvoll und schön ist die goldbeschichtete Pappeeinlage als Bruchverstärkung.

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Man findet beim Öffnen des Umschlagpapiers einen durchaus kräftigen Kakao-Geruch, der allerdings aromatisiert zu stark riecht. Das Knacken ist scharf und fein und zeugt für eine gute Rührdauer. Der hohe harte Glanz bedeutet ebenso feine Qualität. Die Rückseite der Tafel ist glatt. Es ist ziemlich sicher eine Massenproduktion für die beste Rohstoffe, nämlich der Anteile nach hauptsächlich Zucker, Kakao, Kakaobutter und Emulgatoren / Soja-Lecithin, natürlicher Vanilleextrakt sowie weitere nicht näher bezeichnete Aromen, reklamiert werden.

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Für diese Majari werden nicht kontrolliert-biologischer Anbau von Kakao, Zucker und Vanille angegeben. Sie werden auch aus Fairtrade-Handel organisiert. Pur ist hier viel Fett, auch viel Zucker. Das Ganze schmeckt durchaus hochwertig, als pure dunkle Schokolade etwas sauer, wie Madagaskar-Kakao oft schmeckt, es ist fett und emulgiert und kaum gezalzen.

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Es ist die wiederholte Erfahrung, dass die Schokolade-Rezepte ohne Emulgator eine Klasse besser zu genießen sind, als solche mit Emulgatoren und Soja-Lecithin. Auch ist hier mit den Geschmacksanteilen von Zucker, ansonsten keine Angaben zu Fett und sonstigen Anteilen.

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese MAJARI dunkle Schokolae 64% Cocoa aus Madagaskar kommt dafür nicht gut in Betracht. Sie ist dunkler als herkömmliche „Zartbitter“. Ich würde sie vermutlich auch mit verbundenen Augen, als Blindversuch, keinesfalls mit einer der von mir bisher getesteten Bean-to-Bar-Spitzen-Schokoladen verwechseln. Hochqualitätsgarantie bei Majari bis 15.04.2019

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Sie hat keinerlei EU- BIO-LABLES, Landwirtschaft und Fairtrade-Lable, keine FSC oder „recycle“ für Öko-Karton. Die technischen Angaben auf einem Aufkleber der Rückseite in gut lesbarer goldbronzener Schrift auf weißem Grund in deutscher Sprache und Goldkante.

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Keine Nährwerttabelle – für die kalorienzählenden Konsumenten ein kleiner Blindflug – auch um Zusammensetzungs-Verhältnisse in Gramm oder Prozent, um mit anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können, gibt es hier bei Hotel COMORI nicht – kein

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Brennwert in kj / oder kcal, kein Fett in Gramm, davon gesättigte Fettsäuren, nicht Kohlenhydrate (Zucker) in Gramm, davon Zucker in Gramm, keine Fasern/Fibre in Gramm, keine Angabe für Eiweiß in Gramm, und die Prise Salz wurde vergessen.

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Addiert man die X-Beträge kommt man auf die angegebenen 100 Gramm.

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EMPFEHLUNG: Der Tester will diese dunkle deutsche SCHOKOLADE 64 % Kakao – woher sie auch kommen mag – zum einmaligen Probieren empfehlen. Sie ist eine feine knackige Mischung, nicht zu süß, vergleichsweise sauer, unter ökologischen Aspekten empfehlenswerte Industrie-Süßigkeit. Der gesamte Auftritt ist dekorativ aber nicht wirklich vertrauenserweckend (z. B. es ist Soja-Lecithin verarbeitet – mir fehlt der Kaufpreis).

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BEWERTUNG: VIER KAKAOBOHNEN von SECHS. Das ist für eine BLEND Schokolade eine gute Bewertung – und Anerkennung der Anti-Bruchpappe.

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Der Schokoladentester Georg Bernardini stellt diese MAJARI vom Hotel Colombi in Freiburg nicht vor.

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FINE E COMPATTO

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