Todesopfer in Frankreich, in Thailand, in Japan

Lichtgeschwindigkeit 8282

Am Freitag, 6. Juli 2018

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Die allgemeine Medienlage berichtet täglich über neue Todesfälle von Menschen, die entweder zur Prominenz, zu Katastrophen, zu Unglück oder zu Verbrechen gehören:

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Gestern waren es drei unverhoffte Überraschungstote – in Nantes in Frankreich einer, von der Polizei erschossen, außerdem ein ertrunkener Taucher in Thailand, dem tatsächlich bei den Rettungsarbeiten in der Höhle der Sauerstoff aus gegangen war, außerdem Hinrichtungen durch Todesstrafen nach 23 Jahren Haft in Japan durch Erhängen an AUM-Attentätern.

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In Zeiten, in denen das Fernsehen in Deutschland andauernd und geradezu massenhaft idiotische TATORT-Tote hochspielt – täglich, wo man hinschaltet, werden dümmliche TV-Modells auch noch als Schauspieler bezeichnet, die da als „Kommissar und Kommissarin“ herumballern und bei der Obduktion „fachsimpeln“ –

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DIETMAR MOEWS
Sportflagge
Japan /Sumo

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in Zeiten in denen die größte Anzahl Menschen überhaupt in der Öffentlichkeit durch zivile geistesschwache Todesschützen sowie geistesabwesende Todespolizisten getötet werden, weltweit in den USA in Spitzenstatistikzahlen pro Jahr, sodaß man von Bürgerkrieg sprechen muss, und der private Schusswaffengebrauch und die Bewaffnung selbst von Kindern ungebrochen angeheizt wird

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Thailand / Kanu DMW 587.x.2, Seiden-Applikation

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in Zeiten, wo durch die weltweite Publizistik aus allen Weltenden besondere Todesfälle in unsere begehrliche KULTURINDUSTRIE hineingedrückt wird – Augenzeugen, Agenturen, TV, Internetz, Pressespiegel – erfähr man auch, wenn in AFRIKA eine PALME umfällt und einen Mulatten erschlagen hat.

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POLIZEI in NANTES:

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Im französischen Nantes hat ein Beamter einen 22-Jährigen erschossen. Dieser soll laut Polizeiangaben zunächst wegen Verstößen gegen die Verkehrsordnung angehalten worden sein, dann habe er einen Beamten verletzt.

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Im Stadtteil Breil kam es daraufhin zu Krawallen, Randalierer warfen Brandsätze und zündeten Autos an.

 

Die Bürgermeisterin von Nantes, Johanna Rolland, versprach eine „vollkommen transparente“ Aufklärung der Geschehnisse der Nacht.

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Aus Protest gegen tödliche Polizeischüsse auf einen Autofahrer bei einer Verkehrskontrolle ist es in der französischen Stadt Nantes zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Der junge Mann sei am Dienstagabend zunächst wegen Verstößen gegen die Verkehrsordnung im Stadtteil Breil angehalten worden, sagte ein Polizeisprecher. Dann habe der Verdächtige seinen Wagen jedoch plötzlich zurückgesetzt und einen der Beamten am Knie verletzt. Daraufhin habe einer der Polizisten geschossen und den 22-Jährigen getroffen. Er starb im Krankenhaus.

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Französische Medien zitieren jedoch Augenzeugen, die der Version der Polizei widersprechen. Die Nachricht von dem Polizeieinsatz breitete sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge schnell in dem Viertel aus und erregte den Zorn zahlreicher Bewohner. Die Sicherheitskräfte rückten mit einem Großaufgebot an. (Quelle div. Startpage-Anzeigen, Le Quotidien, Stuttgarter Zeitung, Süddeutsche Zeitung u. a.)

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TAUCHER in THAILAND

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Bei der versuchten Rettung der in einer thailändischen Höhle eingeschlossenen Jugendlichen ist ein Taucher ums Leben gekommen. Der ehemalige Angehörige der thailändischen Spezialeinheit Navy Seals sei aufgrund von Sauerstoffmangel in der Höhle gestorben, teilten die Behörden am Freitag mit.

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Demnach hatte der Mann versucht, Sauerstoffbehälter in der Höhle zu platzieren und auf dem Rückweg das Bewusstsein verloren. Es ist der erste tödliche Zwischenfall bei den bisher glimpflich verlaufenen Bemühungen um eine Bergung der Jugend-Fußballer und ihres Trainers in der nördlichen Provinz Chiang Rai. (Quelle: theguardian.com, Der Kurier.at; n-tv u. a.)

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HINRICHTUNGEN IN JAPAN

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Der Gründer einer Endzeitsekte ist in Japan hingerichtet worden. Die Gruppe hatte 1995 Nervengas in einem Tokioter U-Bahnschacht freigesetzt; 13 Menschen starben damals, 6.000 wurden verletzt. Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem tödlichen Giftgasanschlag auf die U-Bahn in Tokio ist der Chef der Aum-Sekte, Shōkō Asahara, hingerichtet worden. Regierungssprecher Yoshihide Suga bestätigte Medienberichte, wonach der langjährige Todestraktinsasse am Freitag gehängt worden ist. Meldungen über sechs ebenfalls hingerichtete Anhänger Asaharas bestätigte Suga zunächst nicht. (Quelle: DLF-Nachrichten, DIE ZEIT, nytimes.com, u. a.)

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Dietmar Moews und Jens Giebel, Cousin und Vater Giebel beim Polterabend 1971 in Nienburg / Weser

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Dietmar Moews meint: Neuestes aus dem Tierreich – wenn der Lieblingshund verendet, wenn die Katze entlaufen, aber auf der Straße klebt, weil ein Jagdpächter sein Revier durch Schußwaffengebrauch „gepflegt“ hatte, weil versehentlich die Elektroheizung des Aquariums die Guppies, Skalare und Goldfische gekocht hat oder, weil eine gierige Fanni ein Pfund frischer Schokoladen-Trüffel vom Tisch geklaut hatte … sei es, dass ein Vogel im Fluge die Glaswand nicht rechtzeitig gewahr worden war.

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In den 1980er Jahren pflegte die Wochenzeitung DIE ZEIT, die ich damals abonniert hatte, einen Jahresabschluß iner ganzen Seite vollgekachelt mit S/W- Portrait-Photos, wo noch einmal alle im vergangenen Jahr zu Tode gekommenen Prominenten aufgelistet waren. In der lebhaften häuslichen Diskussion mit meinem Vater, der meine politischen Urteile nicht mochte und deshalb meine dissenten Argumente immer sehr ärgerlich ablehnte, zeigte ich ihm die von ihm verhaßte ZEIT, die er wirklich mied überhaupt auch nur anzufassen, und die ganzseitige Portrait-Todesliste und fragte durchaus provozierend gemeint:

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Wieviele dieser wohlbekannten Toten wohl auf die publizierte, bekannte Weise ums Leben gekommen waren, Unfall, Krankheit, Alter? bzw. auf wen er tippen würde, der möglicherweise von unbekannten Interessen umgebracht worden sei? – oder welcher Tote sogar vom Staat und seinen geheimen Diensten getötet worden sein mag?

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Mein Vater wurde stets zornig, wenn ich ihn mit Staatskriminalität oder Staatswillkür traktierte. Selbst im Möglichkeitssinn sah er bei mir stets bereits „Terrorismus“ und Respektlosigkeit, Schwäche der Staatsräson und der nationalen Treue.

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Ich bot meinem Vater an, seine Meinung auch zurückzuhalten (keine Meinung!) oder solche Verdächtigungen abzulehnen oder auch zu glauben, alle Toten seien „nornal tot“ – keiner sei des Lebens von fremdem Interesse beraubt worden.

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DIETMAR MOEWS in Neue Sinnlichkeit, Blätter für Kunst und Kultur, 1980

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Ich meine, wir können heute, nach 40 Jahren, im Wandel der damaligen ersten Bundesrepublik Deutschland hin zur heutigen, zweiten Bundesrepublik nach 1990, eine andere Erlebniswelt erkennen:

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Dass Menschen vom Staat misshandelt werden, füllt unseren täglichen Propaganda-Cocktail. Von TATORT-TV bis TAGESSCHAU, von RTL-AKTUELL bis XY-ungelöst werden wir in die massierte Praxis gezwungen und abgehärtet. Dass der Staat und seine unkontrollierbaren Dienste sowie all die die Hotels belebenden internationalen Staatskiller meist bescheid weiß oder sogar indirekt oder direkt selbst die Hand am Abzug hat, wissen wir heute, im Jahr 2018.

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Der schießwütige Berliner Polizist am Berliner NEPTUNBRUNNEN wird selbst noch sein Restleben in der seelischen Hölle schmoren – kein Mensch kann einen Menschen töten, ohne mit dieser Tat seine eigene Gemütslage zur MÖRDER-Qual umzufärben. Ob Autounfall oder einfach Pech – wer am Tode beteiligt war, leidet daran.

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Die AUM-Täter von Japan hatten nach 23 Jahre Gefängnis ohnehin kein späteres freies Leben mehr erwarten können. Die Haft vernichtet das Individuum immer – ein anderes Individuum bleibt nur ein kümmerlicher Rest, den man nicht mit menschlichen Maßstäben verstehen kann.

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Auch Ressentiment und Rache gegen das Gefängnis und das Gefängnispersonal, den Justizminister oder einen Presseberichterstatter wird Dieter Degowski, nach verkürztem „Lebenslänglich“ doch nicht mehr „neustarten“ können.

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Was aber bezweckt wird, wenn JAPAN Mörder nach 23 Jahren aufhängt, ist die Demonstration der STAATSMACHT. JAPAN ist mächtig, Menschen zu töten. Der gute Japaner weiß, dass er gut sein soll, dann wird er von einem tötenden STAAT beschützt – ist er nicht gut, sondern böse, dann schlägt die STAATSMACHT durch Hinrichtung zu, wenn es gewollt wird.

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Todeskandidaten in Japan wird nur einen Tag vor ihrem Hinrichtungstermin mitgeteilt, wenn es am nächsten Tag geschehen soll.

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Über die Todesopfer und die 6000 an den Atemwegen und der Haut verletzten öffentlichen Passanten in der TOKIOTER U-Bahn, durch den AUM-Giftanschlag vor 23 Jahren, können noch Erlebnisberichte eingeholt werden. Wer sein Restleben lang nicht anständig Luftholen kann, hat jedenfalls mein intensives Mitgefühl. Wer aufgehängt wird, hat ein sehr spezielles Leben im Gefängnis mit Hinrichtungserwartung hinter sich – eine esoterische Herausforderung, die einem individuellen Leben ungleich ist, einem eremitischen Mönchsleben nicht völlig fern ist.

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FINE E COMPATTO

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DIETMAR MOEWS Malerische Übernachtung im Leichenwagen auf dem Weg einer Überführung nach Sizilien, 1970

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