Kai Kazmirek lernt den KOOPERATIVEN KULTURFÖDERALISMUS und die SALONPERSONNAGE in der Sportorganisation

Lichtgeschwindigkeit 8223

Am Montag, 4. Juni 2018

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Die offizielle Berufsbezeichnung eines Sportlers und eines Künstler wird nach in freier selbständiger Erwerbstätigkeit ausgewiesenen Ertragsrechnungen erteilt – als selbständiger Profi, als Angestellter oder Bediensteter. Wer keinen Ertrag erlöst ist Freizeitamateur.

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Das staatlich geformte deutsche Organisationssystem, dem Sportler untergeordnet sind, wird der „Kooperative Kulturföderalismus“ genannt und setzt die Schlüsselfunktion einer „Salonpersonnage“ in die Mitte des Sporterlebnisses wie auch des Kunsterlebnisses.

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Nur wer erhebliche auf auskömmliche Erträge zielende Umsätze kommt bzw. als Berufsanfänger „professionell“ durch Selbstmarketing danach strebt, kommt in die steuerlichen und berufssozialen Statusvorteile eines Beruflers (Sozialversicherungen, Vorsteuerabzug und Werbungskosten, Verbandsmitgliedschaften).

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Daneben gibt es die Möglichkeiten als Angestellter oder als selbstanbietender Dienstleister in eine quasi Arbeitnehmer-Rolle zu gelangen. Bei Sportlern sind das geregelte „Arbeitsverhältnisse“ ais Soldat oder bei der Polizei, bei Künstlern sind das, nach formal-gesetzlicher Abschaffung der Unterscheidung der Künstlerrolle in echte oder unechte Künstler, Arbeitsstellen im hauptsächlich staatlichen Kunstbetrieb und in Gremien, als Gutachter oder Berater.

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Vielmehr kommen gefragte Prominente in hauptamtliche „Managerpositionen“ der Kulturindustrie, in Vorstände und Beiräte von großen Firmen, oft auch des Marketings, der Werbung oder der Kommunikation.

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Im intermediären Organisationsbereich der Vereine und Verbände – den sogenannten Nichtregierungsorganisation (NRO / NGO) gem. BGB – sichern sich zielstrebige Sportler, auch durch Multimitgliedschaften in politischen Parteien, als SALONPERSONNAGE die gut gefütterten Fressplätze an den Futtertrögen des Staates. Hier gibt es die kontrollschwachen Verwendungszwecke für staatliche Fördergelder und für privatwirtschaftliche Spenden und Sponsoring sowie Geldern aus Werbebudgets und Medien-Verwertungs- und Folgerechten, für Photo, Video- und Audio-Aufnahme- und Wiedergabe in der Unterhaltungsindustrie.

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Alle anderen sind Hobby-, Amateure-, Liebhaber der Kunst oder des Sports im Breitensport oder der Freizeitbeschäftigung.

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DLF am 3. Juni 2018 exponierte den Leichtathletik-ZEHNKÄMPFER KAI KAZMIREK*.

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„…Für Kai Kazmirek läuft es sportlich gut. Beim ersten Wettkampf der Saison in Götzis in Österreich übertraf er die geforderte Norm für die Teilnahme an der EM locker. 8.000 Punkte sind gefordert, 8.329 erreichte er. Mit den Strukturen im deutschen Sport ist er allerdings unzufrieden….“

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Aber Kazmirek erklärt:

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„Wir haben relativ viele Gelder zur Verfügung. Und diese Gelder fließen größtenteils in die Verbände. Und irgendwo gehen sie unter. Und keiner weiß so wirklich: ‚Wo gehen diese Gelder hin? Gehen die in die Strukturen, gehen die an die Funktionäre? Oder gehen die an Athleten?‘

 

Also wir sehen da nicht sehr viel von,“ sagte Kazmirek im Interview.

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„…Wir sind wirklich angewiesen auf private Sponsoren, auf Ausrüster. Wir sind auf PR-Termine angewiesen, damit wir überhaupt Geld verdienen. Und natürlich auf öffentliche Gelder, wie zum Beispiel Polizei oder Bundeswehr. Aber vom Verband, wo ja teilweise wirklich Millionen  hinfließen von der Bundesregierung, da sehen wir nichts von. …“

* geboren 1991 in Torgau, Sachsen, ist ein deutscher Leichtathlet, der im Zehnkampf antritt. Der Deutsche Meister von 2012 startet für die LG Rhein-Wied und wird von Jörg Roos trainiert. Er ist Polizeikommissar in der Sportfördergruppe der rheinland-pfälzischen Polizei.

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An dieser Stelle ist auf die Verbändeorganisation in der Bundesrepublik Deutschland hinzuweisen, die auch durch Parteien, die Sonderrechte haben, sowie Gewerkschaften, Interessen-Verbände sowie Kirchen, in den politischen Spielräumen zwischen der OFFIZIAL-Rechtlichkeit und den zivilen, „bürgerrechtlichen“ BGB-Lebensregeln den DRITTEN SEKTOR der intermediären Organisationen NRO / NGO durch obrigkeitliche Organisationsmacht entfaltet haben.

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Ziel dabei war auch im Sport und in der Kunst eine Art Standesvertretung zu haben, eine „sozialpolitische Käseglocke“ in die alle „klientelisiert werden, die zwischen dem Einzelmitglied an der Basis, die Vereins- und Verbandsrechte setzt, Ortsvereine, Landesverbände, Dach- bzw. Spitzenverbände, ähnlich den Gewerkschaften.

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Für diese durchdeklinierte Verbandlichkeit im Bereich von Kunst und Kultur zur Klientelisierung der Künstler – und keineswegs zur Berufs- oder Standesvertretung der einzeln politisch schwachen Künstler – wurde ein Dachverbandssystem aufgebaut, der Deutsche Kulturrat, der Deutsche Kunstrat, der Deutsche Sportbund, jetzt die Deutsche Olympische Gesellschaft u. ä,

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Der politische Trick liegt darin, dass Berufsleute mit Amateuren, Spitzenkünstler mit Breiten- und Volkskünstlern gemeinsam erfasst werden. Sodass immer die Masse der Breitenkünstler die Verbände majorisieren bzw. dominieren bzw. durch ihre Funktionäre in die Arme der Staatssekretäre und der SALONPERSONNAGE treiben.

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Folglich ziehen sich prominente Spitzen des Sports wie der Kunst aus dieser Verbandsarbeit zurück – Jeder kämpft für sich alleine. Damit das so funktioniert und normativ nicht angegriffen werden kann, bedient man sich des sozialen EINZELGÄNGERTUMS von Sportlern und Künstler, sowie der Dummheit der überwiegend jungen Adepten, die stets die Mehrheiten in den Verbänden bilden. Die aber das Struktursystem der SALONPERSONNAGE gar nicht durchschauen. (An den Hochschulen lernt man das nicht.)

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Denn immer erhalten von den verfügbaren MILLIONEN ausgewählte Spitzentalente große Förderungen, Preise, Stipendien, Publikation, Prominenz. Damit sieht es so aus, als kämen die staatlich ausgereichten Fördermittel auch dort, wo der Förderanspruch und der Förderbedarf ist, an. Wer leer ausgeht bleibt kleinlaut. denn er oder sie sind gerade nicht die Meister, sondern nur der Nachwuchs,

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Dieses Macht- und Herrschaftssystem der SALONPERSONNAGE wurde in den 1960er Jahren von SPD-Nischenpolitikern aufgebaut. Dazu sind maßgeblich SPD-Leute zu zählen, wie Günter Grass, Hilmar Hoffmann, Hermann Glaser, Olaf Schwencke, sowie deren Organisationen als Multimitglieder, Kulturpolitische Gesellschaft Hagen, Kunsterzieherverband Siegfried Neuenhausen, Deutscher Künstlerbund, Bund Bildender Künstler, VS Deutscher Schriftstellerverband in der Industriegewerkschaft, Evangelische Kirche und SPD.

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Dietmar Moews meint: Wer mal bei einer solchen Schranze das Revers umgeschlagen hat und all die Vereinsabzeichen, Badges und Ehrennadeln der Verbände und Parteien gesehen hat, weiß, wie heute Professorenstellen erlangt werden:

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Niemals ohne dieses Spiel!

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Diejenigen unanfechtbaren Koryphäen, um die sich die ganze Welt reißt, sammeln Ehrendoktortitel und Staatspreise – ansonsten schauen sie auf ihre wissenschaftlichen, künstlerischen oder sportlichen Projekte, möglichst fern von den Machenschaften.

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Mit dem Kampfmittel der SALONPERSONNAGE sind sowohl Leistungssportler in Deutschland wie auch Künstler – auch Wissenschaftler – erheblich behindert. Man weiß, dass Spitzenkräfte vom deutschen Machtsystem verabschiedet gerne im Ausland „freiwirtschaftlich“ ihrer Profession nachgehen – weit von der Salonpersonnage entfernt (während Klaus Staeck und Günter Grass – natürlich SPD bei jedem Wahlkampf –  im Dienst der Partei rödeln müssen, bis sie tot sind).

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Nun steht immer noch die Behauptung im Raum, dass es nicht um SPITZENLEISTUNGEN vorrangig zu gehen hätte, sondern um die Breite, den Breitensport, die Breitenkultur. Damit dem Anspruch an Basisdemokratie und Integration zugearbeitet werden könnte.

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Doch das plündernde Unwesen all der unechten Künstler und unsportlichen Sportfunktionäre – dieser SALONPERSONNAGE – fällt längst organisations-soziologisch ins Auge und – das Geld wird im Verbändewesen verbraucht, ohne die Förderbedürftigen zu erreichen.

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Wer Künstler fördern möchte, sollte diese staatliche Kontroll-Schmiererei abschaffen. Wer Sportler fördern möchte, sollte die Talente erfassen, einen Erwerbshintergrund vorhalten und gute Trainingsbedingungen schaffen.

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Der SALONTRICK basiert auf mehreren Bedingungen:

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EINS Stellvertreter-System und freiwillige-bedingte Mitgliedschaft in sogenannten „Berufsverbänden“, Parteien und Zweckvereinen, wo echte und unechte Künstler unqualifiziert vermischt Mitgliedschaft und Stimmberechtigung erhalten können.

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ZWEI Amateuristische korrumpierbare Verbandsvertreter treten immer zwei professionellen Obrigkeitlern des Apparats gegenüber, einem Juristen und einem Fachmann (Sport, Kunst+Kultur, Wissenschaft)

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DREI Es werden Künstler und Sportler vollkommen verbandlich klientelisiert. KUNST+KULTUR sowie SPORT (Sport als Bestandteil der Kultur) immer zusammengefasst – ansonsten wird Sport oft beim Innenminister ressortiert. Immer sind die Künstler und die Sportler in der Minderheit ihrer basisdemokratischen Vereine und Verbände gegenüber der großen Zahl an Amateuren und den Funktionären (meist mit verdeckten Multirollen auch in anderen Verbänden).

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VIER Es dominieren Multifunktionäre in diesem enorm ausgebauten Netzwerk. Es ist eine „etatistische Krankheit“ entwickelt von der SPD. In der SPD gibt es mehr Begehrliche als Posten und Gelder.

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FÜNF Die SPD arbeitet eng mit den evangelisch-lutherischen Kirchenmonstern zusammen. Die Katholiken halten sich zunächst raus und haben für sich den Schutz und die ausdrückliche Förderung der Volkskunst in der Bayerischen Staatsverfassung verbrieft.

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SECHS Das gesamte Staatliche Medien- und Kommunikationssystem propagiert diese SALONPERSONNAGE – und geht dabei völlig vertuschend und verlogen vor. Nirgends klären die Staatspublizisten über dieses Herrschaftssystem der SALON-PERSONNAGE auf. Die Doktorarbeit von Dietmar Moews (Bremen 2000) wurde bislang nur ganz zaghaft von Florian Felix Weye vom Deutschlandradio zitiert: „Verirrte Kunstorganisation und das BBK-Erlebnis in der Bundesrepublik Deutschland“. Hier wird die empirische Grundlagenforschung geboten, die jedem Berufsanfänger mitgegeben werden sollte.

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SIEBEN Die Informationsmanipulation der ehrenamtlichen Verbandsfunktionäre gegenüber der „Vereinsbasis“ ist die ungeschriebene Vereinsregel. Die einfachen Mitglieder werden gezielt nicht oder nur verspätet informiert, also irregeführt. So, dass es möglichst nicht zu kontroversen Verbandsdebatten kommen kann (auf der obligatorischen Jahreshauptversammlung, bei Verbands-Wahlgängen, in der Verbandszeitung oder im allgemeinen Pressespiegel). In der Regel trifft man, selbst bei einer aktuell geführten Internetz-Vereins-Plattform – bei Abstimmungen, Vorstandswahlen, Versammlungen und Diskussionen – auf eine derart heterogene Kenntnis- und Nichtinformationslage der Mitglieder, dass Diskussion nicht möglich ist,

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ACHT Die Opportunisten der Basis, die kritiklos mitspielen, erhalten Zugang zum organisierten, überwiegend staatlichen oder quasi-staatlichen Kunstbetrieb, die BIENNALE, die documenta, die großen Publikationen, Ehrungen, Stipendien, Professuren und Silbernen Loorbeerblätter (das sind alles STAATS-KUNST-PROMOTIONS-Nummern). Die Auswahlkriterien der Kunstqualitäten werden nicht nachvollziehbar ausgewiesen, sondern jeweils auf Erfolge im System hingewiesen (wer bei der documenta war kann auch zur Biennale, wer nicht, der nicht).

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Ein wesentlicher Unterschied innerhalb der „weichen Bereiche“ der Gesellschaft im Staat ist allerdings, dass ausgewählter Spitzensport zum „harten Bereich“ der Kulturindustrie zu zählen ist. Hier fließen geradezu systemrelevante Finanzumfänge, QUOTEN die Alles sonst verblassen lassen. Vergleichsweise hohen Massenmedien-Reizwert hat die aktuelle Kunst keineswegs.

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NEUN Man vermischt immer KUNST, Künstler und im aktuellen KUNSTBETRIEB die verfügbare historisch wertgeschätzte KUNST. Wer heute ein BILD malt, trifft in Konkurrenz auf die größten Meister der Geschichte. Während andererseits die Trottel der zeitgenössischen Kunsttempel, mit ihren „hochkarätigen Gremien“, die Malerei längst nicht kennen und nicht beurteilen können, mit JEDER-KANN-MITMACHEN-Ausstellungen aufwarten. Ausgestellt werden GADGETS und die SALONPERSONNAGE stellt sich selbst aus, Kustoden, Direktoren, Juroren.

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ZEHN Das SALONPERSONNAGE-SYSTEM wird wie folgt formuliert (Gerd Grabenhorst, Min f W u. K Niedersachen, bei einem Treffen in WORPSWEDE) – und das entspricht der politischen Wirklichkeit dieser deutschen SALONPERSONNAGE:

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„Wir finden uns, fassen uns an den Händen und lassen nie wieder los.“

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ELF Die SALONPERSONNAGE funktioniert deshalb, weil ein Streik der Künstler oder der Nachwuchssportler nicht zur politischen Wirkung gebracht werden kann und deshalb nicht stattfindet.

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ZWÖLF Die sinnlich-geistige Qualität der Organisations-Kunst ist ästhetisch beliebig, allein der „Göttlichkeit“ der Salonpersonnage in den Entscheidungsgremien ausgeliefert. Besonders die Erinnerung tradierter ästhetischer Leistungen wird geächtet bzw. ignoriert. Dabei wird von Innovation und Vorurteilslosigkeit geredet, was von den unechten Künstlern und der Salonpersonnage aktuell durch Manifestationen beliebiger Machenschaften besetzt wird.

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Immer wird der angeblich demokratische Grundsatz „MEHRHEIT schlägt MINDERHEIT“ durchgesetzt (allerdings der vorbestimmten „hochkarätigen“ Entscheider der Salonpersonnage). Die einzelnen Breitensportler fordern keine Mittel, weil ihnen die Ansprechpartner fehlen. Die Spitzenexponenten werden öffentlich und offizial herausgestellt und hoch gepreist. Dadurch ist das Feld von KUNST und SPORT zu einer zwiespältigen Wahrheit gemacht worden:

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Während sich die geschicktesten Adepten in KUNST und SPORT für sich marktwirtschaftliche Einkünfte organisieren können,

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verbrauchen die Funktionäre die staatlichen Fördermittel. Diese SALONPERSONNAGE liefert dem Staats allerdings die weitreichende Klientelisierung der jeweiligen Basis. Es kommt nur ausnahmsweise zu Kritik und Klagen gegen die Regierungen oder gegen die Verbandsführungen. Die SALONPERSONNAGE agiert weitgehend unendeckt und intransparent.

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GEORG MEISTERMANN 1911-1990, der rheinische Maler, Professor, Mitbegründer und Vorsitzender des DEUTSCHEN KÜNSTLERBUNDS, schloß bei einer Tagung des Arbeitsministeriums an:

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„Hier wurden nun plötzlich alle diejenigen zu Künstlern ernannt, die an Ausführung und Darstellung der Künste beteiligt waren, nicht nur als Opernsänger und Schauspieler, sondern Beleuchter, Maskenbildner, und eben alle, die an der Institution tätig waren (…) Man muß deutlich machen, daß in diesem sogenannten Berufsverband BBK jeder Mitglied werden kann, der Neigung hat, auch aus Hobby Bilder zu machen. Die Mitgliedschaft umfaßt also Ärzte, Juristen, Sonntagsmaler jeder Art und – so wurde bekannt – alle jene, deren wirtschaftliche Grundlagen nicht ausgereicht hatten, um „freie“ Künstler zu werden. Als ob jene, die es wirklich waren und sind, jemals von vornherein mit irdischen Gütern gesegnet gewesen wären, die ihnen gestatteten, einen „elitären“ Beruf zu ergreifen. Einschließlich all dieser Kunstproduzenten, zusammen mit Kunsterziehern, Professoren, die bereits durch bürgerliche Ämter versichert sind …“ (Meistermann in KUNSTREPORT 1/81 S.6).

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Wo der Zugang zu diesen Vereinen und Verbänden so einfach ist, kommt es fast zwangsläufig zu der letztlich „ubiquitären Integrations- und Steuerungsfunktion der politischen Parteien, deren omnipräsente Vertreter im staatlichen und im verbandlichen Bereich mit verteilten Rollen, aber nach einem gemeinsamen „Drehbuch“ des Proporzes und Domänenabgrenzung agieren.“ (Wolfgang SEIBEL 1992, S. 80).

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So kommt es zu der bereits von Huber (1955) bezeichneten „unkontrollierten Bestimmungsmacht über die Kunst, von Kollektivgebilden der Gesellschaft, die die Freiheit der Kunst gefährden“, denen gegenüber er die Staatsmacht im Verfassungsstaat „als eine Form der rechtlich gebändigten, mit der Freiheit vereinbaren, ja die Freiheit hütenden Macht (sah), während die Gesellschaft gerade unter ihren modernen Daseinsbedingungen, die der Kollektivierung und Monopolisierung einen so weiten Spielraum gewähren, vielfältige freiheitsgefährdende Machtballungen aufweist.“

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Theodor ESCHENBURG (1955) hat das Zusammenwirken von Parteien und Verbänden anhand zahlreicher Beispiele beschrieben und darauf hingewiesen, daß es bei den so bedingten Steuerungs- und Kontrollverlusten nicht nur um Machtverschiebungen, sondern auch um Stilverschiebungen, nämlich um eine Änderung des habituellen Umgangs mit Institutionen und denen ihnen anhaftenden Verfahrensförmlichkeiten geht. ESCHENBURGS Hinweise machen deutlich, daß insofern nicht die „Verbände“, sondern die Politiker das Geschehen bestimmen, denn sie sind konkurrenzlos stilprägende Akteure in diesem Spannungsfeld.

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GEORG MEISTERMANN agt 1981 abschließend dazu:

„Über Staat und Kunst sollte man überhaupt nicht mehr reden. Die Politiker sind dieses Motto ebenso leid wie die Künstler, die etwas auf sich halten. Es darf denn auch zu hoffen sein, daß die Parteien ihre sogenannten Gespräche mit Künstlern endlich einstellen.“ (KUNSTREPORT 1/81 S. 3).

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