WELTKRIEG mit ERDOGAN, SYRIEN und NATO

Lichtgeschwindigkeit 7909

Vom Mittwoch, 31. Januar 2018

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Deutschlandfunk.de am 30. Januar 2018:

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„Syrien-Konferenz -Teilnehmer wollen neue Verfassung

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Im russischen Sotschi haben sich die Teilnehmer der Syrien-Konferenz für demokratische Wahlen in dem Bürgerkriegsland ausgesprochen.

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Das syrische Volk allein entscheide über das künftige politische System, heißt es in der Abschlusserklärung. Eine Kommission soll dazu einen Entwurf für eine Verfassungsänderung erarbeiten. Russland, der wichtigste Verbündete von Präsident Assad, hatte Teilnehmer verschiedener Volks- und Religionsgruppen aus Syrien eingeladen. Das Treffen war von großen Teilen der Opposition boykottiert worden. Der Kreml arbeitet – parallel zu den UNO-Friedensverhandlungen in Genf – an einer eigenen Lösung für Syrien.

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Ungeachtet der Gespräche hielt die Gewalt in dem Bürgerkriegsland an. Durch russische Luftangriffe wurden nach Angaben von Bewohnern und Helfern in der von Aufständischen gehaltenen Stadt Ariha 15 Menschen getötet.

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Man kann an Weltpolitik nicht herankommen, wenn man sich seinen Leuchtglobus einschaltet.

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Weltpolitik besteht aus einem schwimmenden Kräftespiel von INTERESSEN.

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Jeder proklamiert seine echten oder vorgetäuschten INTERESSEN gegenüber seiner eigenen Gesellschaft und gegenüber Nachbarn und dem internationalen Kräftespiel.

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Der derzeitige türkische AKP-Staatspräsident ERDOGAN sorgt ständig für inszenierbare Feindbilder, um den türkischen Bürgern seine Attraktivität, als Macht, als Stärke, als vertrauenswürdig, als interessenwahrend, vorsorglich und gestalterisch zu bewerben.

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Die angestammten Kurden, die im Osten Anatoliens traditionell siedeln und die mit eigener Kultur und Sprache auch politische Autonomie und innertürkische Anerkennung wünschen, wurden von ERDOGAN zum Bürgerkriegsproblem gemacht. Die Kurden andererseits haben sich durch militante Organisationen und eigene politische Parteien, wie die PKK, bis ins Parlament in Ankara vorgearbeitet.

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Immer im Blick sind ebenfalls weitere traditionelle Kurdenregionen in Syrien, in Iran und in Irak, die zwar nicht untereinander politisch einig sind, aber doch einen gemeinsamen historischen Blick auf ein eigenes nationalistisches KURDISTAN haben.

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Dietmar Moews meint: Blickt man allein auf die direkt am Krieg im NAHEN OSTEN beteiligten Militärstaaten und Brennpunkte, wie den syrischen Bürgerkrieg, die schiitischen Reisehisbollah mit iranischen Machtorientierungen, die saudi-arabischen Militärambitionen, Russland, die Türkei und die Europäische Union samt NATO, findet mit dem Aufruf ERDOGANS an die EU und an die NATO, militärisch mitzumischen, die „KURDISTAN-GEFAHR“ zu vernichten. Dagegen steht der Ruf der KURDEN auf den syrischen Staatspräsident Assat und die syrische Armee, die ja den anderen Teil der internationalen INTERESSENTEN, Russen, Araber, Iran, auf ihrer Seite haben –

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Es hat alle Dummheiten an Synergien für einen DRITTEN WELTKRIEG.

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Bei seiner Attraktivierung hat ERDOGAN erhebliche, man kann schon sagen „epochale“ Entwicklungs- und Aufbauleistungen mit den Türken herbeigeführt. Das ist ein leicht einsichtiger Qualitätsschritt von mittelalterlicher Analphabeten-Szenerie in Anatolien und von Militärherrschaft, weit entfernt von europäischen Anforderungen. Vor gar nicht langer Zeit – etwa zwanzig Jahre.

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Also technischer Aufbau von moderner Infrastruktur in der Türkei, Durchorganisation des türkischen Militärs durch neues Führungspersonal, Faschisierung der Massenkommunikation über eine dirigierte Kulturindustrie und durch Neuakzentuierung des türkischen Sunnitenwesens als Staatsführungs-Werkzeug, reaktionärer patriarchalicher Herrschaft.

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Inzwischen hat sich auch die NATO eingelassen. Keine scharfen Worte, aber eine Aufforderung zu mehr Zurückhaltung: NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich erstmals zum Vorgehen des Bündnis-Partners Türkei im Noren Syriens geäußert. Aus dem EU-Parlament kommt Kritik am zu vorsichtigen Umgang mit Präsident Recep Tayyip Erdogan.

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Von „Reaktionsschnelligkeit“ des Militär-Bündnisses kann in dieser Angelegenheit keine Rede sein: Fünf Tage dauerte die Offensive der Türkei gegen die Kurden in Syrien bereits an, als sich schließlich doch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg – auf Nachfrage – zum Vorgehen Ankaras äußerte:

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„Die Türkei hat, wie jedes andere Land auch, das Recht zur Selbstverteidigung. Es ist aber wichtig, dass dies verhältnismäßig und in maßvoller Weise geschieht.“ 

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Eine Aufforderung zur Zurückhaltung also von Seiten Stoltenbergs an die Adresse Ankaras. Dass der Generalsekretär die Offensive in scharfen Worten verurteilen würde, hatte niemand erwartet: Stoltenberg spricht schließlich für die ganze NATO. Und da die Türkei zur Allianz dazugehört, gerade jetzt einer der wichtigsten Bündnispartner überhaupt ist, würde sie wohl kaum einer Erklärung zustimmen, in der sie sich sozusagen selbst verurteilt.

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„Die Türkei ist jener Alliierter, der am meisten unter Terror-Attacken gelitten hat über viele Jahre.“

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Aus diesem Stoltenberg-Satz lässt sich sogar ein gewisses Verständnis für das Vorgehen von Präsident Erdogan heraushören. … Generalsekretär Stoltenberg erklärte bislang dazu lediglich, er habe mit dem deutschen Außenminister und mit Präsident Erdogan gesprochen. Bereits am Dienstag, bestätigen NATO-Offizielle, sei Nordsyrien auf einer Sitzung in Brüssel thematisiert worden. Die EU-Abgeordnete und Außenpolitikexpertin der Grünen, Rebecca Harms, mahnte im Interview mit dem ARD-Studio Brüssel schärfere Worte der internationalen Gemeinschaft an:  

 

„Die Türkei als NATO-Mitgliedsstaat hat mit der Offensive in Afrin internationales Recht gebrochen. Ich erwarte, dass dies in der NATO und der ganzen internationalen Gemeinschaft heftig kritisiert wird. Die EU ist Teil dieser Gemeinschaft.“ Sie sei „extrem beunruhigt“ hatte bereits kurz nach Beginn der Militäraktion die EU-Außenbeauftragte Mogherini bekundet.

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Die USA und jene syrischen Kurden, gegen die Ankara nun vorgeht, sind genau jene Kämpfer – YPG genannt – auf die Washington vertraute, um den sogenannten ‚Islamischen Staat‘ in die Knie zu zwingen. Und auf die man von US-Seite, wie die unlängst zum Ärger Ankaras klarstellte, auch weiterhin zählt:

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„Solange die türkische Operation auf die Region Afrin beschränkt  bleibt, dürften sich die Auswirkungen auf die türkisch-amerikanischen Beziehungen in Grenzen halten. Anders sieht das aus, wenn sie ausgeweitet würde auf von den USA kontrollierten Regionen“, erklärt der Ex-Diplomat und Türkei-Experte von „Carnegie Europe“, Sinan Ülgen.

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Dann stünden sich auf einmal zwei NATO-Alliierte in Syrien sozusagen Auge in Auge gegenüber. Doch selbst wenn sich das verhindern lässt, das Verhältnis Ankara-Washington gilt derzeit als zerrüttet … die Auswirkungen der Offensive, die türkische Militärs ausgerechnet ‚Operation Olivenzweig‘ getauft haben, auch für das Bündnis selbst in Grenzen zu halten.

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Wie gut, dass in Deutschland gerade Spitzenpolitiker auf eigene Faust auf zukünftige Ministerposten schielen. Besonders der von SCHULZ ausgebootete SIGMAR GABRIEL gibt gerade Gas, bereist ISRAEL, appelliert allüberall, als sei er wirklich gefragt.

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MERKELS weiter so – auch in der deutsch-türkischen Politik – ist ideenlos und reines Krisenmanagement. Hoffentlich wird das jetzt bald von den deutschen Wählern abgewählt und von der LÜGENPRESSE fallengelassen.

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Türken sind feine Leute – und zu Zeiten Attatürk hatten sie bereits eine inniglichere Einstellung zu ihrer Religion – das war besser als die militärpolitische Interpretation des KORANS:

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