Heinzelmännchen von Köln und Heinzelmännchenbrunnen

Lichtgeschwindigkeit 6761

Vom Sonntag, 14. Januar 2018
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Dr. Dietmar Moews und Prof. Alphons Silbermann in Köln

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Jeder Mensch hat schon mal von den Heinzelmännchen gehört. Viele Kinder und manch ein DDR-Mensch, die die Geschichten von Heinzelmännchen kennen, wissen aber nicht, dass es dabei um die, auch sogenannten, „HEINZELMÄNNCHEN VON CÖLLN“ sich handelt. Und Cölln ist dabei die schöne zweitausend Jahre alte Römerstadt am Niederrhein, die heute Köln am Rhein heißt:

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„Wie war zu Cölln es doch vordem

mit Heinzelmännchen so bequem!

Denn, war man faul, man legte sich

hin auf die Bank und pflegte sich.

Da kamen bei Nacht,

eh‘ man es gedacht,

die Männlein und schwärmten

und klappten und lärmten

und rupften und zupften

und hüpften und trabten

und putzten und schabten

und eh ein Faulpelz noch erwacht,

war all‘ sein Tagewerk

bereits gemacht! …“

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Dietmar Moews meint: Das Gedicht ist von einem Maler und Dichter, August Kopisch (* 26. Mai 1799 in Breslau; † 6. Februar 1853 in Berlin). Es heißt – na, wie wohl?

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„Die Heinzelmännchen zu Cölln“

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Die Kölner an sich, die gerne leben gelassen werden, tun das um den Preis, selbst andere auch leben zu lassen – selbst wenn ein Dichter aus Kölnern Faulpelze macht.

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In der Innenstadt, in Domnähe, findet sich traditionell „FRÜH’s BRAUHAUS“, wo es die weltbekannten Köbesse gibt, lustige, zuvorkommende, undezente, und gesprächige Kellner, die immer eine besondere Atmosphäre erzeugen – bei FRÜH wird man nicht in Ruhe gelassen. Aber man kann anständig warm essen – bis spät (bei FRÜH) – es ist bezahlbar und es gibt Kölsch, bis man das Glas zudeckelt, vom aufmerksamen Köbes unaufgefordert nachserviert.

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Ich hatte heute „Königsberger Klopse“, die in der Speisekarte mit Reis aufgerufen waren, anstandslos mit Salzkartoffeln gewünscht und bekommen. Dazu gab es einen gemischten zerkleinerten gutmundenden Salatblätter-Salat mit Essig-Öl-Sauce. Doch es enthielt die sehr gelungene Lieferung der zwei Klopse mit Kartoffeln viel zu wenig Sauce und Kapern. Ganz freundlich wurde auf Bitten eine üppige Saucerine mit der begehrten Kapernnsauce vom Köbes zusätzlich aufgetragen. Und es wurde ein schöner Schmaus.

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Jedenfalls ist das FRÜH – so lange ich Köln kenne, da – und verlässlich angesehen. Während es am Freisitz der FRÜH, zum Dom-Roncalliplatz hin, wo auch der große alljährliche Weihnachtsmarkt und der größte Weihnachtstannen-Baum am Hof gibt, eben tatsächlich einen figürlichen HEINZELMÄNNCHEN-BRUNNEN aus Sandstein hat, der seit 1899 zum Brauhaus Früh am Dom gehört.

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Der Brunnen war im Laufe der Jahre sanierungsbedürftig geworden. Und das FRÜH betreibt bei jeder Gelegenheit Erlöse aus Weihnachtsbuden und Sonderaktionen zu Gunsten des Brunnens. Seit dem Jahr 2017 wird jetzt dieser Kölner Brunnen, mit allen Heinzelmännchen-Figuren auf FRÜH’s Kosten in vollem Umfang restauriert und saniert.

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Und dazu gibt es noch eine wahre Geschichte, die ich FRÜH’s BRAUHAUS POST Ausgabe 07 / Oktober 2017 entnehme:

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„Die Sage der Kölner Heinzelmännchen erzählt im Weiteren von einer fleißigen Horde kleiner Heinzelmännchen, die im alten Köln jede Nacht in die Häuser und Läden der schlafenden Menschen kamen, um dort ungesehen deren tägliche Arbeit zu verrichten. Sie nähten, backten, sägten und putzten für die Bürger, die jeden Morgen zu getaner Arbeit aufwachten und somit ein recht gemütliches Leben führten. Einzig die Frau des Schneiders wurde mit der Zeit neugierig, wer sich da wohl nachts Zutritt in die Häuser der Menschen verschafft. Eines Abends ersann sie einen Plan, wie sie die helfenden Eindringlinge überraschen und endlich einmal zu Gesicht bekommen könnte: Sie verstreute getrocknete Erbsen in ihrem Haus bevor sie zu Bett ging. Die Heinzelmännchen kamen wie erwartet nachts ins Haus und rutschten auf den Erbsen aus. Vom Lärm ihrer Stürze wurde die Schneidersfrau geweckt und eilte aus dem Bett, um einen Blick auf die armen Heinzelmännchen zu werfen. Enttarnt und gedemütigt flüchteten diese aus dem Haus des Schneiders und halfen seitdem nie wieder einem Menschen bei seiner Arbeit. Die Kölner mussten von diesem Tage an ihr gemütlich-faules Leben aufgeben und wieder ihre Arbeit selbst erledigen. Wat willste mache.

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