Netzneutralität war das putzige Gleichheitsprinzip im Bezahl-Internetz

Lichtgeschwindigkeit 7800

Vom Samstag, 16. Dezember 2017

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Wer für seine Internetz-Nutzung nicht mehr Geld bezahlen möchte, muss mit zukünftiger Benachteiligung und Verlangsamung seiner Datensendungen und seine Downloads rechnen.

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Kurz – es wird verteuert. Monopolisten machen einen zusätzlichen Schnitt.

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Immer mit der Ruhe und ohne Verzweiflung über die Verlogenheit einer Marktwirtschaft die keine Lust hat, Wettbewerb und Leistungsprinzip – also Markt – hinzunehmen, so lange daran durch „Landschaftspflege“ sowie vor- und nachgelagerte Kommunikationszusammenhänge der Wettbewerb manipuliert und ausgeschaltet werden kann.

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NETZNEUTRALITÄT ist die Bezeichnung für eine einfache physikalische Funktionsweise von elektronischen Leitungen, nämlich des nichtmanipulierten Durchsatzes von Daten, dem Aufkommen nach dem Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – ohne Ansehen des Kunden und seiner Gleichbehandlung und ohne Bestechung oder Bevorzugung – eben NEUTRAL.

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Anbetracht der völlig uneinheitlichen Grundversorgung für Internetz- und Funkverbindungen der Menschen in Deutschland (in der Welt), ist NETZNEUTRALITÄT für schwarze Flecken auf der Netzlandkarte für Internetz ebensolcher Schmarrn zwischen Großstädtern von Köln und Landbewohnern von Altenhagen I / Springe. Oder von selbstversorgten kostspieligen Standleitungen oder Intranet gegenüber allgemeinen überlasteten Schaltkästen vor dem Haus, wo 100 MBit/t versprochen werden, aber der Stream dauernd abreißt.

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Aber die aktuelle US-Attacke macht den bevorzugten Daten-Durchsatz käuflich durch Aufgeld – auch, indem der Normaltarif-Nutzer zurückgestaut werden kann, wenn ein Aufzahler bevorzugt werden soll:

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Es ist mit No. 45 einfach dahergetwittert die alte Melodie:

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„Wer zahlt, bestimmt die Musik“.

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HEISE.de am 14. Dezember 2017 von Daniel AJ Sokolov:

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USA: Entscheidung der US-Regulierungsbehörde: Netzneutralität wird abgeschafft.

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Die Netzneutralität in den USA wird abgeschafft. Das hat die US-Regulierungsbehörde FCC in Washington, DC, mit 3:2 Stimmen beschlossen. Beide Parteien bemühten die Internet-Freiheit als Argument.

 

Mit 3:2 Stimmen wurde am Donnerstag in den USA die Abschaffung der Netzneutralität beschlossen. Die Abstimmung der Regulierungsbehörde FCC (Federal Communications Commission) erfolgte um 14:12 Uhr Ortszeit (19:12 Uhr MEZ) in der Hauptstadt Washington, DC. Zuvor war die Sitzung „auf Anraten des Sicherheitsdienstes“ für etwa eine Viertelstunde unterbrochen gewesen.

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Sonst gab es keine Überraschungen: Die drei Republikanischen Kommissare stimmten dafür, die beiden Demokratinnen in der Kommission dagegen. Beide Seiten beriefen sich darauf, damit die Internet-Freiheit zu schützen. Unmittelbar im Anschluss an die historische Abstimmung über die Netzneutralität wurde die Sitzung zu anderen Tagesordnungspunkten fortgesetzt.

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Sowohl Befürworter als auch Gegner der Netzneutralität beriefen sich darauf, mit ihrer Stimme die Internet-Freiheit zu schützen. „Netzneutralität ist Internet-Freiheit“, sagte die Demokratin Jessica Rosenworcel, „Ich unterstütze diese Freiheit. Ich stelle mich gegen diese voreilige Entscheidung, die Regeln über die Netzneutralität zurückzunehmen. Ich stelle mich gegen das korrumpierte Verfahren, das uns an diesen Punkt gebracht hat. Und ich stelle mich gegen die Missachtung, die diese Behörde gegenüber den Bürgern zum Ausdruck gebracht hat, indem sie heute diesen Weg beschreitet.“

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„Diese Entscheidung stellt die Federal Communications Commission auf die falsche Seite der Geschichte, die falsche Seite des Rechts und die falsche Seite der amerikanischen Öffentlichkeit“, fuhr Rosenworcel fort. Sie kritisierte, dass es in dem Verfahren kein einziges öffentliches Hearing gegeben habe. Dabei handle es sich mit 24 Millionen Stellungnahmen um das mit Abstand aufsehenerregendste Verfahren der Geschichte der FCC.

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Und das Verfahren sei nicht korrekt verlaufen: Zwei Millionen Eingaben seien mit gestohlenen Identitäten eingereicht worden, eine halbe Million weise russische E-Mail-Adressen auf, und 50.000 Stellungnahmen würden ohne Erklärung fehlen. Der Wettbewerb werde US-Verbraucher nicht vor einer Übervorteilung durch Internetprovider (ISP) schützen: „Die Statistiken der FCC selbst zeigen, dass am Markt kein Wettbewerb herrscht. Die Hälfte aller Haushalte in diesem Land hat keine Auswahl zwischen mehreren Anbietern.“

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BILD.de am 14. Dezember 2017 bemerkt zur NETZNEUTRALITÄT:

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„Wer zahlt, wird bevorzugt – USA killen die Netz-Neutralität

Das Internet für alle ist in Gefahr! 

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Die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) hat am Donnerstag die Regelungen zur Netzneutralität aufgeweicht. Das heißt: Internetanbieter in den USA dürfen künftig Daten bestimmter Dienste bevorzugt übertragen oder ausbremsen. Dadurch besteht die Gefahr eines Internets der zwei Geschwindigkeiten. 

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Die Entscheidung ist ein Triumph für US-Telekomkonzerne wie AT&T, Comcast und Verizon. Bestimmte Anbieter wie die Filmindustrie in Hollywood, Facebook und Google hatten sich dagegen für einen Erhalt der 2015 unter der Regierung von Ex-Präsident Barack Obama erlassenen Vorschrift eingesetzt.

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Die Entscheidung ist höchst umstritten, da die Veränderungen für einige Internetnutzer zum großen Nachteil werden könnten. Es wird mit Klagen dagegen gerechnet.

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Das Weiße Haus gab am Donnerstagnachmittag bekannt: „Die Regierung unterstützt die Anstrengungen der FCC, gleichzeitig hat das Weiße Haus schon immer ein freies und faires Internet unterstützt und wird das auch in der Zukunft tun.“

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US-Präsident Donald Trump (71) hatte den Vorsitzenden der FCC, Ajit Pai, selber ernannt. Dieser hatte den Antrag für die Veränderungen der entsprechenden Regeln vorgeschlagen. Der Vorstand stimmte mit drei zu zwei Stimmen dafür und drehte damit die Bestimmungen von Obama zurück.   

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Der Grundsatz der Netzneutralität besagt, dass alle Daten gleich behandelt werden müssen. Bislang war es Netzbetreibern in den USA untersagt, bestimmten Datenverkehr zu blockieren oder zu verlangsamen, um anderen Inhalten Vorrang im Netz zu geben.

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Nach den neuen Regeln können Internetdienste nun für eine bevorzugte Behandlung bezahlen. Die Netzbetreiber müssen offenlegen, ob sie bestimmten Anbietern höhere Geschwindigkeiten einräumen.

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nytimes.com am 14. Dezember 2017 von Cecilia Kang schreibt:

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„Technologie: Die Föderale Kommunikations-Kommission setzt die Regeln der Netzneutralität außer Kraft“

„Technology F.C.C. Repeals Net Neutrality Rules

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WASHINGTON — The Federal Communications Commission voted on Thursday to dismantle rules regulating the businesses that connect consumers to the internet, granting broadband companies the power to potentially reshape Americans’ online experiences.

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The agency scrapped the so-called net neutrality regulations that prohibited broadband providers from blocking websites or charging for higher-quality service or certain content. The federal government will also no longer regulate high-speed internet delivery as if it were a utility, like phone service.

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The action reversed the agency’s 2015 decision, during the Obama administration, to have stronger oversight over broadband providers as Americans have migrated to the internet for most communications. It reflected the view of the Trump administration and the new F.C.C. chairman that unregulated business will eventually yield innovation and help the economy.

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It will take weeks for the repeal to go into effect, so consumers will not see any of the potential changes right away. But the political and legal fight started immediately. Numerous Democrats on Capitol Hill called for a bill that would reestablish the rules, and several Democratic state attorneys general, including Eric T. Schneiderman of New York, said they would file a suit to stop the change.

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Several public interest groups including Public Knowledge and the National Hispanic Media Coalition also promised to file a suit. The Internet Association, the trade group that represents big tech firms such as Google and Facebook, said it also was considering legal action.

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The commission’s chairman, Ajit Pai, vigorously defended the repeal before the vote. He said the rollback of the rules would eventually benefit consumers because broadband providers like AT&T and Comcast could offer them a wider variety of service options. His two fellow Republican commissioners also supported the change, giving them a 3-to-2 majority.

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We are helping consumers and promoting competition,” Mr. Pai said. “Broadband providers will have more incentive to build networks, especially to underserved areas.”

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… Critics of the changes say that consumers will have more difficulty accessing content online and that start-ups will have to pay to reach consumers. In the past week, there have been hundreds of protests across the country, and many websites have encouraged users to speak up against the repeal.

In front of a room packed with reporters and television cameras from the major networks, the two Democratic commissioners warned of consumer harms to come from the changes….

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… Despite all the uproar, it is unclear how much will eventually change for internet users. Major telecom companies like AT&T and Comcast, as well as two of the industry’s major trade groups, have promised consumers that their experiences online would not change.

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Mr. Pai and his Republican colleagues have echoed the comments of the telecom companies, which have told regulators that because of the limits to their business imposed by the rules, they weren’t expanding and upgrading their networks as quickly as they wanted.

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There is a lot of misinformation that this is the ‘end of the world as we know it’ for the internet,” Comcast’s senior executive vice president, David Cohen, wrote in a blog post this week. “Our internet service is not going to change.”

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But with the F.C.C. making clear that it will no longer oversee the behavior of broadband providers, telecom experts said, the companies could feel freer to come up with new offerings, such as faster tiers of service for online businesses willing and able to pay for it. Some of those costs could be passed on to consumers.

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Those experts also said that such prioritization could stifle certain political voices or give the telecom conglomerates with media assets an edge over their rivals.

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Consumer groups, start-ups and many small businesses said there have already been examples of net neutrality violations by companies, such as when AT&T blocked Face Time on iPhones using its network.

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These critics of Mr. Pai, who was nominated by President Trump, said there isn’t enough competition in the broadband market to trust that the companies will try to offer the best services. The rule changes, they believe, give providers incentive to begin charging websites to reach consumers.

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Let’s remember why we have these rules in the first place,” said Michael Beckerman, president of the Internet Association, the trade group. “There is little competition in the broadband service market.”

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Dozens of Democratic lawmakers, and some Republicans, have pushed for Congress to pass a law on the issue.

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One Republican commissioner, Mike O’Reilly, said he supported a law created by Congress for net neutrality. But he said any law should be less restrictive than the 2015 rules, protecting the ability of companies to charge for faster lanes, a practice known as “paid prioritization.”

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Any legislative action appears to be far off, however, and numerous online companies warned that the changes approved on Thursday should be taken seriously.

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If we don’t have net neutrality protections that enforce tenets of fairness online, you give internet service providers the ability to choose winners and losers,” Steve Huffman, chief executive of Reddit, said in an interview. “This is not hyperbole.”

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Ich übersetze den letzten Satz:

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„Wenn wir keinen Schutz der Netzneutralität bewahren, der einen fairen Internetzgebrauch stärkt, dann geben wir den Internet-Liefer-Firmen (Providers) die Möglichkeit, Gewinner und Verlierer (nach Bezahlung) zu bestimmen. „Dies ist keine Übertreibung.“

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Dietmar Moews meint: Dies ist keine Übertreibung? – Nun, das ist eine hübsche Bemerkung, aber keine Kritik dieser Staatlichen Manipulation des freien Internetz‘.

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Kritik beträfe die Netzbenutzung, wenn man die Leitungs-durchsatzleistung mit der Atemluft vergleichen würde: Wer nicht aufzahlt, bekommt einfach mal weniger Atemluft mit weniger Sauerstoffgehalt.

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Was oben in der New York Times im umfangreichen Artikel einfach vergessen wird, ist die Durchsichtigkeit der dämlichen PRO und KONTRA Vorträge.

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EINS Ungerecht, wenn Ungleichheit gekauft werden kann. Dazu aber die Benutzer gar nicht „merken“, also vergleichen können, wann und ob ihr Stream gebremst wird.

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ZWEI Die Behauptung, die bisher von Providern praktizierten willkürlichen Eingriffe, bestimmte Datenbereitstellungen und Formate unvermittelt für bestimmte Nutzerbereiche (regional) oder Nutzermedien (smartphone bestimmter Provider oder andere Units) gesperrt werden, kann durch das neue Gesetz, das die Netzneutralität abschafft und Netzvorfahr für Mehrbezahler liefert, keinesfalls kontrolliert oder verbessert werden.

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DREI Die Behauptung, das neue Gesetz der Netzneutralität-Abschaffung würde gesteigerte Netzgebrauchs-Kapazität für die Kunden möglich machen – kann jeder Trottel leicht durchschauen:

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Nur wenn Nutzern die Datenmengen von den vorhandenen Leitungskapazitäten abgespart werden, können über eben diese Leitungen anderen – nämlich Mehrbezahlern – gesteigerte Durchsatzgeschwindigkeiten/t geboten werden. Es ist ein Nullsummenspiel auf Kosten der Normalnutzer.

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FINE E COMPATTO

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WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

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