Türken in der deutschen LÜGENPRESSE

Lichtgeschwindigkeit 7513

Vom Montag, 14. August 2017

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Soso, Deutsch-Türken im Momentlicht der Quotenwahrheitshändler?

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BILD.de am 11. August 2017:

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„Geringere Wahlbeteiligung – Wie Deutsch-Türken die Bundestagswahl beeinflussen“.

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Als empirischer Soziologe weiß ich, wie aufwendig und anspruchsvoll Erfassung und Mutmaßlichkeit von der sogenannten „Meinungsforschung“ anzulegen wäre, wollte man dadurch praktische Erkenntnisse gewinnen.

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Dagegen ist, was als sogenannte Demoskopie täglich ausgekotzt wird, sucht lediglich den Anschluss an den bekannten lautstarken VORURTEILEN, aber keineswegs, was die Menschen für wahr halten und was sie tun würden, wenn sie vor Entscheidungsfälle gestellt würden.

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Wieso soll man auch am Telefon irgendjemand anvertrauen, was man für wahr hält?

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was man unter Umständen täte?

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ob man die Frage nicht versteht?

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oder dazu gar keine Meinung hat oder seine Meinung einfach nicht sagen will.

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So hat man mal wieder eine DEMOSKOPIE produziert. Da rufen Anrufer bei willkürlich aus dem Telefonadressen genommenen Telefonnummern an – natürlich immer nur bei Telefonbesitzern, die den Anrufer nicht kennen. Aber – natürlich – nur bei solchen, die das Telefonat annehmen oder den Hörer abnehmen. Und was sagt die empirische Forschung dazu, wer um welche Uhrzeit überhaupt zuhause ist und Telefon bedient? Werden also Umfragen bei Rentnern, Arbeitslosen und Hausfrauen oder Schlüsselkindern gemacht?

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Und dann ruft also ein Deutsch-Türke an – spricht dann akzentfrei Türkisch, während der Angerufene Deutsch-Türke in Wedding geboren ist und keine Sprache richtig versteht und sprechen kann. UND SO WEITER. Ist der Angerufene ein orthodoxer Moslem? ist er eine türkischer Sozialist? ist er ein Anatolier oder Kurde? ist er ein Kemalist oder ein Osmanist? – möchte der Moslem die Christenparteien wählen?

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BILD behauptet nun, um die BILD.de-Quote auch bei Deutsch-Türken zu steigern:

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Wir rechnen diesmal mit einer deutlich geringeren Wahlbeteiligung der Türkeistämmigen“, erklärt Joachim Schulte von Data 4U, einem Institut, das sich auf Meinungsforschung in ethnischen Zielgruppen spezialisiert hat.

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Bei einer Untersuchung zur politischen Beteiligung von in Bayern lebenden Menschen mit Migrationsgeschichte stellte Schulte im Februar fest, dass diese Gruppe zur Zeit „mit allen Parteien besonders wenig“ übereinstimmt.

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Nazi-Vergleiche, Verhaftungen, Armenier-Resolution, Auftrittsverbote für Politiker – um das deutsch-türkische Verhältnis ist es so schlecht bestellt wie nie.

 

Die Folge: Deutsch-Türken interessieren sich derzeit mehr für Erdogan als für Kanzlerin Angela Merkel (63, CDU) oder SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz (61)!

 

Meinungsforscher erwarten, dass der Dauerknatsch zwischen Berlin und Ankara deshalb auch Einfluss auf den Ausgang der Bundestagswahl  haben wird: Viele Wahlberechtigte mit türkischen Wurzeln dürften der Wahl am 24. September fernbleiben. 

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Die Gründe:

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Sie fühlen sich von den deutschen Parteien nicht mehr verstanden und an den Rand gedrängt.

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Das hat auch damit zu tun, dass die meisten von ihnen ihre Informationen über deutsche Politik aus türkischen Medien beziehen. Und die sind, was deutsche Parteien angeht, zur Zeit auf Krawall gebürstet.

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Dass sich die Türkeistämmigen zunehmend abwenden, ist vor allem für die SPD und für die Grünen eine schlechte Nachricht.

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Sie waren bislang die bevorzugten Parteien der rund eine Million Deutsch-Türken, die in Deutschland wahlberechtigt sind.

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Das liegt vor allem daran, dass beide Parteien die Vorteile der Migration herausstreichen und immer wieder Maßnahmen gegen Diskriminierung einfordern.

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Allerdings: Den Flüchtlingszustrom seit 2015 sehen auch einige Einwanderer aus der Türkei kritisch.

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Ähnliche Ergebnisse lieferte kürzlich eine bundesweite repräsentative Befragung durch die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD), die der türkischen Regierungspartei AKP von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nahesteht.

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Dabei gaben 15 Prozent der Befragten an, sie wollten bei der nächsten Bundestagswahl gar nicht wählen.

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41 Prozent wussten noch nicht, ob sie zur Wahl gehen oder machten keine Angaben.

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Beim Rest kam die Linke auf vier Prozent. Sechs Prozent der 1000 Befragten wollten die Grünen wählen, sieben Prozent die CDU. Die SPD kam auf 22 Prozent. Der Wert für die AfD tendiert gegen Null.

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Zum Vergleich: Bei der zurückliegenden Europawahl hatten 54 Prozent der Befragten ihr Kreuz bei der SPD gemacht, 19 Prozent bei den Grünen.

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Da ist vor allem die Verabschiedung der Armenier-Resolution im Bundestag im Juni 2016. Das Parlament hatte das blutige Vorgehen des Osmanischen Reiches gegen die Armenier vor mehr als hundert Jahren als Völkermord eingestuft. Alle elf Abgeordneten mit türkischem Migrationshintergrund bekamen nach der Abstimmung so heftige Drohungen, dass sie zeitweise unter Polizeischutz gestellt wurden.

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Auch der Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland und der von Erdogan erhobene Vorwurf, Deutschland sei ein Schutzraum für kurdische Terroristen und Unterstützer des Putschversuchs vom Juli 2016, fiel bei einigen Deutsch-Türken auf fruchtbaren Boden.

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Die Versuche deutscher Politiker, diese Vorwürfe zu entkräften, erreichten diese Gruppe dagegen oft nicht. Meinungsforscher Schulte erklärt: „Wir stellen einen Rückzug in die Community fest, der Konsum türkischer Medien hat bei den Türkeistämmigen im letzten Jahr sogar zugenommen.“

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Der Konsum türkischer Medien sei 2016 von über 80 Prozent auf etwa 90 Prozent gestiegen. Nur ein Drittel der Deutsch-Türken schalte zumindest hin und wieder einen deutschen Sender ein, weiß Schulte.

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In der Bayern-Studie von Data 4U heißt es: „Selbst die in der Vergangenheit von dieser Wählergruppe favorisierte SPD erreicht nur unterdurchschnittliche Werte“.

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Die Grünen leiden nach Einschätzung der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) darunter, dass der „Özdemir-Bonus“ aufgebraucht ist. Einige Migranten aus der Türkei hätten früher die Grünen gewählt, weil mit Cem Özdemir ein Mann aus ihrer Mitte an der Spitze steht. Durch Özdemirs vehemente Kritik an Erdogan und seine deutliche Unterstützung der Armenier-Resolution sei aus diesem Bonus eher ein Malus geworden.

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Dass die Türkeistämmigen in Deutschland Mitte-Links-Parteien bevorzugen, obwohl ein großer Teil von ihnen in der Türkei die islamisch-konservative AKP unterstützt, erklären die Forscher so: In Deutschland wählten die Migranten und ihre Nachfahren Parteien, von denen sie glaubten, dass diese ihren Interessen dienten.

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Die Vorliebe für bestimmten Parteien in der Türkei habe dagegen mehr mit Herkunft und Emotionen zu tun.

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Dietmar Moews meint: Zwar kann mir, was den meisten Deutschen ebenfalls egal ist – nämlich, was BILD täglich schreibt – gleichgültig sein.

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Ich möchte dennoch kurz anmerken:

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Wenn man die Ausführungen zu den angeblichen Deutsch-Türken, wie sie da aus sogenannten „Studien“ bezogen worden sein sollen, einfach durch Auswechslung der Deutschtürken, gegen Altkatholiken oder Amateurfußballspieler – und käme zu der Behauptung

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wegen Dies und Das wird die Wahlbeteiligung der Amateurfußballer bei der kommenden Bundestagswahl zurückgehen. Damit werden SPD und Grüne besonders getroffen. Deren Stimmanteile verlieren dadurch, dass ihre Wähler der jüngeren Generation (Fußballer) unlustig dem Staat und den Parteien gegenüber denken – die lieber die Töchter der Deutsch-Türken heiraten wollen …

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Quatsch. Mich stört stets erneut, dass anstatt seriöser Sozialwissenschaft zur Meinungsforschung, zur Einstellungsforschung, zu Vorurteilen, zu Informationsständen, zu Stereotyp und „Schweigespirale“ Umfragen in Auftrag gegeben werden. Diese sogenannten Studien von 400-Euro-Job-Telefonisten werden sinnlos unverbindlich abtelefoniert und abgehaspelt werden – am besten noch mit Omnibusfragen – ohne dass je ein wissenschaftliches Verfahren zur Verhaltensermittlung der individuell Befragten durchgeführt wird.

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Da ginge es um die Abweichungen zwischen „Erklärungsnormen“ (was die Befragten da am Telefon antworten) und um „Verhaltensnormen“ (nämlich herauszufragen, was die Telefongefragten einerseits jetzt am Telefon erklären – was sie dann aber in einem Ernstfall, nach eigenem Ermessen, vermutlich wirklich täten; z. B. Gefragt wird die Hilfsbereitschaft: Würden Sie helfen? – der Befragte antwortet sofort: Ja, natürlich, ist doch normal, zu helfen, wenn man helfen kann und jemand Hilfe braucht. Das ist seine Erklärungsnorm. Unsere heutige Meinungsforschung würde mit dieser Antwort das Ergebnis „Hilfsberereitschaft – Ja“ anzeigen. Vertieft ein geschulter Interviewer das offenen Interview (über eine JA/NEIN-Frage hinaus) und führt dem Probanden vor Augen, welche Bedenken ihm kommen könnte, wenn eine spontane Notsituation seine Hilfsbereitschaft herausfordert – z. B. könnte sein, dass der erklärt Hilfsbereite selbst große Angst hätte, zu helfen? –  denn er hat ja die Not des Hilfsbedürftigen vor Augen.

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Wieviele individuelle Gründe und Motive gibt es, lieber wegzuschauen, als zu helfen! Hat nicht, wer hilft, hinterher mit einem Verwaltungsverfahren zu tun? mit der Polizei? mit Beschuldigungen, nicht optimal geholfen zu haben usw.?

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Gültige Meinungsforschung wird so gut wie nicht angewednet, weil sie nicht bezahlt wird, weshalb nur solche Telefon-Firmen Meinungsumfragen machen, die eben gewünschte Ergebnisse liefert. So etwa arbeitet seit en 1950er Jahren das bekannte Institut Allensbach für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Elisabeth Noelle-Altnazi-Neumann. Bin gespannt, was Allensbach zur Deutsch-Türken-Propaganda „ermitteln wird“.

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Ich beklage, dass die Sozialwissenschaften für Quatsch beansprucht werden und damit jeder Trottel glaubt, er sei „Soziologe“ bzw. Soziologie sei eine Bindestrichwissenschaft, die lediglich Stammtischauffälligkeiten aufnimmt und dann von EINS bis SECHS als GUT, MITTEL oder BÖSE bewertet:

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ABWERTUNG der SOZIOLOGIE rührt noch aus der NAZI-Zeit und wird noch heute von BILD.de usw. LÜGENPRESSE prolongiert.

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(OMNISBUS? – das sind Fragen, deren Antworten für ganz verschiedenen Fragengebiete mehrfach verwendet werden, ohne dass die Interviewten oder Befragten das überhaupt bei der Befragung erfahren).

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Da könnte BILD.de jetzt gleich mit einer Klappe mehere Fliegen schlagen können – neben dem zu erwartenden Wahlverhalten der wahlberechtigten Deutsch-Türken, noch Vorlieben beim Analsex, beim Kümmel- und Knoblauchessen sowie bei den Ferienzielen bei Reiseunternehmen und bei Individualreisen.

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FAZIT: Es gibt keine eindeutige RATE der Wahlbeteiligung, die das Maß der gelebten Demokratie indizieren könnte. Hohe Wahlbeteiligung kennt man aus der DDR – und was war da mit Demokratie?

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Dagegen ist Folgendes zu beachten:

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In schlechten, ängstigen Zeiten können Wahlberechtigte ihre Teilnahme an der Wahl besonders wichtig finden – sie können aber auch, im Zweifel, welche politischen Wege die Probleme lösen können anstatt zu verschlimmern, lieber nicht an er Wahl teilnehmen.

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So gibt es empirische Wählerquoten in „normalen“ Zeiten, die man für angemessen halten darf, weil alle, die eine politische Vorstellung haben, gewählt haben mögen. Dabei mögen alle, die nicht wissen, was sie wählen können oder die einfach uninteressiert an Politik sind, nicht gewählt haben. Aber dennoch müsste man sagen – diese Wahlbeteiligung ist „politisch qualifiziert“.

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Dagegen, wenn man Propaganda und falscher Prophetie Leute zur Wahl drängt oder lockt, die nur die momentane Stimmung, nicht jedoch die möglichen Folgen bestimmter Mehrheiten eingeschätzt haben – dann wäre eine solche „hohe Wahlbeteiligung“ politisch nachteilig, vielleicht sogar gefährlich.

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Was ist also mit der Wahlbeteiligung der Deutsch-Türken?

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Wenn diese Deutsch-Türken spezielle deutsch-türkische Ziele und Werte verfolgen, dann werden sie kaum durch Wahlbeteiligung diese Werte verwirklichen, sondern eher Frust beziehen. was liegt daran Deutsch-Türken zu CDU-Wählern oder LINKE-Wählern zu machen, die eigentlich ERDOGAN wünschen?

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Was läge daran, Wähler wählen zu lassen, die gar nicht wählen wollen – die das Recht, nicht zu wählen, durch Nichtwählen begrüßen?

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Was will BILD den BILD-Käufern weißmachen, wenn von „WAHLBETEILIGUNG GUT“ „NICHTWAHLBETEILIGUNG SCHLECHT“ breitseitig publiziert wird?

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ANWORT ist zweifellos;

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BILD will apolitische bzw. unqualifizierte Wähler und Wahlentscheidungen, die sich zum Spielball der LÜGENPRESSSE machen lassen.

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So sieht das aus Sicht es empirischen Soziologe Dr. Dietmar Moews aus.

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FINE E COMPATTO

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WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

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gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

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