Leichtathletik-WM der KULTURINDUSTRIE 2017 in London

Lichtgeschwindigkeit 7510

Vom Sonntag, 13. August 2017

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Als LICHTGESCHWINDIGKEIT-Autor sind mir Leichtathleten an sich viel zu langsam. Dennoch gehören Sport und Sport in den Massenmedien zu meiner täglichen Nahrung, ähnlich wie Zitrone, Banane und Espresso. Nur hier im Blog gehören Sportthemen in den großen Weltenkreis der Aufmerksamkeiten, nicht indes zum Kern soziologisch-künstlerischer, ästhetisch-politischer und auch nicht lustig-geschäftlicher Leitmotive.

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So berühre ich die Leichtathletik-Weltmeisterschaft London 2017, ohne zu den Sportlerinnen, Sportlern und Schiedsrichtern, die alle einen ziemlich guten Eindruck machten, ihren Sport zu referieren. Lediglich den aufgeleuchteten KULTURINDUSTRIE-Effekt möchte ich hier aufspießen:

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In London werden derzeit die Weltmeisterschaften der Leichtathletik ausgetragen.

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Während am entscheidenden zweiten Wettkampftag die Zehnkämpfer ihren Stabhochsprung machten, machte die Londoner Stadion-WM-Organisation Mittagspause und veranlasste das anwesende zahlende Leichtathletik-Publikum dazu, die Ränge des Stadions zu verlassen, als der Wettkampf noch gar nicht beendet war, sondern noch länger als eine Stunde brauchte. Es blieben die Wettkämpfer mit den verbliebenen Trainern im leeren Stadion zurück, liefen an, sprangen, rissen, wählten andere Stäbe, probierten weiter – die Stimmung war so, dass man die Stimmen der Zehnkämpfer hören konnte, wenn sie sich miteinander unterhielten.

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Das eine ist der Sport der Sportler, die ihr ganzes Leben bereits auf ihren Sport ausgelegt haben, sodass es ihnen möglich wird, zu speziellen Wettkampf-Spitzenleistungen kommen zu können.

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Das andere ist die Kulturindustrie, die durch die gezielte Finanzierung von internationalen Spitzensportlern, ermöglichen, dass diese ursprünglichen Amateursportler als Erwerbssportler ihren Sport zum Beruf machen können.

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Wie komisch eine solche Sport-Fernsehübertragung anmutet, die zumindest in aller Welt von der Kulturindustrie über die Unterhaltungs-Massenmedien zugunsten der kommerziellen WERBUNG und sonstigen MERCHANDIZINGS finanziert wird, auf diese Umstände hin, wie Gefängnissport aussieht.

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Das deutsche Staatsfernsehen ARD brachte diese Wettkämpfe am Sonnabend, 12. August 2017 durchgehend im LIVE-STREAM über den Internetz-Empfang sowie ausgewählt im allgemeinen Fernsehprogramm, in Nachrichten und in Sportsendungen.

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Für die Sportler, die im Zehnkampf in sechs Versuchen des Stabhochsprungs darum kämpfen ihre persönliche Wettkampfhöhe, für die sie monatelang geübt und trainiert hatten, bei dieser WM zu erreichen. Wobei die Wettkampfstimmung und die lebhafte Anteilnahme des Publikums als spürbare Unterstützung empfunden wird, wenn Kampfeswille und Kräfte die eigenen Leistungsgrenzen anpeilen.

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Auch dem Stabhochspringer ist es nicht unempfindlich, wenn während des laufenden Wettkampfes die Ränge sich leeren, als sei das Spiel abgepfiffen.

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Dietmar Moews meint: Es mag Unterhaltungsfernsehzuschauern weitgehend am Arsch vorbeigehen, ob da Publikum im WM-Stadion „mitkämpft“ und jubelt und die Wettkämpfer anfeuert, oder ob, wie bei der Fußball-Bundesliga-Radio-Konferenz Torschreie und Stadionatmosphäre als Studiokonserve beigemischt werden.

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Wen Leichtathletik interessiert und eine ganz eigene Angelegenheit ist, dem sind solche Surrogate eklig. Weil man weiß, wie das die Sportler abtörnt, wenn die Zuschauer abziehen, oder wie befremdlich es anmutet, wenn ein Zweihundertmeter-Läufer – wie hier in London geschehen – seinen Qualifikationslauf alleine, im starken Regen, laufen muss.

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Kurz – da nun alle diese Spitzensportler ihr Geld aus dieser Kulturindustrie beziehen und auch staatliche Fördergelder erhält man nur, wenn man „lieb“ ist, müssen sie während der WM-Wettkämpfe alle Zumutungen schlucken, was die Organisatoren-Willkür da anrichtet:

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Mitten im Endkampf um die Endkampfteilnahme der ausgepowerten Zehnkämpfer, die teils beim Stabhochsprung so hart ankommen, dass sie in die Grube zu fallen drohen, muss das Publikum von den Rängen zügig verschwinden. Stimmung macht das, wie ein altes Tempotaschentuch, von einem luftverlierenden Luftballon angeflattert.

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Aber alle Sportler wissen auch, wie unmöglich es ist, außerhalb solcher Spitzenevents, im eigenen Sportverein, im eigenen Landesverband, bis hin zu den internationalen Dach- und Spitzenverbände, sportpolitische Themen zur Diskussion zu bringen.

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Wenn diese Stabhochspringer ihren Zehnkampfweltmeister von LONDON 2017 ermittelt haben, werden die meisten von ihnen die Fortsetzung ihrer Sportförderungs-Gelder empfangen. Dabei wird kaum jemand in die Hand beißen, die ihn füttert.

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Man achte mal auf den Diskus-Meister ROBERT HARTING, der bereits mehrfach „kritische Töne“ von sich gab. HARTING meinte kürzlich, „Sportminister“ wäre mein Berufswunsch für meine Zukunft.

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Das möchte ich sehen.

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Harting müsste sich ein Beispiel an den schmalköpfigen Erfolgs-Politikern, dem Florett-Olympiasieger Thomas Bach (IOC-Präsident), dem Mittelstrecken-Weltmeister Sebastian Coe (Leichtathletik-Weltverbands-Präsident) und dem Fußballweltmeister Franz Beckenbauer (ehemaliger FIFA-Board) nehmen.

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FINE E COMPATTO

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