FRANK CAPELLAN vom DLF fragt SPD-Kandidat Martin Schulz

Lichtgeschwindigkeit 7467

Vom Dienstag, 25. Juli 2017

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SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz

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Dass SPD-Wahlkämpfer MARTIN SCHULZ täglich Forderungen stellt, die er selbst, im Falle seiner Wahl, nicht verwirklichen könnte, macht seine völlige Unglaubhaftigkeit.

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Dass SPD-Wahlkämpfer MARTIN SCHULZ dabei mit seiner eigenen Regierungskoalition abrechnet, die ausgerechnet momentan, wo Bundeskanzlerin Merkel im Urlaub ist, vom SPD-VIZE-KANZLER GABRIEL geführt wird, setzt den schulzigen Albernheiten noch die Krone auf.

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SCHULZ redet und fordert was er selbst nicht machen kann. Und so brachte Schulz das heute, am 23. Juli 2017, mit seinen Erklärungen auf die Interviewfragen von dem DLF-Redakteur FRANK CAPELLAN – ich zitiere:

 

SCHULZ: fordert eine umfassende Bildungsreform, die zu einheitlichen Standards in Deutschland führen soll.“ Er sagt „Der bildungspolitische Flickenteppich gehört abgeschafft … Ich will den Föderalismus nicht abschaffen, aber ihn ermutigen, dass wir zu gemeinsamen national verbindlichen Zielen kommen“

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SCHULZ: „… Frau Merkel würde ich gerne gute Wahlergebnisse für die SPD vortragen.

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SCHULZ: „…nach den Wahlniederlagen, die wir wegstecken mussten bei Landtagswahlen, erst mal enttäuscht. Aber die haben wir nicht verloren. Die wichtigste Zahl für mich bei den Umfragen sind die 35 Prozent von Wählerinnen und Wählern, die sich nicht entschieden haben, ob sie wählen und wen sie wählen. Um genau die geht es.

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SCHULZ: „…Schauen Sie sich die Wahlen der letzten Jahre an, sowohl in unserem Land als auch international. Die Wahlen entscheiden sich im Schlussspurt. Nehmen Sie die nordrhein-westfälische Landtagswahl, die wir verloren haben. Noch wenige, eigentlich wenige Tage vor dem Wahltag zeigten die Meinungsumfragen die SPD vorne, in jedem Fall die Amtsinhaberin weit vorne. Am Ende ist es anders gekommen. Sehr zu meinem Leidwesen, aber es zeigt … Emmanuel Macron als Beispiel war drei Monate vor der Präsidentschaftswahl ganz hinten. Dann hat er die Wahl gewonnen. Jeremy Corbyn in Großbritannien hat in den letzten drei Wochen eine Aufholjagd hingelegt …

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SCHULZ: „…Wir leben in einer Zeit der sich rapide wandelnden Arbeitswelt. Und dieses Chancenkonto, wie wir das nennen, ist eine Idee. Wie viel Geld da am Ende drauf sein soll, haben wir überhaupt noch nicht festgelegt. Ich habe ja da Zahlen gelesen, die sind abenteuerlich.…“

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SCHULZ: „…Wir haben auch nicht das Chancenkonto für 82 Millionen Bundesbürger. Also, für die Rentnerinnen und Rentner, die werden eine Rente haben. Oder für die neugeborenen Kinder. Die gehören auch zu diesen 82 Millionen. Da brauchen Sie kein Chancenkonto. Also der Anteil der Menschen, die davon profitieren sollen, sind vor allen Dingen die, die entweder ins Arbeitsleben starten nach ihrer Berufsausbildung, oder die, die im Arbeitsleben eine Veränderung erleben. Und das werden wir jetzt in Masse haben, dass Berufsbilder sich verändern und wir durch Qualifizierung und Bildung Menschen helfen müssen.

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SCHULZ: „…Dafür wollen wir dieses Chancenkonto nutzen. Das machen wir auch heute. Wenn sie heute umgeschult werden, wenn sie heute bei der Bundesagentur für Arbeit Arbeitslosengeld beziehen, wenn sie heute einen Zuschuss bekommen bei der Unternehmensgründung, dann bekommen sie auch Geld vom Staat.…“

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SCHULZ: „… Dieses Chancenkonto mal vom Grundsatz her einzuführen und zu sagen: In einer Welt, in der wir erleben werden, in den nächsten zehn, 20 Jahren, dass die gesamtgesellschaftliche Struktur, vor allen Dingen die Struktur der Arbeitswelt sich dramatisch verändern wird …

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SCHULZ: „…Digitalisierung, Robotik, Fortfall von menschlicher Arbeit. Gerade in industriellen Prozessen führt die Robotik dazu, dass menschliche Arbeit wegfällt. Da können wir ja nicht hingehen und sagen, wir geben die Menschen auf, nur, weil Arbeit wegfällt. Da müssen wir neue Arbeitsfelder schaffen. Dazu gehört aber auch, dass wir den Menschen dabei helfen, selbstbestimmend neue Arbeit zu entwickeln oder sich zu qualifizieren, um in Arbeitsfelder reinzukommen, wo man eine höhere Qualifikation braucht.…“

 

SCHULZ: Ich bin manchmal ein bisschen erstaunt, wenn wir als Sozialdemokraten so einen Vorschlag machen, zu sagen, lasst uns doch mal darüber diskutieren, ob das eine vernünftige Idee ist Ich würde die Frau Merkel gerne fragen: „Wie wollen Sie das eigentlich finanzieren, mit 20 bis 30 Milliarden mehr, um dieses sogenannte Zwei-Prozent-Ziel der Aufrüstung zu erreichen? Wo soll das Geld herkommen?“ Kriegen Sie nie eine Antwort. Ich sage Ihnen mal, die Gelder, die dafür im Bundeshaushalt zur Verfügung stehen, die können wir gut fürs Chancenkonto benutzen. Dann ist das seriös finanziert.

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SCHULZ: „…Fehler werden nun deshalb keine Fehler, weil sie von der SPD begangen worden sind. Es steht einer sozialdemokratischen Partei durchaus gut zu Gesicht, zu sagen, nicht alles, was wir beschließen, ist sinnvoll. Ich finde, das steht der Politik überhaupt mal gut zu Gesicht, auch mal zu sagen, dass wir ja auch keine anderen Bürgerinnen und Bürger sind, als die Menschen hier im Lande. Und man macht manchmal Dinge richtig und manchmal falsch.

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SCHULZ: „… Wir haben zig Milliarden Überschüsse im Bundeshaushalt. Bei Bund, Ländern und Gemeinden haben wir über 50 Milliarden im Moment mehr in den Kassen. Jetzt will ich nicht mal über ein Kooperationsverbot reden. Ihre Frage: Ja – klare Antwort – das war falsch. Das Kooperationsverbot gehört abgeschafft. Und der bildungspolitische Flickenteppich, den wir in diesem Lande haben, der gehört auch abgeschafft. Ja, wir brauchen ein Schulsanierungsprogramm, bei dem unsere Schulen endlich wieder so ausgestattet sind, wie sie ausgestattet sein müssen. Dazu müssen wir Geld in die Hand nehmen.

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SCHULZ: „… Ich finde aber, ein Bundeskanzler oder jemand, der dieses Amt anstrebt, muss dem Volk auch sagen, in welche Richtung er das Land führen will. Und da kann man sich natürlich darauf beschränken, dass man Defizite im Lande zur Kenntnis nimmt und anschließend sagt: „Ja, sind die Länder für zuständig.“ Dann sind es aber immer noch Defizite. Und deshalb glaube ich, dass ein Bundeskanzler sehr wohl die Pflicht hat, Bund, Länder und Gemeinden an einen Tisch zu holen, sich als Kanzler an den Tisch zu setzen und so lange da sitzen zu bleiben, bis man eine Lösung für das Problem hat. Das ist sinnvoller, als über jeden roten Teppich zu laufen.

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CAPELLAN: „Also, ein Ende der bildungspolitischen Kleinstaaterei – so war Ihre Formulierung -, das streben Sie an?“

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SCHULZ: „Ja.“

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SCHULZ: „…Wir müssen gemeinsame Vereinbarungen a) über die Inhalte und b) über die Struktur der Schulkarrieren haben. Erinnern Sie sich mal an die Debatten G8/G9, Wahloption, einmal G8 oder G9, je nach Wahl …

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SCHULZ: „… Dann haben Sie die Situation, dass jemand, sagen wir mal, wenn er die Realschule plus in Rheinland-Pfalz besucht und zieht nach Thüringen um, unter Umständen ein völlig anderes System findet. Und, wenn er anschließend nach Bayern muss, was übrigens heute viele Leute häufig machen müssen beruflich, von einem Land ins andere, findet er wieder ein anderes System. Damit muss Schluss sein.

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SCHULZ: „…Der Bildungsföderalismus ist in Deutschland Tradition, aber er darf nicht dazu führen, dass wir zurückfallen. Ich will den Föderalismus in Deutschland nicht abschaffen, aber ich will ihn ermutigen, so föderal zusammenzuarbeiten, dass wir zu gemeinsamen, national verbindlichen Zielen kommen. Und es ist Aufgabe des Bundeskanzlers, die Leute dafür an einen Tisch zu holen.

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SCHULZ: „zunächst mal wäre es ja die Unterstellung, dass Frau Merkel recht hat. Hat sie aber nicht. Also, das war ja eine Ausflucht. Herr Schäuble, der Finanzminister von Frau Merkel, hat im November 2014 im Deutschen Bundestag die Existenz einer Investitionslücke bestritten und hat gesagt, die gibt es nicht. Jetzt sagt seine Regierungschefin, doch, die gibt es, aber die gibt es, weil die Planverfahren zu lange dauern. Ja, was denn jetzt? Gibt es eine oder gibt es keine? Ich sage Ihnen, es gibt eine. Und die liegt nicht an dem Planverfahren. Die liegt ganz einfach daran, dass die Struktur, die wir haben, nicht effektiv genug ist.

Insofern, wir haben einen Investitionsrückstau, den uns keine Vorfeldorganisation der SPD bescheinigt, aber der Internationale Währungsfonds mit Frau Lagarde an der Spitze, von der ja Frau Merkel und Herr Schäuble so viel halten. Ausnahmsweise sollten sie mal auf die Dame hören.“

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CAPELLAN:Das Interview der Woche heute mit SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Lassen Sie uns über die Zukunft Europas sprechen, über das Themenfeld, auf dem Ihnen ja viele Menschen, aufgrund Ihrer langjährigen Tätigkeit als EU-Parlamentspräsident höchste Glaubwürdigkeit attestieren.:“

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SCHULZ: „Für viele Ideen, die ich heute vorgetragen habe, lohnt es sich, Wahlkampf zu machen, aber für diese Idee lohnt es sich mit heißem Herzen zu kämpfen. Das will ich tun. Und dafür brauche ich euch. Für diese Idee will ich Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden.“

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CAPELLAN: „…Martin Schulz, ein glühender Europäer. Ärgern Sie sich im Nachhinein, dass Sie nicht schon in diesem Frühjahr mehr über Europa gesprochen haben, zum Beispiel, als in vielen Städten Tausende von jungen Leuten in der Pulse-of-Europe-Bewegung auf die Straße gegangen sind. Da war von Ihnen nicht viel zu hören.

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SCHULZ: „…Ich glaube, man muss Ihre Frage mit einem Ja und mit einem Nein beantworten. Ich fange mit dem Nein an. Die Pulse-of-Europe-Leute, die kenne ich. Ich habe mir das sehr genau angeschaut. Ich bin auch mal zu einer Pulse-of-Europe-Veranstaltung gegangen, alleine, sehr diskret. Das ist eine überparteiliche Bewegung. Und ich fand es gut, dass keine Partei, auch meine eigene nicht, versucht hat, das auszunutzen.

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SCHULZ: „…Ganz bewusst rausgehalten, weil ich finde, dass so eine parteiübergreifende Bewegung, die sich ja für Europa und auch gegen rechts – das war das Einzige, was sie richtig konkret gemacht haben – gegen diese Ultranationalisten, die wir auch in Deutschland haben, sich zu stellen, dass die nicht parteipolitisch vereinnahmt werden sollten, das fand ich richtig. Das Ja, ich habe mich geärgert. Ich hätte vielleicht zu einem früheren Zeitpunkt viel intensiver auch Europa thematisieren müssen. …“

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CAPELLAN: Was würden Sie als Bundeskanzler zu allererst für Europa tun wollen?

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SCHULZ: Mit dem französischen Präsidenten zusammenzuarbeiten, um die Eurozone sicherer zu machen, aber die italienische Regierung mit einzubeziehen. Ich halte es für dringend erforderlich, dass von den vier G7-Staaten, die heute in der EU sind und einer gehen will, nämlich Großbritannien, die drei anderen, die ja nicht von ungefähr G7-Staaten sind, sondern weil sie die größten Volkswirtschaften in Europa sind, sich nicht beschränken auf zwei, also auf Frankreich und Deutschland, sondern Italien mitnehmen. Italien ist ein wichtiges Land in der Europäischen Union. Das ist das eine.

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SCHULZ: „…Und das andere, die Nationalstaaten in der EU müssen aufhören, die Steuerhoheit wie eine Monstranz vor sich her zu tragen und müssen endlich bestimmte Kompetenzen auf die EU-Ebene übertragen. Wir brauchen einen Finanzminister, der dieses Steuer-Dumping auf EU-Ebene beendet. …“

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CAPELLAN „…Warum sagen Sie heute, Europa ist bei Merkel nicht mehr in guten Händen?

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SCHULZ: „…Was ich kritisiere bis heute zu und da bleibe ich dabei, das habe ich in Brüssel kritisiert, das kritisiere ich jetzt, ist, dass die Bundesrepublik Deutschland nicht mit der Entschiedenheit, die notwendig wäre, auftritt, um den Ländern, die keine Flüchtlinge aufnehmen, zu sagen: Solidarität ist keine Einbahnstraße und keine Rosinenpickerei. Wir zahlen als Deutsche kräftig in einen EU-Haushalt ein, von dem Länder profitieren, die umgekehrt keinen einzigen Flüchtling aufnehmen. Ich finde, damit muss es ein Ende haben.…“

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SCHULZ: „... Ich glaube, dass man den Italienern auch dadurch helfen kann, dass jetzt endlich mal die Länder, die bereit sind, Flüchtlinge aufzunehmen, die Italiener nicht alleine zu lassen, sich erklären, wie viele sie aufnehmen, und gleichzeitig diejenigen, die aufnehmen, aus dem EU-Haushalt Geld bekommen. …“

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SCHULZ: „…Die Italiener werden auf Dauer nicht alle Flüchtlinge alleine nehmen. Und wenn wir verhindern wollen, dass das wieder eintritt, was 2015 eingetreten ist, dass die Länder aus Überlastung sagen, dann lass sie ziehen, dann kann man relativ schnell ausrechnen, wohin sie kommen. Und dann können die Österreicher den Brenner mit Panzern dichtmachen. Diese Leute werden Wege finden, um dann wieder in Deutschland anzukommen.

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SCHULZ: „…Ich kann für mich jedenfalls nicht in Anspruch nehmen, dass ich vor Herrn Erdogan gekuscht hätte. Ich glaube, ich gehöre zu den Politikern …

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CAPELLAN: Aber Sie werfen das der Kanzlerin vor.

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SCHULZ: Ich glaube, ich gehöre zu den Politikern, die in klaren deutschen Hauptsätzen mit Herrn Erdogan seit jeher geredet haben. Frau Merkel hat die Angewohnheit, Problemen auszuweichen. Das habe ich kritisiert.…“

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SCHULZ: „…also, wenn er uns Bedingungen stellt, dann ist irgendwann der Punkt erreicht, finde ich jedenfalls, wo ein Regierungschef sagen muss, es reicht. Deshalb habe ich Forderungen aufgestellt, die die Bundesrepublik Deutschland sofort ergreifen kann. Wir könnten die Vertiefung der Zollunion, da laufen jetzt die Verhandlungen, einstellen. Ich bin auch dafür, dass wir das tun. Die Türkei bekommt sogenannte Vorbeitrittsmittel. Das sind Gelder aus dem EU-Haushalt …

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CAPELLAN: „4,5 Milliarden bis zum Jahr 2020.“

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SCHULZ: „… ich glaube, wenn ein Staatspräsident wie Herr Erdogan sagt: „Man muss den Putschisten den Kopf abschlagen, deshalb will ich die Todesstrafe“, dann hat er sowieso die Brücken zur Europäischen Union abgebrochen. Dann müsste man in dieser Logik auch die Beitrittsverhandlungen einstellen.

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SCHULZ: Ich finde, dass der Generalsekretär der NATO, Herr Stoltenberg, auch die Pflicht hat, die spezifischen Voraussetzungen, die jedes einzelne Land, das in der NATO ist, akzeptiert. Und dazu gehört, dass Deutschland eben auch in der Tradition unserer bundesrepublikanischen Entwicklung eine Parlamentsarmee hat. Und wenn wir Soldaten irgendwo stationieren, dann weiß jedes Land, in dem deutsche Soldaten stationiert werden, vorher, dass diejenigen, die diese Armee betreuen, die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind. …“

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CAPELLAN: „…Ein Problem haben wir ja gerade auch mit Polen.…“

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SCHULZ: „... Das ist ein Punkt, der zeigt, wo wir dringend Reformbedarf haben. Mit den jetzigen Verträgen gelangen wir an eine Grenze. Die Kommission hat die notwendigen Verfahren, Rechtsstaatsprüfungsverfahren, eingeleitet. Die sind abgeschlossen. Die Kommission kommt zu dem Ergebnis, es muss eine Sanktion verhängt werden. Die Sanktion muss verhängen der Rat der Staats- und Regierungschefs, Polen dürfte an dieser Abstimmung als betroffenes Land nicht teilnehmen. wir brauchen dringend eine Reform in der Europäischen Union, die die Union in die Lage versetzt, am Ende in solchen Fällen auch das Recht durchzusetzen. Das kann sie heute nicht.

Deshalb lasst uns diskutieren: Welche Instrumente brauchen wir, damit in Europa der Raum der Sicherheit, der Freiheit und des Rechts nicht nur auf dem Papier steht?“

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SCHULZ: „…Ich habe mich entschieden, nicht in diese Regierung einzutreten, weil ich sie ablösen will. Ich finde es redlicher, zu sagen, wenn ich einer Regierungschefin sage, ich möchte sie ersetzen, dann nicht hinzugehen und zu sagen, aber tagsüber arbeiten wir jetzt schön zusammen und abends erzähle ich dem Volk: „Die ist aber eigentlich gar nicht am richtigen Platz.“

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CAPELLAN: Wie wollen Sie die Kanzlerin ablösen? Die Frage aller Fragen. Die Koalitionsoption, die Machoption, die Zusammenarbeit mit der Linkspartei, ist die möglich?

 

SCHULZ: „…Wir haben ein Ziel. Das ist, die stärkste Partei im Lande zu werden. Seien wir ehrlich, wenn ich heute die Umfragen sehe, ist das ein schwieriger Weg, aber es ist immer noch möglich. Eine Sache aber ganz klar: Wer den Euro infrage stellt, wer die europäische Zusammenarbeit infrage stellt, wer die NATO infrage stellt, der kann sicher nicht in einer Regierung arbeiten, die von mir geführt wird.

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SCHULZ: „…Wir haben ein Programm verabschiedet. Wer sich mit diesem Programm identifizieren kann, bei aller Kompromissbereitschaft, die notwendig ist in Koalitionsverhandlungen, der kann auf uns zukommen. Wer das für Unsinn hält, wer unser Programm im Bausch und Bogen ablehnt, der wird auch keine Koalitionsverhandlungen mit uns führen wollen.

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CAPELLAN: Was macht eine solche Kanzlerkandidatur mit dem Menschen Martin Schulz? Diese Achterbahn wie halten Sie das aus?

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SCHULZ: Die 22 Prozent machen Ihnen aber Spaß. Wir haben auch andere Umfragen. Da liegen wir höher. Die machen mir mehr Spaß. Aber geschenkt. Ich würde nicht die Wahrheit sagen, wenn ich sage, dass mich das nicht belastet, dass ich nicht auch manche schlaflose Nacht habe, und dass ich nur jeden Morgen aufstehe und die Zeitungen aufschlage und voll Freude bin. – bei mir selbst zu bleiben, den Versuch zu unternehmen, so zu sein, wie ich bin, durch alle Höhen und Tiefen, ein spontaner, häufig auch impulsiver, aber in der Summe selbstkritischer, optimistischer Mensch.…“

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CAPELLAN: Wir haben begonnen mit einer Frage zu Ihrer lyrischen Ader. Sie haben mal gesagt, Sie lesen jeden Abend noch in einem Buch. …“

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SCHULZ: Heute noch. Heinz Schilling, „1517: Die Weltgeschichte eines Jahres“ – ist ein faszinierendes Buch. Bei C. H. Beck erschienen. 1517, das Reformationsjahr. Schilling schaut auf Europa, auf Deutschland, aber auch auf Indien, auch auf China, auch auf die spanischen Eroberungen. Das Buch fasziniert mich von Seite zu Seite mehr.

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CAPELLAN: Martin Schulz, danke herzlich für das Gespräch!

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SCHULZ: Danke Ihnen!

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Dietmar Moews meint: Ich hörte da ständig, wie SCHULZ sagt:

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Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.

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Und dann sehe ich, wie SCHULZ den Arbeitssuchenden den Einstieg in den neuen IT-Beruf persönlich beibringt.

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Die große Regierungskoalitionspartei SPD im anlaufenden Bundestagswahlkampf im Staatssender Deutschlandfunk durch ein stundenlanges INTERVIEW täglich zu Wort zu bringen und – wie an diesem Wochendende mit dem SPD-Kanzlerkandidat MARTIN SCHULZ – hat die machtpolitische Ordnung. Kleine Parteien bekommen diese Plattform nicht – es sei denn die vom Blockparteienstaat stets gepäppelte Kapital-Agentur FDP, die noch mit 1 Prozent Stimmenanteil solche INTERVIEW-Sendungen erhält.

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Der SPD-Kandidat SCHULZ wiederholt und wiederholt seinen Grundmangel, den seinen angängigen Wahlkampf durchfärbt und prägt:

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SCHULZ stellt politische Forderungen auf und macht politische Vorschläge, die er als Kritik der aktuellen BLOCKPARTEIEN-Koalition und an der Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel zuspitzt, die SCHULZ selbst überhaupt nicht wahrmachen könnte:

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Deutschlandfunk, der das Recht an solchen Interviews hat, kann dennoch mal so sagen – auch wenn hier gezielt sinngemäß gekürzt wurde:

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Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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FINE E COMPATTO

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WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

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