Schoki-Test mit LYUBIMAYA ALYONKA Milchschokolade 29,1 % Blendkakao

Lichtgeschwindigkeit 7464

Vom Samstag, 22. Juli 2017

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Dietmar Moews meint:

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Wie? Anstatt Rosen, die dem Gott der Liebe eigen,
Statt Tulpen, die sich vornehm neigen,
Statt Lilien, Jasmin und Blütenreis,
Die deinen Sinnen so gefallen,
Die du getragen hast vor allen
An deines Busens Marmorweiß –
Was seh ich, reizende Climene?!
Wie seltsam wechselt den Geschmack das Schöne!
Du riechst nicht mehr entzückt am frischen Blütenblatt,
Nein, – an dem Kraut, dem duftlos schlaffen,
Das Afterkunst geschaffen
Zu feuchtem Pulver hat!
Mag Göttingens Professor, dürr und zopfen,
Auf dem Katheder krumm und lahm, verrannt
Ins schimmlige Latein mit tüftelndem Verstand,
Sich braunen Knaster hüstelnd stopfen
Ins lange Riechorgan mit blutlos siecher Hand;
Mag ein Dragoner schnurrbartzwirbelnd,
Matt nach durchschlemmter Nacht und blaß,
Frühmorgens sonder Unterlaß
Hinunterspülen Glas auf Glas,
Der Meerschaumpfeife Rauch verwirbelnd;
Mag eine Jungfrau sechzig Jahre alt,
Verabschiedet vom Amor und der Venus,
Ein Kunstgestell von unbestimmten Genus,
Verhutzelt, runzlicht, mißgestalt,
Klatschsüchtig, muckerisch – beim theegefüllten Glase,
Am Zucker knabbernd, in Ekstase
Sich Tabak reiben unter ihre Nase –
Doch du, o Liebliche! … O Phantasiegebild!
Wie, wenn ich Tabak wär? Aus deiner Dose
Nähmst mit zwei Fingern du hervor mich zart und mild
Und röchst an mir, als wär ich eine Rose,
Ich aber dankte meinem Götterlose
Und fiele, glitte – o der Himmelslust! –
Dir hinter’s Busentuch, an deine Atlasbrust,
Vielleicht sogar … o schweige, falsche Stimme:
Das Schwärmen bringt mir nicht Gewinn!
Das Schicksal haßt mich, blind im Grimme, –
Weh mir, daß ich nicht Tabak bin!

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(Alexander Puschkin (1799-1837); „An eine tabakschnupfende Schöne„, ca. 1812, in der Übersetzung von Friedrich Fiedler 1859 -1917)

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Ich probierte eine handgefertigte Milchschokolade LYUBIMAYA ALYONKA Milchschokolade 29,1 % Blendkakao aus Weissrussland von dem Hersteller JSC Kommunarka, Minsk, Republic of Belarus – auch in Moskau seit 1851 mit einem Zuckerbäcker Von Einem begonnen, inzwischen als traditionelle Alyonka-Herstellung (insgesamt 22.000 Mitarbeiter).

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http://www.chocozone.net

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Kurz vorab: Diese Sorte Schokolade kann sich mit 29,1% Kakaomasse auf dem deutschen Markt als Blend-Schokolade schwerlich bestehen. Blend bedeutet, dass der Kakao eine Kakaomischung verschiedener Herkunft handeln kann, die nicht benannt wird. Diese macht einen durchweg minderwertigen Eindruck und enthält allerdings kaum Zutaten, die hohe Qualität bedeuten würden, wie Lecithin & polyglycerol polyricinopleat als Emulgator und gesättigtes Fett. Die Tafel wiegt 100 Gramm und hat die klassische, längliche Form mit besonderem Basrelief-Musterung- Bruchkantenrelief an der Oberfläche. Der Schokoladentester Georg Bernardini hat diese nicht getestet. Diese LYUBIMAYA ALYONKA (bedeutet „die liebliche Alyonka“) Milchschokolade 29,1 % Blendkakao mit anderen Angeboten, Trumpf Schogetten oder die grottenschlechten Sorten von Hersheys in der Qualität konkurrieren. Sie ist nicht überteuert – frisch ist sie nicht. Herstellungsdatum oder Haltbarkeitsangabe ist nicht auf der Packung vermerkt. Hauptbestandteile sind Zucker und Fett, zu wenig Kakao und kein Salz.

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JSC Kommunarka ist der Name dieses staatlichen Chocolatiers. Über die Geschichte dieses Schokoladenproduzenten in Weissrussland ist nicht so leicht etwas zu erfahren; denn eine eigene Homepage hat er nicht. Es gibt eine Export-Verbindung nach USA.

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Verbraucher, die auf Bio- und Fair-Trade Wert legen, und die handgeschöpfte Schokoladen in Betracht ziehen, werden hiermit durchaus keinesfalls angesprochen. Wer Bean to Bar und den persönlichen Chocolatier bevorzugt, wird auch Kakaosorte und Herkunft auf der Kaufpackung finden wollen; das bietet JSC in Minsk nicht – wird da auch geröstet? conchiert? gerührt, gemahlen – welche Dauer solcher Arbeitsschritte? – das bietet ISC für die LYUBIMAYA ALYONKA Milchschokolade heute nicht.

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht so dunkel ist, das Schönste. Diese Milchschokolade 29,1 % Kakao duftet dezent. Wer Süßigkeiten aus dem Comecon erlebt hatte, auch weil es nichts Besseres gab – DDR-Schokolade fast ohne Kakao und dergleichen – kann dieser „Geliebten Elena“ durchaus was abgewinnen; denn Fett ist ja auch ein wichtiges Lebensmittel. Wer Spitzenqualität der Bean to Bar Hersteller schätzt, mag diese LYUBIMAYA mit nur angeblich 29,1& Kakao nicht. Der Schmelz im Mund schleimt und ist talgig. Das Vanille-Aroma ist nicht ernsthaft zu identifizieren. Hier hat der weissrussische staatliche Hersteller JSC in Minsk den Anschluss an die russischen Konsumenten gefunden – westeuropäische Schokoladengenießer sind Zaungäste. Die Beschriftung wird in BY für Weissrussland, UA für Ukraine und USA für Vereinigte Staaten von Amerika in unlesbarer Winzigstschriftgrad (Punkt 5-7) aufgedruckt, die kaum mit einer Lupe lesbar ist.

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Die dekorative weiße Papier-Hülle mit buntem Liebesmarken-Kindskopf und rotem weißgepunktetem Getue, dazu eine großer Namenszug in rotkäppchenroter Schreibschrift „LYUBIMAYA ALYONKA“, 100 Gramm. Die Innenverpackung besteht aus mickrig silbercachiertem Papier und schließt nicht luftdicht. Als Herstellungsdatum findet man keine Angabe, beste Genießbarkeit auch nicht.

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Man findet auf der Hinterseite auf weißem glänzenden Papiergrund die Zusammensetzungsanteile, die üblichen Nährwertangaben über Inhalte und Kalorien von den Zutaten und Kalorien in mehreren Sprachen, neben Weissrussisch, Ukrainisch und Englisch.

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Diese weissrussische Schokolade „LYUBIMAYA ALYONKA“ aus russischer Tradition, die wir als Milchschokolade ansprechen können, besteht aus viel Zucker, ist sehr fett, Kakaobutter, Kakaomasse, Sahnepulver, Milchpulver, sowie Fettextrakt aus frischer Sahne, Lecithin & Polyglycerol Polyricinopleat als Emulgator, Vanillin, mindestens 29,1 % Kakao.

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Die Angaben der Nährwerttabelle per 100 Gramm können als Durchschnittswerte angenommen werden:

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Energie 560 kcal / 2345 kj

Fett 35,5 g

davon gesättigte Fettsäuren 20,9 g

Kohlenhydrate 52,4 g

davon Zucker 52,4 g

Eiweiß 7,1 g

Salz 0 g

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Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden, diese stellt solche Fragen nicht und hält sich auf der Industrie-Handels-Qualitätsebene.

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Die JSC-Süßigkeiten tragen als Manufaktur die verlangten Qualitätslabels für industrielle Produzenten nicht, wie die Produkte der großen westlichen industriellen Schokoladenhersteller aufweisen sollten, die große standardisierte Stückzahlen herstellen – wo also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen aus Fließbändern kommen. Die LYUBIMAYA ALYONKA 29,1% Kakao zählt zu den Angeboten, die durchaus ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter entstehen. Sie werden in Weissrussland und der Ukraine und in den USA vermarktet – aber aus Industriestreit nicht auf dem russischen Markt, also nicht in Moskau oder Petersburg.

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Diese traditionelle weissrussische/russische Marke, Alyonka dient dem Kundenanspruch, informiert zu werden, nicht wirklich, auch wenn ein Produkt in dieser Machart auch ohne die Informationen verkauft wird. Wo kaufen die Minsker Staatsmanager den Kakao ein? – wäre schon interessant zu erfahren.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese Schokolade LYUBIMAYA ALYONKA 29,1% Kakao, damit der Genießer weiß, dass im heutigen Weissrussland Süßigkeiten mit spezieller Qualität angeboten und so geschätzt werden.

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FAZIT Dr. Dietmar Moews: Ich gebe der nicht Bean to Bar und aufgrund der Beschaffenheit, der Unfeinheit und der geschmacklichen Abstimmung, aber den nicht biologisch-kontrollierten Zutaten sowie einem Lecithin-Emulgator, nur EINE von SECHS KAKAOBOHNEN unter Qualitäten.

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FINE E COMPATTO

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WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

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gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

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