STEPHEN BIKO 40 Jahre Port Elizabeth weather‘s fine

Lichtgeschwindigkeit 7420

Vom Sonntag, 2. Juli 2017

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Vor vierzig Jahren lebte der Bantu-Schwarzafrikaner Stephen Biko (1946-1977) noch.

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Vor vierzig Jahren wurden die Menschen Südafrikas noch von einem harten APARTHEIDS-System und von rigiden weißen Herrschern geführt.

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Vor vierzig Jahren haben wir in der Bundesrepublik Deutschland in einer alternativen Gesellschaftsbewegung, aus der dann im Weiteren die GRÜNE Partei entfaltet wurde, die Freiheitsdiskussion, die Demokratiediskussion, die Friedensdiskussion, die Ökologiediskussion, die Anti-Apartheids-Diskussion haben wir 1977 in der vielfältigen sozio-kulturellen Selbstorganisation wie in die formlosen Öffentlichkeit manifestiert.

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In der deutschen Kunst- und Literaturszene wurde Breiten Breidenbach diskutiert, Apelle für Nelson Mandelas (1918-2013), der Geisel des südafrikanischen Machthabers in Johannesburg, Botha, unterschrieben sowie die Gedanlken und Aktionen des internationalen BLACK CONCIOUSNESS MOVEMENT und des südafrikanischen Mitgründers und Aktivist für Gerechtigkeit Stephen Biko kommunizieren geholfen.

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Im September 1977 dachte Pieter Willem Bothas (1916-2008) APARTHEID von Südafrika noch nicht an die spätere Revolution, die NELSON MANDELA knapp zehn Jahre später mit europäischer Unterstützung für ganz Afrika erreichen konnte.

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Im September 1977 wurde der am 18. August, nahe seinem Geburtsort King William‘s Town, verhaftete Steve Biko nach Port Elizabeth verbracht, dort in Polizeigewahrsam massakriert und noch 1000 Kilometer weit nach Pretoria transportiert, wo er starb.

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Der britische Musiker Peter Gabriel hat ihm einen Song gewidmet, der im Londoner Wembley-Stadion und zu anderen bewegenden Großveranstaltungen gesungen und gespielt worden ist.

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Stephen Bantu Biko, meist abgekürzt zu Steve Biko, wurde am 18. Dezember 1946 in Ginsberg Location, King William‘s Town, in der Südafrikanischen Union geboren. Er kam am 12. September 1977, erst 31-jährig, in Pretoria ums Leben, weil er ein bekannter Bürgerrechtler in Südafrika und weit darüber hinaus war und als ein Begründer der Black-Concious-Bewegung war, die in Deutschland auch „Anti-Apartheids-Bewegung hieß. Schwarzafrikanische Emigranten sprachen von AZANIA wenn sie das Südafrika der Apartheid meinten.

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Stephen Bantu Biko war das dritte der vier Kinder von Mathew Mzingaye Biko und Alice Nokuzola Biko. Er zeigte sich bereits in seiner Schulzeit als vehementer Gegner der Apartheid-Politik. Seit dem Juni 1964 erhielt er seine Schulausbildung im von katholischen Missionarinnen geleiteten St. Francis College in Mariannhill in der Nähe von Durban. 1966 begann er ein Studium der Medizin in Durban an der Medical School der University of Natal Non European section, wo er seinen späteren Freund und Mentor Joshua Mboya Dada kennenlernte. Er gehörte anfangs der Studentenbewegung United Christian Movement an. Sein wachsendes politisches Engagement, ab 1968 in der von ihm begründeten South African Students‘ Organisation (SASO), führte jedoch zu nachlassender Studientätigkeit. So wurde er 1973 zwangsexmatrikuliert.

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Biko beteiligte sich 1972 an der Gründung der Graswurzelbewegung Black Community Programmes (BCP), eines überregionalen Netzwerks gemeindebasierter Organisationen, und trat bei großen öffentlichen Versammlungen auf. 1973 verhängte die Apartheid-Regierung einen Bann über ihn, der mit scharfen Auflagen verbunden war: Er wurde überwacht, durfte seine Heimatstadt nicht verlassen und nicht mit mehr als einer Person gleichzeitig sprechen. Aufgrund dieser Auflagen konnte Biko, der sich zunehmend für Rechtsfragen interessierte, nur ein Fernstudium der Rechtswissenschaft aufnehmen.

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Während dieser Zeit beteiligte sich Biko an spezifischen politischen Aktivitäten, so war er beispielsweise an der Gründung des Zimele Trust Fund führend beteiligt. Das war eine gemeinwesenorientierte Institution mit Unterstützung durch südafrikanische Kirchen, die mittels individueller Fördermaßnahmen zur Schaffung von Erwerbsgrundlagen für Familien politischer Häftlinge oder für diese selbst nach ihrer Haftentlassung beitrug.

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Zugleich verstärkte er seine Aktivität in den BCP. Diese riefen erneut den Staatsapparat auf den Plan, mit der Folge, dass er sich ab 1975 überhaupt nicht mehr politisch betätigen durfte. In der Folgezeit wurde Biko mehrfach verhaftet, zuletzt am 18. August 1977 außerhalb von King William’s Town, als die Sicherheitspolizei ihn aufgriff und wegen Verletzung seiner Auflagen verhaftete. Sie internierte ihn in einem Gefängnis in der nahegelegenen Stadt Port Elizabeth. Während der anschließenden Verhöre im „Police-Room 6-1-9“ wurden ihm durch Folter schwere Kopfverletzungen zugefügt.

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Am 11. September wurde Biko nackt und bewusstlos in einem Polizeiwagen mehr als 1000 Kilometer nach Pretoria transportiert. Dort starb er in der folgenden Nacht an seinen Verletzungen im Gefängniskrankenhaus. Am 13. September 1977 wurde sein Tod bekannt gegeben. Justizminister James Kruger behauptete zunächst, der Tod sei Folge eines Hungerstreiks Nach einer gerichtlich angeordneten Untersuchung verneinte das Gericht am 2. Dezember 1977, dass Biko an den Folgen seiner Verletzungen gestorben war, die ihm in Port Elizabeth zugefügt worden waren. Die Autopsie wurde durch den damaligen staatlichen Chefpathologen Südafrikas, Johan Loubser, geleitet. Jonathan Gluckman, ebenso ein Pathologe, war als Arzt der Familie hierbei anwesend. Der Rechtsanwalt Sydney Kentritge, der für seine harten Kreuzverhöre bekannt war, vertrat dabei Bikos Familie in rechtlichen Fragen. Er erreichte, dass die zahlreichen, auch ausländischen Journalisten sich ein genaues Bild vom Tod Bikos machen konnten. Zuvor hatte ein Bericht der Journalistin Helen Zille in der Tageszeitung Rand Daily Mail die Öffentlichkeit über die wahren Umstände von Bikos Tod aufgeklärt. Zu einer Anklage wegen Mordes oder Totschlags kam es gleichwohl nicht.

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Anfang 1997 gaben fünf frühere Beamte der South Africa Police vor der Wahrheits- und Versöhnungskommission zu, an Bikos Tötung, die von deutschsprachigen Medien als Mord eingestuft wird, beteiligt gewesen zu sein. Nach Intervention der Familie Bikos wurde keine Amnestie gewährt.

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Bikos Grab befindet sich in King William’s Town, Ginsberg Location, Südafrika.

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Die gewaltsame Tötung Bikos führte zu einem internationalen Eklat. Biko wurde zu einem Symbol der Widerstandsbewegung gegen das Apartheid-Regime. Die südafrikanische Regierung belegte infolge der Ereignisse eine Reihe von Personen und Organisationen mit einem Bann, darunter alle Organisationen des Black Consciousness Movements sowie den Journalisten Donald Woods, der die Umstände von Bikos Tod zusammen mit Helen Zille aufgedeckt hatte. Der UN-Sicherheitsrat reagierte mit einem Waffenembargo gegen Südafrika.

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Biko heiratete 1970 Ntsiki Mashalaba, mit der er zwei Kinder hatte. Zwei weitere Kinder hatte er mit der Aktivistin Mamphela Ramphele, darunter den 1978 geborenen Hiumelo Biko, der heute ein bekannter Unternehmer ist. Ein fünftes Kind wurde 1977 aus einer weiteren außerehelichen Beziehung geboren.

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Donald Woods informierte über das Schicksal Bikos in seinem Buch Steve Biko – Stimme der Menschlichkeit. Richard Attenborough drehte nach diesem Buch 1987 den Film „Schrei nach Freiheit“

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Peter Gabriel schrieb das vielbeachtete Lied Biko, das auf seinem dritten Studioalbum 1980 erschien. Es wurde verschiedentlich von anderen Künstlern interpretiert, etwa von Joan Baez, Robert Wyatt, Simple Minds, Ray Wilson, Manu Dibango, Paul Simon und BAP. Auch auf der in deutscher Sprache unter dem Namen Ein deutsches Album erschienenen Version dieses dritten Studioalbums findet sich eine Version von Biko in einer Übersetzung von Horst Königstein.

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Christy Moore behandelt das Thema in seinem Song Biko Drum. Die englische Roots-Reggae-Band Steel Pulse erinnerte schon 1979 mit dem Song Biko’s Kindred Lament an den ungerechten Tod des Bürgerrechtlers. Auf ihrem Album Hebron Gate ehrte ihn die kalifornische Reggae-Band Groundation in dem Song Silver Tongue Show in einer Reihe mit Marcus Garvey und Mohandas Gandhi.

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Außerdem findet Steve Biko in dem Song Revolution der Funk-Band Earth, Wind & Fire Erwähnung, sowie in Diallo, einem Lied von Wyclef Jean über den in New York erschossenen guinesischen Immigranten Amadou Diallo, 1985 schuf die Malerin Helga Ginevra das Bild Biko, oh Biko als Hommage an Steve Biko. 2000 erschien der Film The Color of Friendship nach der Kurzgeschichte Simunye von Piper Dellums, in der die Apartheid und der Tod Steve Bikos eine Schlüsselrolle spielen.

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Darüber hinaus widmete ihm die Band A Tribe Called Quest im Jahr 1993 auf ihrem Album Midnight Marauders den Song Steve Biko (Stir It Up).

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Laut Wikipedia erhielt Stephen Biko öffentliche Ehrungen

  • 1998 wurde in Südafrika die Steve Biko Foundation gegründet.
  • 2003 erhielt er postum den südafrikanischen Order of meritorious service in Gold.
  • 2008 Umbenennung des Pretoria Academic Hospital (H F Verwoerd Hospital 1967–1997) in Steve Biko Academic Hospital.

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Dietmar Moews meint: Erlebt man heute die Video-Aufzeichnungen großer öffentlicher Aufführungen des Songs BIKO, beeindruckt auch, in welcher großen Anteilnahme so ein Fokus, wie BIKO/Apartheid/Mord von Menschen verkörpert werden kann.

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Gleichzeitig gibt es viele Briten, die auf internationalen GOLF-Plätzen verkehren und verhasst kommentieren:

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Peter Gabriel – dieser Kommunist. BIKO? – na und?

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Immerhin gibt es in Südafrika inzwischen eine Akzentverschiebung zwischen Weiß und Schwarz, hin zu REICH und ARM – unter offizieller ehrender Erinnerung an Stephen Biko, der für die Emanzipation der in Afrika angestammten schwarzen Einwohner gelebt hat und dafür sterben musste.

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Dieser Blogbeitrag ist weitgehend auf den Wikipedia-Eintrag zu Stephen Biko gestützt.

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