Simone Veil 1927- 2017 Kurznachruf

Lichtgeschwindigkeit 7417

Vom Samstag, 1. Juli 2017

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Simone Veil (geborene Jacob), die französische und europäische Politikerin, geboren am 13. Juli 1927 in Nizza, ist jetzt kurz vor ihrem 90sten Geburtstag, am 30. Juni 2017, in Paris gestorben.

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Simone Veil war mit Antoine Veil verheiratet, mit dem sie drei Söhne bekam. Ihr erstes Kind bekam sie mit 19 Jahren. In den fünfziger Jahren lebte sie mit ihrem Mann, der im Konsulat in Wiesbaden tätig war, eine Zeit lang in Deutschland.

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Simone Veil entstammt einer jüdischen Familie und wurde Opfer der europäischen Judenvernichtung. Die Familie wurde im Jahr 1944 von der Gestapo verhaftet und anschließend über viele Stationen deportiert. Über Ravensbrück kam sie nach Auschwitz-Birkenau. Die Selektion bei der Ankunft in Auschwitz überlebte sie, weil sie vortäuschte, bereits 18 Jahre alt zu sein. Sie überlebten acht Monate im Konzetrationslager Auschwitz-Birkenau. Im Januar 1945 machten sie zusammen den Todesmarsch von Auschwitz zum KZ Bergen-Belsen durch. Ihre Mutter Yvonne Jacob starb am 15. März 1945 in Bergen Belsen an der Typhusepidemie, die dort grassierte. Kurz danach, am 15. April 1945, wurden Simone und ihre Schwester Milou in Bergen-Belsen von den britischen Streitkräften befreit.

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Simone Veil studierte am Institut d#études politiques de Paris. Die ausgebildete Juristin Veil gehörte von 1974 bis 1979 den Regierungs-Kabinetten Jacques Chiracs und Raymond Barres als Gesundheitsministerin an. Sie war nach Germaine Poinso-Chapuis die zweite Frau auf einem Ministerposten in Frankreich. In ihrer Funktion als Gesundheitsministerin sorgte sie für einen erleichterten Zugang zu Verhütungsmitteln – der Verkauf von Verhütungsmitteln wie der Pille war in Frankreich erst 1967 legalisiert worden. Mit ihrem Namen am meisten verbunden ist jedoch ihr harter Kampf für die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in Frankreich. Ein Gesetz zur Fristenregelung wurde am 17. Januar 1975 durch das französische Parlament angenommen und ist als Loi Veil („Veil-Gesetz“) bekannt.

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Nach ihrem Ausscheiden aus der Regierung kandidierte sie für die UDF als Spitzenkandidatin bei den ersten Europawahlen 1979. Das Europäische Parlament wählte Veil zur Präsidentin. Sie war die erste Frau, die dieses Amt innehatte. Von 1979 bis 1982 war sie Präsidentin des Europäischen Parlamentes. Seit dem 20. November 2008 war Simone Veil Mitglied der Académie francaise.

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Unter Premierminister Édouard Balladur war sie zwischen 1993 und 1995 Ministerin für Soziales, Gesundheit und Stadtwesen im Range einer Staatsministerin.

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Veil war von 1998 bis 2007 Mitglied des französischen Verfassungsrats.

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2008 wurde Veil zum Mitglied der Académie française gewählt, die sich der Pflege der französischen Sprache widmet. Ihr Sitz dort war Fauteuil 13, auf dem auch schon der Dichter Racine saß; sie übernahm diesen Sitz am 18. März 2010.

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Im Jahr 1981 wurde Simone Veil mit dem Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen „für ein demokratisches Europa“ ausgezeichnet. 2005 erhielt sie den Prinz-von-Asturien-Preis. In Wiesbaden wurde Mitte der neunziger Jahre im Europaviertel (einem ehemaligen US-Militärgelände) eine Straße nach Simone Veil benannt. 2010 wurden ihr der Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf sowie der Europäische Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma verliehen, 2011 der Schillerpreis der Stadt Marbach am Neckar.

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(Dieser Blogbeitrag fußt auf diversen Quellen, auch Wikipedia)

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