Johannes Grützke 1937 – 2017 Kurznachruf

Lichtgeschwindigkeit 7325

Vom Donnerstag, 18. Mai 2017

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Johannes Grützke, geboren am 30. September 1937 in Berlin, ist jetzt 79-jährig, am 17. Mai 2017, in Berlin gestorben. Grützke war ein studierter deutscher Maler, Zeichner, Grafiker und Medailleur und gelernter Glasmaler. Er litt letztlich jahrelang an einer auszehrenden Krankheit.

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Johannes Grützke wurde etwa 1960 Meisterschüler von dem Düsseldorfer Professor an der Hochschule für Bildende Künste am Steinplatz, Westberlin, Peter Janssen (rheinische Sezession/Mutter Ey), wo er seinen künstlerischen Weg fand, auch in den Deutschen Künstlerbund aufgenommen wurde und mit seinen varianten Selbstportraits bekannt wurde.

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Grützkes Fleischmalerei in Öl auf Leinwand trug anders als Lucian Freud und Francis Bacon, aber auch anders als Willi Sitte, Wirkungen von Rubens bis Franz Hals vor, die kraftvoll und pikant zugleich war.

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Als Grützke seiner Meisterschaft auch ein meisterliches Selbstvertrauen beibrachte – etwa Mitte der 1980er Jahre erst, bis dahin war er öffentlich immer sehr affektiert, verspannt und scheu – sagte er mal, eine Ausstellung eröffnend, zum Kampfbegriff REALISMUS:

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Ach, verehrte Damen und Herren … ich bin jetzt so weit, dass ich es laut sage: Moderne Kunst ist Blödsinn. Ich habe damit nichts zu tun. Ich bin kein moderner Künstler. Ich bin Klassiker. Kunst ist nicht modern, sondern immer.“ (zit. Mathias Döpfner DIE WeLT, 18. Mai 2017, S. 21: „Seine große Anerkennung hat er noch vor sich, und sie wird kommen, jetzt, da er tot ist.“

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Johannes Grützke studierte von 1957 bis 1964 an der HfBK in Berlin zunächst bei Hans Orlowski, danach als Meisterschüler bei Peter Janssen. 1962 nahm er als Schüler an dem von Oskar Kokoschla geleiteten Kurs der Internationalen Sommerakademie Salzburg tei. In Bad Godesberg, wohin er 1964 umzog, hatte er im gleichen Jahr seine erste Einzelausstellung in Galeria Pro.

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Außer als Maler, Zeichner und Druckgrafiker arbeitete Grützke auch als Bühnenbildner für das Theater. 1979 begann seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Peter Zadek. Von 1985 bis 1988 war er dessen künstlerischer Berater am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und stattete verschiedene Inszenierungen aus, darunter die legendäre Urfassung von LULU von Frank Wedekind, Jehoschua Sobols GHETTO und Weiningers Nacht sowie am Wiener Burgtheater Shakespeares DER KAUFMANN VON VENEDIG.

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Grützke lehrte 1976/1977 als Gastdozent an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, 1987 kehrte er, diesmal als Dozent in Nachfolge seines ehemaligen Lehrers Oskar Kokoschka, an die Internationale Sommerakademie Salzburg zurück. Im Jahr 1990 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Künstlersonderbundes in Deutchland. Von 1992 bis 2002 war er Professor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Johannes Grützke war Mitglied der Freien Akademie der künste Hamburg.

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Kurz – ehrenwerter Weise gehörte Grützke nicht zur SALONPERSONNAGE, nicht zum konkreten Dunst der SOZIALDEMOKRATIE und der KULTURPOLITISCHEN GESELLSCHAFT Hagen.

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Stilistische Positionierung von Johannes Grützke wird durch die Mitbegründung und als bekanntester Maler aus der SCHULE DER NEUEN PRÄCHTIGKEIT. Er malte in einem figuartiven, sehr eigenständigen Stil. Die von ihm dargestellten Personen und die Szenen, in die er sie stellte, wirken ironisch überzeichnet. Als Porträtist idealisierte er seine Modelle nicht, sondern versuchte, sich durch Verzerrung der Charakteristik und Physiognomie des Dargestellten zu nähern. Seine Bilder sind ironische Reflexionen historischer, mythologischer und religiöser Stoffe, bizarre Beschreibungen sozialen Verhaltens sowie schonungslose Selbstbefragungen und immer er selbst oft als verzerrtes Modell in den figürlichen Kompositionen.

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Dietmar Moews meint: Verlust – wenn ein kenntnisreicher und begabter Meister abtritt – der eine große Lücke reisst. Denn nur wenige deutsche Künstler besitzen soviel Hirn, Bescheid zu wissen, mit welch boschewikischem SALONPERSONNAGE-Netzen die Kunst in Deutschland gelähmt und gekauft wird – . Als Malerfreund von Peter Janssen kannte ich JOHANNES GRÜTZKE. Auch er wusste über den herrschenden Schranzenbetrieb Bescheid, hielt sich fern und fand ebenfalls die NISCHEN, daran vorbeizukommen.

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