Joachim Kaiser 1928-2017 Kurznachruf

Lichtgeschwindigkeit 7315

Vom Sonnabend, 13. Mai 2017

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Der Münchner Musikkritiker Joachim Kaiser, geboren am 18. Dezember 1928, in Milken, Kreis Lötzen, Ostpreußen, ist jetzt am 11. Mai 2017, 88-jährig in München gestorben. Kaiser konnte bis zum Jahre 2011 noch seine Aufmerksamkeit für das Kunstgeschehen erbringen und publizieren. Dann waren seine Kräfte krankheitsbedingt so weit eingeschränkt, dass er jetzt sterben musste.

Joachim Kaiser war Heimatvertriebener und seit 1959 leitender Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, sogar seit 1977 bis 1996 Professor für Musikgeschichte an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Stuttgart. Er war seit 1953 bei der „Gruppe 47“ (Salonpersonnage) integriert und später Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland,

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Kaiser hat sich im Dunstkreis des Sozi-Milieus und der ADORNITEN derart eingenistet, dass um seine Publikationsmacht nie zu fürchten war. Kaiser hatte allerdings nicht das denkerische Format, sich mit den Anmaßungen von ADORNO und der Frankfurter Schule ernstlich auseinander zu setzen.

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Was Kaiser vermochte war, von den ausübenden Musikern ernstgenommen und respektiert zu werden, ungeachtet seiner adornitischen Macken, weil Kaiser insbesondere für Klaviermusik und für die großen „Klassiker“ den zeitgenmäßen Kritik- bzw. -Berichtsstil fand, den er durch die Süddeutsche Zeitung jederzeit in die Debatte werfen durfte. So war er „mächtig“,

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Während also die politische Implikationen von Joachim Kaiser zugunsten der Kulturindustrie und des Kunstbetriebs als angepasster, affirmativer Schreiberling hervorkam, brachte er als individueller Konzertkritiker stets beachtliche Hörweisen/Sichtweisen heraus. Ich habe in den 1980er-90er Jahren die Süddeutsche Zeitung und die Musik in München selbst intensiv miterlebt.

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In den vergangenen Jahren ist Joachim Kaiser von der publizistischen Bildfläche verschwunden – niemand hat ihn vermisst. Ihm geht es wie allen stalinistischen Dialektikern, deren Theorien überflüssig nur der Partei und dem Eigennutz dienen.

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Als Musiker und Musikkritiker ist mit Joachim Kaiser jetzt eine Kapazität gestorben, deren Tod grundsätzlich ein unersätzlicher Verlust für die lebendige Musik- und Konzertdynamik in Deutschland ist.

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