Präsidentschaftswahl im TV-Duell: Marine Le Pen (Front National, links) und Emmanuel Mácron (En Marche)

Lichtgeschwindigkeit 7300

Vom Donnerstag, 4. Mai 2017

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KURZ VORAB: Dr. Dietmar Moews erwartet einen knapperen Sieg des bourgeoisen MÁCRON bei der Stichwahl als anfangs festzustehen schien. Denn es werden am Sonntag auch Linnksaußen und Verdrossene die Flucht ins nationalistische Gesprudel Le Pens suchen.

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Zweieinhalb Stunden sendete ein Sendezusammenschluss im französischen Fernsehen ein RHETORIK-DUELL zwischen den beiden zur Stichwahl qualifizierten Präsidentschaftskandidaten zur Präsidentschaftswahl im TV-Duell am kommenden Sonntag: Marine Le Pen (Front National, links) und Emmanuel Macron (En Marche).

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Zwei Gesprächsleiter stellten den Kandidaten FRAGEN zu fünf Themenfeldern der politischen AGENDA und wachten auf die Redezeiten – insgesamt je über 60 Minuten für beide: Sozialpolitik, Wirtschaft/Bildung, Staatsfinanzen/Euro-Währung, Immigration/Integration, EUROPA/EU.

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Sinnvoller Weise wurden die Themenfelder nicht hart abgegrenzt, sodass jeder Rhetor thematisch nach Belieben explorieren konnte.

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Dass die wichtigsten Themen, der FÜHRUNG und FÜHRUNG (also die Integration durch Konsonanz der französischen Gemüter) sowie die technik-politische Zukunft der IT-REVOLUTION überhaupt nicht nominiert wurden sowie Aspekte des Laizismus, des Katholizismus und der aufkommende Islam und des Terrorismus vermutlich als zu intelligent gar nicht vorkamen, ist bedeutend für die Einschätzung der Wahlkämpfer ihrer Wähler.

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MARINE LE PEN (49) trat sprudelköpfig und andauernd unsachlich auf. Sie hielt sich weder an die Fragen noch an die Stellungnahmen des Rivalen, sondern hämmerte permanent aggressiv dazwischen – wodurch auch die Redezeiten beider eigentlich nicht balanciert werden konnte. Damit fand MARINE allerdings einem durchaus ihrem Typ gemäße Auftrittsform – unsachlich, weitgehend inhaltsfrei bzw. nicht konsistent und widersprüchlich und hartschig. Sie stellte den NATIONALISMUS der FRONT NATIONAL hart heraus, Mácron sei Agent der Reichen und des Establishments, MARINE selbst sei VOLKSKANDIDATIN. Schließung der Staatsgrenzen, Zurücksetzung aller Nichtfranzosen in Frankreich, betonte ausdrücklich, nicht antisemitisch und nicht fremdenfeindlich zu sein. Dazu Deutschlandfeindlichkeit. Die schlecht vorbereitete Sprudelrhetorik MARINES bildete letztlich einen Spontanwust, der eher auf politische Folkloristen und Unterklassenbildung zielte.

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EMMANUEL MÁCRON (39) betonte eine eu-politische Zukunft zur Integration derzeitiger politischer Defizite und Problem im Leben der Franzosen. Und stellte unverzüglich in seinem Typ nicht angemessener Art ebenfalls auf das Dazwischenreden und störende Teilnahme der Kontrahentin.

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MÁCRON brachte zumindest alle seine einzelnen Positionen zu den Fragefeldern, sogar gegen Le Pen und Front National wie auch zur bisherigen Politik abgegrenzt, verständlich vor. Mácron trug prägnant vor und setzte einige markante Signale auf MARINE – ihre Inferiorität: sie lüge, sie sei schlecht vorbereitet, sie gäbe keine Antworten, ihr Programm sei leer. Dazu liefe FRONT NATION-Politik auf Krieg mit den Nachbarn hinaus, sei nicht finanziert, sei nicht das Format eines Präsidenten Frankreichs.

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MÁCRON war elastisch, aber dadurch in seiner Aggression im „Kasperle-Theaters“ nicht seinem feineren Typ gemäß deutlich genug geworden.

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Dietmar Moews meint: Beide Kandidaten boten letztlich ein hart konträres Programm

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für EU-global und durchaus bourgeoise Mácron,

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gegen EU-nationalistisch und pöbelhaft Le Pen –

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also es besteht bei der Stichwahl eine klare Alternative zwischen zwei Richtungen und zwei Personen.

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Jedoch bestehen die Wähler Frankreichs nicht ebenso aus zwei verschiedenen „Gruppen“.

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MARINE wird von mehreren nicht miteinander einhergehenden Wählergruppen, z. B. wohlständige Mittelstandsbauern und Tourismuswirtschafter in Südfrankreich, in Elsass und Lothringen – aber auch von ungebildeten. Arbeitslosen, schlechtgestellten „Bio-Franzosen“.

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MÁCRON indes tritt an, um als hochgebildeter Vertreter der Nachwuchsgeneration – sogar ohne eigene Partei – die Zukunft Frankreichs auf einem europäisch-global-ausgerichteten Weg innovativ und meliorisierend fortzusetzen.

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Es steht klar vor den Wählern – entweder ein Bruch mit der „ENA“-Nomentklatura mit MARINE unter dem Signet „grande Nation“ oder TRADITION mit MÁCRON, neue Kräfte auf dem bisherigen republikanisch-rechtsstaatlichen Weg zu starten.

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Die demografischen Aussichten für die Stichwahl setzen sich „theoretisch“ aus den Le PEN-Nationalisten gegen die postmoderne REPUBLIQUE ins Verhältnis. Dabei hat Le Pen ihr Klientel bereits zur Akkumulation gebracht und ist kaum ausbaufähig. Mácron wird weitreichend die Anti-LePEn-Wähler auf sich ziehen können.

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Damit ist Mácron zweifellos der kommende Präsident.

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Die Stimmung auf Umfrage nach diesem TV-Duell hat die Favoritenstellung von Mácron nicht verschlechtert sondern bestätigt. Auch Marine hat lediglich ihren Front National-Revanchisten aus der Seele gesprochen und damit aufgeklärte Franzosen verprellt.

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Das französische Fernsehen konnte bei dieser Performance nicht gut aussehen – es war eine schwer erträgliche zweieinhalbstündige Live-Sendung – zumal die Programm längst bekannt waren und das Abwarten auf unkonsistente Aussagefehler der sprudelköpfigen MARINE auch nicht wirklich inspirierend war.

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In Deutschland wurde die Show beim Staatssender PHOENIX live übertragen und mit teils ungeduldigen Simultanübersetzerin und -übersetzer vermittelt. Dabei war der Mácron-Übersetzer etwas vokabelarm, was zu einer zusätzlich redundanten Wirkung der Mácron-Stellungnahmen führte, der in seinem Original-Französisch sprachlich vielfältiger und feiner redete als er dann beim Deutschübersetzer schlechter wegkam.

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