Deutschlandfunk KLANGDESIGN affirmativer als neu

Lichtgeschwindigkeit 7298

Vom Dienstag, 2. Mai 2017

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Der Deutschlandfunk Köln hat den Mai 2017 mit neuem „Klangdesign“ begonnen. Daneben wurden auch die bildlichen Signale, Aufmachung der Internetzformate – blau, orange oder grün -, der Drucksachen, Briefköpfe, Plakate, Faltblätter, Programmdrucksachen, gemäßigt verändert, erneuert.

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Die „KENNUNGEN“ von Radio, Audio – also Deutschlandfunk-Klangdesign, Klingen und Hören – angesprochen sind – beim ersten Hören – lediglich die ständig wiedererkennbaren akustischen Signale, die bei sendethematischen Schnitten als Übergang oder Anschluss erklingen.

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Wir bekommen jetzt also den C-Dur-Septime-Dreiklang (C+G+B) zum C-Dur (F+G+C) auf der Klaviertaste, mit und ohne Sekundenpiepser als Zeitpuffer.

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So werden im Deutschlandfunk – wie gehabt – die offenen Beitragsdauern zeitlich angeschnitten, sodass Hörer in solchen inhaltsleeren Pufferzeiten wiedererkennen und damit wissen können, welcher Sender gerade herauskommt und was die Stunde geschlagen hat.

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Dieses Übergangsignal geht dann entweder in den letzten Sekunden-Pieps – etwa vor den aktuellen Nachrichten – über oder es erklingt ein Trailer, der einem speziellen Sendeformat die wiederkehrende Ankündigung voranstellt bzw. als fade out zum Schluss einer Sendung und Anschluss zum folgenden Programm.

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Es könnte auch ein beschleunigender Automotor oder eine alärmende Vollbremsung mit Aufprall zur vollen Stunde ins Sekundenpiepsen übergehen. Ein Kikeriki, dagegen, wäre zu tageszeitbeschränkt. Hier – beim innovativen C-Dur (nach Adorno) – hört man jedenfalls, dass sich die „Klangdesigner“ selbst ernst nehmen.

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Im früheren Dampfradio gab es bei Live-Angeboten Pausenzeichen, die signalisierten, dass der Sender richtig eingestellt und aktiv ist, aber die Hören auf Fortsetzung im Programm warten, z. B. weil ein Schaltung dauert, weil eine Verbindung nicht unverzüglich besteht, weil ein externer Telefon-Mitwirkender absichtlich oder versehentlich nicht sendefähige Verwirrung hineinbringt, weil eine Rückkopplung ausgelöst wird, weil Verabredungen oder angekündigte Expositionen verwechselt wurden usw. usf.

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Heute werden Pufferzeiten im Deutschlandfunk mit vielen verschiedenen stimmungsgeprägten Endlos-Rhythmen – beliebig passend – hineingeregelt oder ausgeblendet. Dennoch wird auch dabei ein „Klangdesign“ serviert, dass einen verlässlichen Wiedererkennungswert vermittelt – es handelt sich weitgehend um urheberrechtlich originale Klänge bzw. um Adaptionen mit besonderem Arrangement.

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Verlässlichkeit, Zutraulichkeit, Wiederholungs-Erkennbarkeit – darum geht es.

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Änderungen bedürfen folglich einer Eingewöhnung. Es muss also beim ersten Hören akzeptabel klingen, beim zweiten bereits wiedererkennbar sein, aber nach Wochen oder Jahren noch anregend wirken und nicht überdrüssig auf die Nerven gehen.

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Auch Aleatorik würde zur gewohnten Serie. Sobald hinter dem Design Nutzen und Gebrauchswert nicht nur versprochen, sondern normaler Weise auch geliefert werden, können die absonderlichen Geräuschwiederholungen zu Klangmerkmalen etabliert werden.

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Dietmar Moews meint: Was hier als neues Klangdesign beim Deutschlandfunk geändert wurde, kann ich am 2. Mai, nach zwei Tagen, nicht vollständig würdigen. Doch so weit ich es hören konnte, ist es den Machern des DLF gelungen. – Namentlich verantwortlich genannt wurde der Musik-Redakteur Christoph Schmidt und andere Redakteure sowie die externe Firma „Audiowerk“.

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Die bisherige Klang-Anschlussfüllung hatte etwas Humorvolles. Meist, wenn eines der Nachtprogramme der Staatskunst bereitgestellt wurde, sogenannte „Neue Musik“ – also Klangexperimente für Unmusikalische, die nicht wissen können, wie man eine Violine intoniert oder warum ein Klavier zu stimmen ist, dann war oft der Nachrichten-Einblender musikalisch anspruchsvoller als die auf dem Programm ablaufende staatliche E-MUSIK.

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Da vermittelte sich die Sinnlichkeit als unmittelbarer Sinn bzw. Unfug.

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Mit dem neuen „Klangdesign“ ist das nun primitiver. Die tonal-anmutenden drei Töne vom C-Dur-Klavier und die synthetischen C-Töne und Bongo-Perkussionen hätten nach meinem persönlichen Werturteil wertvollere Naturereignisse sein mögen, als die Nichtunterscheidbarkeit von Materialität oder elektronischer Soundgenerierung.

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Chefredakteurin

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Was der DLF-Intendant Willi Steul dazu zu sagen hatte, ist redundant und banal: Markenkonzept, bunter, leichter. Da fehlt mir nun doch ein Räsonnement von Herrn Steul zu Aspekten der Geräusche-Affimation – was ist denn „leicht“? – ist ein einzelner Ton denn leicht, wenn davon weitere Wirkungsfunktionen erwartet werden, die ohne weitere Tonstruktur nicht definiert werden können, also wirkt ein einzelner Ton statt leicht, etwa irrlaufend? – Was ist dem Steul leicht? – ein Dreiklang?

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Steul spricht von „Wiedererkennbarkeit der Ausspielwege“; denn inzwischen haben diverse zusätzliche Internetz-Angebote den „Staatsfunk“ ausgeweitet – was immer sich Staatsvertrag und Programmauftrag dabei gedacht haben – dieser Intendant betätigt sich selbst als „Trailer“, dessen Wiedererkennungswert den Farbton „Amöbe-amorph“ genannt werden kann.

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