Deutschlandfunk verirrt mit Marx und fetten Epigonen, die im kranken Marxhaus wohnen – Das Kapital 9/9 von John Holloway

Lichtgeschwindigkeit 7242

Vom Sonntag, 2. April 2017

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Holloway nennt seinen Beitrag als 9/9 beim DLF, am 2. April 2017:

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Ganz am Anfang beginnen“

RE: Das Kapital (9/9) Ganz am Anfang beginnen“

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Deutschlandfunk-Autor John Holloway bringt mit seinem „Das Kapital“ 9/9 eine Dummheit, die auch nur so genannt werden kann (2. April 2017 von 9:30 bis 10 Uhr gesendet und in der Mediathek des DLF bereitgestellt):

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Der Ire JOHN HOLLOWAY, Professor in Mexico, bringt sein eigens Lebenswerk, Marx zu studieren, auf den seiner Meinung nach erlösenden Schlüssel, der hier im DLF den geneigten Hörern auf den Punkt gebracht wird – ich hierarchierisiere mal:

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1. Wir lesen in Marx „Das Kapital“ – Holloway nennt es so – „nur den Schatten von Marx „Das Kapital“. Denn man müsse Marx „dualektisch“ verstehen. Man muss immer auch Alles mitlesen, was Marx gar nicht geschrieben und nicht bedacht hatte.

 

2. Man müsse den ersten Satz aus „Das Kapital“ lesen und wirklich ausschöpfen“, sagt Holloway. Es führe nicht zur Erschließung von „Das Kapital“, wenn man – wie es langläufig Gewohnheit der Marxisten war und ist – erst mit dem zweiten Satz ansetzt „Das Kapital“ zu rezipieren.

Erster Satz im Volltext „Das Kapital“ (S. 49, MEW Bd. 17 von 1867 akzentuiere angeblich „Der Reichtum“.

Zweiter Satz nimmt dann das Schein-Thema des Buches „Das Kapital“ auf – Die Ware“. Wie es auch im Titel von Marx bereits so bestimmt wurde, „Kritik der politischen Ökonomie“ bzw. hier in Kapitel 1 „Ware und Geld“.

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3. Der DLF-Autor Holloway sagt dem DLF-Radiohörer, was da beim DLF-Holloway-Marx-Hören geschähe:

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Klassenkampf“, sei DLF-Hören, behauptet Holloway. Marx-Rezipienten seien durch „Das Kapital“ und ihre Verdächtigung MARXENS, er habe was Wichtiges mitzuteilen – wer hinhört, sei konkret „Klassenkämpfer“; Marxens „Reichtum-Ware“-Dualektik zu studieren sei Ausdruck von Klassenkampf.

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Und was leisten hierbei die verantwortlichen Deutschlandfunk-Entscheider, BIRGIT WENTZIN, als Chefredakteurin, BARBARA SCHÄFER, als verantwortliche Redakteurin und MATHIAS GREFFRATH als Ominibus für den „Antje-Kunstmann-Verlag“, der diese Marxisten (Hans-Werner Sinn, hahaha) zusammengeschaufelt hat?

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Sie lesen nicht vorher, was ihre Autoren für einen Schwachsinn absondern und als Halbstünder auf Sendung bereitstellen. Gibt es beim DLF keine Schlussabnahme auf Sendefähigkeit von Beiträgen?

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Postuliert also Autor Holloway für „Das Kapital“ den ersten Satz von Kapitel 1, Erster Abschnitt „Ware und Geld“, Erstes Kapitel, „Die Ware“, dann sollte doch tatsächlich der erste Satz – und zwar vollständig – gelesen und aufgenommen werden.

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Dieser erste Satz wird jedoch von HOLLOWAY verleugnet bzw. vertuscht. Holloway stellt also die Nichtzurkenntnisnahme des ersten Satzes als erlösende Erklärung für die „Krise“ der „KAPITAL“-Leserei voran. Doch liest Holloway selbst den ersten Satz nicht vollständig und nicht sinngemäß und ignoriert, was eine zweifelsfreie semantische Sekundäranalyse dieses ersten Satzes ergibt, was diesem ersten Satz entnommen werden muss, er lautet:

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„Erster Abschnitt, Ware und Geld, ERSTES KAPITEL, Die Ware, 1. Die zwei Faktoren der Ware: Gebrauchswert und Wert (Wertsubstanz, Wertgröße)“ – also der erste Satz nun, ich zitiere (nicht Holloway, sondern Marx):

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Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine „ungeheure Warensammlung“ (s. Marx 1859/1867), die einzelne Ware als seine Elementarform. Unsere Untersuchung beginnt daher mit der Analyse der Ware.“

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Darauf folgt der zweite Satz:

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Die Ware ist zunächst ein äußerer Gegenstand, ein Ding, das durch seine Eigenschaften menschliche Bedürfnisse irgendeiner Art befriedigt. Die Natur dieser Bedürfnisse, ob sie z. B. dem Magen oder der Phantasie entspringen, ändert nichts an der Sache … Jedes nützliche Ding, wie Eisen, Papier usw. ist unter doppeltem Gesichtspunkt zu betrachten, nach Qualität und Quantität. Jedes solches Ding ist ein Ganzes vieler Eigenschaften und kann daher nach verschiedenen Seiten nützlich sein …“.

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Damit bin ich mit diesem DLF-MARX bereits zuende. Denn der „Reichtum“, den Marx im ersten Satz anspricht, ist derjenige an Waren – keineswegs der bei Marx durchgängig unterschlagene Reichtum an Kreativität und Innovation, des Geistes und der sozialen und kollektiven Potentiale. Die sieht er dann erst über den Klassen-Modus bei der Klassenkampf- und Sozialismus-Spätkapitalismus-Prognose, auf deren Einlösung Marx und Engels täglich warteten (das steht in zig Briefen der beiden aus den 1860er Jahren).

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Dietmar Moews meint: Die platte Joker-Rolle des Begriffes „DIALEKTIK“, die hier von John Holloway ganz vulgärmaterialistisch als „DUALEKTIK“ eingesetzt wird, ist eindeutig (keineswegs dialektisch). Holloway steht ganz in der unbeweglichen MARX-REZEPTION der Marxisten, bis heute, indem er behauptet, was ihm einfällt, das da in „Das Kapital“ gemeint sein könnte. Beliebte Übung – das erinnere ich mich noch an OSKAR NEGT in Hannover damals – sind immer die sogenannten Frühschriften / PARISER MANUSKRIPTE, wo bei Karl Marx GUT und BÖSE noch so richtig an ihrem Platz stehen. Von Bernard de Mandevilles „Die BIENENFABEL“, die ja ein britisches Buch ist, hatte Marx 1867 nichts (noch nichts?) gewusst.

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KURZ, John Holloway behauptet also dumm: „Das Kapital“ sei eigentlich eine dialektisch aufgezogenen ANTHROPOLOGIE, zur Frage des Reichtums der Gesellschaften. Holloway unterstellt aber anders, als es Marx bereits im ersten Satz ausführt: Es sei geistiger Reichtum, Erfindergeist, Gestaltungskraft – nicht Warenreichtum.

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Er übersieht dabei aber bereits im ersten Irrlauf, dass der „REICHTUM“, anthropologisch/soziologisch stets, unter Sonstigem noch, auch die „ARMUT“ beinhaltet. Da wäre die Rede vom Reichtum des Menschlichen und Allzumenschlichen. Nähme man den ersten Satz ernst, käme nämlich der gestalterische Reichtum in Blick und nicht von Ware, Dingen, Verdinglichungen. Damit dreht Holloway bereits den ersten Satz im Marxtext von dem Reichtum um, der laut Holloway angeblich Hauptthese und Kern von „Das Kapital“ sei.

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Nein, liebe Leute. Ich folge dem DLF-Aufruf nicht, hier beim Wirrwarr des ungeklärten Herumhaspelns Anlass zu finden, selbst auch herumzuhaspeln.

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Marx war ein Idiot, der –  wie Bouvard et Pécuchet – nicht weiter wusste, als Abzuschreiben ohne dabei zu gültigen Schlüssen zu kommen.

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Sein „Klassenkampf“ ist schon von der Exegese der marxschen Klassentheorie her völlig unempirischer Unfug.

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Seine „Mehrwerttheorie“ ist schon ohne den Reichtum an Idee, Erfindung, Kreativität, Skill, Innovation im Wertansatz, eine Scheinargumentation. Der kreative Kern jeglicher Produktion, die erste Inspiration ist in jeder Gesellschaft jedem gelingen vorausgesetzt – nicht nur jeder kapitlistischen. Auch hier ist Holloway falsch oder völlig unpräzise.

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Seine Ausbeutung im „kapitalistischen Produktions und Marketing-Prozess ist nicht vom Mehrwert oder vom Profit“ her fehlzudeuten, sondern es ist der im Ansatz der Mehrwerttheorie vergessene Reichtum der Menschen in der Gesellschaft, Allzumenschlichkeiten, unverfügbare Ressourcen der Innovativität u. ä.

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Im MEGA II 4.3 (heißt es) wird es abschließend gesagt, um welch einen Wirrwarr der Abschreiber von „Bouvard et Pécuchet“ hier die Marxisten ringen lässt:

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„Einführung. Der vorliegende Band enthält fünfzehn erstmals veröffentlichte Manuskripte zum „Kapital“, Dreizehn nach dem Beginn ihrer Abfassung angeordneten Entwürfe, Skizzen und Quellentextextrakte entstanden  zwischen Herbst 1867 und Hebst/Winter 1968 …“ (das ist nach Erscheinen  von „Das Kapital“, also anders, wie Band 1, von Marx zu Lebzeiten, herausgegeben worden war und uns vorliegt).

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Es gibt keinen haltbaren Grund, spätere unkompetente „Das Kapital“-Ausgaben noch hinzuzuziehen. Denn überall finden wir nur die Krämpfe von Engels, Marxens Töchtern oder von Kautsky, die sich mit den späteren (nach 1867) Exzerpten und den Handschrift-Bündeln so wenig auskannten wie schon mit „Das Kapital“ Band 1. Die wesentlichen Ungültigkeiten von Band 1, wie die idiotische Mehrwerttheorie oder der Klassenbegriff, das nicht existierende Klassenbewusstsein und die gesamte vulgärmaterialistische Anthropologie des Karl Marx sind in allen KAPITAL-Bänden vorangestellt – es gibt nicht drei aufeinander aufbauende Bände „Das Kapital“.

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Sollen doch gefälligst die DLF-Redakteure mal alle drei Bände vor sich auf den Tisch legen – wie unverschämt sind die eigentlich?

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HOLLOWAYS Behauptung, es ginge also bei der „KAPITAL-Lektüre“ um all das, was Marx nicht gedacht hatte, nicht verstanden hatte, nicht geschrieben bzw. falsch interpretierte, oder noch nicht abgeschrieben hatte, könnte Holloway ja dann mal als wissenschaftliche MARX-Kritik publizieren, hat es hiermit aber nicht getan.

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Barbara Schäfer mit Mathias Greffrath verirren im DLF zu KARL MARX „Das Kapital“ 9 / 9 von John Holloway in Dualektik – Deutschlandfunk am 2. April 2017:

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Ganz am Anfang beginnen

Vor 150 Jahren erschien „Das Kapital“ von Karl Marx. Mutmaßungen über das Ende des Kapitalismus werden schon längst nicht mehr nur von stehengebliebenen Sozialisten, sondern unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert. Grund genug, „Das Kapital“ noch einmal gründlich zu lesen.

Von John Holloway und beim Deutschlandfunk von SCHÄFER und GREFFRATH.

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