Römische Verträge und Europa aus deutscher Sicht

Lichtgeschwindigkeit 7227

Vom Sonntag, 26. März 2017

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Die EU-Staaten-Vertreter treffen sich im römischen CAPITOL, in der wunderbaren alten Anlage des MICHELANGELO und begehen einen Besinnungstag: 60 Jahre Europäische Vereinigung.

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Vor sechzig Jahren haben sechs europäische Staaten einen Gemeinschaftsvertrag geschlossen, der schließlich drei Extravertragsbereiche – Montan, Euratom, EWG – einschloß. Dabei war bereits im Vorfeld seitens de Gaulles und damit Frankreichs, die militärische Gemeinschaft ausgeschlossen worden, die der Franzose Schumann ursprünglich gewünscht hatte.

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Die aktuelle Europa-EU-Lage sieht eindeutig so aus, als wollten grundsätzlich alle EU-Partnerstaaten die EU-Satzung (Lissabon/Maastricht …) verwirklichen – allerdings nach ganz eigenen, unvereinbarbaren konkreten Zielen und Werten, Polen anders als Deutschland, Italien anders als Finnland oder Bulgarien etc. pp.

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Auch bei den sechs EWG-Gründern von Rom, vor sechszig Jahren, besonders zwischen Deutschland und Frankreich, liegen tief verankerte kulturelle Konflikte, nämlich zwischen dem Zentralismus und dem Föderalismus, als spezifische Ausprägungen des jeweiligen Etatismus.

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Sofern sich also Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Italien und Deutschland nicht wirklich einig sein können, traten und treten alle weiteren „Neumitglieder“ mit einem ausgeprägten nationalen Eigensinn in die EU-Entwicklung ein und so sieht es also heute aus.

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Die EWG funktioniert nicht mehr, weil die EU in die falsche oder leidende Gemeinschafts-Kultur übergegangen ist.

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Die Idee, dass die angängige Globalisierung der großen Welt von den kleinen europäischen Staaten nicht auskömmlich beantwortet werden könne, folglich ein geeintes Europa eine Stärkung jedes einzelnen EU-Staates sein solle. Doch hier liegt ein Fehlschluss vor:

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Der Glaube, dass die national- und regionalgestimmten Eigensinnigkeiten in der größeren EU-Form aufgehen könne und von allen, die ihre Selbstbestimmung zuhause verlangen und nicht in Brüssel, ist eine Fehlkalkulation. EU-Politik kann nicht „von Oben“ von einem Brüsseler „Friedensrichter“, alle stellvertretend, der Globalisierung gegenübergestellt werden. Sondern jeder EU-Einzelpartner verlangt, dass das eigene nationale Etikett weltweit propagiert wird.

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Wir sehen beispielsweise am Beispiel der NATO, dass die US-Übermacht bestimmt – nicht der Gemeinschaftsgeist der Unterordnung.

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Und wirklich sehen wir, dass nicht nur die Verlustangst Polens gegenüber Brüssel, als Selbstbildschwäche hinkt, sondern das auch die EU im Fremdbild, z. B. zuletzt noch von dem US-Präsident Trump, so angesprochen wird, als sei Deutschland die wahre Machtadresse der EU, als sei Kanzlerin Merkel die EU-Oberkommissarin; das gefällt allen anderen EU-Staaten-Repräsentanten nicht – denn sie sind in ihrem Land demokratisch gewählt, nicht Frau Merkel.

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Dass eine Globalisierung durchdringt, heißt eben nicht, dass der einzelne Mensch diesem großen Format sozialpsychologisch gewachsen ist. Die Menschen wachsen nicht mit den Aufgaben, sondern der soziale Kitt zerreisst, wenn zu viel Geist verlangt wird.

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Es sieht so aus, als sei die Blödheit der Menschen im Einzelnen irgendwie beweglich – in der Gesamtheit der Blödgesellschaft gilt aber DANTE:

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Lasciate ogni speranza“…! (Vergiss‘ es / Lass‘ jegliche Hoffnung)

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Wieso täuschen sich die Menschen so sehr?

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Wieso lassen sich die Menschen von Dummheiten leiten?

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Wenn einer erklärt „RUCK“ – so warten sie, dass dieser Ruck kommen könnte oder nicht.

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Wenn einer erklärt „Neuanfang für Europa“ (Kermani im DLF), dann fragt niemand vernünftig nach, was denn erwartet werden darf. Kein DLF-Redakteur scheint die lebenswichtigen Fragen des Immanuel Kant für seine eigene tägliche Arbeit als Publizist begriffen zu haben, die lauten:

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Was kann ich wissen?

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Was soll ich tun?

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Was darf ich hoffen?

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Man fragt also nicht, wie bin ich? – wie ist der Mensch? – wie sind die Menschen miteinander?

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Darf ich denn – egal wie – auf einen Neunanfang hoffen? Soll ich ihn wünschen? Soll ich einen Neuanfang fordern? Ist das nicht wirklichkeitsfremdes Geblödel?

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Denn heute funktioniert Montan – naja, die heutige Stahlwirtschaft ist verändert;

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denn heute funktioniert Euratom – naja, Atomtechnik wird an sich wild betrieben, betrachtet man die harten tschechischen Reaktoren und den Elektrizitätshandel und die Zwischenlagerungs-Tricks allüberall;

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denn nun hat auch die EWG – zumindest über den EURO und die EZB – kaum da gemeinsame Standards, wo es bei Europa-Produkt-Normen wichtig ist:

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Wir wollen Marmelade nennen, was die Briten nur schweren Herzens als Konfitüre akzeptieren – we had it, exit.

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Dietmar Moews meint: Urteilskraft zu den eigenen Ideen, Wünschen, Hoffnungen – das fehlt.

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Wenn Kermani jetzt NEUANFANG fordert – dann ist das wohlfeil und billig – eigentlich ist es nur blöd.

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Soll Kermani doch sagen, wie wir zu gemeinsamer Urteilskraft kommen können, durch Neuanfang, um dadurch zu gemeinsamen Wünschen und Hoffnungen gelangen könnten und die Enttäuschungen falscher Vorstellungen als Gewinn und geistige Befreiung annehmen und feiern würden.

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Die polnische Kaczyński-PIS-Partei und ihre sehr „polnische“ Folklore jedenfalls wäre sicher zum NEUANFANG bereit, wie KERMANI fordert, aber nicht wie Kermani, sondern wie Kaczyński es will.

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Wer hat noch Lust nach Jean-Claude Junckers Luxemburger Steuerpolitik nationale „Steueroase“ anzubieten? Irland? Island? Slowakei?

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So ist denn sowohl Junckers wie auch Martin Schulz und die gesamte große Europa-Koalition zwischen CDU/EVP und SPD/Sozialisten überhaupt nicht einmal auf dem Gemeinschaftsgeist von ROM 1957.

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NEUANFANG hieße dann folglich: EWG, ohne Euratom, ohne EURO, ohne Länderfinanzausgleich, ohne Sozalgesetzausgleich.

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Doch das wird gar nichr ekannt und nicht diskutiert – und auch bei der BLÖDEL-REPORTERIN Rohde im DLF-Köln am Morgen gar nicht gefragt.

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Also?

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Wird berichtet:

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In Rom, anlässlich der 60 Jahre Römische Verträge schaut man bedröppelt aus der Wäsche. Man kann keinen Neuanfang. Die EWG müsste auf die sechs Gründerstaaten rückgeführt und dann schrittweise die Zukunft anpeilen.

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FINE E COMPATTO

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