Elke Schmitter beim Literatur-Quartett im ZDF am 3. März 2017

Lichtgeschwindigkeit 7178

von Samstag, 04. Februar 2017

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In dieser überflüssigen TV-Sendung – anstelle derer man lieber leidenschaftliche Schriftsteller jeweils ihr Lieblingsbuch vorstellen und bewerben lassen sollte – wird jetzt zum hysterischen Exzentrik-Maxim die kreischige Thea Dorn – die sich mit dem Martin Walser-Segen hat versorgen lassen (eine hier nicht angezweifelte Erdienung) – daneben nichts Bedeutendes weiß, nicht wusste und nie wissen wird. Darauf jedenfalls wird man Thea Dorns zukünftige Buchdeckel nicht mehr öffnen.

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Welch eine Kluft der Qualität!!! Man sitzt im „Berliner Ensemble – also mit klatschfreudigem Publikum.

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Man hatte – wie immer – mehrere Bücher, die vorgestellt und beurteilt wurden.

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Das ZDF nennt dazu zum 3. März 2017:

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Die vier Literaturexperten debattieren heute über Bücher von Martin Walser, Chris Kraus, Hanya Yanagihara und Julian Barnes.“

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Dietmar Moews meint: Quartette, die von unkompetenten und quatschigen Adepten beim ZDF dem Publikum angedient werden, sind ärgerlich, wenn da mal Qualität war. So ist es mit Sloterdijk und Safranski, wenn darauf ein Herr Precht mit Herrn Markus Gabriel daherkommen.

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Nicht anders sind die eitlen Kennerschaften von Reich-Ranicki mit den damaligen Literatur-Extrovertierten, die stets durch Blenderei die kleinen Lichter der besprochenen Bücher überstrahlten, muss man hier mit Christine Westermann, Thea Dorn, Volker Weidermann und Elke Schmitter, die wertvolle Lebenszeit verbrauchen.

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Ich mache diese LICHTGESCHWINDIGKEIT nur, weil ich die Elke Schmitter für eine Geistesgröße unserer Zeit halte – wie es einige wenige gibt. Man müsste die viel öfter nach ihrer Meinung fragen. Denn ich habe von Elke Schmitter noch niemals Mist gehört. Und sie besitzt das Format, wenn sie nichts Wichtiges sagen kann, eben das Thema zu wechseln.

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Elke Schmitter ist selbst eine wunderbare Schriftstellerin, deren Lebenswerk allerdings durch die Fronarbeit – früher bei TAZ, heute bei SPIEGEL – zerkleinert wird.

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Wer möchte dieser Christine Westermann was Kritisches sagen? – freiwillig niemand. Dass Westermann zu Haus und auf Reisen Bücher liest, ist anständig. Aber mit Elke Heidenreich war das Maß für Gelaber über Bücher und Richard Wagner vollkommen erschöpft bis überstrapaziert. Frau Westermanns Senf ist nix Wert, man lernt nichts, Man weiß nicht, was man mit ihren Ansichten tun sollte. Schließlich liest man empfohlene Bücher nur, wenn man sie selbst empfiehlt zum zweiten Mal, aber zum ersten Mal nur, wenn koryphäische Illiaden herangebracht wurden. Christine ist nicht Homer, sondern eine Mitrednerin, die bei der Verwendung des Wortes GENDER, kein Problem hat – sie ist leider nicht wissenschaftlich seriös.

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Der Leiter der Runde – ein Bürschchen mit hochgekämmtem Hahnenkamm – Volker Weidermann (geb. 1969 in) sieht sein Quartett belustigt, zur Not, dass er selbst dazwischensprudelt, wenn er nicht an sich halten kann.

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Bon – Elke Schmitter hat es unter Bedrücktheit vermocht, die Runde nicht massiv zu kritisieren.

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Elke Schmitter hat sich selbst überboten. Als Mitwirkende in diesem halbseidenen Quartett dient Frau Schmitter – zweifellos obligatorisch – dem SPIEGEL (als TV-Dropping), für den SPIEGEL sie seit Längerem das LITERATUR-Ressort regiert – was überwiegend auf Koordination der sogenannten Bestseller-Liste hinausläuft, wo SPIEGEL-eigene-Bücher nicht als Lieferant von Maßgeblichkeit oder Massenbelustigung die Kulturindustrie huldigen.

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Mir geht jetzt die Lust verloren, zu diesem ZDF-Mief noch weiter vorzutragen.

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Dr. Dietmar Moews empfiehlt dieses Literarisches Quartett nicht.

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Was da über die Wertschätzungsfarben für ein Buch, einen Roman, was immer, da aussagt, ist derart seicht und unpräzise – was ist die Seitenanzahl eines neuen Buches? – wenn man dazu nichts Werkspezifisches weiß. So nehme ich vom Kritiker nicht hin, wenn er das dicke Buch nicht mag – das Argument „das Buch hat zu viele Seiten, wenn es 1000 Seiten hat“ (ist es schwer aus der Hand zu lesen, weil es unhandlich und zu gewichtig ist – da empfehlen sich Stehpult, Sklave oder Schreibtisch als Ablage des Wälzers).

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Was soll uns ein Kritiker, der seine persönlich individuellen Schwächen durchs Nadelöhr zu bringen versucht, indem er auf Geschmacksache oder sonstige werkunspezifischen Qualitäten hinauswill.

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Kann der mal sagen, was da in 1000 Seiten gewollt wird – und ob das geschafft wurde, wenn ja, wie, wenn nicht, in wie fern nicht. Es sollte ein literarisches Quartett im Nacht-Fernsehen nicht den Eindruck erwecken, als seien die Bücher gar nicht gelesen worden (Westermann habe Walser laut gelesen!! – weil sie sonst dabei einschlief) – und das ohne einen Walser-1000-Seiter.

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Arte POVERA – was hieß das noch?

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Kurz: Elke Schmitter hat hier das vierte Rad am Wagen gegeben, hat sich zusammengerissen, die unsäglichen Westermann, Dorn, Weidermann nicht zu kritisieren.

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Was es entgegen der ZDF-Ankündigung nicht gab, war eine Debatte – keine Debatte über die Vorstellungsbücher, keine Debatte zur Literatur, zum Literaturbetrieb, zur Kulturindustrie oder zu quotenarmen TV-Nachtprogrammen. Das nenne ich Körperbeherrschung.

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Dass der bedeutende Schriftsteller aus dem Nachkriegsdeutschland, Martin Walser, noch da ist und mitdenkt, jetzt neunzig Jahre alt wird und eine Bettlegerichkeitsprosa kreiert – wie brauchen wir das? – brauchen wir nicht. Man soll Walser huldigen, seine publizierende Tochter und den Engel des Namens, Robert gleich mit, und noch schönes Leben wünschen – schließlich kann man 172 Jahre alt werden.

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Doch hier, am 3. März 2017, hätten potente Diskutanten eine hohe Debatte miteinander treiben können, wenn Frau Schmitter sich einige Kombattanten hätte mitbringen dürfen – auch ohne neue Bücher – meinetwegen über die Lügen in Reich-Ranickis Autobiografie.

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