>Hannah Arendt< blödsinniger BioPic von Margarethe von Trotta bei Arte

Lichtgeschwindigkeit 7112

Vom Donnerstag, 2. Februar 2017

.

img_0194

.

So ein deutsch / französisch / luxemburgisch / israelischer Kinofilm ist ein Produkt der herrschenden KULTURINDUSTRIE.

KURZ:

.

Der Film >Hannah Arendt< ist eine blödsinnige Hochstapelei des gesamten STAFFS, ausgehend von den Entscheidern – ausgehend von der anmaßenden Autorin – Drehbuchautorin und Regisseurin – Margarethe von Trotta.

.

Frau Trotta hätte ihren Genrefilm der in den 1950er und 1960er Jahren spielt besser „Die Banalität Frau Trottas“ genannt. Darunter könnte sich der Filmindustrie-Kunde dann vorstellen, was er will und freut sich über eine Genre-Ausstattung und ein gemäßigtes Schnitttempo, über die sympathischen Film-Modells, Barbara Sukowa, Axel Millberg und die weiteren. Aber als >Hannah Arendt< ging Frau Trottas episodisches Gemenge überhaupt nicht auf.

.

Auch wenn Trottas >Hannah Arendt< nicht als eine biografische Person inszeniert wurde, sondern als ein Spektakel „EICHMANN IN JERUSALEM“ als Auftrags-Bericht von Hannah Arendt, der in Fortsetzungen in der jüdischen Wochenzeitung „THE NEW YORKER“ erschienen war. So hätte doch viel mehr vom ungewöhnlichen Stoff des ungewöhnlichen Lebens von Genies herausgearbeitet werden müssen. Was dabei dann Feminismus, Philosophie, Jüdischkeit, Emigrantenschicksal, Naziverfolgung, Banalität des Bösen, Weltjudentum für eine Deutsche jüdischer Abkunft, Vereinsamung, der man in ihrer neuen Heimat, dem jüdischen Ort, Manhattan, die Liebe zum Religionskriegsstaat ISRAEL, durch die Hauptdarstellerin gespielt werden könnte, wäre dann ernsthaft zu glauben und zu lieben. Frau Trottas Umpflügen des Hannah Arendt-Parks wird kaum Kartoffeln noch Päonien zur Macht bringen

.

Trottas Buch ist derart schlecht, dass die Hannah Arendt-Darstellerin Sukowa überhaupt keine Chance hatte die wirkliche Hannah Arendt auch nur annähernd zu verkörpern.

.

Dazu war sowohl Axel Milberg, der bekannte Sympathling des deutschen Fernsehens, in seiner liebenswürdigen Ausstrahlung als der zweite Ehemann von Arendt, völlig daneben. Der echte Heinrich Blücher war ein Philosoph allererster Klasse des 20sten Jahrhunderts, höchstintelligent und ein potenter Vor- und Mitdenker für Arendts Hauptfragestellung zur Anthropologie, nämlich der Urteilskraft. Arendts bohrendes Thema war „Die Kritk der Urteilskraft“, bei Immanuel Kant und mit ihrem Lehrer Heidegger, weiter auszufalten. Und Hannah Arendts Momentum war nicht die jüdische Krankheit der Israeliten und nicht die entre nous-Buddies Hannah und Mary in Manhattan.

.

Ohne dass dieser Trotta-Film samt falschem Titel mittels der Originalschnitte aus den Eichmann-Prozess-Filmdokumenten dem Filmgucker eine Chance gegeben hätte, sich einen eigenen Eindruck von diesem Hauptdarsteller eines Schauprozesses zusammenzustellen, wurde nichts übriggelassen, als entweder Hannah Arendts Beurteilung des Eichmann oder die kontroversen Meinungspolizisten des Jerusalemer Tribunals zu glauben. Beides trug also nicht, konnte nicht tragen, sofern man nicht Arendts Buch und die zahlreichen Stunden Prozess-Film-Dokumente sowie den bis heute währenden Streit seitens interessierter Juden, Arendt als abgedrehte arrogante Henne abzutun. Dabei wäre vermutlich für die zukünftige Menschheit sehr nützlich dieses empirische Beispiel wahrzunehmen, wo ein „normaler“, also intelligenter, nicht geistesskranker Verbrecher, der SS-Offizier Adolf Eichmann, geduldig und verlässlich in dem Glaskasten im Gerichtssaal an seinem Todesurteil mitwirkte.

.

Unter >Hannah Arendt< – eine Filmbiografie – müsste eine tiefe Stoffkenntnis in ein technisches Spielfilm-Werk gezeugt werden. Dazu gehören bekanntlich diverse große und tragische Monumente, wie Heidegger, Günther Stern, Hannahs Mutter, Hannahs Sprachumstände in US-English zu publizieren, ohne Amerikanisch zu denken und zu fühlen.

.

Sie sagte: Ich liebe kein Volk – ich liebe meine Freunde.

.

img_0197

.

Besetzung und stab für 108 Minuten bei arte
  • Kamera:Caroline Champetier
  • Schnitt:Bettina Böhler
  • Musik:André Mergenthaler
  • Produktion:Heimatfilm, Amour Fou Luxembourg, MACT Productions, Sophie Dulac Productions, Metro Communications, ARD Degeto, BR, WDR
  • Produzent/-in:Bettina Brokemper, Johannes Rexin
  • Regie:Margarethe von Trotta
  • Drehbuch:Pam Katz, Margarethe von Trotta
  • Mit: Barbara Sukowa (Hannah Arendt)
    Axel Milberg (Heinrich Blücher)
    Julia Jentsch (Lotte Köhler)
    Ulrich Noethen (Hans Jonas)
    Michael Degen (Kurt Blumenfeld)
    Janet McTeer (Mary McCarthy)
    Klaus Pohl (Martin Heidegger)
  • Land:Frankreich, Deutschland, Luxemburg
  • Jahr:2012
  • Herkunft:ARTE F

.

Der Begleittext bei arte.tv Mediathek lautet:

.

Die jüdische Philosophin Hannah Arendt (Barbara Sukowa) verfolgt 1961 den Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem. Im Gerichtssaal trifft sie jedoch anstelle des erwarteten Monsters auf einen Niemand, der „nur“ Befehle ausführte. Nach akribischer Recherche charakterisiert Arendt den Architekten der Endlösung als Schreibtischtäter. – Biopic (2012) von Margarethe von Trotta

.

Seit ihrer Flucht aus Nazideutschland vor 20 Jahren lebt die berühmte Philosophin und Schriftstellerin Hannah Arendt mit ihrem Mann Heinrich im amerikanischen Exil. Ihre New Yorker Wohnung ist Treffpunkt des „tribe“, einem Zirkel illustrer Intellektueller, der regelmäßig politische, gesellschaftliche oder geisteswissenschaftliche Themen diskutiert. Die überraschende Nachricht von der Ergreifung des NS-Kriegsverbrechers Adolf Eichmann elektrisiert die Totalitarismusforscherin, die schon mehrfach über den deutschen Faschismus publiziert hat. Im Auftrag des renommierten „The New Yorker“ reist sie nach Jerusalem, um über den Prozess zu berichten. Im Gerichtssaal erwartet sie, ein Monster anzutreffen, stattdessen erlebt sie einen Niemand. Die geistlose Mittelmäßigkeit Eichmanns passt nicht zum abgrundtief Bösen seiner Taten. Sie sieht in dem Massenmörder einen Beamten, der die Ermordung der Juden gedankenlos wie eine ihm auferlegte Pflicht erfüllte. Hannah merkt schnell, dass dieser Widerspruch das Rätsel ist, das es zu lösen gilt. Zurück in New York liest sie Hunderte Prozessakten, recherchiert, diskutiert mit ihrem Mann Heinrich Blücher und ihren Freunden. Im Februar 1963 erscheint ihre Artikelserie, deren provozierende These von der „Banalität des Bösen“ für weltweite Empörung sorgt. Die Reaktionen sind verheerend und niederschmetternd. Hannah Arendt wird geächtet, angefeindet und verliert lebenslange Freunde. Dennoch bleibt sie konsequent bei ihrer Haltung und scheut keine Auseinandersetzung.“

.

img_9793

.

Dietmar Moews meint: Wie sehr müsste man Frauen verachten und der Emanzipation der Frauen als Geschlechtskollektiv fortschrittliche Wertvorstellungen und Lebensart zu wünschen verwünscht, um dieser Karriere dieser Frau Trotta, die mit dem feministischen Schuhanzieher hochgezogen wurde und da hängt sie dann – in der Luft, von unten sieht man ihre Füße – die es nicht kann und die deshalb als Fanal der vergeblichen Bemühung der staatlich verordneten Frauenkunst abschreckt, wer überhaupt hinschaut.

.

P. S.

Anschließend, am 1. Februar 2017 sendete arte eine Hannah Arendt-Dokumentation, 2015 hergestellt,“Hannah Arendt und die Pflicht zum Ungehorsam“. Und auch in diesem liebenswürdigen Frauenstück der Urgroßenkelinnen knallt sofort heraus, was die echte Hannah Arendt war.

Immer wenn hier Zitate aus dem Gespräch „Zeuge des Jahrhunderts“ von Günter Gaus mit Hannah Arendt, die 1975 starb, hineingschnitten wurden.

.

Vielleicht will man doch lieber zunächst mal die Schriften von Hannah Arendt durchlesen, dann studieren, dann Querverbindungen – von den in Arendts Leben wichtigen Karl Jaspers und Martin Heidegger – auszuloten. Beide waren bis zu ihrem Ende Arendts innige freundschaftliche Geistespartner, wollte man Hannah Arendt kennenlernen. Arendt war als Kind, früh ohne Vater, eine Schicksalsgenossin des ausgerotteten europäischen Judentums, von Hannover über Königsberg nach Freiburg, Heidelberg, Jerusalem und New York.

.

img_9739

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

 

 

WARNUNG: recommended posts

 

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

img_9885

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: