Schoki-Test mit ALAIN DUCASSE PÉROU LACTÉ 45 % LE CHOCOLAT TRINITARIO

Lichtgeschwindigkeit 7111

Vom Mittwoch, 1. Februar 2017

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DIETMAR MOEWS: Die zwölf Jahreszeiten – JANUAR

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Dietmar Moews meint:

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O Jesu parvule,

Nach dir ist mir so weh!

Tröst mir mein Gemüte,

O puer optime.

Durch aller Jungfrauen Güte

Princeps gloriae!

Trahe me post te!“

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(vielleicht Heinrich Seuse um 1400; „In dulci jubilo“, 2. Strophe)

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Ich probierte eine französische ALAIN DUCASSE PÉROU LACTÉ 45 % LE CHOCOLAT TRINITARIO 75 Gramm dunkle Schokolade, hergestellt von Le CHOCOLAT ALAIN DUCASSE – MANUFACTURE A PARIS 40 RUE DE LA ROQUETTE 75011 Paris, France

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www.lechocolat-alainducasse.com

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Kurz vorab: Diese Schokolade von Alain Ducasse ist mit 6 EURO für 75 Gramm eine der teuersten überhaupt, die hier für die LICHTGESCHWINDIGKEIT von Dietmar Moews getestet wurde. Sie ist qualitativ leider nicht überzeugend. Sie duftet gut beim Öffnen der Packung und ist als 45% durchaus kakaohaltig als Milchschokolade. Die schmackhafte Mischung ist keine pure Sache. Denn neben dem Kakao und der Kakaobutter aus Pérou, nicht näher bezeichneter Zucker, Milch, als Emulgator nicht genamanipuliertes Sonnenblumen-Lecithin (OMG)sowie Vanillie-Extraktaroma sowie etwas hochwertiges Meersalz.

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Das Haltbarkeitsdatum mit Best-Qualitätsgarantie lautet auf 24.10.2017, aufgedruckt auf einem transparenten, billigen Selbstkleber. Die Tafel ließ sich sehr sauber und gut brechen, knackte einwandfrei und war frisch.

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Die äußere Aufmachung ist eine Patentversandtasche mit vorne einem runden, farbigen Selbstklebeetikett und hinten das transparten Selbstklebeschildchen mit winziger 5Punkt-Schrift in Französisch und English. Die inliegende rechtwinklige 75 Gramm-Tablette ist lose, offen, ohne weiteren Einschlag oder Bruchsicherung herauszunehmen. Das Gebinde hat einen eigenständigen Witz, wenngleich bereits andere Chocolatiers diese Briefumschläge nutzten. Die Aufmachung ist originell und erlaubt die kleine Stückzahl in Handverpackung.

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Der Kaufpreis im Laden ALAIN DUCASSE, 9 RUE Du MARCHE SAINT HONORE in PARIS betrug 6 EURO für 75 Gramm. Das ist ein Hochpreis für nicht überzeugende Qualität. Das Briefchen enthält die etwa 5 mm starke, braune Tafel mit einem eigenartig kreuzweisen Bruchkanten-Relief oben. Die Unterseite ist ungemustert.

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Alain Ducasse als Koch dürfte vielen ein Begriff sein und auch sein Werdegang ist sicher einigen Lesern vertraut. Für alle, die nichts oder nicht viel über ihn wissen, anbei ein paar Fakten. In den 1970er Jahren machte er eine Ausbildung zum Koch bei Michel Guérard. Er arbeitete bei gaston Lenotre in Eugénie-les-Bains, bei dem er die Welt der süßen Speisen entdeckte. Ihm folgte er in der Wintersaison nach Paris, wo er den Chocolatier Michel Chaudun kennen lernte. Während seiner Anstellung bei Alain Chapel in Mionnay verbrachte er seine Urlaube in Lyon bei Maurice Bernachon. Im Jahr 2000 lernte Alain Ducasse in New York Nicolas Berger kennen, dessen Vater Paul Berger selber Pátissier-Chocolatier in der Nähe von Lyon war. Ducasse und Berger gründeten Nähe Bastille ihre eigene Manufacture de Chocolat, ausgestattet mit Vintage-Maschinen (veralteten /rückständige) und Laden- und Verkaufsraumausstattung. Im Jahr 2014 führt laut Georg Bernardini Alain Ducasse insgesamt weltweit 26 restaurants, 3 Hotels, eine Kochschule, seinen eigenen Verlag und eine Unternehmnesberatung. Dies ist eine Erfolgsgeschichte (s. Homepage).

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Die Packung enthält keine statistische Information zur Bezeichnung der Röstung und der MAHLDAUER und des etwaigen CONCHIERENS des Kakaos dieser Schokolade wird ebensowenig mitgeteilt wie auch keine Gütesiegel, Bio- oder Fair Trade-Siegel diese Alain Ducasse, als Kleinchocolatier, aufweist.

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Nährwertangaben und Kalorien sind auf der einfachen, immerhin leicht wiederzuschließenden „Briefcouverte-Patentverschluss-Vakuumpackung“ aus braunem Kartonpapier, auf einem billigen transparenten Selbstkleber vermerkt.

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Energie 2284 kj, 549 kcal;

Fett 37 gr

davon gesättigtes Fett 22 gr

Kohlehydrate 42 gr

davon Zucker 41 gr

Eiweiß 9,7 gr

Salz 0,32 gr

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Georg Bernardini schreibt dazu in seinem „SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK ; der Schokoladentester 2015:

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Geringe Rösttemperatur (120 Grad C / 248 Grad F), kurze Röstzeit (8 Minuten) und langsame Conchierzeit von 12 Stunden … bei den puren Schokoladen. Auch die fehlende Entlüftung an der Conche erschwert das Entweichen von Säure, Adstringenz und unerwünschten Nebenaromen. Das Ergebnis der dunklen Schokoladen ist nicht optimal. Hinzu kommt, dass in allen dunklen Ursprungsschokoladen Vanille verarbeitet wird, was man bei manchen deutlich herausschmeckt … trotz des Einsatzes von Kakaobutter bleiben alle dunklen Schokoladen aggressiv, sauer und oft auch adstringend, …“

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EMPFEHLUNG: Der Tester hier empfiehlt diese 45% Milchschokolade nicht. Denn sie ist teuer und nicht fein und geschmacklich talgig. Einwände werden hier einschließlich des seltsamen Vanilleakzents angemerkt. Auf den Emulgator Sonnenblumenlecithin hätte man verzichten mögen, denn der Schmelz ist derart mehlig, dass ein weiterer mehliger Schleim-Weichmacher gar nicht wünschenswert scheint. Die Zuckerung ist hoch, aber keine Süßbombe. Mit 6 EURO für 75 Gramm ist sie teuer. PÉROU 45% schmeckt leicht säuerlich, ist vanillig gesüßt. Die „Würzung“ spricht nicht an, auch Vanille und Salz nicht wirklich. Der Fettgehalt ist für eine Milch-Schokolade auch als Fettgehalt durch die Kakaobutter hoch. Immerhin bietet DUCASSE hier ein gutes Beispiel dafür, dass Kunden ordentlich informiert werden, Nährstoffwerte und Kalorien werden angegeben, die weiteren Anteilmengen fehlen, es ist keine maßstabssetzende Information.

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DIETMAR MOEWS: Die zwölf Jahreszeiten – FEBRUAR

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Der Schokoladentester Georg Bernardini erwähnt Alain Ducasse in seinem SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK auf den Seiten346-348, mit der Bewertung von VIER von SECHS „KAKAOBOHNEN, für alle dunklen Schokoladen.

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FAZIT: Dietmar Moews gibt Alain Ducass für seine 45 prozentige Pérou TRINITARIO Testschokolade im Januar 2017 nur DREI von SECHS Kochmützen.

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Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

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Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen den Produkten die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle Produzenten die große standardisierte Stückzahlen herstellen – wo also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen aus Fließbändern kommen, die an sich nicht hochwertig sind und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount, entstehen.

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Ein Hochpreis-Marke wie ALAIN DUCASSE, hier, hat kein Fair-Trade-Lable, weil hier die Spielräume in Gewinnmargen umgesetzt werden, ohne dass die Kakaobauern, Handel und Transport oder die Qualität selbst, maximiert entgolten wären.

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FINE E COMPATTO

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auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

 

 

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