Schoki-Test mit ALAIN DUCASSE VENEZUELA 75 % LE CHOCOLAT TRINITARIO

Lichtgeschwindigkeit 7094

Vom Donnerstag, 26. Januar 2017

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Dietmar Moews meint:

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Meinen Sie Zürich zum Beispiel

sei eine tiefere Stadt,

wo man Wunder und Weihen

immer als Inhalt hat?

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Meinen Sie, aus Habana,

weiß und hibiskusrot,

bräche ein ewiges Manna

für ihre Wüstennot?

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Bahnhofstraßen und Rueen,

Boulevards, Lidos, Laan –

selbst auf den Fifth Avenueen

fällt Sie die Leere an –

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Ach, vergeblich das Fahren!

Spät erst erfahren Sie sich:

bleiben und stille bewahren

das sich umgrenzende Ich.“

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(Gottfried Benn (1886-1956) : „Reisen“ 1950)

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Ich probierte eine französische ALAIN DUCASSE VENEZUELA 75 % LE CHOCOLAT TRINITARIO 75 Gramm dunkle Schokolade, hergestellt von Le CHOCOLAT ALAIN DUCASSE – MANUFACTURE A PARIS 40 RUE DE LA ROQUETTE 75011 Paris, France

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www.lechocolat-alainducasse.com

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Kurz vorab: Diese Schokolade von Alain Ducasse ist mit 7 EURO für 75 Gramm eine der teuersten bislang überhaupt, die hier für die LICHTGESCHWINDIGKEIT von Dietmar Moews getestet wurde. Sie ist qualitativ kostbar. Sie duftet gut beim Öffnen der Packung und ist als 75% hochprozentige kakaohaltige dunkle Schokolade eine schmackhafte gelungene Mischung – keine pure Sache, denn neben dem Kakao und der Kakaobutter aus Venezuela, nicht näher bezeichneter Zucker, als Emulgator nicht genmanipuliertes Sonnenblumen-Lecithin (OMG) sowie Vanillie-Extraktaroma sowie etwas hochwertiges Meersalz.

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Die Mahldauer des Kakaos dieser Schokolade wird ebensowenig mitgeteilt wie Conchier- oder Rührzeiten. Weder Nährwertangaben noch Kalorien sind auf der einfachen, immerhin leicht wiederzuschließenden „Briefcouverte-Patentverschluss-Vakuumpackung“ aus braunem Kartonpapier vermerkt.

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Das Haltbarkeitsdatum mit Best-Qualitätsgarantie lautet auf 14.05.2017, aufgedruckt auf einem transparenten, billigen Selbstkleber. Die Tafel ließ sich sehr sauber und gut brechen, knackte einwandfrei und war frisch.

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Die äußere Aufmachung ist eine Patentversandtasche mit vorne einem runden, farbigen Selbstklebeetikett und hinten das transparente Selbstklebeschildchen mit winziger 5Punkt-Schrift in Französisch und English. Die inliegende rechtwinklige 75 Gramm-Tablette ist lose, offen, ohne weiteren Einschlag oder Bruchsicherung herauszunehmen. Das Gebinde hat einen eigenständigen Witz, wenngleich bereits andere Chocolatiers diese Briefumschläge nutzten. Die Aufmachung ist originell und und überzeugend und erlaubt die kleine Stückzahl in Handverpackung.

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Der Kaufpreis im Laden ALAIN DUCASSE, 9 RUE Du MARCHE SAINT HONORE in PARIS betrug 7 EURO für 75 Gramm. Das ist ein Hochpreis für Spitzenqualität. Das Briefchen enthält die etwa 5 mm starke, dunkelbraune Tafel mit einem eigenartig geometrischen Bruchkanten-Relief oben. Die Unterseite ist ungemustert.

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„Alain Ducasse als Koch dürfte vielen ein Begriff sein und auch sein Werdegang ist sicher einigen Lesern vertraut. Für alle, die nichts oder nicht viel über ihn wissen, anbei ein paar Fakten. In den 1970er Jahren machte er eine Ausbildung zum Koch bei Michel Guérard. Er arbeitete bei Gaston Lenotre in Eugénie-les-Bains, bei dem er die Welt der süßen Speisen entdeckte. Ihm folgte er in der Wintersaison nach Paris, wo er den Chocolatier Michel Chaudun kennen lernte. Während seiner Anstellung bei Alain Chapel in Mionnay verbrachte er seine Urlaube in Lyon bei Maurice Bernachon. Im Jahr 2000 lernte Alain Ducasse in New York Nicolas Berger kennen, dessen Vater Paul Berger selber Pátissier-Chocolatier in der Nähe von Lyon war. Ducasse und Berger gründeten Nähe Bastille ihre eigene Manufacture de Chocolat, ausgestattet mit Vintage-Maschinen (veraltete /rückständige) und Laden- und Verkaufsraumausstattung….“ Im Jahr 2014 führt laut Georg Bernardini Alain Ducasse insgesamt weltweit 26 Restaurants, 3 Hotels, eine Kochschule, seinen eigenen Verlag und eine Unternehmensberatung. Dies ist eine Erfolgsgeschichte  – nach Georg Bernardini / Schokolade – DAS STANDARDWERK (s. Homepage)

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Die Packung enthält keine statistische Information zur Bezeichnung der Röstung und der MAHLDAUER und des etwaigen CONCHIERENS.

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Gütesiegel, Bio- oder Fair Trade-Siegel hat diese Alain Ducasse, als Kleinchocolatier, Chocolat nicht.

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Georg Bernardini schreibt dazu in seinem „SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK ; der Schokoladentester 2015:

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Geringe Rösttemperatur (120 Grad C / 248 Grad F), kurze Röstzeit (8 Minuten) und langsame Conchierzeit von 12 Stunden … bei den puren Schokoladen. Auch die fehlende Entlüftung an der Conche erschwert das Entweichen von Säure, Adstringenz und unerwünschten Nebenaromen. Das Ergebnis der dunklen Schokoladen ist nicht optimal. Hinzu kommt, dass in allen dunklen Ursprungsschokoladen Vanille verarbeitet wird, was man bei manchen deutlich herausschmeckt … trotz des Einsatzes von Kakaobutter bleiben alle dunklen Schokoladen aggressiv, sauer und oft auch adstringend, …“

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EMPFEHLUNG: Der Tester der LICHTGESCHWINDIGKEIT, hier, empfiehlt diese 75% dunkle Schokolade zur Probe. Denn sie ist besonders fein und geschmacklich herausragend. Bernardinis Einwände werden hier als wohlschmeckend empfunden, einschließlich des minimalen Vanilleakzents. Auf den Emulgator Sonnenblumenlecithin hätte man verzichten mögen, denn der Schmelz ist derart angenehm fein und gleichzeitig „charaktervoll“, dass ein weiterer Weichmacher gar nicht wünschenswert scheint. Die Zuckerung ist optimal, also keine Süßbombe. Mit 7 EURO für 75 Gramm ist sie teuer. VENEZUELA 75% schmeckt leicht säuerlich, ist super-dezent gesüßt. Die „Würzung“ spricht sehr an, auch die Spur Vanille und Salz. Durchaus ungewöhnlich bei einer dunklen Schokolade der Fettgehalt durch die Kakaobutter. Ein gutes Beispiel dafür, dass Kunden nicht ordentlich informiert werden, Nährstoffwerte-, Kalorien- und Anteilmengen fehlen, ist keine maßstabssetzende Information.

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Der Schokoladentester Georg Bernardini erwähnt Alain Ducasse in seinem SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK auf den Seiten346-348, mit der Bewertung von VIER von SECHS „KAKAOBOHNEN, für alle dunklen Schokoladen.

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FAZIT: Dietmar Moews gibt Alain Ducasse für seine 75 prozentige Venezuela TRINITARIO Testschokolade im Januar 2017 SECHS von SECHS Kochmützen.

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Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden:

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Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen den Produkten die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle Produzenten die große standardisierte Stückzahlen herstellen – wo also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen aus Fließbändern kommen, die an sich nicht hochwertig sind und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount, entstehen.

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Ein Hochpreis-Marke wie ALAIN DUCASSE, hier, hat kein Fair-Trade-Label, weil hier die Spielräume in Gewinnmargen umgesetzt werden, ohne dass die Kakaobauern, Handel und Transport oder die Qualität selbst, maximiert entgolten wären.

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So gesehen ist diese 75% VENEZUELA TRINITARIO in gewisser weise mit nicht besten Mitteln ein gutschmeckendes Kunstwerk im überteuerten Massengeschäft.

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FINE E COMPATTO

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auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

 

 

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