Überschätzte Fake-News

Lichtgeschwindigkeit 7089

Vom Mittwoch, 25. Januar 2017

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Die Sinnlichkeit der Erkenntnisse reicht für einen Regenschirm – es regnet, ich werde nass.

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Für den Umbau es Schiffes auf hoher See wäre das Studium von von Neurath hilfreich.

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Für die IT-Revolution, wo es virtuelle und analoge Tatsachen gibt, die weder Taten noch Sachen und dennoch entscheidende Maßgaben sein können, reichen unsere einfachen Sinne nicht, auf uns aufzupassen und Gefahren zu erkennen.

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Das beginnt bereits mit der täglichen SPRACH-KUR – wenn jemand sagt MfG, und du weißt nicht, dass das bedeuten soll „M it f reundlichen G rüßen“.

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Und täglich wachsen die Neu-Worte – nicht nur weil man sie braucht, auch, weil junge Leute gerne Sprachspiele machen. Dann müssen die Alten mitmachen.

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IT-Revolution heißt nun aber außerdem, dass eine völlig neuartig veränderte Verhaltenskultur eingerissen ist:

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In dem Moment, wo Leute auf freiem Feld schnurlos telefonieren konnten, endete das irdische Dasein, dass ein Mensch in der weiteren Natur einen anderen einsamen Menschen treffen konnte. Die Mobil-Internetzverbindungen belasten die gesamte analoge Lebenswelt mit unkalkulierbaren Fernkommunikationsverbindungen, diskret laufenden Video- und / oder Audioaufnahme-Geräte die soziale Beziehungen durchsieben und zerstören, wie zu analogen Zeiten nur Abhörgeräte, Wanzen, Spione und versteckte Mini-Kameras mit der Farbe der Subversion.

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Wer kann dann noch gegen auf falsche Zeit eingestellte Turmuhren anleben, nur weil er selbst die richtige Zeit hat, die niemand sonst kennt?

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So wird heute von „Sozialen Medien“ gesprochen, wo es sich lediglich um technische Apparate handelt – ein Mobiltelefon, ein Smart-Phone, ein Laptop, eine Funk- und Telefonverbindung, eine Wasserleitung, eine Gasleitung, ein Abwasserkanal. Immer sind es technische Leitungen, wie eine Autobahn, ein Bleistift oder ein Wald, durch die man als Mensch mit Menschen in Beziehung treten kann, sodass ein soziales Erlebnis entstehen kann.

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Entscheidend sind aber immer Menschen, die als von Mensch zu Mensch in soziale Beziehung, das heißt interagierend, interaktiv, interdependierend etwas Soziales erleben. Das kann ohne weitere Medien erfolgen. Das kann auch mit Hilfe von technischen Geräten, Applikationen, Apparaten gestützt werden. Doch das SOZIALE ist immer das Mensch-mit-Mensch – nie das Medium ist das Soziale. Weder eine Konserve auf dem Anrufbeantworter ist ein „Soziales Medium“, sondern einfach ein Medium.

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Neue Zürcher Zeitung, 24. Januar 2017, Seite 32 „Überschätzte Fake-News“

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Selbst wenn maschinengenerierte BOT-Mails und Bot-Tweeds von programmierten Computern aus als das Soziale simulierenden Generatoren in Adressen eingesendet werden, sind das keine „Sozialen Medien“, sondern Täuschungswerkzeuge.

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So hat sich dankenswerter Weise eine empirische Fragestellung zwei Forscher gesucht, die in Stanford den Einfluss von online kursierenden Schein-Nachrichten bzw. Fake-News auf den Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahlen relativieren.

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Dankenswerter Weise hat die Neue Zürcher Zeitung am Dienstag, 24. Januar 2017 darüber auf Seite 32 berichtet:

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Überschätzte Fake-News – Aufschlussreiche Zahlen einer Umfrage zu den US-Wahlen“

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Ich weise vorsorglich darauf hin, dass hier mal nicht einfach quantitative Ja- und Neinsager gezählt wurden, sondern qualitativ hinterfragt wurde:

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…Wie sie in einer Untersuchung zeigen, hätte eine einzelne Falschmeldung eine so starke Wirkung, wie 36 Werbespots haben müssen, damit gefälschte News das Wahlresultat hätten umkehren können.

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Die Forscher stützen sich auf eine repräsentative Online-Umfrage unter 1208 Bürgern der USA (älter als 18 Jahre), die sie drei Wochen nach der Wahl durchführten. Danach waren die Fernsehsender für die Wähler weiterhin die wichtigste Informationsquelle. 57,2 prozent der befragten annten dieses Medium, während bloß 14,8 Prozent Online-News-Anbieter und 13,8 Prozent die sozialen Netzwerke als ihre Hauptquelle bezeichneten. Das zeigt, dass die vor allem im Internet gestreuten Falschmeldungen eine begrenzte Reichweite erzielten.

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Die Interviewten bekamen zahlreiche Behauptungen vorgelegt und mussten dabei beantworten, ob sie die jeweiligen Aussagen kannten und für wahr hielten. Die Antworten machen eine klare Differenz sichtbar. Während die Mehrheit der Befragten die zutreffenden Behauptungen zur Kenntnis genommen hatte (bis zu 70 Prozent), erinnerte sich drei Wochen nach den wahlen nur eine Minderheit an die von den Forschern genannten Schein-Nachrichten, welche während des Wahlkampfs in Umlauf gebracht worden waren – die Umfrage berücksichtigte nur solche Fake-News, die einen prominenten Platz auf Websites erhielten, welche sich auf Faktenprüfung spezialisierten.

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Auch punkto Glaubwürdigkeit werden klare Unterschiede erkennbar. Die Mehrheit bezeichnete die zutreffenden Behauptungen als richtig, während bloß eine Minderheit den Fake-News Glauben schenkte. Die Aussage, der Papst unterstütze die Kandidatur von Trump hielt nur jeder Zehnte für wahr. 30 Prozent waren sich jedoch nicht sicher, was stimmt. In Bezug auf andere Falschinformationen war ein noch größerer Teil der Befragten unsicher – Fake-News gelingt es zumindest, Verwirrung zu schaffen.

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Etwas nachdenklich stimmen die Antworten auf sogenannte Placebo-Nachrichten. Die Forscher erfanden für ihre Umfrage Fake-News, die gar nie verbreitet wurden. Einige dieser Aussagen erreichten eine Zustimmungsquote von immerhin 15 bis 20 Prozent.“

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Dietmar Moews meint: Die Stanford-Studie dokumentiert die Wahrnehmung und Reichweite der üblichen Massenmedien.

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Dabei haben die sogenannten Internetz-Blogs, die Websites und sogenannte soziale Medien wie etwa Facebook eine ganz geringe Resonanz. Grund ist, dass die meisten Menschen im alltäglichen sozialen Leben immer von vielen anderen Menschen und den Inhalten des gesamten Medienangebots sozusagen „korrigiert“ werden, wenn besonders schräge Falsch-Informationen auftauchen.

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Hier kam es darauf an, zu zeigen, wie absurd die heute in den Fernseh-Talk-Shows dumme Leute auftreten, die von empirischer Kommunikationsforschung selbst nichts verstehen, behaupten, dass beispielsweise „FAKE-NEWS“, die in privaten E-Mails ausgesendet werden, dann in der Folge durch die Weiterleitung (Teilen) an andere Adressaten, dann wie eine „stille Post“ um die Welt laufen und millionenfach Irreführung, Desinformation und Propagandawerte durchsetzen könnten.

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Wenn mir jemand einen Blödsinn mitteilt – lösche ich. Bevor ich irgendeine Mail-Sendung weiterleiten würde? – fast unvorstellbar. Sehr unwahrscheinlich, dass ich eine Fake-Nachricht, seien es ein Witz oder ein Spaß, weiterleiten würde – NIEMALS. Erhielt ich eine Shit-Storm, eine Hass-Mail oder anderes Überflüssiges, entstünde daraus niemals eine Flash-Mob-Aktion, keine Cloud von aufgebauchter Kampagne.

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Solche HASS-Mails oder FAKE-NEWS, die an eine Person oder durch Adressenmaschinen als Massenmail an viele Adressaten versendet werden, bilden dennoch keine Massenkommunikation. Auch wenn man 100 Leuten das Gleiche zusendet, entsteht keine soziale Verbindung unter denen. Man muss das verstehen wie schlechtes Wetter:

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Alle haben schlechtes Wetter – aber mehr passiert zunächst nicht. Kommunikation entstünde erst – Massenkommunikation – wenn alle diese Leute an einem Kongress für schlechtes Wetter teilnähmen oder an einer Fernsehshow über dieses schlechte Wetter teilnähmen. Ohne soziale Berührung entsteht keine soziale Gültigkeit. Eine Hitler-Mail bewirkt zunächst nur, dass der Mail-Empfänger auf den Mail-Absender rückschließt, bzw. feststellt, dass es sich um eine BOT-Quelle handelt: NADA.

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FINE E COMPATTO

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One Response to Überschätzte Fake-News

  1. 2in1 sagt:

    Moin. Ich bin per Zufall hier gelandet. Aber dennoch möchte ich
    ihnen ein Kommentar da lassen, da ich ihren Blog
    besonders interessant finde.

    Mit freundlichen Grüßen

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