Schoki-Test mit HENRI LE ROUX CHOCOLAT ORIGINE Vietnam Cacao 70% min.

Lichtgeschwindigkeit 7056

Vom Freitag, 13. Januar 2017

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Dietmar Moews meint:

 

„…

Wollt von Haus zu Haus ihr fahren,

So im Jagen, tut‘s zu Paaren!

Sicherer ist‘s immerhin,

Wenn auch halb nur der Gewinn!

Denn auf so verworrnen Pfaden

Kommt man einzeln leicht zu Schaden,

Da der Weiber Hinterlist

Nebenbei noch furchtbar ist!

Solltet ganz umsonst ihr suchen,

Müßt ihr, eh‘ ihr zieht mit Fluchen,

Nachsehn, wo der Boden sei,

Denn da liegt oft mancherlei!

Tuuut!

…“

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(Rudyard Kipling1865-1936; aus Die Beute, ins Deutsche übersetzt von M. Müller)

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Ich probierte eine französische HENRI LE ROUX CHOCOLAT ORIGINE Vietnam Cacao 70% min. Industrie-Couverture, 100 Gramm Echte Zartbitterschokolade, hergestellt von einem industriellen französischen Hersteller bzw. Vertreiber, denn Henri Le Roux ZA Mané Craping, 56690 Landévant, France

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www.info@chocolat-Leroux.fr

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Kurz vorab: Diese Schokolade von Henri Le Roux ist kostspielig, nicht bean to bar, ohne qualitativ kostbar zu sein. Sie duftet nicht betörend, beim Öffnen der Packung.

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Der Tester kann nicht wissen, welche Zutaten und Anteile davon verarbeitet wurden. Man hat ein 100 Gramm Gebinde in der klassischen Gussform. Es ist quasi Zartbitterschokolade, die aus Kakaomasse, Zucker und Emulgator: Soja Lecithin non O.G.M. (nicht genmanipuliertes Soja). Die feine Schokolade ist hochsüß, gerade noch akzeptabel süß und dazu leider unangenehm schleimend beim Auflösen im Mund. Sie trägt die Herkunftsbezeichnung VIETNAM.

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Über die Herkunft und das Anbauland des Kakaos dieser dunklen Schokolade wird ebensowenig mitgeteilt wie Conchier- oder Rührzeiten, weder Nährwertangaben noch Kalorien sind auf der einfachen, immerhin leicht wiederzuzuklebenden Zellufanfolie, nicht vermerkt. Das Haltbarkeitsdatum mit Qualitätsgarantie lautet auf 31.08.2017, aufgedruckt auf dem transparenten Selbstkleberverschluss. Die Tafel ließ sich gut brechen und knackte einwandfrei und sauber und war frisch.

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Der Kaufpreis im Laden des Vertreibers HENRI LE ROUX in Paris ist mit 6 EURO 80 für die 100 Gramm Packung viel zu teuer. Die Packung ist nicht ausreichend bruchsicher. Die 100 gr. Tafelpackung enthält die Tafel mit kleinrechteckigen Bruchkanten-Relief oben. Die Unterseite ist ungemustert.

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Henri Le Roux, wurde vom Vater Louis Le Roux, ein Patissier, der in New York gelernt haben soll, dann sechs Jahre in Australien gearbeitet hatte, nach 1933 in Pont-Abbé in Frankreich gegründet. Der Sohn, Henri Le Roux, studierte das Schokoladen-Metier in Basel in der Schweiz, arbeitete dann in der Firma seines Vaters, ging dann nach Paris und Tours. Dann gründete er 1977 seine Chocolaterie in Quiberon in der Heimatstadt seiner Frau in Lothringen. Im ersten Jahr stellte er 400 kg her, im zweiten 700 kg und so weiter. Im Jahr 1980 erhielt er den Prix du Meilleur. Bald breitete er sich über die Bretagne aus, dann bis Japan. Inzwischen gibt es ein Filialnetz von HENRI LE ROUX-Fachgeschäften, allein drei sehr schöne Läden in Paris.

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Seine Rohstoffe kommen aus Vanuatu, São Tome, Colombie, Venezuela, Madagascar…. angeblich OHNE GENMANIPULATION, doch sind Henri Le Roux Schokoladen nicht Bean to Bar hergestellt – er bezieht die Couverture anderweitig, ohne genaue Angabe. Diese ist mit Vietnam bezeichnet.

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese Zartbitter von HENRI LE ROUX 70% Kakao ist mir zu dunkel und schleimt unangenehm, bei sehr süßer Abschmeckung ist sie mir zu süß.

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Die Packung enthält keine statistische Information zur Bezeichnung der Röstung und der MAHLDAUER und des etwaigen CONCHIERENS.

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Gütesiegel, Bio- oder Fair Trade-Siegel hat diese HENRI LE ROUX Chocolat nicht. Aber ein Siegel: Chocolat PUR Beurre de Cacao. Nur fehlt dann bei der Inhaltsangabe die Kakaobutter.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese 70% Zartbitter nur zur Probe. Denn sie ist fein und nicht schlecht, aber mit 6 EURO 80 viel zu teuer und außerdem ein Beispiel für nicht maßstabssetzender Qualität.

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Der Schokoladentester Georg Bernardini erwähnt HENRI LE ROUX in seinem SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK nicht.

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Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

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Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen den Produkten die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle Produzenten die große standardisierte Stückzahlen herstellen – wo also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen aus Fließbändern kommen, die an sich nicht hochwertig sind und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount, entstehen.

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Ein Hochpreis-Marke wie Henri Le Roux, hier, hat kein Fair-Trade-Lable, weil hier die Spielräume in Gewinnmargen umgesetzt werden, ohne dass die Kakaobauern, Handel und Transport oder die Qualität selbst, maximiert entgolten wären.

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HENRI LE ROUX ist kein Kunstwerk, sondern ein Massengeschäft, das hier höchstens DREI von SECHS Bewertungspunkten bekäme.

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FINE E COMPATTO

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

 

 

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