Roman Herzog 1934 – 2016 Kurznachruf

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Vom Mittwoch, 11. Januar 2017

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Der CDU-Politiker Roman Herzog, geboren am 5. April 1934 in Landshut, Bayern, ist jetzt 82-jährig, am 10. Januar 2016 in Berlin gestorben. Altershinfälligkeit, Herzschrittmacher, Oberschenkelhalsbruch führten dazu, dass Roman Herzog vergangene Nacht entschlafen ist.

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Herzog lebte überwiegend in Baden-Württemberg und Berlin, war zweimal verheiratet und hat aus seiner ersten Ehe zwei Söhne. Er war ein deutscher jurist und CDU-Politiker. Roman Herzog war von 1994 bis 1999 der siebte Bundespräsident der (zweiten) Bundesrepublik Deutschland. Zuvor war er von 1978 bis 1980 Kultus-, von 1980 bis 1983 Innenminister des Landes Baden-Württemberg und von 1983 bis 1994 Richter am Bundesverfassungsgericht, ab 1987 als dessen Präsident tätig.

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Nach dem mit der Durchschnittsnote 1,0 bestandenen Abitur absolvierte Herzog ab 1953 ein Studium der Rechtswissenschaft in München, welches er 1957 mit dem ersten und 1961 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen

beendete. 1958 erfolgte seine Promotion zum Dr. jur. Er war dann bis 1964 wissenschaftlicher Assistent bei Theodor Maunz an der Juristischen Fakultät der Universität München. In dieser Zeit fertigte er auch seine Habilitationsschrift an. Bis 1965 lehrte er daraufhin als Privatdozent an der Universität München. 1965 folgte er dem Ruf der Freien Universität Berlin als ordentlicher Professor auf den Lehrstuhl für Staatsrecht und Politik. Hier war er von 1967 bis 1968 Dekan und von 1968 bis 1969 Prodekan der Juristischen Fakultät. 1969 folgte er dann dem Ruf der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer auf den Lehrstuhl für Staatslehre und Politik; von 1971 bis 1972 amtierte er als deren Rektor

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Herzog war Mitautor und -herausgeber des als Standardwerk geltenden Grundgesetzkommentars Maunz/Dürig/Herzog/Scholz.

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Von 1981 bis 1994 war er Mitherausgeber der Wochenzeitung Christ und Welt – Rheinischer Merkur. 2000 moderierte er sechs Sendungen der Reihe Herzog spricht mit …“ im Bayerischen Rundfunk.

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Seit 1970 war Herzog Mitglied der CDU. Von 1978 bis 1983 war er Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU. In dieser Zeit gehörte er ab 1979 auch dem Bundesvorstand der CDU an. Seit seiner Amtszeit als Bundespräsident ruhte seine Parteimitgliedschaft. R erhielt zahlreiche hohe und höchste nationale und internationale Ehrungen.

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Als Bundespräsident ist Herzog unter anderem für seine Berliner Rede 1997 bekannt, in der er für einen „Ruck durch Deutschland“ und mehr Reformbereitschaft in Gesellschaft und Politik warb. Zudem prägte er im Jahr 2008 den Begriff „Rentnerdemokratie“.

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Dietmar Moews meint: Der jetzt verstorbene Roman Herzog schien verlässlich und durchaus unbestechlich – herausragende Eigenschaften für einen Parteipolitiker der ersten Reihe. Deutschland wird ihm ein ehrendes Gedenken erweisen.

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Unverzeihlich und den ausdrücklichen Hinweis seinem letzten Weg mitzugeben ist der Vorhalt seiner unsäglichen RUCK-Rede. Auch wenn Herzog die Idee für den „Ruck“ anderweitig aufgegabenlt haben sollte, fand damit eine gravierende Verblödung der Öffentlichkeit statt, die bis heute publizistisch fortgesetzt wird.

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Als ein Rechtswissenschaftsprofessor wie auch als ein Bundespräsident ist unerlässliches Wissen über die menschliche Anthropologie und die allzumenschliche Sozialität zu verlangen:

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Einen RUCK kann man bestenfalls mit ironischen Nebentönen herbeireden oder wünschen. Einen RUCK, wie es Herzog propagierte war und ist eine Irreführung. Herzog erklärte, „es sei ein RUCK wünschenswert“, zur grundsätzlichen Richtungsänderung des sozio-kulturellen und sozio-psychologischen Vorstellens und Orientierens. Doch niemals, weder bei der biblischen Sündflut, noch bei den Atombomben von Hiroshima und Nagasaki, weder bei Tschernobyl, noch bei 9/11-Angriff auf das WTC in New York, weder ein Erdbeben noch die Pest, weder Tsunami oder FUKUSHIMA-SUPERGAU – kein einschneidendes Erlebnis hat je wie ein RUCK eine wesentliche Wert- und Verhaltensänderung der Menschen ergeben.

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Das Lernen und Bilden und sozio-kulturelle Lebensspiel in einer halbwegs freien Gesellschaft hat ebensowenig wie eine totalitäre Unterdrückung die Möglichkeit eine ruckartige Veränderung zu erzwingen oder durch Belohnung herbeizulocken. Die Menschen lavieren und sind in Maßen kulturfähig. Menschen bringen aber in Bedrängnis verlässlich den Rückfall in archaische und geradezu instinktähnliche Verhaltensweisen hervor, insbesondere in und durch Gruppenbeziehungen und Massenkommunikation. Jedoch findet auch hierbei so gut wie nie ein RUCK statt, sondern immer Verschleifungen, Mittelmäßigkeit und verantwortungmeidende Majoritätsspiele.

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Mit seiner „RUCKREDE“ appellierte der Bundespräsident ROMAN HERZOG an die Reformbereitschaft, statt mit dem Gefühl der mentalen Depression zu leben:

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Es sei ein RUCK notwendig – ein RUCK müsse durch Deutschland gehen“. Damit zeigte der Jurist und Parteipolitiker Herzog seine sozialwissenschaftliche und alltagsmenschliche Unterbelichtung.

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Mit anderen Positionen hat sich Roman Herzog verdient gemacht. Er hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er viele Rituale des Politiker-Lebens eher ertrug als schätzte. Das Arbeitspensum, das heute Politikern zugemutet wird, sei „ruinös und mitunter schon nicht mehr menschlich. (…) Wenn Politik die Politiker kaputt macht, läuft etwas schief.“ Er erklärte sehr zutreffend:

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Ich kann nur davor warnen, die Opposition im Bundestag kaltstellen zu wollen.“

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