Barbara Schäfer mit Mathias Greffrath verirren im DLF zu KARL MARX „Das Kapital“ 5 / 6 von Sahra Wagenknecht

Lichtgeschwindigkeit 7967

Vom Sonntag, 11. Dezember 2016

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Lange Ausführungen sind immer angebracht, wenn komplexe Propaganda übermächtig aufgezogen wird – übermächtig gegenüber einer heterogenen zerstäubten Hörer- und Kritikerschaft. Deshalb kurz und prägnant, was Dr. Dietmar Moews zur heutigen Folge, 11. Dezember 2016, MARX von WAGENKNECHT als Wichtigstes zu sagen hat (es ist so kurz wie möglich abgefasst, anschließend kommt der absurde LINKSPARTEI-Schlenker von der MARXOLOGIN Wagenknecht – Antje Kunstmann lässt grüßen, mit NAME-DROPPING läuft auch MARX, die warme Semmel):
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DIETMAR MOEWS „ZEBRAFIGUR“, DMW, Öl auf Polyäthylen, 140cm / 140 cm, 1994 in München gemalt

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EINS: Die Autorin hat nicht das vom DLF vorausgeschickte Thema behandelt. Aber sie hat auch – meinetwegen auch auf eigene Weise – das Thema verfehlt. Denn Alles was sie in ihrem halbstündigen Textbeitrag Marx in den Mund legt, hat Marx nicht geschrieben und schon gar nicht Irgendetwas davon auf heute bezogen vorweggenommen (antizipiert).

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Der von Marx beschriebene „physikalische“ Untergang des Marxologischen Gesellschaftsspiels, so schief es auch immer ist, ist bei Wagenknecht, heute, wie bei Marx, 1864, nicht in Sicht, die PHYSIK des historischen Materialismus nicht, und die Kretivtät im Fortschritt ist auch HEUTE IN KEINER Produktionskette wegzudenken.

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Auch nicht, wenn Sahra Wagenknecht erklärte, die LINKSPARTEI sähe den Untergang unseres heutigen Kapitalismus bereits unausweichlich. (Wie schön wäre es, wenn die LINKSPARTEI oder alle zusammen die Welt retten könnten).

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DIETMAR MOEWS „Zebrafigur“, Öl auf Textil, 140 cm / 140 cm,

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ZWEI: Alles was Wagenknecht vorträgt und in die Verdienste von Marx und dessen Buch „Das Kapital“ hineinliest, all die diversen sozialpolitischen und emanzipationsgeschichtlichen, reaktionären und wirtschaftspolitischen, herrschafts- und aufklärungspolitischen, kritischen, subversiven oder prophetischen Fragmente in „Das Kapital“ – alle!!! sind anderen Autoren entnommen, abgeschrieben, übernommen (Adam Smith, Ricardo, Sismondi usw.). Nichts stammt von Karl Marx. Doch es sind nicht Plagiate. Wer Marx-Texte kennt, findet endlose Quellenangaben. Und Marx schrieb es selbst, er habe keine der Quellen zu verleugnen, sondern allen beerbten Autoren als Vordenkern zu danken, denn – so Marx zu seinem eigenen Werk:

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Marx habe eine Synopse versucht, die diversen Fachgebiete zu studieren, einen Überblick zu erfassen, und er habe daraus die neue Geschichtsphysik erkannt: Nicht die exzerpierten Einzelargumente seien neu, sondern Marx‘ Sicht all der Tatsachen (er nennt sie irrtümlicher Weise „empirisch“ – doch war Marx weder ein Empiriker, noch beherrschte er empirisch-wissenschaftlichen Arbeitstechniken) hätten ergeben, dass die Menschheitsgeschichte wie eine naturgesetzliche PHYSIK geschähe. Marx begreift den Kapitalismus als PHYSIK und er leitet die angängigen und kommenden selbstzerstörerischen Strukturgeschehnisse des Kapitalismus als PHYSIK im historisch-dialektischen Sinn. Dazu müsse die „Arbeiterklasse“ weder ein aufgeklärtes Selbstbewusstsein haben, noch selbst aktiv den Klassenkampf gegen den Kapitalismus betreiben, der dadurch bestenfalls etwas schneller zusammenbräche –  sondern die ausgebeutete Klasse solle sich auf die Machtübernahme bildungspolitisch vorbereiten. Nimmt man den intensiven Marx-Engels Briefwechsel der Zeit so ernst, wi es en beiden selbst war, so haben sie tatsächlich täglich auf den Zusammenbruch es Kapitalimus und die sozialistische Revolution gewartet. Marx und Engels waren ausweichlich völlig verirrt in MARX‘ PHYSIK.

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DREI: Wagenknecht stellt sich selbst also in eine Tradition des Marxologismus, nimmt aus dem Buch „Das Kapital“ aber – wie Marx selbst auch – die von Marx lediglich abgeschriebenen Ideen und Argumente älterer Autoren,

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…nicht eine einzige seiner Anschauungen, deren Keim nicht bei einem früheren oder zeitgenössischen Denker zu finden wäre. So hat die auf der Abschaffung des Privateigentums fußende Lehre des Gemeineigentums wahrscheinlich in der einen oder anderen Form Anhänger in den meisten Epochen der letzten zweitausend Jahren gehabt. Folglich ist die oftmals erörterte Frage, ob Marx sie unmittelbar den Schriften Mablys, Babeufs und seiner Nachfolger oder einer deutschen Darstellung des französischen Kommunismus entlehnt habe, viel zu akademischer Art, als dass sie von Wichtigkeit sein könnte. Was spezifischere Lehren angeht, so findet man eine Art historischen Materialismus in einer Abhandlung Holbachs – die ihrerseits Spinoza viel verdankt – ein Jahrhundert früher voll entwickelt; eine abgewandelte Form davon tritt zu Marx‘ Lebzeiten bei Feuerbach von neuem auf. Die Anschauung der Menschengeschichte als einer Geschichte der Klassenkämpfe finden wir schon bei Linguet und Saint-Simon, die zu einem beträchtlichen Ausmaß von zeitgenössischen liberalen französischen Historikern wie Thierry und Mignet, wie auch von dem konservativeren Guizot übernommen wurde. Die wissenschaftliche Theorie der unvermeidlich wiederkehrenden Wirtschaftskrisen ist vermutlich zuerst von Sismondi formuliert worden; die des Aufstiegs des Vierten Standes wurde sicherlich von den frühen Kommunisten ausgesprochen und in Deutschland zu Marx‘ Lebzeiten durch vom Stein und Heß verbreitet. Die Diktatur des Proletariats wurde von Babeuf im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts entworfen und im neunzehnten Jahrhundert auf verschiedene Weise von Weitling und Blanqui entwickelt; die augenblickliche und künftige Stellung und Bedeutung des Arbeiters in einem Industriestaat wurde von Louis Blanc und den französischen Staatssozialisten weitgehender ausgearbeitet, als Marx zuzugeben bereit ist. Die Theorie der Wertarbeit stammt von Locke, Adam Smith, Ricardo und den klassischen Nationalökonomen; die Theorie der Ausbeutung und des Mehrwertes ist bei Fourier zu finden, sowie ihre Reform durch planmäßige staatliche Kontrolle in den Schriften der frühen englischen Sozialisten wie Bray, Thompson und Hodgskin; die Theorie von der Entfremdung des Proletariats war von Max Stirner wenigstens ein Jahr früher als von Marx verkündet worden. Den nachhaltigsten und am häufigsten spürbaren Einfluss übten Hegel und die deutsche Philosophie aus. Diese Liste könnte leicht erweitert werden. Im achtzehnten Jahrhundert fehlte es nicht an solchen Lehren …“ (vgl. MOEWS in Lichtgeschwindigkeit 7959 vom 9. Dezember 2016)

 

Wagenknecht übernimmt indes nicht die allein den MARX definierende PHYSIK der aufgezählten Geschichten der ökonomischen Geschichte, demnach der Kapitalismus aus sich an sich niedergehen und verschwinden wird – die kann man ja in der Literatur der Aufklärung ebenso finden wie Marx sie fand. Nein es kommt der WAGENKNECHT auf MARX als SYNOPTIKER an, auf die Unterganggsphysik des MARXOLOGISMUS, einschließlich des Kadavergehorsams im Stalinismus („wenn man im Krieg ist, kann man als Soldat nicht diskutieren“, s. u.)

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Und, was nun entscheidend für Wagenknecht und die LINKSPARTEI ist, entweder sie sehen sich mit Marx als direkte, konsequente Nachfolger des Stalinismus, der in der Rigorosität der DDR-Diktatur ein reiner Marxismus war. Oder die LINKSPARTEI läutert sich auf die Erkenntnisse der Gesellschaftskritiker des Elends des 18. und 19. Jahrhunderts vor Marx, bei denen Marx ökonomische Miszellen abgeschrieben hatte, und lässt allerdings ausdrücklich den MARXISMUS weg.

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Und – sorry – das muss man diesen MARXOLOGEN des GREFFRATH schon abverlangen dürfen, dass sie den Marx auch wirklich studiert haben, bevor sie darüber Deutschlandfunk-Sendungen machen: Marx hatte eindeutig dargelegt, dass individuelle Mutmaßungen und kritsche Fragen am MARXISMUS, der ein physikalisch-naturgesetzlicher Vorgang des Kapitalismusniederganges ist, nicht deuteln: Die PARTEI hat immer recht. Marx schrieb unter anderem dazu:

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Marx hielt seinen Marxismus apodiktisch für EXKLUSIV – gegen alle Reformatoren oder Revolutionärer seiner Zeit, die in allen Farben die selben Missstände ihrer Zeit kritisierten wie Marx, der auch nur als einer unter vielen seine Geräusche erzeugte. Marx war davon überzeugt, dass die Menschheitsgeschichte von Gesetzen geleitet wird, die wie Naturgesetze sich durch die Einmischung eines diesem oder jenem Ideal verschworenen Menschen nicht verändern lassen. Ja, für ihn offenbarte die innere Gewißheit, auf die der Mensch sich beruft, um sein Ziel zu erreichen, keinerlei sogenannte ethische oder religiöse Wahrheit, sondern nährte höchstens Mythen im Gewand objektiver Wahrheit, was der Mensch in seinem Elend zu glauben begehrt. Unter ihrem trügerischen Einfluss missdeutet der Mensch die Eigenart der Welt, in der er lebt, er verkennt seine eigene Stellung in ihr, er verrechnet sich daher in der Reichweite der eigenen und fremden Macht und damit auch in der Tragweite der eigenen und der gegnerischen Handlungen. Im Gegensatz zur Mehrheit demokratischer Theoretiker seiner Zeit glaubte Marx, dass Werte nicht gesondert von den Tatbeständen betrachtet werden können, sondern zwangsläufig von der Art und Weise abhängen, in der diese Tatbestände gesehen werden. Wahre Einsicht in Wesen und Gesetze des historischen Prozesses vermag einem vernünftigen Wesen selbsttätig und ohne die Hilfe unabhängig bekannter ethischer Grundbegriffe klarzumachen, welche Schritte es richtigerweise tun muss, das heißt welche Handlungsweise den Forderungen der Gesellschaftsordnung entspricht, der es angehört. Infolgedessen wollte Marx der Menschheit kein neues ethisches oder soziales Ideal aufnötigen; er drängte nicht zu einer Wandlung des Herzens, da ein solcher Sinneswandel nichts anderes bedeuten würde als die Vertauschung einer Illusion durch eine andere.

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Von den anderen großen Ideologen seiner Generation unterschied er sich dadurch, dass er sich, wenigstens seiner Meinung nach, nur an die Vernunft wandte, an die praktische Intelligenz, und ausschließlich intellektuelle Entartung oder Verblendung brandmarkte. Marx bestand darauf, dass der Mensch, um zu wissen, wie er dem Chaos, dem er verfallen ist, entkommen kann, sich nur um das Verständnis seiner tatsächlichen Situation zu bemühen braucht; er glaubte, dass eine richtige Abschätzung der genauen Kräfteverhältnisse innerhalb der Gesellschaft, der ein Mensch angehört, von allein die Lebensform aufzeigt, die es vernünftiger Weise anzustreben gilt. Marx prangert die bestehende Ordnung an, indem er sich nicht auf Ideale, sondern auf die Geschichte beruft: er rügt sie nicht als schlecht oder unglücklich, als Ergebnis menschlicher Bosheit oder Torheit, sondern als Folge der Gesetze der Entwicklung (dabei verwechselt er den materiellen Wandel mit der Sozialität der Entwicklungen), die unvermeidlich bewirken, dass zu einem gewissen Zeitpunkt der Geschichte eine Klasse, ihre Interessen mit einem mehr oder weniger hohen Grad an Rationalität wahrnehmend, eine andere enteignet und ausbeutet. Die Unterdrücker werden nicht mit wohlüberlegter Vergeltung seitens ihrer Opfer bedroht, sondern mit der unvermeidlichen Vernichtung, die die Geschichte (in Gestalt der Interessen einer feindlichen gesellschaftlichen Gruppierung) für sie als eine Klasse bereithält, die dazu verurteilt ist, in Kürze vom Schauplatz der Geschichte abzutreten…. „(vgl. Ebd.)

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VIER: Nun bringt Sahra Wagenknecht in ihrem heutige DLF-Text den Ingenieur im Gegensatz zum Ökonom, und spätestens hier müsste ihr das gesamte Klassenkampf-Gebimmel um die Ohren hauen, denn:

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A: Produktion und Wachstum kommen nicht „naturwüchsig aus der Geschichte“, wie bei Marx, der dann allerdings nur mit Blackout an seinen eigenen Extemporierungen über James Watt vorbei kommt.

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B: Fehlt also im Kostensatz der Mehrwerttheorie die Bezahlung (die Kosten für) die Kreativität. Errechnet MARX also einen Mehrwert, den der Kapitalist dem Arbeiter wegnimmt, ja, der durch den ausgebeuteten Arbeiter im kapitalstärker wird, bis zum Niedergang e sKapitalismus als PHYSIK bei MARX, dann haben wir doch immer noch die unbezahlten Kreativenm, die Erfinder, Künstler, die Entwickler, die weder Kapitalisten (festes Kapital), noch Arbeiterklasse (variables Kapital) sind, sondern deren Kosten (Wertansatz) objektiv funktional TOTAL bzw. ABSOLUT ist, er aber zumindest im Kostenansatz von der Ausbeutungsrate der Profite (MEHRWERT) abzuziehen wären.

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Doch hier hat Sahra Wagenknecht ebenso wie Marx nichts verstanden, weil sie nicht weiß, wo das Neue am neuen herkommt, wo der Profithecker sitzt, der aus Material Geist machen kann.

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BON. Jetzt also zu Wagenknechts heutigem Volkshochschulkursus zur Thema:

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>Politische Ökonomie im 21. Jahrhunderts zum 15o-jährigen Erscheinen des Buches von Karl Marx „Das Kapital“<

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Es wurde die heutige, fünfte Folge (nach Greffrath, Wolfgang Streeck, Michael Quante, Paul Mason) von DLF/Mathias Greffrath, unter der Redaktionsverantwortung von Barbara Schäfer vorgestellt.

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In der Programmvorschau heißt es noch: „RE: Das Kapital (5/6) Sahra Wagenknecht über das Ende des Kapitalismus“

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Dietmar Moews meint nun:

Da heißt es noch, die Autoren haben sich je einem Kapitel aus MARX‘ „Das Kapital“ gewidmet.

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Stimmt aber nicht.

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Und stimmt auch hier, am 11. Dezember 2016, mit Sahra Wagenknecht wieder nicht.

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Sahra Wagenknecht sagt bereits einführend, „Kapitalismus“ – das Wort gebrauche Karl Marx in seinem Buch kaum / gar nicht.

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Gut gut – will ich doch verstehen, was so eine Autorin Wagenknecht meinen mag, wenn sie sich schon unglücklich ausdrückt oder wenn ihr die Redakteure Schäfer und/oder Greffrath ein Ei gelegt haben, die voransagten

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Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht beleuchtet die historische Tendenz eines Kapitalismus. Für die bekennende Marxistin ist spätestens die Zeit gekommen, sich vom Kapitalismus abzuwenden. Für den fünften Teil der Sendereihe DLF / Greffrath / MARX hat sie sich erneut über das Monumentalwerk „Das Kapital“ gebeugt – so weit scheint es, hier, noch TEXT von SCHÄFER und / oder Greffrath auf DLF.de zu sein:

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Vor 150 Jahren erschien eines der Hauptwerke von dem deutschen Philosophen, Ökonom und Gesellschaftstheoretiker Karl Marx – „Das Kapital“. Globalisierung, Automation, Finanzcrash, Klima, Armutsrevolten, Wachstumsschwäche – die multiple Krise der Weltwirtschaft, die wir durchleben, nimmt kein Ende. Warnungen über die explosiv wachsende Ungleichheit und Mutmaßungen über das 
Ende des Kapitalismus werden schon längst nicht mehr nur von stehengebliebenen Sozialisten, sondern unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert.

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Grund genug, „Das Kapital“ noch einmal gründlich zu lesen. Sechs Autoren – Soziologen, Publizisten, Politiker, Philosophen – haben das für den Deutschlandfunk getan. Ausgehend von jeweils einem Kapitel des Werkes ziehen sie in „Essay und Diskurs“ Linien in die Gegenwart und denken über Aktualität und Grenzen der Marx’schen Theorie nach – nicht marxologisch, nicht akademisch, sondern um ihre Brauchbarkeit zu untersuchen, und das durchaus subjektiv, essayistisch und mit Gegenwartsbeobachtungen durchsetzt. Ihren Blick richten sie auf die politischen Möglichkeiten der Gegenwart, denn darauf, so Marx, kommt es an: Die Welt nicht nur zu interpretieren, sondern sie zu verändern.“

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Ich moniere: Die bisherigen 5 / 6 DLF-MARX-Autoren mögen wohl im KAPITAL gelesen haben, nur zitieren sie nicht exakt, noch argumentieren sie daher

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Dann folgt wohl ab hier erst WAGENKNECHT-TEXT im DLF, sie sagt:

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Marx auf verblüffende Weise bewahrheitet“ – wie, bewahrheitet? Warum verblüffend? – was verblüfft Sahra Wagenknecht an angeblich „PHYSIKALISCHEN VORGÄNGEN“?

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Naja, viel nachgedacht hat unsere „MARXISTIN nie gehabt, dafür ist sie zu schnell und zu impulsiv – enn sie nun behauptete, es gäbe DREI FRAGEN im KAPITAL und MARX habe diese drei FRAGEN so beantwortet, dass wir heute, im 21. Jahrhundert darauf Orientierung stellen sollten:

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Erste Frage: Was ist Kapital? Er beschreibt den Prozess der zur kapitalistischen Produktionsweise geführt hat, das Zwergenhafte der eigentumslosen Masse und das Massenhafte Eigentum weniger – die Expropriation der Volksmasse.

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Weber und heutige IT-Klickbürger am Laptop waren und sind nicht Eigentümer. Sie klicken, die Kapitalisten akkumulieren ihre Weltmacht.

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Und da wird die LINKE nervös: Um des Renditestrebens Willen wird vom Kapital produziert. (Nebenbei entstehen Massengesellschaften, Massenwohlstand und Weltzerstörung)

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Oder der Ingenieur Innovation einbringt, während die notorischen Renditejäger den menschlichen Qualitätsfortschritt abschneiden und das Kapital rausnehmen.

 

Marx beschreibt, laut Wagenknecht, die Maßstäbe in den großen Kapitalgesellschaften – die rein auf Rendite orientierte Unternehmungen betreiben und überhand nehmen sowie die Gesellschaft ausbeuten: Die Zentralisation des Kapitals, die den Wettbewerb ausschaltet. Und noch immer besorgt die ausgebeutete Arbeiterklasse den Mehrwert nach MARX‘ Kostentheorie. Nun will die LINKSPARTEI also in diesem Krieg des Kapitals gegen sich selbst helfen, aber dabei sollen die Wähler nicht dazwschen reden, denn der Krieg läuft – in MARX‘ SYNOPSE „PHYSIKALISCH“.

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Zweite Frage: Des historischen Entwicklungstrends des Kapitalismus: Die großen Monopole, größere und kapitalkräftigere Betriebe. Der Markt stärkt die Starken und schwächt die Schwachen. Marx Voraussage: Unternehmen expandieren weltweit und verschlingen den Markt. (T-Mobile und Vodaphone haben in Deutschland überlebt, alle anderen Start-Ups und Kreativen sind vom Markt der Starken aufgeschluckt und verschwunden). Marx‘ Trend der Wettbewerbslähmung und Ausschaltung, die Monopolisierung, fasst Sahra Wagenknecht in ihrer 5 / & DLF-MARX-Sendung zusammen, findet sich heute im Eigentum von etwa 147 Firmen (Konsortien der Finanzwelt, angeblich laut Wagenknecht), die mit allen vernetzt sind und durchgreifend bestimmen, was ALLES nicht marktförmig über Wettbewerb und Qualität sondern zur Ausbeutung des KASINO-Kapitals indienst genommen wird.

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Netzwerkeffekte in der heutigen IT-Kommunikation, wie z. B. Facebook, werden von Sahra Wagenknecht schließlich auch noch für Marx reklamiert. Der arme Familientrottel MARX, wird – wenn Facebook Geschichte ist – schon von einer Wagenknechtin rehabilitiert werden.

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Dritte Frage: Warum der Kapitalismus auf seine Funktionsunfähigkeit zusteuere? Weil die Starken die Schwächeren zerstören, der Wettbewerb vernichtet die qualitative Innovationspotenziale, weil sich marktstrukturierende Vorgriffe bessere Marktchancen bieten als qualitatives Wachstum der Angebote am Markt.

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Die Ingenieure und die Ökonomen haben zwei verschiedene Denkweisen.

Man solle lieber statt Over-Engineering „Value-Engineering“ betreiben.

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Dietmar Moews, 4.Mai in der Galerie Smend Mainzer Straße 31 Köln Südstadt

Dietmar Moews, 4. Mai 2014 in der Galerie Smend Mainzer Straße 31 Köln Südstadt

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Dietmar Moews meint: Auch die heutige Marxologin von „DLF 5 / 6 Marx“, Sahra Wagenknecht kommt nicht über ihren Dünkel hinweg, dass der Kapitalismus Profite oder Renditen umkämpft und nicht Verteilungsgerechtigkeit oder technischen Fortschritt zu den Zwecken der Daseinsvorsorge und der Zukunftsgestaltung.

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Zwanzig Jaher vorher, 1996 in BILD Magdeburg

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Dass hier „Mephisto“ stets das Böse und das Gute verquirrlt hätte auch eine andere FIGUR der DLF-Protektionskinder besorgen können als ausgerechnet Sahra Wagenknecht. Ihr sollte man mal die in der Lichtgeschwindigkeit aufgeworfenen weiterführenden Fragen stellen, die sie angeblich bei Marx einleuchten könne, es hier heute aber voll versäumte.

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Schon in der anbmaßenden DIALEKTIK der AUFKLÄRUNG prophezeiten ADORNO / HORKHEIMER die Selbstvernichtung der KULTURINDUSTRIE durch die KULTURINDUSTRIE (das war 1944 – 1948): Adorno und Horkheimer sind inzwischen mausetot, MARX Gassenhauer vom physikalischen Niedergang grassiert – zumindest bei den einfacheren Gemütern – weiter:

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THE same procedure like evry Year, James.

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