Hildegard Stausberg / Kölner Presseclub diskutiert den WELTRANG

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Vom Donnerstag, 1. Dezember 2016

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Presseclub Köln hatte zu einer EXPERTEN-DISKUSSION, am Montagabend, 28. November 2016, zu Fragen der Stadt Köln als Wirtschafts- und Hotel- und Tagungsstandort im weltweiten Wettbewerb eingeladen. Hildegard Stausberg, bekannte Journalistin (DIE WELT) und Lateinamerikaspezialistin war die bewährte Moderatorin im “ROTONDA BUSINESS-CLUB“. Als Experten nahmen teil:

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Josef Sommer, Köln-Tourismus

Gerald Böse, Chef der Köln-Messe

Peter Ebertz, Head of Hotels von Art-Invest Real Estate Köln,

Henning Matthiesen, Direktor des 5 Sterne Hotels Excelsior Ernst

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Kölner Stadt-Anzeiger am Mittwoch, 30. November 2016, Seite 25

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Eingangsfeststellungen:

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EINS: Wegen Verkehrsstaus musste der Veranstaltungsbeginn um eine halbe Stunde hinausgeschoben werden. Die innerstädtische Verkehrssituation wie auch die opulente Autobahnen-Peripherie sind ständig von endlosen Baustellen und Staus gelähmt.

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ZWEI: Köln ist die viertgrößte Stadt Deutschlands – erscheint aber als Destination in aller Welt „ferner liefen“ – hinter Düsseldorf, Frankfurt und anderen. Der Vergleich ruft Köln auf, den ARSCH hoch und die Zähne auseinander zu machen.

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Kölner Stadt-Anzeiger am 30. November 2016

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DREI: Köln hat nur ein 5 Sterne Hotel (Größe, Komfort), während andere drei und mehr solcher Hotels im „High-Class-Segment“ haben. Dabei handelt es sich um weltbekannte First-Class-Filial-Häuser, die bislang nicht in Köln investiert haben.

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VIER: Es gibt den weltbekannten Rhein, mit Blick auf den weltberühmten Dom, aber kaum Hotels am Rheinufer. Stattdessen sehen wir im Ensemble mit der innerstädtischen KÖLN-MESSE in Deutz keine Tagungs- und Hotelangebote.

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Dietmar Moews meint: Seis drum, dass die Kölner Experten eigentlich keine klaren Ansagen zur Problematik machten, sondern lediglich auf ihre eigenen Leistungen und Potenziale hinwiesen. Folglich sind von diesen zweitklassigen Schlüsselfiguren keine Synergien zur Verbesserung der Kölner Lage zu erhoffen.

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FLORIAN CONTEK, Kölner Stadt-Anzeiger Seite 25, am 30. November 2016, hatte einen seitenlangen Einspalter zur Verfügung, fand sich aber auch nicht zurecht, als nur Namen und Stichworte, Statistiken und Vorurteile zu notieren:

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…Moderatorin Hildegard Stausberg entlockte der Runde schnell die Quintessenz des Abends: Köln hat nicht nur riesigen Bedarf, sondern auch Potenzial – allein der Mut fehlt ….“

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Das hatte Frau Stausberg so weder gesagt noch gemeint. Stausbergs Eselsbrücke lautete anders, etwa so:

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Wir müssen auch die Rechnung mit den Kölschen machen. Die Kölner Bürger wählen die Repräsentanten und den Bürgermeister, die Gewählten sind für die Umsetzung und die Planungen in Köln zuständig.“

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Ja dann weiß also auch der Kölner Stadt-Anzeiger nichts weiter als sein ewiges Geplänkel und Gemäkel, sich selbst im Spiel zu halten.

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Waldorfschul-Neubau Michaelis im Kölner Stadtgarten/Grüngürtel

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Dr. Dietmar Moews möchte als Stadtbau-Soziologe den Kölnern Folgendes entgegenhalten:

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EINS: Schlendert man in Düsseldorf oder in Frankfurt am Main am innerstädtischen Strom entlang, erlebt man den Gestaltungswillen und die Wertorientierung, der eigenen Stadt am Fluss Bedeutung und Ausstrahlung, Benutzbarkeit und Nützlichkeit zu verleihen. Dabei sind alle Medien integriert, von der Autobahn bis zum Fußgänger, von der Flugdestination zur Kulturagenda von Weltgeltung. Köln sollte mal den Unterschied von Magdeburg (mit dem Rücken zur Elbe, die mitten durch die Stadt fließt) und Dresden, wo die Elbe ein Königsufer und eine Brühlsche Terasse hat, die man „Balkon Europas“ nennt, verinnerlichen – Lage am Fluss kann man gut machen und schlecht.

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ZWEI: Betrachtet man die fortgeschrittenen Funktionen großer Stadtsiedlungen, sieht man die teils sehr unglücklichen Entwicklungen der Stadtzerstörungen durch Krieg und Brand oder durch epochale Veränderungen. Die autogerechte Stadt, die dezentralen IT-Heimarbeitsplätze, die Gentrifizierung lebendiger Quartiere über den Immobilien- und Mietmarkt oder stadtgestalterisch-historisch, finden wir von der alten Hühnerei-Form mit Stadtmauer zum Spiegelei, mit Kern und zersiedelten Stadträndern, hin zum Rührei, der unstrukturierten Stadtgestaltungschaotik, Multifunktionen als Nutzerprofil und permantenter Stau in jedem Belang des urbanen Scheiterns. Es ist zu erkennen, dass es höchste Zeit für eine Neue Sinnlichkeit der Lebensgestaltung in Siedlung und Verkehr ist.

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Kurz: Köln braucht einen Masterplan. Am besten ein Konzept, um das die gesamte entwickelte Welt Köln beachten und beneiden würde.

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Wenn in Peking und Los Angeles die Luftverpestung durch rigide Verbote und Grenzziehungen in Notregie unter Zwang gesetzt werden, so hätte Köln mit dem GRÜNGÜRTEL eine einmalige Gestaltung, die Thema und Werte und Medien integrieren lassen, vorausgesetzt, es finden sich Kommunikatoren, die den politischen Willen zu formieren helfen.

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Heute sind Konrad Adenauers Handlungs-Spielräume, politische Ideen zu plazieren, äußerst verkappt und speziell in Köln „verklüngelt“. Adenauer hatte sich sogar gegen die alliierten und die eigenen Bürger durchgesetzt, statt das Waldholz im Stadtwald zur Winterheizung abholzen zu lassen, den Begriff GRÜNGÜRTEL als Lebensquell der zukünftigen Kinder zu behaupten.

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Inzwischen liegt ein Konzept vor, das an sich überzeugend ist, indem sowohl ein innerer GRÜNGÜRTEL auf der kölschen Seite sowie die Vision eines Gesamtköln, einschließlich der schälsche Sick, rechte Rheinseite, umschließenden großen GRÜNGÜRTELS.

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Alles spricht dafür – Nichts spricht dagegen. Nur der Einzelwille all der davon berührten Einwohner stellt sich eigenwillig quer.

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Größter Spuk ist die Umfallmentalität der neuen Bürgermeisterin Reker, die anstatt das Begehren des 1. FC Köln-Fußballverein klar zurückzuweisen, seine Müngersdorfer Stadtwald-Sportanlagen, die dem großen Grüngürtel zugehören, exakt dort ausbauen wollen – spielt sie die Moderatorin. So klar und verständlich dieser Wunsch ist, so eindeutig unmöglich ist das.

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Eine Schildbürgerei war, den FC Köln selbst ein Gutachten zum Streit verfassen zu lassen. Anträge und Begründungstexte waren längst bekannt. Hier muss es jetzt mal aufhören, über Formalien der Politik, öffentliche vs. private Interessen oder Ähnliches Streit aufzuziehen.

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GRÜNGÜRTEL ist einmalig. 1. FC Köln ist täglich neu. Wer die gründliche Diskussion in München um Ausbau, Umbau oder Neubau eines Fußballstadions im Olympiazentrum miterlebt und mitgemacht hat (wie ich in den 1980/90 Jahren), weiß wie unproblematisch FC Bayern seinen Neubau nach Fröttmanning (an die Mülllagerung im Münchner Norden) verlegt hat – und jetzt laufen die EFFZEH-Spieler stolz in der ALLIANZ-ARENA auf – sollte das in Köln nicht gehen, einen geeigneten Standort für den EFFZEH zu finden und den Gründgürtel im Stadtwald zu räumen?

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Welches sind da die harten Stellen in den Köpfen?

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DREI: Und wir sehen – noch mal auf Frau Stausberg und den Kölner Presseclub der Experten zurückzukommen – dass ein solcher Konfliktstoff am 28. November weder zur Sprache noch überhaupt begriffen und entfaltet wurde:

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Was hätte denn den Reiz- und Kommunikationswert, der Köln als DESTINATION aufwertet? ALBERTUS MAGNUS? 1. FC KÖLN? KÖLNMESSE, ein DOM der statt Sexkriminalität ein leuchtendes Bild der Sylvesternacht in die Welt sendet? Fühlt sich der Kardinal Wölki nicht zuständig?

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Denn hier läge die WELTGELTUNG von KÖLN – einen einmaligen doppelten GRÜNGÜRTEL auszulegen und zur Freude und zum Stolz aller Kölner durchzusetzen. Eine grüne Lunge, eine Autoverkehr-Grundstruktur, eine die GRÜNGÜRTEL beantwortenden Eisenbahn-Linien und Rheinbrücken. Wege am Rhein und Rheinquerungen für Fußgänger, Fahrrad und alle heutigen Medien.

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Kölner Stadt-Anzeiger am Mittwoch, 30. November 2016 … der EFFZEH KÖLN spinnt vollkommen, aber das ist bekannt

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VIER: Und nun müssen wir die SIGNALARCHITEKTUR am RHEINUFER, die Kranhäuser als stadtgestalterische Sonderleistung hinnehmen, die neben den Bürobauten von IBM und so weiter überwiegend leer stehen, damit der Rheinschiffer weiß, wenn ich rheinabwärts den Dom und die Hohenzollernbrücke sehe, habe ich die Kranhäuser verpasst.

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FÜNF: Während die KUNSTMESSE ART an Düsseldorf abgegeben worden ist und sich Messe-Chef Böse für seine enorme Weltgeltung nun bessere Hotels in Köln wünscht, kann man nur von jedem einzelnen Exponenten für KÖLN verlangen, er soll sich bitte in seinem Arbeitsfeld auf WELTNIVEAU begeben:

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Die Bürgermeisterin, das Domkapitel, der EFFZEH, die GRÜNGÜRTEL-Zerstörer, die RHEIN-Ufer-Hotelbauer und Investoren, all die Medienschaffenden, die Köln zu einer europäischen Haupstadt machen, ob Fernsehen, Rundfunk, kommerziell, staatlich, Künstler und Autoren.

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SECHS: WARUM steht das neue Opernhaus nicht am Deutzer Hafen in den RHEIN hinaus? Was begreift man denn, sieht man die Hamburger Philharmonie und vergleicht sie mit der Kölner Tiefgarage am Museum Ludwig – was soll das? Nun mit der Oper erneut eine Grabbelkiste wie bei Hempels unterm Sofa. Und wie haben sich die Künstler selbst mit höchsten Ansprüchen in diese Planungen und Entscheidungen eingebracht?

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Fragen sich also die Kölner EXPERTEN beim Presseclub, was man tun soll, damit der PLATZ vier, hinter Berlin, München und Hamburg, auch ausgefüllt werden könnte, sollen sie in der Eifel Pilze sammeln gehen, wenn ihnen die konkreten Bauvorhaben zu „gefährlich sind“ angesprochen zu werden.

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Wer mal über Los Angeles mit dem Flugzeug eingeflogen ist, weiß, wie groß so eine Megalopolis sein kann. Der soll mal von Hannover aus nach Madrid fliegen – man kommt abends bei Beckum, Hamm an ein Lichtermeer, das über das Ruhrgebiet zum Rheinland, über Köln, Koblenz bis Luxemburg ein einziges Lichtermeer bildet, größer als Los Angeles – das etwa ist Köln als Medien- und Kommunikationshauptstadt EUROPAS, die es seit Bundeshauptsstadt Bonn als Funktion innehat. Deshalb leben wichtige Leute gerne in Köln.

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Nun macht mal so langsam hin.

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Ich sage nur: KIMONO in der GALERIE SMEND – KYOTO/KÖLN bis 23. Dezember geöffnet, Eintritt frei.

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