Schoki-Test mit Willie‘s Cacao LOS LLANOS GOLD COLOMBIA DARK CHOCOLATE SINGLE 88 CACAO

Lichtgeschwindigkeit 6923

Vom Montag, 28. November 2016

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Dietmar Moews meint:

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Dinge und Taten sind, was sie sind,

und ihre Folgen werden sein, was sie sein werden:

warum wollen wir uns dann täuschen lassen?“

 

(Bischof Butler 1692-1752; Analogy of Religion1736)

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Ich probierte eine englische Williés Cacao LOS LLANOS GOLD COLOMBIA DARK CHOCOLATE SINGLE 88 CACAO 50 Gramm, Bean to Bar hergestellt in UK von Willié‘s Cacao Ltd, Unit E3, Langlands Business Park, Uffculme, Devon, EX15 30A, UK.

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Kurz vorab: Diese dunkle Schokolade mit mindestens 88% Kakaoanteil hat eine hochfein gemahlene Konsistenz und muss „fein“ genannt werden. Sie ist wie Willie‘s fast immer eine fette extrem harte Pressung, und kommt geschmacklich einem reinen Kakao-Schokoladegeschmack nahe. Sie ist für 1 Britisches Pfund 90, für 50 Gramm – nur im (150 Gramm Dreierpack-Postversand) – angemessen kostspielig. Sie knackt und ist bei Zimmertemperatur noch extrem hart, sehr feinkörnig, bricht sauber, hat einen kakaoigen Geruch. Der klare Abbiss löst sich gut, – ohne weitere Aromen. Die Selbstbezeichnung auf der Packung lobt den aromatischen Kakaogeschmack (nachdem angeblich das Vanillearoma weggelassen worden ist). Der Kakaogeschmack ist mit 6,6 Gramm pro 50 Gramm kaum schmeckbar gering und geht in Richtung der 100 prozentigen dunklen Schokoladen der Bean to Bar Chocolatiers.

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Bei allen Sorten Willie‘s war jeweils die nicht zu öffnende goldfarbene Innenverpackung ein Ärgernis. Ohne Schneide- oder Stechwerkzeug ist da nichts zu machen – nicht jeder hat einen Seitenschneider dabei, wenn er sich irrtümlich Willie‘s Chocolade gekauft hat.

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Die Anbauregion und Herkunft der Trinitario-Bohnen des Kakaos dieses Bean to Bar-Chocolatiers Willié‘s wird mit Colombian bzw. Colombia, grenznähe zu Venezuela, angegeben.

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Das Unternehmen trat laut „SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK“ (Seite 824-825) „Willie‘s delectable Cacao“ von Georg Bernhardini von trat „William Harcourt-Cooze im Jahr 2008 mit der ersten Schokoladenproduktion hervor. Er hatte sich ein kleines Schokoladenmuseum zusammengestellt. Mit Maschinen, die aus der Zeit um 1920 in Uffculme, Devon, in Süd-West-England zusammengestellt wurden. Dort produziert er Schokoladen von der Bohne weg. William Harcourt-Cooze hat sich bewusst für diese alten und langsam arbeitenden Maschinen entschieden, die eine schonende Verarbeitung der Kakaobohnen garantieren sollen. Erst in 2008 begann er mit der Produktion von 100 %igen Schokoladen, im Jahr 2009 folgten die Sorten mit geringerem Kakaoanteil. Seine Kakaobohnen bezieht er direkt von den Plantagen, William Harcourt-Cooze besitzt selbst die Plantage El Tesoro in Venezuela. Bereits vor zwölf Jahren baute er dort neue Kakaopflanzen an, sodass er nun die Früchte ernten und verarbeiten kann.“

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Georg Bernardini gab Willié‘s delectale Cacao – allgemein – vier von sechs möglichen Kakaobohnen – das ist respektabel.

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http://www.williescacao.com

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese dunkle Schokolade ist dem Tester nicht sehr angenehm. Der Inhalt der 50 g Packung wirkt frisch, ist am 08.06.2016 produziert und soll bis 08.12.2017 gut erhalten sein.

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Die quadratische 50 gr. Tafelpackung enthält die Schokoladentafel ohne Bruchkanten-Relief oben glatt, darauf ein geprägtes Schreibschrift „W“ für Willie‘s – nichts weiter. Die Unterseite ist glatt. Die Konsistenz und der Schmelz sind ideal, dass man sie auch bei Zimmertemperatur nur schwer brechen kann. Man beißt ab und lutscht. So ein Abbiss löst sich leicht auf und die Schokoladenmasse verkleistert nicht, wie es viele billige Gemische auf dem Kunstmarkt an sich haben. Sie ist eben sehr fein. Insgesamt dominiert die weiter nichtaromatisierte Geschmacklichkeit. Der besondere Aromakick bei Kakao rührt tatsächlich auch von bestimmten anderen aromastarken Planzen, Bäumen und Stauden, in deren Schatten Kakao in der Plantage gemeinsam angebaut wird. Hier handelt es sich um Trinitario-Bohnen – man braucht keine Zusatzaromen, keine Vanille, kein Lecithin – Cacao, Cacaobutter, roher Rohrzucker. Willié‘s liefert zweifelsfrei Welt-Spitzenkunst.

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Der Chocolatier erzeugt durch die Röst-Stärke und Dauer sowie durch die Mahldauer und -Feinheit sowie das Conchieren, wie lange oder gar nicht – in vielfältigen Ansätzen, wohin die Geschmacksnote seiner Komposition gehen soll. Diese Feinheiten sind dem Tester zunächst nicht beurteilbar, weil die Vergleichserfahrungen fehlen. Das wird hier von Willie‘s ncht angegeben.

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Die Aufmachung hat bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von Willié‘s die verlässlich einfache, optimale und praktische Verpackung eines frischen Lebensmittels – Vakuum durch die Goldpapierinnenhülle, keine Konservierungsstoffe.

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Ein quadratischer Pappumschlag in der schwarzen Grund-Farbe der LOS LLANOS GOLD Schokolade selbst, mit goldenen und weißen und rubinroten Kunstschriften, mutet an wie ein Kautabak-Pack, dazu rückseitig ein rubinrotes „W“-Lable auf einem Kakafrucht-Schattenriss sowie winzigkleine weiße Geheimschriften auf schwarzem Grund, die Zutaten und die Nährwerte mitteilen.

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Ausgepackt findet sich die Tafel in gold-metallisierter Kunststoffolie ganz sinnvoll eingeschweißt, aber nicht noch mal gut erneut zu verschließen. Öffnung dieser Innenpackung ist offenbar nicht vorgesehen, man benötigt dafür einen Schneidbrenner.

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Die Werbetexte auf dem Außenkarton sind unlesbar, wie auch die Bestandtteile und Nährwerte-Tabelle in Weiß auf Schwarz:

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Es heißt da: „LONG FORGOTTON FÖLAVOURS“

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Willié‘s teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papphülle in English, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, jeweils mit dem größten Anteil beginnend, mit:

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Dunkle Schokolade Kakaoanteil mindestens 88% Prozent, Kakaomasse, Roh-Rohrzucker, Kakaobutter, – Wohlweislich enthalten Kakaobutter und Milchpulver viel FETT.

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Bei der Nährwertangabe heißt es 32,5 Gramm Zucker auf 100 Gramm (also 16,25 Gramm pro 50 Gramm;

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Nährwertanalyse pro 100g:

Energie 2520 kj / 610 kcal; Fett 50 g; davon gesättigte Fettsäuren 30,4 g; Kohlehydrate 22,6 g; davon Zucker 13,2 g; Eiweiß 11,0 g; Salz 0,1 g.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese dunkle Schokolade. Sie ist im Gesamtauftritt fein, nicht süß, ziemlich fett und sozusagen pur.

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Georg Bernhardini hat die Sorte in seiner allgemeinen Empfehlung speziell hierzu nicht getroffen!

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ACHTUNG: Diese Willié‘s ist nicht BIO! Diese Willié‘s ist nicht Fair Trade.

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Aber es gilt auch hier Dr. Dietmar Moews‘ Post Skriptum:

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Wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

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Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

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Die Gesamtmasse (Tonnage) der jährliche Chocolade-Produktion bei Willie‘s in Uffculme wäre das Kriterium, wie weit hier die Bedingungen für Fair Trade und Bio. Sie ist dem Tester aber leider nicht bekannt.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller – wie hier Willie‘s LOS LLANOS 88 ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle große standardisierte Stückzahlen – also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen, die aus Fließbändern kommen und an sich minderwertig und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount arbeiten.

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Ein Qualitäts-Chocolatier wie Willie‘s hat kein Fair-Trade-Lable, weil er an der Grenze zur industriellen Massenfertigung zunächst sein Kunstwerk, seine Kreation als Liebhaber, Amateur, Dilettant experimentierend dem weltberühmten Künstlerkonzept der „SELBSTAUSBEUTUNG“ herausbringt – er reist zur Plantage, mahlt und conchiert selbst, und garantiert persönlich dafür, dass keine Menschen- oder Pflanzenschändung betrieben wird.

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Wer also bemängelt, dass Willié‘s in Uffculme kein pestizidfreies Leitungswasser hat, weil es auch in ganz Großbritannien kein „BIO-Brot“ gibt (wegen belasteten Wassers), der soll sich besinnen.

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Georg Bernardini der Schokoladentester sagt zu Willié‘s zuletzt als FAZIT: …die Produkte gefallen mir mit wenigen Ausnahmen gut. Es lohnt sich auf jeden Fall, weitere Sorten zu probieren…“

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