Schach WM 2016: Sergey Karjakin vs Magnus Carlsen in New York

Lichtgeschwindigkeit 7920

Vom Sonntag, 27. November 2016

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Screen Shot am 26. November 2016 von sueddeutsche.de

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Seit ca. zwei Wochen läuft eine auf zwölf Partien angesetzte kommerzielle, sogenannte Schachwelt-Meisterschaft, in New York und vor diversen Echtzeitmedien gespielt, von dem amtierenden norwegischen Weltmeister Magnus Carlson vs. den russischen (ukrainischen) Herausforderer Sergey Karjakin.

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Nach zehn von zwölf Partien steht es heute unentschieden 5:5, nach zunächst sieben Unentschieden (Remis) und einem ersten Sieg für den Herausforderer, wurde ein weiteres Unentschieden und alsdann der erste Sieg des Weltmeisters auf den ausgeglichenen Punktestand erreicht.

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Screen Shot sueddeutsche.de am 26. November 2016

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Heute folgt ein letzter Ruhetag vor den beiden letzten Partien. Falls sich in diesen beiden kein klarer Sieger des Matches herausstellen sollte, folgt am 30. November der Tiebreak im Schnellschach. Es wartet ein spannendes Wochenende, denn beide Spieler werden alles geben nicht in die Verlängerung zu müssen.

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Schach WM 2016 Spiel 10 24.11.2016 – Sergey Karjakin vs Magnus Carlsen

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Die Massenmedien nehmen auf ganz vielfältige Art an diesem Intelligenz-Konzentrations-Sport teil Die Süddeutsche Zeitung bringt auf der sueddeutsche.de einen sogenannten „Live-Ticker“, wo man in Echtzeit den Spielen zuschauen kann.

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sueddeutsche.de bringt momentan folgende Notate von den bisherigen Partien, mit noch weiteren Informationen, die hier eingespart werden:

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1:0

Und Sergey Karjakin gibt die Partie auf.

66. …Tb3 67.Sd6+ Sxd6 68.Txd6 Te3 69.e6 Kc7 70.Txd4 Txe6 71.Td5 Th6 72.Kf3 Tb8 73.Kf4 Ka7 74.Kg5 Th8 75.Kf6

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Magnus Carlsen hat nun nur noch 7 Minuten und 40 Sekunden für den Rest der Partie, abgesehen vom Zugbonus. Karjakin hat noch 5 Minuten mehr. Aber die Entscheidung dieser Partie ist nicht mehr allzu weit. Wird der Weltmeister den Ausgleich schaffen?

 65.Txg6 Txf3 66.Kg2

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Carlsen konnte ein Turmpaar tauschen, was die schwarzen Ressourcen, um Initiative zu schaffen, schwächt. Doch der Bauer auf d3 könnte dennoch schnell zur Dame werden. Es gilt nun für Weiß dies zu verhindern, indem er selbst größere Drohungen aufstellt.

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Magnus Carlsen war die Erleichterung deutlich anzumerken. „Es war nicht schön, aber es ist genau das, was ich gebraucht habe“, sagte der Norweger nach seinem ersten Sieg im Schach-Duell gegen Herausforderer Sergej Karjakin.

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Die Weltmeisterschaft in New York ist wieder offen. Nach zehn Spielen steht es 5:5 zwischen dem Norweger und dem Russen. Carlsen tut sich jedoch schwerer, als er wohl selbst gedacht hatte. „Ich habe zehn Spiele nicht gewonnen. Das ist mir vorher noch nie passiert“, sagte der Schach-Star nach seinem ersten Erfolg. Entsprechend gelöst gab er sich.

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„…Vor wenigen Tagen hatte das noch ganz anders ausgesehen. Als Carlsen dem Russen Karjakin im achten Spiel unterlag, verweigerte er dem norwegischen Fernsehen erst das tägliche Interview. Dann verlor er die Nerven, als er im Raum der Pressekonferenz auf seinen Gegner warten musste. Der Weltmeister rauschte entnervt davon. Vor zwei Wochen sagte er der Süddeutschen Zeitung: „Gewinnen macht mir Spaß.“ Zuletzt hatte er nur wenig Spaß.

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26 Jahre wird Carlsen am Mittwoch. Weltstar ist er jedoch schon seit vielen Jahren. Als er den Inder Viswanathan Anand vor drei Jahren vom Thron stieß, wurde er zu einem der jüngsten Schach-Weltmeister der Geschichte. Viele Beobachter sprachen von einer neuen Ära seines Sports. Die Jugendlichkeit gepaart mit seiner psychischen Stärke und der körperlichen Fitness sollten ihn auf Jahre hinweg unschlagbar machen. Carlsen drängt seine Gegner nach und nach in die Enge, fordert sie während der stundenlangen Matches aber auch körperlich.

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Der 25-Jährige gilt als „Mozart des Schach“, wird gefeiert wie ein Popstar und hat schon als Unterwäsche-Model gearbeitet. Bald hat er eine Gastrolle in der Fernsehserie „Die Simpsons“, und gegen Bill Gates und Mark Zuckerberg hat er auch schon gespielt. Carlsen ist ein neuer Typus von Schach-Champion: lässig, cool, medienaffin. Es gibt sogar eine Schach-App für das Smartphone, die seinen Namen trägt. Die Niederlage im achten Spiel gegen Karjakin hat jedoch scheinbare Gewissheiten ins Wanken gebracht.

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Denn anstelle des Norwegers ist es Karjakin – ebenfalls erst 25 -, der das Publikum in Manhattan mit seiner lockeren Art überrascht. Bei Carlsen machen Beobachter stattdessen ein Hadern und Zaudern aus. Wie sehr steht der Norweger unter Druck? 

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Zwei Spiele sind noch zu spielen, der Ausgang ist wieder völlig offen. Allein das ist schon eine kleine Sensation, galt Carlsen gegen Karjakin doch als Favorit. Am Samstag wird sich zeigen, ob er dieser Rolle doch noch gerecht werden kann. Montag ist dann das letzte normale Spiel.

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Sollte dann noch immer keine Entscheidung gefallen sein, kommt es am Mittwoch zum Tie-Break. An seinem 26. Geburtstag könnte die Entscheidung fallen, ob Carlsen auf dem Thron sitzen bleiben darf.(dpa)

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sportflagge_kroatien_schach

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Dietmar Moews meint: Was für eine Partie! Nun ist das Match zwei Runden vor Schluss nochmal völlig offen. Nach einem durchwachsenen Mittelspiel für Magnus Carlsen, in dem Sergey Karjakin seine Chance zum Remis durch eine mögliche Variante mit dreifacher Zugwiederholung verpasst hat, kam er in eine vorteilhafte Endspielstellung. Nach langem manövrieren und abwarten dann, ergab sich für Carlsen die Chance die Stellung aufzubrechen und seinem Gegner einen Bauern abzunehmen. Ab diesem Zeitpunkt war die Niederlage für den Herausforderer kaum noch abzuwenden. Magnus Carlsen hat zum ersten Mal in diesem Match eine vorteilhafte Stellung verwerten und zum Sieg führen können.

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Ich finde es bemerkenswert, wie sehr die körperlich-nervliche Verfassung als Spielstimmung entscheidend zu sein scheint, wie und ob die Spieler ihr Können tatsächlich Zug um Zug aufs Brett bringen. Dabei ist der Herausforderer vollkommen nüchtern und gleichmütig – er spielt sein bestes Schach. Während Carlson zunächst ein Motivationsproblem und dann Konzentrationsschwächen vorspielte, die man von ihm, als Dauersieger, bislang gar nicht kennengelernt hatte.

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Es wird jetzt also um den Gesamtsieg gehen und ich erwarte, dass Carlson überlegen gewinnen wird. Er ist einfach wahnsinnig schnell im Abrufen von Schachwissen und Können.

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