Schoki-Test mit Willie‘s Cacao MILK OF THE GODS RID CARIBE 44 SUBLIME SINGLE ESTATE MILK CHOCOLATE

Lichtgeschwindigkeit 6909

Vom Montag, 21. November 2016

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Dietmar Moews meint:

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Ich will mich nicht erwähnen,

doch fällt mir manchmal ein

zwischen Fässern und Hähnen

eine Art von Kunstverein.

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Die haben etwas errichtet,

eine Aula mit Schalmei,

da wird gespielt und gedichtet,

was längst vorbei.

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Ich lasse mich zerfallen,

ich bleibe dem Ende nah,

dann steht zwischen Trümmern und Ballen

eine tiefe Stunde da.“

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(Gottfried Benn 1886-1956; „Destille IV“ 1953)

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Ich probierte eine englische Williés Cacao MILK OF THE GODS RID CARIBE 44 SUBLIME SINGLE ESTATE MILK CHOCOLATE 50 Gramm, hergestellt in UK von Willié‘s Cacao Ltd, Unit E3, Langlands Business Park, Uffculme, Devon, EX15 30A, UK.

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Kurz vorab: Diese Milchschokolade mit mindestens 44% Kakaoanteil hat eine hochfein gemahlene Konsistenz und kann „fein“ genannt werden. Sie ist wie Willie‘s fast immer eine fette extrem harte Pressung, und kommt geschmacklich der guten Bonnat Kuhmilch-Schokolade nahe. Sie ist für 1 Britisches Pfund 90, für 50 Gramm – nur im (150 Gramm Dreierpack-Postversand) – angemessen kostspielig. Sie knackt und ist bei Zimmertemperatur noch extrem hart, sehr feinkörnig, bricht sauber, hat einen kakaoigen Geruch. Der klare Abbiss löst sich gut, – ohne weitere Aromen. Die Selbstbezeichnung auf der Packung lobt den aromatischen Kakaogeschmack (nachdem angeblich das Vanillearoma weggelassen worden ist). Doch den Kakaogeschmack konnte der Tester nicht wirklich finden, nur die nicht zu süße fette Milch mit relativ viel Salz plus Natrium.

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Bei allen Sorten Willie‘s war jeweils die nicht zu öffnende goldfarbene Innenverpackung ein Ärgernis. Ohne Schneide- oder Stechwerkzeug ist da nichts zu machen – nicht jeder hat einen Seitenschneider dabei, wenn er sich irrtümlich Willie‘s MILK Chocolate gekauft hat.

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Die Anbauregion und Herkunft des Kakaos dieses Bean to Bar-Chocolatiers Willié‘s wird angegeben und doch nicht. Was heißt CARIBE Hacienda Agustin Estate für den Kakao und dann Barlovento als Ursprung der Kakaobutter?

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Das Unternehmen trat laut „SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK“ (Seite 824-825) „Willie‘s delectable Cacao“ von Georg Bernardini von trat „William Harcourt-Cooze im Jahr 2008 mit der ersten Schokoaldenproduktion hervor. Er hatte sich ein kleines Schokoladenmuseum zusammengestellt. Mit Maschinen, die aus der Zeit um 1920 in Uffculme, Devon, in Süd-West-England zusammengestellt wurden. Dort produziert er Schokoladen von der Bohne weg. William Harcourt-Cooze hat sich bewusst für diese alten und langsam arbeitenden Maschinen entschieden, die eine schonende Verarbeitung der Kakaobohnen garantieren sollen. Erst in 2008 begann er mit der Produktion von 100 %igen Schokoladen, im Jahr 2009 folgten die Sorten mit geringerem Kakaoanteil. Seine Kakaobohnen bezieht er direkt von den Plantagen, William Harcourt-Cooze besitzt selbst die Plantage El Tesoro in Venezuela. Bereits vor zwölf Jahren baute er dort neue Kakaopflanzen an, sodass er nun die Früchte ernten und verarbeiten kann.“

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Georg Bernardini gab Willié‘s delectale Cacao – allgemein – vier von sechs möglichen Kakaobohnen – das ist respektabel. Aber der Tester Dr. Dietmar Moews kann diese Qualität bei dieser Sorte auch entdecken und würde ebenfalls vier oder sogar fünf von sechs geben – und durchaus als Spitzenqualität verstehen. So steht William Harcourt-Cooze mit seiner Milchschokolade eigentlich nicht auf dem Weihnachtsmarkt, wo das ganz süße, fette, harte Zeug abgesetzt wird.

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http://www.williescacao.com

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese Milch-Schokolade ist dem Tester sehr sehr angenehm. Der Inhalt der 50 g Packung wirkt frisch, ist am 17.10.2016 produziert und soll bis 17.12.2017 gut erhalten sein.

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Die quadratische 50 gr. Tafelpackung enthält die Schokoladentafel ohne Bruchkanten-Relief oben glatt, darauf ein geprägtes Schreibschrift „W“ für Willie‘s – nichts weiter. Die Unterseite ist glatt. Die Konsistenz und der Schmelz sind ideal, dass man sie, auch bei Zimmertemperatur, allerdings nur schwer brechen kann. Man beißt ab und lutscht. So ein Abbiss löst sich angenehm leicht auf und die Schokoladenmasse verkleistert nicht, wie es viele Gemische auf dem Kunstmarkt an sich haben. Sie ist eben sehr fein. Insgesamt dominiert die weiter nichtaromatisierte Geschmacklichkeit. Der besondere Aromakick bei Kakao rührt tatsächlich auch von bestimmten anderen aromastarken Planzen, Bäumen und Stauden her, in deren Schatten Kakao in der Plantage gemeinsam angebaut wird. Hier sind es Nüsse und Kaffee – man braucht keine Zusatzaromen, keine Vanille, kein Lecithin – Cacao, Cacaobutter, roher Rohrzucker. Willié‘s liefert zweifelsfrei Welt-Spitzenkunst.

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Der Chocolatier erzeugt durch die Röst-Stärke und Dauer sowie durch die Mahldauer und -Feinheit sowie das Conchieren, wie lange oder gar nicht – in vielfältigen Ansätzen, wohin die Geschmacksnote seiner Komposition gehen soll. Diese Feinheiten sind dem Tester zunächst nicht beurteilbar, weil die Vergleichserfahrungen fehlen. Das wird hier von Willie‘s ncht angegeben.

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Die Aufmachung hat bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von Willié‘s die verlässlich einfache, optimale und praktische Verpackung eines frischen Lebensmittels – Vakuum durch die Goldpapierinnenhülle, keine Konservierungsstoffe.

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Ein quadratischer Pappumschlag in der kapitänsblauen Grund-Farbe der Milch-Schokolade selbst, mit goldenen und weißen Kunstschriften, mutet an wie ein Kautabak-Pack, dazu rückseitig ein weißes „W“-Lable auf einem Kakafrucht-Schattenriss sowie winzigkleine hellblaue Geheimschriften auf kapitänblauem Grund, die Zutaten und die Nährwerte mitteilen.

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Ausgepackt findet sich die Tafel in gold-metallisierter Kunststofffolie ganz sinnvoll eingeschweißt, aber nicht noch mal gut erneut zu verschließen. Öffnung dieser Innenpackung ist offenbar nicht vorgesehen, man benötigt dafür einen Schneidbrenner.

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Die Werbetexte auf dem Außenkarton sind unlesbar, wie auch die Bestandtteile und Nährwerte-Tabelle in hellblau:

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Es heißt da: „TRAVEL INSPIRED, SOMETHING DESIRED“ … light and milky.

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Willié‘s teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papphülle in English, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, jeweils mit dem größten Anteil beginnend, mit:

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Milch-Schokolade Kakaoanteil mindestens 44% Prozent, Kakaomasse 25%, Roh-Rohrzucker, Kakaobutter 19 Prozent, Milchpulver 21 Prozent – keine Angabe für den Zuckeranteil. Wohlweislich enthalten Kakaobutter und Milchpulver viel FETT.

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Bei der Nährwertangabe heißt es 35,0 Gramm Zucker auf 100 Gramm (also 17,5 Gramm pro 50 Gramm;

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Nährwertanalyse pro 100g:

Energie 2330 kj / 560 kcal; Fett 38 g; davon gesättigte Fettsäuren 23,0 g; Kohlehydrate 46 g; davon Zucker 35,0 g; Eiweiß 9,0 g; Salz 0,2 g., Sodium/Natrium 69 mg

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese Milch-Schokolade. Sie ist im Gesamtauftritt fein, nicht viel zu süß, ziemlich fett und etwas salzig.

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Georg Bernhardini hat die Sorte in seiner allgemeinen Empfehlung speziell hierzu nicht getroffen!

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ACHTUNG: Diese Willié‘s ist nicht BIO! Diese Willié‘s ist nicht Fair Trade.

Aber es gilt auch hier Dr. Dietmar Moews‘ Post Skriptum:wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

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Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

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Die Tonnage der jährliche Chocolade-Produktion bei Willie‘s in Uffculme wäre das Kriterium wie weit hier die Bedingungen für Fair Trade und Bio, ist dem Tester aber leider nicht bekannt.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle große standardisierte Stückzahlen – also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen, die aus Fließbändern kommen und an sich minderwertig und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount arbeiten.

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Ein Qualitäts-Chocolatier wie Willie‘s hat kein Fair-Trade-Lable, weil er an der Grenze zur industriellen Massenfertigung zunächst sein Kunstwerk, seine Kreation als Liebhaber, Amateur, Dilettant experimentierend dem weltberühmten Künstlerkonzept der „SELBSTAUSBEUTUNG“ herausbringt – er reist zur Plantage, mahlt und conchiert selbst, und garantiert persönlich dafür, dass keine Menschen- oder Pflanzenschändung betrieben wird.

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Wer also bemängelt, dass Willié‘s in Uffculme kein pestizidfreies Leitungswasser hat, weil es auch in ganz Großbritannien kein „BIO-Brot“ gibt (wegen belasteten Wassers), der soll sich besinnen.

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Georg Bernardini der Schokoladentester sagt zu Willié‘s zuletzt als FAZIT: …die Produkte gefallen mir mit wenigen Ausnahmen gut. Es lohnt sich auf jeden Fall, weitere Sorten zu probieren…“

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