Mathias Greffrath im DLF mit MARX 2 / 6 und Wolfgang Streeck im historischen Ausbeutungsgerücht des ABSURDEN „KAPITAL“

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Vom Montag, 21. November 2016

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SONNTAG am Morgen, am 20. November 2016, 30 Minuten gebundener Text IRRSINN zu KARL MARX im DEUTSCHLANDFUNK. Heute nun MARX 2 / 6 von dem Kölner Emeritus Wolfgang Streeck über KAPITAL Kap. 24. „Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation“. Das ist erneut heftig:

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Aber was macht Streeck hier, von Greffrath hochgezogen?

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Greffraths HYPOTHESE für diesen Deutschlandfunk-Sechsteiler soll sein:

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Die Brauchbarkeit der Gedanken Karl Marx‘ für uns, heute. DLF nennt Marx‘ Werk „sozialwissenschaftlich“ – Greffrath behauptet: „150 Seiten akribische Analyse“ – dabei handelte es sich um Abschreibsel, Verblendung und Geblendetheit.

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Greffrath nennt den Quatsch:

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Eine große idealtypische Erzählung des Kapitals“ – er sieht „den Ingenieur, den Lehrer, seine Frau, sein Kind,“ aber er sieht nicht den Kreativen, ohne den nicht von Idealtypik und nicht von Akribie geredet werden kann.

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Die Sprinquellen des Reichtums:

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Die Erde und

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der Arbeiter

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Marx verstand nicht die Kreativität. Greffrath versteht nicht die Kreativität.

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THESE:

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Es gibt Karl Marxismus-Idioten –

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das sind die Millionen Erdbewohner, die das Wort MARX gebrauchen, die wissen auch, was sie damit meinen – nur haben sie nicht MARX gelesen.

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Sie wissen also nicht, wovon sie mit MARX (1818-1883) und DAS KAPITAL (1861-1894 / MEGA-1980) und MEHRWERT-THEORIE und AUSBEUTUNG, im Sinne Marx‘, reden. Schon gar nicht kennen sie das absurde Zusammengewurstel, das zuerst seit 1864, dann verschlimmbessert seit 1868 als DAS KAPITAL zunächst von Marx selbst, dann von Marx und Engels sowie nach Marx Tod von Engels und Kautsky propagiert wird. Schon vor Erscheinen haben beide weitreichend DAS KAPITAL persönlich rezensiert und international publiziert.

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Es gibt Karl Marxismus-Idioten –

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das sind ganz wenige, die das Wort MARX gebrauchen – die Marx zu Teilen gelesen haben

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Dies Marx-Idioten betreiben entweder als kommunistische Machtideologen Verdunklung oder – wie vermutlich Mathias Greffrath als Sozialkritiker – sie haben das Thema Produzieren und gesellschaftliche Arbeitsteilung zu wenig durchdacht, zumindest nicht wirklich verstanden. Und es fehlt – bereits bei Marx das wissenschaftliche Handwerk, theoretische Ansätze von empirischer Forschung überhaupt unterscheiden zu können – folglich beides nicht getrennt anzugehen.

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THESE:

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Marx‘, Das KAPITAL in sämtlichen Teilausgaben, einzeln oder zusammen, der Marxismus, die Marxismus-Politiker – sie haben nicht begriffen, dass PRODUKTION ohne KREATIVITÄT nicht fortschreiten kann (s. DIETMAR MOEWS, „MARX‘ MEHRWERTTHEORIE als AUSBEUTUNGSKONZEPT der KREATIVEN, BERLIN 2010):

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KREATIVITÄT ist nicht ad hoc Bestandteil des Kapitals, nicht der Arbeitskraft und nicht des Wissens. Denn Kreativität ist substantiell der Entstehungsvorgang und die Hervorbringung von Innovation (z. B. mit Blick auf gewünschte Produktion), der nicht durch Zwang oder und durch Androhung von Strafe noch durch Belohnung hervorgebracht werden kann. (s. DIETMAR MOEWS 2010)

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MARX ist der theoretische Begründer der Ausbeutung der KREATIVEN, KÜNSTLER, ERFINDER, FORSCHER, WISSENSCHAFTLER – selbst SKILL, als Eigenschaft eines Arbeiters, wird in MARX‘ WERT-THEORIE nicht begriffen und nicht als KOSTEN angesetzt (vgl. DIETMAR MOEWS 2010)

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Marx propagiert in DAS KAPITAL eine KLASSENTHEORIE aus der MARX ein KLASSENBEWUSSTSEIN, einen KLASSENKAMPF und das ENDE des „KAPITALISMUS“ der 1860er Jahre fordert und falsch vorhersagt.

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Marx argumentiert mit einer aus der Wirtschaftskunde seiner Zeit zusammengebastelten WERT-THEORIE und seiner darauf bezogene MEHRWERT-THEORIE. Marx behauptet, eine PRODUKTION setze sich aus dem KOSTPREIS zusammen, nämlich aus folgenden drei KOMPONENTEN:

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(Marx‘ Mehrwerttheorie von 1868) KOSTPREIS = KAPITALPREIS + ARBEITSKRAFTPREIS + PROFIRATE = WARENPREIS.

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Dabei bezieht sich Marx, als Laie, auf Adam Smith und andere Fachleute, wo der Ansatz lautet (so weit betrifft das Greffraths Marx 1 / 6). Auch Kapitel 24 und Wolfgang Streeck mit Marx 2 / 6 sind auf ADAM SMITH gestellt.

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Vorangestellt wird einfach eine Hypothese in Frageformen:

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Wie entsteht Kapital?

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Wie entsteht ein Kapitalist?

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Wie erlangt ein Mensch Kapital und kann Kapitalist sein?

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Warum bleibt ein anderer ein lohnabhängiger Arbeiter, der an der Akkumulation des Kapitals des Kapitalisten notgedrungen „mitarbeitet“?

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STREECK fasst für den DLF zusammen:

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Was also sollen wir heute aus alledem lernen? Zum Kapitalismus müssen Gesellschaften und ihre Mitglieder erzogen werden. Niemand wird freiwillig Arbeiter, damit jemand anders Kapitalist werden kann – einen „Selbstexpropriationstrieb der arbeitenden Menschheit zu Ehren des Kapitals“, wie Marx es ironisch ausdrückt, gibt es nur im Traumland der ökonomischen Theorie. In der wirklichen Welt entsteht der Kapitalismus nicht in öffentlichem Auftrag, damit es effizienter zugeht auf Erden, sondern kraft Eigentums und des Rechts, mit diesem nach Belieben zu verfahren. Weitergehen kann es mit ihm immer nur so lange, wie die unwahrscheinliche Kopplung von Kapital, dessen Besitzer es „arbeiten“ lassen können.“

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Hiermit verfälscht und schönt Streeck die machtpolitische Wirklichkeit des Jahre 2016 und schließt sich, für den DLF Marx‘ reproduzierend, Kapitel 24 an:

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„Die gewaltsam erzwungene Akkumulation ist die Folge des Klassenkampfs“ , so Marx in Kapitel 24.

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Und Streeck kommt nicht auf die Idee, dass nicht die kämpfenden Klassen – Arbeiter und Kapitalist – die Akkumulation zum Kapitalismus machen, sondern der Unternehmer mit der unabdingbaren  KREATIVITÄT des UNTERNEHMERS ist es, der ein MARKTPRODUKT organisiert.

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Bei ADAM SMITH wird eine banale Hilfserklärung dargestellt, nämlich

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EINS: Der Kapitalist lebt sparsam und spart so lange, bis er ein Kapital angehäuft hat.

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ZWEI: Der Arbeiter ist faul, lebt von der Hand in den Mund und spart sich kein Kapital an und verlumpt.

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MARX, der lediglich ADAM SMITH handschriftlich abschrieb und keinen eigenen Gedanken an die vorhandenen Fragen vorbringt, will aber auf solche Begriffe hinaus, wie „theoretische Voraussetzungen für den Kapitalismus“ und „Arbeiterklasse“, „Klassenkampf-Situation“, „Selbstzerstörung des Kapitalismus“ durch die monopolistische Eigendynamik durch Kapital, Kapitalisten und Kapitalismus.

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Das wird in KAPITALE 24 von „Das KAPITAL“ Bd. 1 von Karl Marx in den ersten von Marx selbst herausgegebenen Fassungen, angeblich erörtert und angeblich wissenschaftlich erkannt.

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Doch dem ist nicht so. MARX tappt sinnlos umher. Weil Marx auf die Klassenbildung, den Klassenkampf, den Untergang des von Marx beschriebenen Spätkapitalismus und die sozialistische Revolution hinauswill, täuscht er die gründliche kritische Analyse der empirischen Lage des Produzierens und der Wirtschaft seiner Zeit nur vor.

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Es ist nicht mal die Wirtschafts- und Produktionslage, die Ausgangslage des Marx‘schen Räsonnements ausweislich empirisch genommen. Denn Marx bezieht sich auf eine unvergleichlich rückständige Wirtschaft in Preußen nach dem Wiener Kongress sowie nach 1848 bzw. teils im Rheinland – in der Marx aber keineswegs lebte und als Student und jüdisches Juristenkind nicht gelebt hatte. Während Engels – als Gesprächspartner und Unternehmens-Manager einer Elberfelder Spinnerei-Filiale in Manchester – eher britisches Arbeits- und Produktionsleben, britischen „Manchester-Kapitalismus“ und Gewerkschaftsdiskussionen kennt und daher räsonniert.

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Hierzu meldet sich nun Wolfgang Streeck zu Wort, ohne das Material zu beachten und ohne Etwas zu sagen zu haben – und, das ist ein Skandal – immer weit ab von seinem angeblichen Metier, der Soziologie, herumzuschwadronieren.

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Das KAPITAL KAPITEL 24 „Akkumulation“ sollte Streeck doch zumindest so weit gelesen haben, dass hier MARX‘ Hypothese in seiner Kapitel-Überschrift („Ursprüngliche Akkumulation“) entweder zur Darstellung durch Marx und zur Bezugnahme durch Streeck kommt oder nicht – was dann, Herr Streeck?

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Aber Wolfgang Streeck kennt Kapitel 24 nicht. Sonst hätte er den Angelpunkt dieses MARX-Bluffs gelesen und als Bullshit identifiziert. Denn wie folgt trägt Marx vor – ich zitiere Kapitel 24, S. 765 MEW Bd. 23 „Das Kapital – Kritik der politischen Ökonomie“, Erster Band – und widerlegt seinen eigenen Vortrag. Marx will zeigen, wie das Kapital und der Frühkapitalismus das Sein strukturieren und die Arbeiterklasse entsteht. Doch wirklich zitiert Marx lauter historische Quellen, die ausweisen, dass stets „Herrscher“, Feudalisten, Staatsmacht, Kirchenherren, Bourgoisie Gesetzen Macht verleihen, und keineswegs die „Naturgesetze der Produktion“. Gewalt erzwingt nach Marx Geschichtsargumentation die Verlumpung – die Waffengewalt der Herrschaft – und eben nicht ein „Kapital“ im Naturgesetz der Produktion:

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„… Für den gewöhnlichen Gang der Dinge kann der Arbeiter den „Naturgesetzen der Produktion“ überlassen bleiben, d. h. seiner aus den Produktionsbedingungen selbst entspringenden, durch sie garantierten und verewigten Genesis der kapitalistischen Produktion. Anders während der historischen Genesis der kapitalistischen Produktion. Die aufkommende Bourgeoisie braucht und verwendet die Staatsgewalt, um den Arbeitslohn zu „regulieren“, d. h. innerhalb der Plusmacherei zusagender Schranken zu zwängen, um den Arbeitstag zu verlängern und den Arbeiter selbst in normalem Abhängigkeitsgrad zu erhalten. Es ist dies ein wesentliches Moment der sog. ursprünglichen Akkumulation.“

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Noch heute, im Jahr 2016, haben wir die gesellschaftlichen Steuerungsmedien unseres Rechtsstaats – das Geld und den Kaufvertrag. Nur, dass heute das Recht mehr rechtsstaatlich und weniger gewaltherrschaftlich erzwungen werden kann, wenn man über Geld und Kaufvertrag uneinig ist. Allerdings macht die heutige (US-)-Weltfinanz nichts anderes als Gewaltanwendung. Erst kürzlich wurde der Schweiz, seitens der US-Regierung, mit Sperrung des Zugangs zum US-Finanzmarkt gedroht und schon wurde aus Unrecht „freiwilliges“ Einlenken des Schweizer Staates, durch Aufgabe des Bankgeheimnisses, als Rücksichtnahme für die privatwirtschaftlichen Schweizer Banken.

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Marx bringt in KAPITEL 24, wie in dem gesamten Manuskriptberg, lediglich seine EXZERPTE – was soll denn der Deutschlandfunk-Hörer hier erfahren (der Marx kennt, wohl nur die Frechheit der Autoren Greffrath und Streeck; der Marx nicht kennt, wird schlicht verarscht)? Man hat mit den Publikationen unter dem Namen KARL MARX ein über Jahre handschriftlich herausgeschriebenen Exzerpte-Durcheinander, dass sich hauptsächlich mit der frühkapitalistischen Literatur, lange vor Marx, abarbeitet (z. B. Adam Smith). Dabei ist beeindruckend, wie der Ökonomie-Laie Marx stets mit Zufallsfunden sich verzettelt bzw. andererseits sein „Genosse“ Friedrich Engels, im langjährigen Briefwechsel zwischen Manchester und London (s. MEW), stets dem Marx widersprechen muss, wie ein Kontorleiter einem Lehrjungen im ersten Lehrjahr – .

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MARX hatte keine Ahnung von Finanz, Wirtschaft, Produktion, Handeln und – nicht von Anthropologie, wollte aber auch in eine ganz andere Richtung denken. Marx suchte von Anbeginn seine Klassenkampf-Theorie und die Ausbeutungs- und Spätkapitalismus-Zusammenbruchs-Theorie zu füttern – ohne je wissenschaftlich dabei vorzugehen. Marx produziert ein tausende Blätter umfassendes impressionistisches handschriftliches Exzerpte-Durcheinander, ohne dabei ein nachvollziehbares Verfahren oder gar, eine wissenschaftliche Methode anzuwenden. Er arbeitet nicht systematisch, nicht soziologisch, nicht wirtschaftswissenschaftlich. Was man damals und heute noch „DAS KAPITAL“ nennt, ist semantisch unlesbar, weil voller ungeklärter Widersprüche.

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DLF-Autor Wolfgang Streeck findet nicht mal als Exposition zu seinem „Kapitel 24“ die Ansage, dass dieses Kapitel eine Exzerpteansammlung aufbietet, die Karl Marx in den 1860 Jahren in Londoner Bibliotheken abschrieb und nichts weiter ist als eine „Realschüler-Ausarbeitung“ zum Thema „Episoden der in Büchern seit dem Mittelalter überlieferten Feudalgeschichte, mit ökonomischem Interesse, aus Sicht englischer Autoren des 18. Jahrhunderts“.

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Ja, in diesen Feudalgeschichtsbüchern stöberte Marx herum, um seiner empirischen Unterbelichtung zum Arbeitsfeld der Ökonomie seiner eigenen Zeit, zumindest Fleisch aus Büchern der Vorjahrhunderte, nebst weltweit rekrutierten Episoden aus aller Welt, für seine Akkumulations-Beschreibung herauszuziehen.

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Und Autor Wolfgang Streeck kann das nicht fassen, bringt allerdings stattdessen auch keine eigene von Marx Kapitel 24 ausgehende Erleuchtung.

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Welch ein Mist!

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Und noch zum Autor Wolfgang Streeck, als Echo der Exposition von Mathias Greffrath für „MARX 1-6 / 6 des Deutschlandfunks:

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Streeck zeigt, dass er sich nur Soziologe nennt, aber keine soziologische Wissenschaft betreibt. Seine „Frankfurter Schule“ wäre anders vermutlich auch selbst überrascht.

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Streeck huscht also über seine angeblichen Feststellungen, die er bei Marx in Kapitel 24 vorgibt gefunden zu haben hinweg, anstatt hier eine soziologische Analyse anzusetzen, die Autor Marx ja weder verstanden hatte noch fähig oder willens gewesen war selbst durchzuführen, noch in Kapitel 24 geliefert hat.

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Marx hat ja eben nur behauptet, ein „Kapital“, theoretisch genommen, könne durch Sparsamkeit statt Faulheit akkumuliert worden sein und ein Kapitalismus unter Gewaltanwendung der Herrschenden. Doch auch hier geht Marx ja nicht empirisch vor. Denn so lange die Geschichte des Geldes rückwirkend in unserem Blick verläuft, ist Geld stets ein Gegen- und Tauschmittel für MATERIAL-Herrschaft.

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Kurz, der erste Kapitalist entstand nicht durch Sparsamkeit, sondern durch Krieg und Kriegsanleihen – man lieh Kredit und war damit Kapitalist. Voraussetzung war eine „Bonität“ durch soziale, personale, materiale oder bellizistische Macht.

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Was sollen also Ammenmärchen der Sparer und faulen Lumpen noch bei Wolfgang Streeck, der hier angeblich eine Marx‘sche Idee von ADAM SMITH bezogen haben will? – während Marx von „fade Kinderei“ spricht und zu einer „marxschen“ Anmutung kommt, der Streeck wiederum nichts hinzuzufügen hat, Marx schreibt:

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Zweierlei sehr verschiedenen Sorten von Warenbesitzern müssen sich gegenüber und in Kontakt treten, einerseits Eigner von Geld, Produktions- und Lebensmitteln … andererseits freie Arbeiter, Verkäufer der eigenen Arbeitskraft und daher Verkäufer der Arbeit“.

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Wolfgang Streeck versagen nun die geistigen Kräfte und das Können zur Soziologie:

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EINS: Streeck sieht nicht, dass Marx nicht sieht, dass in seinem kapitalistischen Akkumulationsschema die KREATIVITÄT fehlt – weder die Eigner von Kapital noch die Eigner der Arbeitskraft, können ARBEITEN, ohne den Produktionsfaktor KREATIVITÄT.

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ZWEI: STREECK durchschaut nicht, dass hier von Marx keine Theorie erarbeitet wurde, selbst bei kleinster theoretischer Reichweite stimmt hier nichts, was man auf die analoge Welt analytisch oder gar prospektiv anwenden könnte. Ich sage nur:

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Die Produktivität (Marktgängigkeit und Wachstum) kommt nicht aus dem Arbeiter, nicht aus dem Kapital – schauen wir nur auf die Produktivität im Wirtschaftsjahr 2016 in Köln. Nicht ein Arbeiter, sondern die weitereilende IT-Revolution, die 4.0-Produktionsweise, die Robotik und die gewaltsame Zurichtung der dem Markt vor- und nachgelagerten Welten, bestimmen heute die Produktivität und Akkumulation, nicht mehr von KAPITAL als Bezahlkraft, sondern als militärisch-kriegerische Übermacht, die heute als CYBER WAR mit Kommunikationsherrschaft beginnt.

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Was Wolfgang Streeck nicht bringt, ist die angekündigte Analyse, wie es zum Kapitalismus durch „Akkumulation“ gekommen war und was daran nunmehr Karl Marx im „KAPITAL“ angeblich Interessantes hinzugefügt habe.

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Hier wäre ja eine empirische Analyse – wie die Ansätze von Marx-Engels aus der Spinnerei in Manchester oder das Beispiel mit der „Stecknadelproduktion“ als Manufaktur bei Adam Smith (ein Arbeiter schafft eine Nadel pro Tag) oder als arbeitsteilige schrittweise Technologie (pro Arbeiter werden mehrere tausend Stecknadeln täglich gefertigt) – durchaus geeignet, mal

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EINS: die sozialen Tatsachen und Ambitionen des einzelnen Arbeiters in der arbeitsteiligen „Ausbeuter-Manufaktur“ herauszufinden, festzustellen und zu interpretieren.

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ZWEI: Zu EINS die Aspekte der Klassenspezifik, der Klassenbildung einer „Arbeiterklasse“, einer kommunistischen Lage aus frühkapitalistischer Sicht zu erfassen und zu beschreiben. Bzw. Streeck hätte nachzugehen, wie und warum zu keinem Zeitpunkt zu dieser materiellen Klassifizierung ein entsprechender Klassenkampf oder ein entsprechendes Klassenbewusstsein entstehen – trotz oder wegen der Gewerkschaften und Sozialistenbewegung, des rasanten technologische Fortschritts und der Internationalisierung des Handels, gab und gibt es kein Klassenbewusstsein gemäß Marx.

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Dietmar Moews meint: Ich möchte nur auf MARX‘ „PARISER MANUSKRIPTE“ verweisen, wo der „Parzellenbauer“ und der Sack Kartoffeln“, die Entfremdung“ und die Zersetzung – also alle diese Gemeinschaft- und Klassen diversifizierenden Tatsachen – von Karl Marx selbst lange vor dem „KAPITAL“ erörtert worden waren (s. MEW) und hier in Kapitel 24 weggelassen worden sind.

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Am Beispiel des französischen Parzellenbauern zeigt AUTOR MARX in den PARISER MANUSKRIPTEN zumindest soziale Perspektiven, die einer soziologischen Untersuchung anstehen und hier Wolfgang Streeck anzustehen hätten, wenn man von KAPITEL 24 und Adam Smith „Stecknadel-Beispiel“ in der Wirklichkeit nicht zum klassenspezifischen Revolutionsverhalten einer Arbeiterklasse gekommen war – ja, bis heute nicht. Und MARX hat nicht mal die eigenen Ansätze des „Parzellenbauern im Kartoffelsack“ in seinem Kapitel 24 noch angspielt!

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Warum nicht?

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Weil Marx nicht wissenschaftliche Werte anstrebte oder vertrat, sondern eine Klassenkampf-Theorie krampfhaft versuchte, aus dem von ihm an die Wand gemalten KAPITALISMUS herzuleiten. Dabei hätten Marx sowohl die Wirklichkeit wie anthropologische Grundvermögen zur Frage – wie ist denn der Mensch (der Arbeiter in sozialer Aktion, wenns ums Überleben geht)? – angestanden, festzustellen, zu analysieren und zu interpretieren. Aber NICHTS bei MARX und nicht bei Wolfgang Streeck im DLF.

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Ist es nur das, was uns hier der Deutschlandfunk und Wolfgang Streeck mit 2 / 6 Marx bieten wollten? – eine neuerliche REVOLUTIONS-Ankündigung, wie sie bereits Karl Marx angeblich 1864 mit DAS KAPITAL Bd. 1. publiziert hatte?

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Ist es etwa auch so, dass Greffrath, Streeck und die weiteren beim DLF warten – ebenso wie MARX und ENGELS in den 1860er Jahren in London und Manchester, TÄGLICH auf die EXTRA-NEWS warteten, die vom Zusammenbruch es KAPITALISMUS in BERLIN hätten künden müssen?
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Und wir wissen ja aus Marx Salbadereien zur Genüge, dass sich die Arbeiterkasse nicht mit dem Untergang des Kapitalismus groß abzugeben hätte (denn der sollte laut Marx ja „marxistisch-eigendynamisch“ von selbst zusammenbrechen).
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Sondern Karl Marx war gravierend um die Bildung der Arbeiter besorgt. Denn, wenn der Umschlag des Kapitalimus erfolgt und die Arbeiterklasse die Staatsmacht durch die klassenlose sozialistisch-kommunistische Wirtschaft übernehmen muss, dann muss sie darauf bildungsmäßig vorbereitet sein, schrieb Marx im Kapital.
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Nach Karl Marx handelte es sich dabei um Bildung der großbürgerlichen Ästhetik, z. B. Goethes „Faust“ kennen, Sprachen und Reisen – nun ja – der ganze DEUTSCHLANDFUNK EBEN.

AUCH HIER:

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Mathias Greffrath im DLF mit MARX 1 / 6 weiter im historischen Ausbeutungsgerücht des ABSURDEN „KAPITAL“

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Vom Dienstag, 15. November 2016

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