Schoki-Test mit Willie‘s Cacao EL BLANCO VENEZULAN OO WHITE CHOCOLATE

Lichtgeschwindigkeit 6903

Vom Samstag, 19. November 2016

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Dietmar Moews meint:

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Wer allein ist, ist auch im Geheimnis,

immer steht er in der Bilder-Flut,

ihrer Zeugung, ihrer Keimnis,

selbst die Schatten tragen ihre Glut.

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Trächtig ist er jeder Schichtung

denkerisch erfüllt und aufgespart,

mächtig ist er der Vernichtung

allem Menschlichen, das nährt und paart.

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Ohne Rührung sieht er, wie die Erde

eine andere ward, als ihm begann,

nicht mehr Stirb und nicht mehr Werde:

formstill sieht ihn die Vollendung an.“

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(Gottfried Benn 1886-1956; „Wer allein ist …“ 1936)

 

 

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Ich probierte eine englische Williés Cacao EL BLANCO VENEZULAN OO WHITE CHOCOLATE 50 Gramm, hergestellt in UK von Willié‘s Cacao Ltd, Unit E3, Langlands Business Park, Uffculme, Devon, EX15 30A, UK.

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Kurz vorab: Diese weiße Schokolade hat eine hochfein gemahlene Konsistenz, kann aber nicht „fein“ genannt werden. Sie ist ordinäre, süße, fette Pressung und kommt geschmacklich dem innenweißen Kinderschokolade-Zeug nahe. Sie ist für 1 Britisches Pfund 90, für 50 Gramm – nur im (150 Gramm Dreierpack-Postversand) – kostspielig. Sie knackt und ist bei Zimmertemperatur noch extrem hart, sehr feinkörnig, bricht sauber, hat beiläufig einen „bolschigen“ Geruch. Der klare Abbiss löst sich gut, – ohne weitere Aromen. Die Selbstbezeichnung auf der Packung lobt den aromatischen Kakaogeschmack (nachdem angeblich das Vanillearoma weggelassen worden ist). Doch den Kakaogeschmack konnte der Tester nicht finden, nur süße fette Milch mit relativ viel Salz.

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Bei allen Sorten Willie‘s war jeweils die nicht zu öffnende goldfarbene Innenverpackung ein Ärgernis. Ohne Schneide- oder Stechwerkzeug ist da nichts zu machen – nicht jeder hat einen Fuchsschwanz dabei, wenn er sich irrtümlich Willie‘s White Chocolate gekauft hat.

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Das Unternehmen trat laut „SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK“ (Seite 824-825) „Willie‘s delectable Cacao“ von Georg Bernhardini von trat „William Harcourt-Cooze im Jahr 2008 mit der ersten Schokoaldenproduktion hervor. Er hatte sich ein kleines Schokoladenmuseum zusammengestellt. Mit Maschinen, die aus der Zeit um 1920 in Uffculme, Devon, in Süd-West-England zusammengestellt wurden. Dort produziert er Schokoladen von der Bohne weg. William Harcourt-Cooze hat sich bewusst für diese alten und langsam arbeitenden Maschinen entschieden, die eine schonende Verarbeitung der Kakaobohnen garantieren sollen. Erst in 2008 begann er mit der Produktion von 100 %igen Schokoladen, im Jahr 2009 folgten die Sorten mit geringerem Kakaoanteil. Seine Kakaobohnen bezieht er direkt von den Plantagen, William Harcourt-Cooze besitzt selbst die Plantage El Tesoro in Venezuela. Bereits vor zwölf Jahren baute er dort neue Kakaopflanzen an, sodass er nun die Früchte ernten und verarbeiten kann.“

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Damit ist die Anbauregion und Herkunft des Kakaos dieses Bean to Bar-Chocolatiers Willié‘s bekannt. Er muss reisen.

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Georg Bernardini gab Willié‘s delectale Cacao – allgemein – vier von sechs möglichen Kakaobohnen – das ist respektabel. Aber der Tester Dr. Dietmar Moews kann diese Qualität bei dieser Sorte nicht entdecken und würde nur zwei von sechs geben – und nicht als Spitzenqualität verstehen. So steht William Harcourt-Cooze mit seiner Milchschokolade eigentlich auf dem Weihnachtsmarkt, wo das süße, fette, harte Zeug abgesetzt wird.

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http://www.williescacao.com

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese weiße Schokolade ist dem Tester wirklich nicht dunkel genug. Der Inhalt der 50 g Packung wirkt frisch, ist am 09.09.2016 produziert und soll bis 09.03.2018 gut erhalten sein.

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Die quadratische 50 gr. Tafelpackung enthält die Schokoladentafel ohne Bruchkanten-Relief oben glatt, darauf ein geprägtes Schreibschrift „W“ für Willie‘s – nichts weiter. Die Unterseite ist glatt. Die Konsistenz und den Schmelz ist ideal, dass man sie hervorragend brechen kann. Man beißt ab und lutscht. So ein Abbiss löst sich angenehm leicht auf und die Schokoladenmasse verkleistert nicht, wie es viele Gemische auf dem Kunstmarkt an sich haben. Sie ist eben sehr fein. Insgesamt dominiert die weiter nichtaromatisierte Geschmacklichkeit. Bei Kakao gibt es möglciherweise, je nach Anbau, einen besonderen Aromakick. Der rührt tatsächlich von bestimmten anderen aromastarken Planzen, Bäumen und Stauden, in deren Schatten Kakao gemeinsam angebaut wird. Hier sind es Nüsse und Kaffee – man braucht keine Zusatzaromen, keine Vanille, kein Lecithin – Cacao, Cacaobutter, roher Rohrzucker. Willié‘s liefert mit der White Milk keine Welt-Spitzenkunst.

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Der Chocolatier erzeugt durch die Röst-Stärke und Dauer sowie durch die Mahldauer und -Feinheit sowie das Conchieren, wie lange oder gar nicht – in vielfältigen Ansätzen, wohin die Geschmacksnote seiner Komposition gehen soll. Diese Feinheiten sind dem Tester zunächst nicht beurteilbar, weil – wie hier bei Willie’s die Angaben fehlen und die Vergleichserfahrungen fehlen.

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Die Aufmachung hat bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von Willié‘s die verlässlich einfache, optimale und praktische Verpackung eines frischen Lebensmittels – überflüssiger weise ein Vakuum, keine Konservierungsstoffe – Herstellungsdatum hier: 25.06.2016 – haltbar laut Kennzeichnung mindestens bis: 25.06. 2016.

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Ein quadratischer Pappumschlag in der altweißen Farbe der weißen Schokolade selbst, mit braunen und goldenen und rostroten Kunstschriften, mutet an wie ein Kautabak-Pack, dazu rückseitig ein blaues „W“-Lable auf einem Kakafrucht-Schattenriss sowie winzigkleine braune und rostrote Geheimschriften, die Zutaten und die Nährwerte mitteilen.

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Ausgepackt findet sich die Tafel in gold-metallisierter Kunststoffolie ganz sinnvoll eingeschweißt, aber nicht noch mal gut erneut zu verschließen. Öffnung dieser Innenpackung ist offenbar nicht vorgesehen, man benötigt dafür eine Zange, Messer oder Schere,

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Die Werbetexte auf dem Außenkarton sind unlesbar bzw. für Kinder und Jugendliche gemacht – wie auch die Bestandtteile und Nährwerte-Tabelle in Rostrot auf Altweiß viel zu schriftklein sind:

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Es heißt da: „TRAVEL INSPIRED, SOMETIMES DESIRED“ … light and milky.

I make all my chocolate from „bean to bar“ to capture the stunningly individual flavours of the world‘s great single estate cacao. That is why this chocolate contains simply cacao, raw cane and natural cacao butter. Nothing more raw, nothing less , simply sublime.“

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Diese frischgeöffnete Willie‘s kann nicht duften, sie ist weder dezent und charaktervoll, noch herausragend – nur süß.

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Willié‘s teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papphülle in English, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, jeweils mit dem größten Anteil beginnend, mit:

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Weiße Schokolade Kakaoanteil mindestens 36% Prozent, Roh-Rohrzucker, Kakaobutter 36 Prozent, Milchpulver 34 Prozent – gesamt 104 Prozent=? HIER STIMMT DIE ANGABE nicht – keine Angabe für den Zuckeranteil. Wohlweislich enthalten Kakaobutter und Milchpulver viel FETT.

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Bei der Nährwertangabe heißt es 39,2 Gramm Zucker auf 100 Gramm (also 19,6 Gramm pro 50 Gramm; addiert man nun Kakaomasse und Milchpulver kommt an weder auf 50 Gramm bzw auch nicht auf 100 Prozent).

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Nährwertanalyse pro 100g:

Energie 2540 kj / 612 kcal; Fett 45 g; davon gesättigte Fettsäuren 28,4 g; Kohlehydrate 41,3 g; davon Zucker 39,2 g; Eiweiß 8,6 g; Salz 0,2 g., Sodium/Natrium 89 mg

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese weiße Schokolade nicht. Sie ist im Gesamtauftritt ordinär süß und fett und salzig.

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Georg Bernhardini hat die Sorte in seiner allgemeinen Empfehlung speziell hierzu nicht getroffen!

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ACHTUNG: Diese Willié‘s ist nicht BIO! Diese Willié‘s ist nicht Fair Trade.

Aber es gilt auch hier Dr. Dietmar Moews‘ Post Skriptum:wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

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Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

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Die Tonnage der jährliche Chocolade-Produktion bei Willie‘s in Uffculme wäre das Kriterium, nachvollziehen zu können, wie weit hier die Bedingungen für Fair Trade und Bio relevant sind. Sie sind dem Tester aber leider nicht bekannt.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle große standardisierte Stückzahlen – also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen, die aus Fließbändern kommen und an sich minderwertig und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount arbeiten.

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Ein kleiner Qualitäts-Chocolatier wie bei Willie‘s hat kein Fair-Trade-Lable, weil er zunächst sein Kunstwerk, seine Kreation als Liebhaber, Amateur, Dilettant experimentierend dem weltberühmten Künstlerkonzept der „SELBSTAUSBEUTUNG“ herausbringt – er reist zur Plantage, conchiert selbst, und garantiert persönlich dafür, dass keine Menschen- oder Pflanzenschändung betrieben wird.

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Wer bemängelt, dass Willié‘s in Uffculme kein pestizidfreies Leitungswasser hat, weil es auch in ganz Großbritannien kein „BIO-Brot“ gibt (wegen belasteten Wassers), der soll sich besinnen.

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Georg Bernardini der Schokoladentester sagt zu Willié‘s zuletzt als FAZIT: …die Produkte gefallen mir mit wenigen Ausnahmen gut. Es lohnt sich auf jeden Fall, weitere Sorten zu probieren…“

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