Schoki-Test mit Willies Cacao RIO CARIBE GOLF VENEZULAN DARK CHOCOLATE SINGLE 72 CACAO

Lichtgeschwindigkeit 6884

Vom Freitag, 11. November 2016

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Dietmar Moews meint:

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Im Vorübergehen sah ich‘s wie auf einem Bilde von Millet:

unterm zarten Himmel saß ein Schulmädchen still in Gras und Klee.

 

Um sie lagen ihre Schafe, tiefer Daseinsruh ergeben,

und das Mädchen hob die Gerte traumhaft, so, als wollte sie der Erde sanfte Schläge geben.

 

War dies Frieden? Oh, so war es, anders wollt‘ ich‘s mir nicht deuten.

Wie von einem Stern herab erscholl gedämpft der Tiere Läuten.

 

Stumm versank das Bild des Mädchens und ein anderes stieg empor:

Schweigend sah ich einen Helm auf einem Grabe, das sich fast im Sommergras verlor.“

 

(Walter Bauer 1904-1976 „Der Frieden“, 1947)

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Ich probierte eine englische Williés Cacao RIO CARIBE GOLF VENEZULAN DARK CHOCOLATE SINGLE 72 CACAO, 50 Gramm, hergestellt in UK von Willié‘s Cacao Ltd, Unit E3, Langlands Business Park, Uffculme, Devon, EX15 30A, UK.

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Kurz vorab: Diese dunkle Schokolade ist hochfein, hat einen passenden Fettgehalt, perfekte gemäßigte Zuckersüßung und eine besonders charaktervolle voluminöse„zartbitter“ Geschmacklichkeit. Sie ist für Flugreisekosten für 50 Gramm in Köln viel zu kostspielig. Sie knackt bei Zimmertemperatur ausgezeichnet hart, ganz fein und bricht sauber. Der klare Abbiss, ist vollkommen zart, – ohne weitere Aromen.

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Das Unternehmen trat laut „SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK“ (Seite 824-825) „Willie‘s delectable Cacao“ von Georg Bernhardini von trat „William Harcourt-Cooze im Jahr 2008 mit der ersten Schokoaldenproduktion hervor. Er hatte sich ein kleines Schokoladenmuseum zusammengestellt. Mit Maschinen, die aus der Zeit um 1920 in Uffculme, Devon, in Süd-West-England zusammengestellt wurden. Dort produziert er Schokoladen von der Bohne weg. William Harcourt-Cooze hat sich bewusst für diese alten und langsam arbeitenden Maschinen entschieden, die eine schonende Verarbeitung der Kakaobohnen garantieren sollen. Erst in 2008 begann er mit der Produktion von 100 %igen Schokoladen, im Jahr 2009 folgten die Sorten mit geringerem Kakaoanteil. Seine Kakaobohnen bezieht er direkt von den Plantagen, William Harcourt-Cooze besitzt selbst die Plantage El Tesoro in venezuela. Bereits vor zwölf Jahren baute er dort neue Kakaopflanzen an, sodass er nun die Früchte ernten und verarbeiten kann.“

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Damit ist die Anbauregion und Herkunft des Kakaos dieses Bean to Bar-Chocolatiers Willié‘s bekannt. Er muss reisen.

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Georg Bernardini gab Willié‘s delectale Cacao vier von sechs möglichen Kakaobohnen – das ist respektabel, aber der Tester Dr. Dietmar Moews kann keine Mängel bei dieser Sorte entdecken und würde sechs von sechs geben – superlativ. So steht William Harcourt-Cooze eigentlich neben Bonnat, einer bestimmten Zotter und einer bestimmten Feodora ganz vorne.

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http://www.williescacao.com

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese dunkle Schokolade ist dem Tester dennoch nicht zu dunkel. Der Inhalt der 50 g Packung wirkt frisch, ist am 09.09.2016 produziert und soll bis 09.03.2018 gut erhalten sein.

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Die quadratische 50 gr. Tafelpackung enthält die Schokoladentafel ohne Bruchkanten-Relief oben glatt, darauf ein geprägtes Schreibschrift „W“ für Willie‘s – nichts weiter. Die Unterseite ist glatt. Die Konsistenz und der Schmelz sind ideal, dass man sie hervorragend brechen kann. Man beißt ab und lutscht. So ein Abbiss löst sich angenehm leicht auf und die Schokoladenmasse verkleistert nicht, wie es viele Gemische auf dem Kunstmarkt an sich haben. Sie ist eben sehr fein. Insgesamt dominiert die weiter nichtaromatisierte Geschmacklichkeit. Der besondere Aromakick bei Kakao rührt tatsächlich von bestimmten anderen aromastarken Planzen, Bäumen und Stauden, in deren Schatten Kakao gemeinsam angebaut wird. Hier sind es Nüsse und Kaffee – man braucht keine Zusatzaromen, keine Vanille, kein Lecithin – Cacao, Cacaobutter, roher Rohrzucker. Willié‘s liefert zweifelsfrei Welt-Spitzenkunst.

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Die Aufmachung hat bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von Willié‘s die verlässlich einfache, optimale und praktische Verpackung eines frischen Lebensmittels – kein Vakuum, keine Konservierungsstoffe – haltbar laut Kennzeichnung mindestens bis: März 2018.

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Ein schwarzer quadratischer Pappumschlag mit schwarzen und goldenen, weiß-geprägten und blauen Kunstschriften, mutet an wie ein Kautabak-Pack, dazu rückseitig ein blaues „W“-Lable sowie winzigkleine weiße und blaue Geheimschriften, die Zutaten und die Nährwerte mitteilen.

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Ausgepackt findet sich die Tafel in gold-metallisierter Kunststoffolie ganz sinnvoll eingeschweißt, aber nicht noch mal gut erneut zu verschließen. Öffnung dieser Innenpackung ist offenbar nicht vorgesehen, man benötigt dafür eine Zange, Messer oder Schere,

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Die Werbetexte auf dem Außenkarton sind unlesbar, wie auch die Bestandtteile und Nährwerte-Tabelle in Schwarz auf Weiß:

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Es heißt da: „LONG FORGOTTON FLAVOURS. This truly delectable chocolate is an adventure in taste with its complex nut and coffee notes. It is made from the extraordinary Trinitario beans grown near the sleepy village of Rio Caribe on the magical Paria peninsula.

I make all my chocolate from „bean to bar“ to capture the stunningly individual flavours of the world‘s great single estate cacao. That is why this chocolate contains simply cacao, raw cane and natural cacao butter. Nothing more raw, nothing less , simply sublime.“

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Besser als die frischgeöffnete Willie‘s kann eine Schokolade nicht duften, dezent und charaktervoll.

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Willié‘s teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papphülle in English, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, jeweils mit dem größten Anteil beginnend, mit:

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Dunkle Schokolade Kakaoanteil mindestens 72 Prozent Kakaotrockenmasse, Rohrzucker, Kakaobutter

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Nährwertanalyse pro 100g:

Energie 2230 kj / 537 kcal; Fett 34 g; davon gesättigte Fettsäuren 21,1 g; Kohlehydrate 41,5 g; davon Zucker 28,2 g; Eiweiß 9 g; Salz 0,1 g.

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Auffällig und gegenüber der höchstbewerteten Spitzensorte Bonnat der sparsame, angenehme Zuckeranteil.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese Schokolade schon wegen des sensationell vollen Kakaogeschmack und der besonderen Feinheit probeweise:

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Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist. KEINE Zusatzaromen, nichts KÜNSTLICHES. Georg Bernhardini hat die Sorte in seiner allgemeinen Empfehlung speziell hierzu nicht getroffen!

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ACHTUNG: Diese Willié‘s ist nicht BIO! Diese Willié‘s ist nicht Fair Trade.

Aber es gilt auch hier Dr. Dietmar Moews‘ Post Skriptum:wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

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Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle große standardisierte Stückzahlen – also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen, die aus Fließbändern kommen und an sich minderwertig und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount arbeiten.

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Ein kleiner Qualitäts-Chocolatier wie bei Willie‘s hat kein Fair-Trade-Lable, weil er zunächst sein Kunstwerk, seine Kreation als Liebhaber, Amateur, Dilettant experimentierend dem weltberühmten Künstlerkonzept der „SELBSTAUSBEUTUNG“ herausbringt – er reist zur Plantage, conchiert selbst, und garantiert persönlich dafür, dass keine Menschen- oder Pflanzenschändung betrieben wird.

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Wer also bemängelt, dass Willié‘s in Uffculme kein pestizidfreies Leitungswasser hat, weil es auch in ganz Großbritannien kein „BIO-Brot“ gibt (wegen belasteten Wassers), der soll sich besinnen.

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Georg Bernardini der Schokoladentester sagt zu Willié‘s zuletzt als FAZIT: …die Produkte gefallen mir mit wenigen Ausnahmen gut. Es lohnt sich auf jeden Fall, weitere Sorten zu probieren…“

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