Schoki-Test mit GR Georgia Ramon ROTE BETE & KOKOSNUSS VEGAN Bean to Bar

Lichtgeschwindigkeit 6882

Vom Donnerstag, 10. November 2016

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Dietmar Moews meint:

Der Weg ist immer besser

als die Herberge“

 

(Cervantes 1547-1616)

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Ich probierte einen „Choki“ genannten deutschen Qualitäts-Süßigkeitsriegel, auf der Grundlage conchierter KAKAO-Butter, Bean to Bar, hergestellt und kreiert von dem Hersteller Georgia Ramon GmbH & Co KG Königswinterer Strasse 624 D-53227 Bonn/Oberkassel, Germany.

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ACHTUNG – TERMIN: GR Georg Bernardini soll am 19. November bei HERNANDO CORTEZ „Choki“ vorstellen.

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Kurz vorab: Diese als „Choki“ bezeichnete Süßtafel enthält Kakaobutter aus der Dominikanischen Republik ist von einer Rezeptidee her, Kakao, Kokos und Rote Beete miteinander abzustimmen, gut und richtig fein gelungen. Die Frage nach „Geschmacksache“ wäre etwa so sinnvoll, wie die Frage nach Rote Bete oder Kakao – denn wer Verschnitte und Abschmeckungen ablehnt, wird hier nicht bedient (Spaghetti ohne Salz? – pur? – nicht jeder braucht sowas). Dieses dünne Choki-Täfelchen ist in der großscheinenden 50 Gramm Packung nicht besonders bruchsicher. Aber sie knackt klar und sauber, ist geschmacklich und in der Konsistenz bemerkenswert eigenartig, ist etwas spröde und spezifisch fruchtig, riecht sehr angenehm nach Kakao, schmeckt aber mehr rohrzuckersüß und nach Rote Beete, auf die sich eine erdige Geschmacksidee mit einem Gran angebrannten Kokos‘ gut verheiratet – erdig! – das ist hier mein Schlüsselbegriff für „ROTE BETE & KOKOSNUSS VEGAN WEISSE CHOCI WHITE CHOCI“

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Es ist bemerkenswert, dass das Produkt aus Bonn-Oberkassel, mit der Herkunftsbezeichung der Kakaobohnen, Dominikanische Republik, angegeben ist.

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Bereits seit den 1990er Jahren erlernte Georg Bernardini das Schokoladenhandwerk, war Mitgründer von der bekannten COPPENEUR /Bad Honnef, wo bis über die Grenzen der Schokoladengeschichte, Schokolade und Konfekt in höchster Qualität produziert und Experimente mit Kakao und Bean to Bar-Köstlichkeiten entfaltet worden waren. Das Unternehmen Schokolade von der Bohne weg, erfordert großen künstlerischen und reiselustigen Enthusiasmus, Kakao einzukaufen. Worauf dann oft eine Produktion mit einfachsten Mitteln folgt. Georg arbeitet mit seiner Frau Ramona als GR zusammen.

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Seit dem Jahr 2010 ist Georg Bernardini auch Fachautor zum Thema „Schokoladentest“ wie mit dem „Schokoladenbuch“ SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK, der SCHOKOLADENTESTER 2015 konzipiert, das jetzt auch den englischsprachigen Weltmarkt anzielt.

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Diese Sorte von GR Georgia Ramon ist eine Bean to Bar Hochqualität. Der deutsche Hersteller ist Georg Bernardini, der seine eigene Kunst in seinem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ nicht speziell vorstellt – dafür kann er hier von Dr. Dietmar Moews mal richtig angesprochen werden.

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www.georgia-ramon.com

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese CHOCI genannte SCHOKOLADE ist neuerdings auch im Sortiment des wunderbaren Kölner Fachgeschäft HERNANDO CORTEZ zu haben. Und es ist wirklich ein Volltreffer. Der Inhalt der 50 g Packung war am 8. November 2016 frisch, als fest verschlossene Konserve mindesthaltbar zum 31. Dezember 2017 datiert.

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Die Komposition ist pur und einfach – super gut – , man schmeckt, wie sowohl die Kakaobutter wie der Kokosbestandteil und auch gerade die Rote Bete den Zucker rufen (ein Quäntchen Salz versteht sich immer), hat einen bemerkenswerten Abbruch- und Abbeißknacken. Die Abbisse schmelzen leicht mehlig, schleimen nicht. Es ist großartig, wenn man – wie hier Dominikanische Republik – den verarbeiteten Kakao als spezifische Sorte schmecken kann, der sich von anderen Sorten und Anbauorten unterscheiden lässt. Ich lobe, dass der Chocolatier den Mut besitzt, dezent zu zuckern – I am very delighted. Für Kinder ist das 50-Gramm-Gebinde zu klein. Der Versuch, Kokos zu trocknen und dann zu rösten, ist eigentlich misslungen. Auch wenn zum erdigen Rote Bete-Audeur eine Verkohlungsnote passt, hat der Tester nicht das sichere Gefühl, ob die Röstungsausstrahlung so gewollt ist oder da „Was angebrannt“ war. Egal – witzig ist das. Aber – eben – egal ist nicht egal.

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Die 50 gr. Tafelpackung enthält die kleine Menge (kastanien-)braune Tafel mit vielteiligen kleinquadratischem Bruchkanten-Relief oben. Die Unterseite ist ungemustert, roh. Die Konsistenz und der Schmelz sind eigenartig, im Mund nicht klebrig, nicht schleimig. Hier muss Nichts schmelzen, hier löst sich die Masse leicht und angenehm auf, keine künstlich aromatisierte Geschmacklichkeit, kein Lecithin, kein Gluten, nicht zu süß, wie billigere Produkte meist.

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Die Aufmachung in ROT und VIOLETT bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von GR Georgia Ramon ist keine Adventsreklame, eher eine symbolisch unmotivierte Unterleibsszene in Karminrosa und Violett aus im Kreis angeordneten Schneekristallen. Das mag als Auffälligkeit-heischige Designeridee funktionieren, aber, nun ja, der eigenartig wertvolle Inhalt der Packung erhält eine optische Verbilligung durch diesen optischen Auftritt. Das übergroße Pappe-Briefformat, des wiederverschließbaren, zum Postversand geeigneten Gebindes, lässt sich als Büchersendung für 100 Cent Porto innerhalb der EU versenden. Zur Versteifung und gegen Transportbruch liegt innen eine aus dem Nutzen gewonnene Falz-Zusatzpappe. Das ist witzig. Die darin einliegende kleine Einhüllung des Choci-Riegels, einTütchen Transparentpapier, ist kein Vakuumumschlag. Schokolade ist an sich für große Dauer haltbar „selbstkonservierend“, so sie denn schattig, nicht zu warm und nicht zu feucht gelagert wird. Man kann das Ganze leicht öffnen und wieder schließen.

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Jedenfalls überzeugen GR auf diesem Weg, keine Anleihen bei der traditionell-industriellen Aufmachung von Tafelschokolade zu suchen, und hier weitermachen.

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Auf dem äußeren Umschlag hat der Hersteller die nötigen Angaben dem Konsumenten übersichtlich, aber etwas zu knapp, in zu kleinem Schriftgrad, in weißen und roten Buchstaben mitteilt:

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VORNE: Das Firmen-Signet GR GEORGIA RAMON, dazu BEAN TO BAR ROTE BETE & KOKOSNUSS

BEETROOT & COCONUT

VEGAN

WEISSE CHOCI

WHITE

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Dazu das hellgrüne EU-Bio-Siegel DE ÖKO 003, außerdem in Karminrot Abzeichen für „GLUTENFREI“ und für „VEGAN“

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HINTEN: Eine Nährwerttabelle – für die vielen kalorienzählende Konsumenten – auch um diese HR mit den Zusammensetzungsverhältnissen bei anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können.

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(Das angebliche Herkunftsland des Kakaos) DOMINIKANISCHE REPUBLIK ist notiert, überfordert aber die Unterscheidungskraft des Testers.

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ZUTATEN: KAKAOBUTTER, ROHRROHRZUCKE, ROTE BETE SAFTPULVER (16%), GERÖSTETE KOKOSCHIPS (8%), KOKOSMEHL (7%). Wenn nicht anders gekennzeichnet sind alle Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft.

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Die Werbetexte in kleinen Punkt 7 Schriftgrößen sind lesbar, die Gewichtsbestandtteile fehlen

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Die CHOCI riecht wunderbar – nach Schokolade, während dann geschmacklich die erdige gesüßte Kokos /Rote Bete-Mixtur dominiert.

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Der Kaufpreis bei HERNANDO CORTEZ ist mit 5 EURO 40 für 50 Gramm hoch. Köln – die schöne Stadt – wo man sowas bekommt.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese ROTE BETE & KOKOSNUSS Choci als Beispiel maßstabssetzender einfachster Hochqualität in purer Würzigkeit, Feinheit und dezentem Gezucker – als ein kostbares Vergnügen eines eigentlich erdig-bäuerlich grob schmeckenden Eindrucks.

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Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist. KEINE Zusatzaromen, nichts KÜNSTLICHES: MAXIMALE BEWERTUNG, cum grano salis.

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P. S.

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Ich möchte noch anmerken, falls die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

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Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob alle, vom Einzelhändler zum Chocolatier, alle echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer auf den Produkten solcher Exklusiv.Marken wie GR – auch der hervorragende Bonnat hat die „Siegel“ nicht.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle große standardisierte Stückzahlen – also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen, die aus Fließbändern kommen und an sich minderwertig und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount arbeiten, gemacht sind und auf „industrielle Produktmassen“ abgestellt sind.

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Ein kleiner Qualitäts-Künstler wie Georg Bernardini hat kein Fair-Trade-Lable, weil er zunächst sein Kunstwerk, seine Kreation als Liebhaber, Amateur, Dilettant, experimentierend nach dem „weltberühmten Künstlerkonzept der SELBSTAUSBEUTUNG“ herausbringt – er studiert den Markt, reist zur Plantage, conchiert selbst, testet Ideen, die dann nicht marktfein werden – wer will schon Senf mit Kivi und Rübensaft, kandiert?

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Wer also bemängelt, dass GR in Bonn kein pestizidfreies Leitungswasser hat, weil es auch in ganz Deutschland kein „BIO-Brot“ gibt (wegen belasteten Wassers), der muss einfach wissen, dass Gries-Spaghetti mit Tomatensoße VEGAN sind – na und?

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