Deutschlandfunk: Religion in EUROPA mit TOMÁS HALIK und BURKARD SCHÄFERS

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Vom Donnerstag, 3. November 2016

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DLF.de titelt am 2. November 2016:

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Säkularisierung – Kehrt die Religion nach Europa zurück?“

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DLF-Redakteur Burkhard Schäfers leitet ein:

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Die Welt erlebt eine Wiederkehr der Religion, sie kommt in der Gestalt des Islams ins säkularisierte Europa zurück – sagt der tschechische Soziologe und Religionsphilosoph Tomáš Halik. Atheistische Denker widersprechen Haliks These: Sie sehen nach wie vor einen Niedergang der Religion, zumindest in unseren Breiten. Wer liegt richtig?“

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Hier in der LICHTGESCHWINDIGKEIT wird aus dem unentgeltlichen Geplänkel von DLF-Schäfers und Tomás Halik eine empirische Materialprüfung:

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Nachweisliche empirische Tatsache menschlichen Lebens ist zu lebende Religiösität – ob man will oder nicht. Das hat nichts mit Glauben, glauben können oder glauben mögen oder Skepsis gegenüber immaterialistischen Vorstellungen zu tun. Es führt auch nicht unbedingt zu Götter-Vorstellungen, Gottglaube oder Atheismus.

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Religiösität ist der Ursprung von Religionen. Religion ist immer individuelle, meist dazu soziale Ideologie. Einfach – was man sich so vorstellt, wie es sein könnte, was man nicht anders versteht.

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Religion entsteht aus Religiösität – nicht umgekehrt.

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Der Mensch lebt in der Zeit, die er nicht begreifen kann, weder die undeutliche Vergangenheit, noch die ungewisse Zukunft, weder seine Triebhaftigkeit, noch die Willenskräfte reichen aus, den Tod, die Liebe, Thanatos und Eros zu kontrollieren. Kontrollschwächen sind riskant, und damit lebt der Mensch in ständiger Daseinsbedrohung – frei und gefesselt.

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Nur mit einzulernender Lebenskunst können sich Menschen einbinden – angeborene Instinkte reichen nicht aus.

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Wo Ungewissheiten das Dasein erschweren, sucht sich der Mensch individuell Behelfsvorstellungen. Von Mensch zu Mensch finden sich hierzu noch kollektive Sozio-Kulturen, deren Wertsetzungen die erlebten Führungsunsicherheiten und Fühlungsdefizite balancieren sollen. Diese Sozio-Kulturen werden ritualisiert, auf Dauer gestellt, genealogisch tradiert und ständig neu eingeübt. So entstehen konservative Ausprägungen, die meist veraltet und teils dem aufgeklärten gebildeten Menschen unverständlich sind bzw. die durch „Religionswissenschaft“ und durch „Theologie“ gesellschaftlich prolongiert werden.

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Allerdings zeigen die empirisch gelebten Religionen in dem Maße, wie sie institutionalisiert sind und auf Organisationsstrukturen abgestellt werden, starre, oft autoritäre Ausprägungen, die die individuell erlebten Religiösitätswahrnehmungen oft nicht befrieden können. Hier ergeben sich stets neue – meist ephemere – Nischen für Moonies-Sekten, Bagwan-Kolonien und Life-Style-Kulte.

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Das reicht heute im weltweiten NETZ „www.“ sogar zu leeren, enttäuschenden, imaginierten Kollektivqualitäten.

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Betreiber der sogenannten „SOZIALEN MEDIEN“ der IT-Revolution, die lediglich Geschäftsmodelle mit IT-Medien sind und selbst keinerlei Sozialität erzeugen – werden als „Affenzucker“ unter junge unentwickelte, unentfaltete Teilnehmer gebracht, die hier die große Zahl bilden.

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Diese an sich sinnlich asozialen Medien können keine zwischenmenschliche Integration erzeugen, ja, nicht mal unterhalten. Sondern in Folge der FAKE-Kultur im Internetz selbst entsteht lediglich eine dümmliche Ausbeutung der Teilnehmer und ihrer persönlichen Daten, während sie bestenfalls erhebliche soziale Irritation hervorbringen, die als FLASH-MOB oder CLOUD-Intelligenz inzwischen hinlänglich als Junk erkannt und bekannt sind.

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EINS: Wir sprechen von Religion als eine eigene menschliche VORSTELLUNGSART, Nichtfassbares durch Ideologie an Fassbares anzubinden.

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So gesehen ist Religion ein Befund der Religiösität der Menschen.

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ZWEI: Religion (von lateinisch religio ‚ gewissenhafte Berücksichtigung‘, ‚Sorgfalt‘, zu lateinisch relegere ‚bedenken‘, ‚achtgeben‘, wird weltweit gelebt.

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Religion ist immer auf Vorstellungen bezogen, die ein Aspekt der menschlichen Religiösität sind. Die vorstellungsorientierten Menschen entfalten ihre Religiösität als eigenmächtige, überwiegend sozio-kulturelle Orientierungshandlung. Die Menschen entdecken ihre individuelle Religiösität zunächst als esoterische (innerliche) Selbstwahrnehmung, die Irritationen auslösen können. Dabei wird die eigene Sinnlichkeit in der exoterischen Außenwelt nicht unbedingt behelligt. Folglich sind esoterische Erlebnisse nicht einfach der Alltagserfahrung zu integrieren.

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Individuen erleben innere Irritationen und Befremdlichkeiten, die sie nicht ohne Weiteres sozial anbinden können, als Orientierungsverunsicherung.

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Sobald vorhandene oder aufkommende Ungewissheiten sich nicht durch alltäglich-positive oder positivistisch-wissenschaftliche oder durch Instinktverhalten lebensbejahend deuten lassen, handhaben oder bannen lassen, entfaltet sich die Religiösität – zunächst als Religiösitäts-Bereitschaft, als Religiösitäts-Prädisposition.

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Religiösität, als Vorstellungsverhalten infolge subjektiver Mangelempfindung, führt im nächsten exoterischen Schritt auch zur Sozialbeziehung „Mensch zu Mensch“. Menschen suchen Sozialpartner auf, und die empirischen Religionen, als gelebte Sozio-Kulturen, erhalten zusätzlich äußere Struktur, nicht nur als Bindung, sondern auch als Verunsicherung.

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VIER: Die Institutionalisierung von Religionen durch soziale Riten, Mund zu Mund-Tradierung, durch Textfassungen, durch Dauerstellung von Religions-Organisations-Strukturen, wie

staatliche,

marktwirtschaftliche,

voluntaristisch-intermediäre und

informelle „Agenturen“,

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wurden zur Gründung von weltlichen Religionsformen z. B. der abendländischen christlichen Kirche geführt.

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Diese Kirche war zunächst ein aufkommender Machtfaktor, durch den etablierte Herrschaft berührt wurde.

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Bald wurde aus der Kirche ein Machtapparat in der Gesellschaft, der dann im europäischen Herrschaftskampf über weltliche und geistliche Machtsphären zur Säkularisierung hinlangte. Bis zur lutherschen „Zwei-Reiche-Theorie“.

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FÜNF: Die institutionalisierte Religion hat durch ihre exoterischen, zu Macht- und Profitzwecken instriumentalisierten Sozialspiele die Religiösität und die Religions-Nachfrage der „Gläubigen“ zu weit aus den Augen verloren. Die Kirche als Moralunternehmen ist weitgehend mit weltlicher Herrschaft und Materialismus beschäftigt.

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So werden Religionsbedürfnisse erlebt, die solche Kirchen nicht bedienen bzw. sogar verkümmern lassen. Folglich entstehen permanent neue Sekten, vom Voodoo-Kult bis zum Alkoholismus, von Entlastungs-Verhaltensweisen der Irrationalität und Irreführbarkeit über missbrauchte Fühlung.

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Vorstehende religionzeugende Religiösität passt nach wie vor in die menschliche Aufklärungsgeschichte, die anfänglich stärker instinktgeleitet und -orientiert gewesen sein mag. Bis heutige Paganität, Agnostik, Atheismus oder Skeptizismus in den Bereich „Wellness“, „Therapie“, „Ajurveda“, Spiritualität, „Freizeit- und Unterhaltung“ übergeleitet wurden und damit Massen ansprechen. Oder andersgestimmte paganere Menschen distanzieren sich davon, weil sie was Besseres zu tun haben.

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Ebenfalls dem Erlebnisfeld der menschlichen Religiösität, und zwar im informell-folkloristischen Verhalten und Führungsbedürftigkeit sind Hilfsorientierungen des Psychologischen und Sozialpsychologischen. Dazu gehören Vorurteil, Stereotyp, Feindbilder, Rassismus, Fremdenhass, Majoritäts-Minoritäts-Opportunismen, wie unmäßige Angsthandlungen, Arschkriecherei, Notlügen-Beschwörungen, Glücks- und Unglücks-Fixierungen und Ähnliche.

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Solche – weitverbreiteten – Verhaltensschablonen führen auch dazu, Ratgeber, Wahrsager, Geisterbeschwörer, Kartenleger oder Berufs-Führer, wie die vielfältigen „Geistlichen“, „Seelsorger“, Personaltrainer und Analysanten, Psychoanalytiker, die persischen Hodscha (Meister, Lehrer), türkisch Hoca, aufzusuchen. Oder es werden entsprechende folkloristische Orientierungsschriften, wie etwa Horoskope, Astrologieanwandlungen, Zukunfts- und „Weissagungen“, wie Nostradamus oder Swedenborg, Gurdjeff, Salomo, Bibel-Propheten gesucht und ausprobiert. Oft entstehen daraus praktische Einstellungen, Stimulationen, Entscheidungen oder Handlungen, gegenüber erlebten Mängeln und Schwächen. Vielfach folgen auf Leiden und Krankheiten Spontanbesserungen, die wie Wunder, Zauber, Placebo oder Hexerei interpretiert werden. Während es sich lediglich um notwendige Zufälle handelt, die in statistischer Häufigkeit eintreten, etwa einer Erkrankung und einer Gesundung, einer guten Laune oder Missmutigkeit, oder schwerwiegender, Melancholie und Grandiosität und Hochstimmung, eines „bösen Blicks“, einer Wetterwendigkeit oder Vollmond-Irritation.

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TOMÁS HALIKs Hypothese bzw. Behauptung, dass die Menschen im abendländisch-christlichen Europa und deren Religiösität bereitwillig vom Islam oder vom orthodoxen Islamismus angesprochen werden können, lässt sich empirisch nicht auffinden. Denn praktisch – abgesehen von Zeitgeist- und Modewandlungen – mögen die Europäer zur Abwechslung auch Krautsalat und Döner Kebab, aber Mohamed als alten Kriegskamerad, der sich schließlich selbst aufs Alte Testament und Jesus bezog, findet zwar zahlreiche Mängelwesen als Konvertiten. Doch die treffen auf einen bunten Marktplatz von angängigen konkurrierenden Seeligkeits-Vorschlägen und Instant-Kharma-Studios. Während die Integration der analphabetischen Anatolier, der moslemischen Afrikaner oder anderer Islamisten, sich als lernfähige weihnachtsfeiernde Mitbürger bei uns in Köln und anderswo zeigen, die sich einfach eingewöhnen. Das Fremde wird im Verlauf der Zeit bekannt.

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Spätestens, wenn diesen Einwanderern die Weibchen ausgehen, weil die eigenen Töchter und Enkelinnen lieber den Vorhang öffnen, um ins freiere Leben zu gelangen, werden auch die alten UNWISSENHEIT, UNMÜNDIGKEIT, FATWA, Jihad, Zwangsehe und Geschwistermorde unattraktiv werden und verschwinden.

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Dem Gekreuzigten wurde das Kruzifix weggeschossen (nach Karl Kraus „FACKEL“)

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Dietmar Moews meint: Was der angebliche tschechische Soziologe Tomás Halik da beim Deutschlandfunk abgesondert hat, wird hier als weitgehend unwissenschaftlicher Nonsense beurteilt, der lediglich dem Prinzip folgt:

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Wer Herrn HALIK fragt, bekommt hier heute im DLF irgendeine nichtsgeltende Antwort. Schade – Chance vertan.

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TOMÁS HALIK behauptet im DLF, dass das ISLAM-Aufkommen eine aus den sozialen Entwicklungen gerufene Religionsnachfrage resultiere. Auch als Antwort auf die paganen Ideologien oder den Atheismus. HALIK beachtet die soziale postmoderne Situation in der IT-REVOLUTION unserer Tage überhaupt nicht, weil er an RELIGION, wie an eine dialektische SACHE von Gottglauben und Atheismus glaubt.

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Aus empirisch soziologischer Erfassung der Lage wären religions-soziologische Hypothesen zu prüfen, die die heutigen paganisierten europäisch-christlichen Menschen aus der konkret vorhandenen Religiösität und den adäquaten neuen Religionsausprägungen berücksichtigen. Der KORAN-ISLAM ist dafür vollkommen ungeeignet und wird so gesehen völlig überschätzt. Der KORAN und der gelebte ISLAM sind residuale abgenutzte Trostformen für rückständiges entwurzelt umherschwimmendes Humanum. Da ist auch mit Geburtenexplosion von Herrenhutern oder jüdisch-orthodoxen Auswahlzüchtern noch nicht viel zu gewinnen.

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Zum Thema selbst – Religion, Europa, Islamdispositionen – möchte ich die obige Exposition abrunden:

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Wir kennen folgende Begriffe:

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Religion, Glaube, Aberglaube, Bigotterie, Wahrnehmungstäuschungen, Gottglauben, Götterglauben, Apatheismus, Magie, Zauberkulte

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Deutung, Ritualisierung, Bannung, Tradierung,

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Rausch, Extase, Albtraum, sinnliche Inkonstanz, Hexerei, Massenhysterie, Epilepsie, Wahnvorstellungen.

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Alle Religionserscheinungen – ob mit Götter- und Teufelsvorstellungen oder als nüchterne Individualmythologie – gibt es als indiviuelle Ausprägungen, aber überwiegend auch als soziale, d. h. auch in kollektiven Formen.

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Dabei entstehen jeweils in der Interaktion und der Interdependenz des Sozio-Kulturellen immer zusätzliche Graubereiche der Geheimnisse, der Ungewissheiten, zwischen Liebe und Eigenliebe, form- und strukturierbedürftige Freiheiten, die oft als Risiko und als Bindungsverlust erlebt werden und zusätzliche Religiösitäts-Potenziale aufrufen. So prädisponiert entstehen Ideologien wie Sand am Meer:

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Wenn du denkst, du hast das Glück, dann zieht die Sau den Arsch zurück.“

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Und die billige Frage wird eingefädelt:

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Kann man das kaufen?“

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Wir haben in den institutionalisierten Praktiken der Kirchen, wie auch in vielen VARIANTEN in sonstigen RELIGIONEN, die auf RELIGIÖSITÄT bezogen leben, alle möglichen Deutungsspiele, Schulungskonzepte, Führungsformen, dazu historisch tradierte Arten der

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ORATION,

INHALATION,

MEDITATION und

KONTEMPLATION.

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Die im DEUTSCHLANDFUNK ausgegebenen HYPOTHESE:

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Wir entscheiden selbst „– so lautet eine Hypothese bei DLF-Schäfers-Halik.

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Das wird in LICHTGESCHWINDIGKEIT hier für blanken Unfug gehalten.

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Alle Menschen sind sozialen NOTWENDIGKEITEN anheimgestellt.

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Spätestens ein Soziologe, als solcher Tomàs Halik im DLF signiert worden ist, muss die Sozialität als eine gelebte und zu lebende NOTWENDIGKEIT erkennen und ansprechen. Folglich sind religöse Verhaltensspiele immer sozial vorgegeben, auf die sich dann jeder selbst einzulassen hat. Dabei wäre die vollkommen eigensinnige Verneinung eines „ich entscheide selbst“ lediglich eine ISOLATION in der unausweichlichen Lebensgemeinschaft.

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Deutschlandfunk am 2. Oktober 2016: Religion in EUROPA mit TOMÁS HALIK

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Auch Mohamed hatte sich selbst in eine Höhle zurückgezogen – bis ihm der Erzengel erschien und sagte: „SPRICH!“ – und Mohamed musste antworten: „Ich kann nicht lesen.“ Und schon war auch Mohamed im Sozio-Kulturellen angekommen.

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Wie weit rationalistische Lebensurteile reichen und wo spirituelle Etwaigkeiten Form erhalten, hängt jeweils von der Geistesschärfe und der individuellen Urteilskraft eines Individuums ab, sich den eigenen Affinitäten gemäß entsprechende soziale Szenerien zu suchen und zu finden.

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Die DLF-Eingangsfrage ist eine Unmöglichkeits-Formulierung:

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Säkularisierung – Kehrt die Religion nach Europa zurück?“

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Eine Religion – egal welche – kann nicht nach Europa zurückkehren. Selbst die vergangenen Religionsformen Europas stehen in den Wandel der Kulturgeschichte von heute hinaus, ihrerseits gewandelt. Dass dabei Säkularisation erkennbar ist und eventuell weniger säkuläre Religionen, wie gewisse Islamausprägungen, heute ein Expansionsfeld in Europa finden können, oder ob es nur einwandernde Rückständler sind, die demnächst in den folgenden Generationen der europäische Verweltlichung anheimfallen, werden wir sehen. Man nennt es großkotzig INTEGRATION.

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Momentan jedenfalls kehren keine Religionen zurück, sondern Billigarbeiter ziehen ihre muslimischen Familien nach, die jetzt alphabetisiert nach neuen Ufern – Speed, Crystal Meth, Alkohol, Neue Sinnlichkeit, IT-Revolution – streben und Solches auch noch als „Deutschländer“ nach Anatolien „heimbringen“.

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DIETMAR MOEWS am 22. Juni 2014 auf der Mainzer Straße Köln Südstadt

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