Schwere Erdbeben in ITALIEN – große Trauer und Not

Lichtgeschwindigkeit 6729

Vom Sonntag, 28. August 2016

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Schwere Erdbeben haben Italien getroffen. Marke und Umbrien zittern. Der Boden wackelt, die Menschen sterben. Die Verwüstungen sehen aus wie GAZA nach israelischen Bombardements, wie ALEPPO nach russischen Bombardements und wie die ÄRZTE-OHNE-GRENZEN-KRANKENHÄUSER nach us-amerikanischen Bombardements. Das Mausoleum von Timbuktu hatte wenig zusätzliche Todesopfer.

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Wie Dyarbakir nach türkischen Panzerattacken aussieht, wissen nur die NATO-PARTNER der TÜRKEN. Wie JEMEN nach SAUDI-ARABISCHEN Bombenattacken aussieht weiß hier keiner, aber immerhin liegen die Flugzeugwracks in der Ostukraine nicht vor unseren Nachrichtenkameras herum, wenn es mal die Falschen trifft.

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Dietmar Moews meint: Der Jammer und die Not in Italien ist extrem. Schadensabschätzungen und Opferzahlen sind noch unüberschaubar.

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Die Italiener müssen alle Unterstützung von den deutschen Freunden erhalten, die möglich ist.

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Was bei den erheblichen Erdbeben im Jahr 2009 zerstört worden war, wurde teils sehr komfortabel neu aufgebaut. Besonders der Berühmte Ort Assisi glänzt heute – während die Toten tot sind und die Verletzten immer weiter leiden.

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Die Unabschätzbarkeit der möglichen NACHBEBEN in der Gegend um Amatrice und alle betroffenen Dörfer sind weitgehend zerstört und zukünftig unbewohnbar. Auch die Zufahrtsstraßen und Brücken sind nicht mehr für die Rettungskräfte brauchbar.

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Fast 300 Todesopfer, hunderte Verletzte.

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Es ist wirklich über die Grenzen solidarisch, wie sich die Helfer in die Trümmer wagen, wo es jeden Moment erneut krachen kann.

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Es ist auch die unglückliche Stunde, in der dann Rechnungen aufgemacht werden, Versäumnisse und kriminelle Machenschaften des Missbrauchs und der Unterschlagung von Hilfsgeldern nach vorherigen schweren Erdbenen.

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Nur in den Abruzzen im Jahr 2009 waren laut FAZ, am Samstag 27. August 2016, Seite 20 Italiener diskutieren über Katastrophenschutz. Viel zugesagtes Geld für Absicherung gegen Erdbeben wurde nicht ausgegeben.“

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13,7 Milliarden Euro bereitgestellt … Emilia-Romagna 2012 etwa 13,3 Milliarden Euro …“

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Für die Absicherung der privaten Häuser wurde fast nichts ausgegeben. Dabei stellte nach dem Erdbeben von L‘Aquila im Jahre 2009 die damalige Regierung von Silvio Berlusconi eine Milliarde Euro an Zuschüssen zur Verfügung, und der damalige Chef des Katastrophenschutzes, Guido Bertolaso, tingelte durch die Dörfer, um die Bewohner von der Notwendigkeit von Investitionen zu überzeugen und die Zuschüsse von 100 bis 200 Euro je Quadratmeter Wohnfläche anzupreisen. Von diesen Mitteln ist offenbar wenig angekommen … Dabei erweist es sich nun als Drama, dass gerade im August die Gemeinde Amatrice nicht 2700 sondern 15000 Einwohner hat, weil viele Italiener mit Kindern zu Oma und Opa ins Heimatdorf zurückkommen – und nun dort verschüttet wurden … Zwar schreiben Gesetze vor, dass seit 2004 die öffentlichen Gebäude Italiens erdbebensicher gemacht werden müssen, doch heißt es nun, dieses Gesetz sei ohne Wirkung … Nach Angaben des Verbands der italienischen Ingenieure leben 2,9 Millionen Italiener in Gebieten, die als sehr stark erdbebengefährdet“ klassifiziert sind, und 18,8 Millionen Italiener in stark erdbebengefährdeten Orten … schließlich habe das Erdbeben von Amatrice nur mittlere Stärke gehabt …“

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Was will man jetzt hadern?

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EINS: Mehr als 400.000 Tote in Syrien, zahllose Verwundete, Einsatz von Napalm und Giftgas, Wasser und Strommangel, eine endlose Horrorbilanz.

Im Nachbardorf von Amatrice, Accumoli, war der Kirchturm mehrfach restauriert worden, er stürzte nun aber auf das Haus einer Familie, das, für sich gesehen, dem Erdbeben widerstanden hatte. Ein Elternpaar und zwei Kinder wurden dabei erschlagen.

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ZWEI: In vielen Jahren meiner Italienreisen habe ich mich dort in dieser Jahreszeit in Italien aufgehalten. Noch vor wenigen Jahren war ich ende August in Perugia und in der Regionen Umbrien, Marke, Emilia-Romagna, Lazio. Wen es trifft – den hatte das Glück verlassen.

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DREI: Die römische Zeitung La Repubblica schrieb, „man wisse gar nicht, ob die Gelder jemals für Bauarbeiten verwendet wurden oder irgendwie sonst verschwunden sind“.

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